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Gottfried Heller über Draghi, Handelskrieg und inverse Zinskurve – „mögest du in interessanten Zeiten leben“

Redaktion

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„Mögest du in interessanten Zeiten leben“, so zitiert Gottfried Heller ein chinesiches Sprichwort, das jedoch als Verwünschung gemeint ist! Und wir leben durchaus in interessanten Zeiten – in Zeiten eines bisher noch nie dagewesenen geldpolitischen Experiments der Notenbanken mit völlig ungewissem Ausgang.

Wenn die Zeiten interessant sind, könnte es sich lohnen, den ganz alten „Hasen“ ein Ohr zu schenken – so etwa dem Urgestein Gottfried Heller. Er sieht Mario Draghi und auch dessen Nachfolgerin Christine Lagarde kritisch, glaubt, dass die inverse Zinskurve aufgrund der Notenbanken-Manipulationen kein Rezessions-Signal sei (wenn er sich da nicht täuscht!) – und äussert sich auch zu Handelskrieg und Brexit.

Was aber tun im aktuellem Umfeld? Heller sagt: zum Beispiel Mischfonds kaufen (also Aktien und Anleihen mischen) – und wie der Zufall so spielt, hat Heller einen Mischfonds aufgelegt..

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Mario Draghi und Christine Lagarde im Juni. Foto: EZB

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Altbär

    2. September 2019 21:17 at 21:17

    Er sieht alle Probleme u.trotzdem setzt er auf 70 % Aktien.Er sagt auch,dass die Anleihen/ Zinsen künstlich
    verzerrt sind.Also wir haben eine Aktien u.Anleihenblase.Wenn die ANLEIHENBLASE platzt ist seine Diversifikation nutzlos , die Aktien tauchen u.sein Mischfond wird ein explosives Gemisch.Denn nur in normalen Zeiten sind Aktien u.Bonds gegenlaüfig, was im Moment nicht der Fall ist.
    Solche risikoreiche Hasen werden normalerweise leichte Opfer von Füchsen.

  2. Avatar

    Hesterberg

    2. September 2019 21:23 at 21:23

    Ein wertloses Video ohne jeden Nutzen. Das übliche Geschwafel eines Fondsmanagers mit Eigenwerbung. Was will man denn auch erwarten? Fondsmanager würden die Aktienanlage sogar noch bei einem DAX-KGV von 100 empfehlen.

  3. Avatar

    Roberto

    2. September 2019 21:25 at 21:25

    @Altbär…genau das gleiche habe ich gerade auch gedacht :-))) Diese Fondmanager zu interviewn hat doch wirklich keinen Sinn. Es läuft immer nur darauf hinaus die eigenen Produkte zu verkaufen. Ist doch klar, das sie nicht an ihrem einen Ast sägen. Aber das der Anfangsmoderator was von völlig neutral faselt ist schon wirklich eine Verars….g !!!

    • Avatar

      Columbo

      3. September 2019 13:25 at 13:25

      @Hesterberg@Roberto
      Völlig Eurer Meinung! In meinen Augen sind Fondsmanager in Zeiten von ETF’s, künstlicher Intelligenz und Hochgeschwindigkeitshandel ein überflüssiger, aussterbender Beruf. Genauso überflüssig, wie deren Gebühren.

      • Avatar

        Hesterberg

        4. September 2019 00:34 at 00:34

        @ Columbo
        Ganz genauso ist es! Fondsmanager sind nicht nur inzwischen überflüssig (insbesondere aufgrund ihrer nachgewiesenen Erfolglosigkeit), sie hatten zudem auch in der Vergangenheit immer ihr eigenes Wohl stets über das ihrer Klientel gestellt. Nicht zuletzt gerade deshalb waren sie eben auch erfolglos. Ich habe einen Fondsmanager im Freundeskreis und der gibt das (natürlich mit vorgehaltener Hand) auch ganz offen zu.

  4. Avatar

    sabine

    3. September 2019 12:33 at 12:33

    „noch nie dagewesenen geldpolitischen Experiments der Notenbanken mit völlig ungewissem Ausgang“ – das ist doch kein Experiment.
    – Die Notbanken blasen die Wirtschaft auf und lassen sie dann krachen. Einige wenige Reiche werden noch viel Reicher, und die Masse arm.
    – Dann schieben sie den Crash dem freien Kapitalismus / Markt und Goldbesitz in die Schuhe, verbieten Bargeld und Edelmetalle und führen die Staatsdiktatur ein. Diesmal bei uns rotsozialistisch. Braunsozialistisch war ja (Gott sei Dank) gescheitert. Rotsozialistisch auch, aber es wird einfach anders genannt. „Heimatministerium“ usw.

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    Börsentimer

    3. September 2019 21:44 at 21:44

    Hellers Alagevorschlag, möglichst breit diversifizieren ,von Allem ein wenig,wenn die Börse 30% korrigiert verliert sein Depot mit Glück nur 28% , u.Alle sind glücklich, vor allem Heller mit einigen Prozent Gebühren.
    Laut Statistik schlagen die meisten Fonds den Index nicht.
    Berater die nach 10 Jahren Wahnsinns-Hausse immer noch bullisch sind braucht niemand, da kann ich ja gleich selber immer bullisch sein.Die Gewinner werden diejenigen sein,die nicht die letzten Prozente herauskitzeln, die Baisse aber nicht mitmachen ( oder von der Baisse profitieren) u.das Timing für den Wiedereinstig erwischen.

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Aktienmärkte: Euphorie – haben Sie schon einen Lamborghini gekauft?

Was soll denn nun schief gehen? So das derzeitige Mantra: Wir haben doch jetzt einen Impfstoff, wir haben die Notenbanken – die Beste aller Welten..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte in den USA sind in einem Zustand der Euphorie – Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100 und der Nebenwerte-Index Russell 2000 erreichten am Freitag alle neue Allzeithochs. Und die Stimmung ist gigantisch gut: fast alle Sentimentindikatoren sind auf Anschlag, Absicherungen für Rückschläge der Aktienmärkte (durch Puts) sind auf dem niedrigsten Stand seit vielen Jahren.

Aktienmärkte: es kann nur weiter nach oben gehen – oder?

Was soll denn nun schief gehen? Wir haben doch jetzt einen Impfstoff, womit sich die Coronakrise dann erledigen werde, so das allgemeine Mantra. Donald Trump hat offenkundig keine Chance mehr, Ärger zu machen – womit sich die Unsicherheiten im Umfeld der US-Wahlen doch erldigt haben. Und mit der Aussicht, dass sich die Wirtschaft massiv erholen wird, kommt als Rückenwind noch die Stimulus-Flut der Staaten und Notenbanken hinzu. Beste aller Welten, oder?

Auch im deutschsprachigen Bereich ist die Stimmung sorglos bis gierig: nicht zufällig brüsten sich derzeit etwa viele Zuseher meiner Videos mit ihren Gewinnen, man habe lockere Gewinne gemacht, von denen man sich jetzt entspannt einen Porsche kaufen könne. Skeptische Stimmen werden als stete Miessmacherei bezeichnet, die an der Kurs-Realität total vorbei gehe.

Was aber, wenn dann doch zur Überraschung der Euphorisierten die Beste aller Welten dann doch so nicht kommt?

Michael Silva zeigt in seinem Video nicht nur die derzeitige Lage der Aktienmärkte der USA, sondern sieht Parallelen zur Entwicklung zwischen 1987 und derzeit. Auch 1987 gab es bekanntlich einen Crash (wie 2020 im März), dann folgte eine deutliche Erholung der amerikanischen Aktienmärkte bis zum Jahr 1990 – bevor es dann einen signifikanten Rückschlag für die Aktienmärkte gab. Derzeit sehen viele Parameter genau so aus wie nach den Ereignissen aus dem Oktober 1987 bis 1990 – nur geht das in diesem Jahr 2020 gewissermaßen im Zeitraffer.

Und Michael Silva erzählt eine Episode aus der Zeit der US-Immobilienblase, als er bei „Best Buy“ jobbte und ein Kunde ihm unbedingt seinen Lamborghini zeigen wollte, den er sich mit Gewinnen aus Aktien erzielt hatte. Das war kurz vor Platzen der US-Immobilienblase und dem Ausbruch der Finanzkrise – auch damals glaubten alle, dass die Preise für Immoblien nur noch weiter steigen könnten:

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Aktienmärkte und Euphorie - schon einen Lamborghini gekauft mit den Gewinnen?

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Dax: „Mitsegeln“ – aber keine langfristigen Überzeugungskäufe mehr

Für den Dax gilt: für langfristige Überzeugungskäufe ist es schon zu spät. Aber solange die US-Aktienmärkte nicht fallen, kann man „mitsegeln“

Stephan Heibel

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Der DAX hat sich im Wochenvergleich kaum verändert. Aber wir befinden uns in einer Rotationsphase, in der sich Anleger auf die Zeit nach Corona konzentrieren.

Nach Corona wird die Autoindustrie wieder ordentlich produzieren können. Dabei werden intelligente Autos zunehmen, immer mehr Chips werden eingebaut, die sogar möglichst noch per Funk miteinander kommunizieren. Siltronic, Hersteller der Basisplatten für Chips (Wafer) konnte diese Woche um 10% zulegen. Leoni hingegen, Lieferant von Kupferkabeln, brach um 9% ein.

TUI hat weitere Staatshilfen nur gegen eine 25%-Beteiligung des Staates erhalten, wird somit zum Staatsbetrieb. Die Aktie ist um 12% eingebrochen. Fraport auf der anderen Seite, die ohne Hilfen durch diese Krise gekommen sind, konnten um 12% anspringen.

Die Global Fashion Group, die einen Online-Marktplatz im asiatischen Raum betreibt, konnte um 8% zulegen, während Rational, Anbieter von Industrieküchen, um 9% einbrach: Der verlängerte Teil-Lockdown könnte weiteren Gastronomen das Genick brechen, während das Weihnachtsgeschäft verstärkt online stattfindet.

Ein Wechselbad der Gefühle also für jeden Anleger, der sich auf Einzeltitel fokussiert, während Fondsanleger ein Gefühl der Gleichgültigkeit ausstrahlen. So ist das Anlegersentiment auf 1,9 ein wenig zurückgekommen (Vorwoche 2,8) und pendelt somit im neutralen Bereich.

Auch die Selbstzufriedenheit ist diese Woche deutlich zurückgekommen (-0,9 auf 0,7) und zeigt erste Fragezeichen in den Gesichtern der Anleger, meiner Meinung nach in erster Linie der Fondsanleger, die sich nur schwer einen Reim auf die vielen widersprüchlichen Unternehmensmeldungen machen können.

Aber mit einem Impfstoff am Horizont und einer inzwischen beruhigten Nachrichtenlage hinsichtlich des Präsidentschaftswechsels in den USA sowie mit der Aussage der EU im Rücken, dass der Brexit für uns zu verkraften sei, steigen die Zukunftserwartungen um 0,8 auf 5,2. Es gibt aktuell dreimal so viele Optimisten wie Pessimisten in Sachen Dax.

Weiterhin bleibt die Investitionsbereitschaft mit einem Wert von 2,9 (-0,3) auf einem hohen Niveau. Rückschläge im DAX werden also weiterhin frühzeitig gekauft und somit begrenzt, die Unterstützung bleibt stark.

Seit nunmehr fünf Wochen wissen wir, dass es Impfstoffe geben wird und seit fünf Wochen ist das Anlegersentiment im grünen Bereich: Es wird gefeiert auf dem Börsenparkett. Damit ist unser 5-Wochendurchschnitt des Anlegersentiments inzwischen ebenfalls auf ein hohes Niveau angestiegen. Infolge des historisch niedrigen Sentiments während des Coronacrashs ist nun eine entsprechend übertriebene Gegenbewegung durchaus möglich. Bislang war dieser etwas behäbiger reagierende Indikator im neutralen Bereich, jetzt entwickelt er sich langsam in Richtung einer Übertreibung.

Eine solche Übertreibung kann über mehrere Wochen bestehen bleiben. Für uns ist es der Hinweis, wer bislang noch nicht voll investiert ist, der sollte nun vorsichtig sein, den Kursen hinterherzulaufen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -3 weiterhin nur eine leichte Absicherungsneigung an. Auch die Profis, die sich über die Eurex absichern, haben nach den heftigen Aktivitäten in Folge der Impfstoffmeldungen nun wieder eine moderate Absicherungsneigung an den Tag gelegt. Das Put/Call-Verhältnis zeigt mit einem Wert von 2,1 einen leichten Überhang von Put-Käufen an, also Absicherungspositionen.

Das Put/Call-Verhältnis der CBOE ist weiterhin extrem niedrig, was einem Call-Überhang entspricht. Anleger spekulieren weiterhin auf stark steigende Kurse. So bleibt auch die Investitionsquote der US-Fondsanleger mit einem Wert von 103% (-4%) sehr hoch.

US-Privatanleger haben ein Bulle/Bär-Verhältnis von 26% zugunsten der Bullen, der Optimismus ist bereits auf einem extrem hohen Niveau. Auch der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 85% extreme Gier unter Anlegern an.

Interpretation: Beim Dax noch mitsegeln, solange es noch geht – aber Kursen nicht hinterherlaufen

Die Sentiment-Analyse kann keine Hoch-Runter-Prognose für den Dax liefern. Vielmehr ist das Stimmungsbild, das wir aus der Sentimentanalyse erhalten, ein wichtiger Faktor für die Bestimmung der Strategie, die wir in dieser Marktphase anlegen. Wenn wir also aus der heutigen Stimmungserhebung ableiten, dass wir mittelfristig in eine Phase der Übertreibung laufen, dann ist es nun zu spät für beherzte, langfristige Überzeugungskäufe im breiten Markt.

Aufgrund der eingangs gezeigten Rotation, die derzeit so heftig wütet, gibt es dennoch weiterhin viele Aktien, die auch mittel- und langfristig noch sehr günstig sind. Doch gleichzeitig hat die Corona-Pandemie einige Aktien auf Höhen katapultiert, die nicht mehr lange gehalten werden können. Bei Einzeltiteln lohnt sich derzeit also ein Blick auf das Bewertungsniveau. Günstige Titel können weiterhin eingesammelt werden. Die High-Flyer hingegen sollten zumindest mit einem engen Stopp Loss abgesichert werden.

In den USA ist die Stimmungslage bereits euphorischer als bei uns in Deutschland. Daraus können wir ableiten, dass der DAX noch immer Luft nach oben hat. Das gilt jedoch nur solange, wie der Dow Jones seitwärts läuft. Sollte es in den USA zu einer Gegenbewegung kommen, wird der DAX sicherlich ebenfalls mit in den Keller gezogen.

Dennoch: Euphorie ist nicht zu erkennen, im Gegenteil, die hohe Investitionsbereitschaft liefert weiterhin eine stabile Unterstützung und so dürfte der DAX in der Vorweihnachtszeit weiterhin nach oben driften, sofern keine negativen Ereignisse diesen zugrunde liegenden Trend vereiteln.

Sprich: Mitsegeln, solange es geht :-).

Mehr von Stephan Heibel finden Sie hier..

Für den Dax gilt: für langfristige Überzeugungskäufe ist es schon zu spät

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Anleihen

Aktienmärkte: Ist das das nächste große Ding? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street heute allesamt mit neuen Allzeithochs, während der Dax weiter stagniert und sogar einen leichten Wochenverlust ausweist – und das trotz neuem Optimismus in Sachen Brexit. Aber der Fokus richtet sich nun immer mehr auf die US-Anleihemärkte mit steigenden Renditen, die Zinskurve versteilt sich weiter (gut für Finanz-Aktien, nicht so gut für Tech, daher der Nasdaq heute nur mit kleinen Gewinnen). Sollten die Renditen weiter steigen, werden US-Anleihen wieder zunehmend zur Konkurrenz für die Aktienmärkte. Dort aber herrscht nach wie vor eine „Rundum-sorglos-Stimmung“, vor allem die „Corona-Verlierer“ werden wieder gekauft (der Sektor Energie daher wider mit den größten Gewinnen)..

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