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Google, Apple, Facebook, Tesla und Co: Die Q-Zahlen stehen bevor…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Google/Alphabet: Heute nach Marktschluss

Die Erwartungen sind durchweg positiv. Für evtl. Zahlungen an die EU oder Einschränkungen durch die EU scheinen sich die Börsianer in den USA nicht zu interessieren. Man erwartet blendend gute Zahlen. Morgan Stanley z.B. rechnet beim Kerngeschäft (Google-Suche) mit einem Erlösanstieg von 27% im Verlgeich zum 1. Quartal 2015. Besonderer Treiber des Anstiegs soll das Mobilgeschäft sein. Das wäre das stärkste prozentuale Wachstum seit knapp fünf Jahren.

Apple: Dienstag 26. April nach Marktschluss

Nach 2,33 Dollar im Q1 2015 erwarten Analysten jetzt ein Ergebnis von um und bei 2 Dollar. Mehr als die pure Zahl in Dollar dürfte interessant werden, ob Apple es geschafft hat wieder ein Wachstum bei den iPhone-Verkäufen hinzubekommen. Hier kam man ja zuletzt zu einem Nullwachstum. Aber grundsätzlich scheint die Stimmung für Apple nicht allzu negativ zu sein.

Twitter: Dienstag 26. April nach Marktschluss

Dieser Fall ist hochinteressant. Die Werbeumsätze steigen in rasender Geschwindigkeit, was aber vom Markt zuletzt ignoriert wurde. Auch dass man inzwischen in der Gewinnzone liegt (0,10 Dollar pro Aktie erwartet), wird ignoriert. Zählen tut für die Investorengemeinde bei Twitter nur die Zahl der neuen aktiven User. Zuletzt kam es hier nämlich zu einem Nullwachstum, während Facebook kräftig weiter wuchs, auch vor allem dank seiner Tochter Instagram. Also, kommt wieder Schwung in die Bude? Zuletzt war es schon eine Enttäuschung – es wird Zeit!

Facebook: Mittwoch 27. April nach Marktschluss

Hier liefen wie vorhin schon beschrieben die Geschäfte rundum prima. Instagram top, Facebook top, Facebook übers Handy top, alles top. Man kann sich anscheinend nur selbst schlagen, wenn irgendwann alle Menschen auf dem Planeten Facebook-User sind und niemand mehr da ist, der zu weiterem Wachstum beitragen könnte. Nach 0,42 Dollar vor einem Jahr erwarten Analysten im Schnitt 0,60 Dollar pro Aktie.

Amazon: 28. April nach Marktschluss

Im 1. Quartal 2015 wies man noch einen Verlust von 0,12 Dollar pro Aktie aus. Für das Q1 2016 erwarten die Analysten grob geschätzt einen Gewinn von 0,50-0,65 Dollar. Also eine hohe Erwartung. Dazu noch das extrem hohe KGV on Amazon von geschätzt 137 für das laufende Jahr. Also ist Vorsicht geboten.

Tesla: 4. Mai nach Marktschluss

Nach -0,36 Dollar im Vorjahr rechnet der Markt jetzt mit -0,50-0,60 Dollar pro Aktie. Aber wie immer ist Tesla eine Wundertüte. Fast egal was die Firma für gruselige harte Fakten zu vermelden hatte – die waren Worte von Elon Musk sorgen wie beim „Hand auflegen“ für Wunderheilung. Also seien wir alle mal gemeinsam gespannt, was Elon Musk diesmal zu verkünden hat.


Wir berichten heute ab 22 Uhr über Google.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – die Wirtschaft entscheidet und nicht die Wahlen

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

Die Coronakrise und die Rally der Aktien der Schusswaffen-Hersteller

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart an der Wall Street – Autos, Banken, Energie: Dreht der Wind?

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Gibt es eine Umschichtung von Tech-Aktien eher zu „langweiligeren“ Aktien wie den Autotiteln? Daimler und andere Firmen melden gute Zahlen.

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