Allgemein

Griechenland: Aktuelles BIP-Plus entpuppt sich als laues Pendeln auf Krisentief

FMW-Redaktion

In Griechenland ist die Vergabe von Krediten auf breiter Front spürbar rückläufig. Darüber berichteten wir erst am Montag. Das lässt darauf schließen, dass der Zugang zu Krediten überhaupt nicht funktioniert, die Konsumenten nicht konsumieren können, und Unternehmen weder investieren noch neue Arbeitsplätze schaffen können.

Ganz aktuell auf den Tisch kommt das Bruttoinlandsprodukt für das 2. Quartal in Griechenland. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legt es um 0,8% zu. In der folgenden Grafik seit 2008 (jeder Balken steht für ein Quartal) kann man sehen, dass das BIP jahrelang im Minus war, und danach an der Null-Linie pendelte. In den letzten zwei Quartalen quälte man sich gerade so ins Plus.

Während die obige Grafik die quartalsweise Veränderung aneinanderreiht, kann man in der folgenden Grafik das Volumen des BIP sehen. Seit 2008 gab es einen dramatisch spürbaren Rückgang, und man pendelt immer noch auf dem tiefsten Niveau, konstant seit 2013. Von einst 63 Milliarden Euro ist man jetzt bei 47 Milliarden Euro angekommen.

Auch gibt es aktuelle Daten zu den griechischen Einzelhandelsumsätzen. Sie steigen von Juni 2016 bis Juni 2017 um 3,2%. Das an sich klingt gut. Aber nur die Umsätze in Supermärkten als Teilbereich steigen lediglich um 0,5%. Möbel und Elektronik legen dagegen um 14% zu.

Die Lage in Griechenland bleibt angespannt. Von Erholung kann immer noch keine Rede sein!



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

1 Kommentar

  1. Die griechischen regierungen verarschen europa seit jahrzehnten. In griechenland werden seit jahrzehnten mehrere hundert milliarden euro verheizt. Reformen werden in griechenland zwar angekündigt, versprochen und auch bestenfalls im parlament beschlossen aber niemals umgesetzt und wenn reformen überhaupt umgesetzt werden dann nur halbherzig und schuld sind dann immer die böse troika, oder herr schäuble bzw frau lagarde.

    Wahrscheinlich wissen die nichtgriechen nicht dass die wirtschaft in griechenland ähnlich der DDR ist.
    Keine, ausnahmslos der griechischen staatlichen organisationen und unternehmen macht gewinn. Alles macht in griechenland minus und doch werden diese unternehmen oder organisationen von griechischen banken auf druck der verantwortlichen politik finanziert.

    Schauen sie sich nur mal ΔΕΚΟ (DEKO) an. DEKO ist ähnlich wie die Treuhand. Kein einziges Unternehmen oder Organisation der DEKO macht gewinn.

    Es glaubt doch niemand ernsthaft griechenland würde jemals aus der krise rauskommen.

    Die wirtschaftliche „krise“ ist in griechenland nur das symptom. Man könnte griechenland jetzt sofort allr schulden schenken und innerhalb weniger jahre würde griechenland wieder hunderte milliarden euro schulden.

    Man hat ja griechenland schon 2011/12 beim sogenannten PSI und OSI insgesamt über 200 milliarden euro schulden geschenkt. Trotzdem schuldet griechenland jetzt 2017 fast fünfmal mehr wie damals nach dem schuldenschnitt.

    Noch nie zuvor in der geschichte des gesamten planeten wurde einem land soviel geld geschenkt wie griechenland und noch nie in der gesamten geschichte der menschheit wurde einem land soviele hilfskredite gegeben wie griechenland. Was macht griechenland daraufhin? Griechenland macht genauso weiter wie immer und gibt immer mehr geld aus als ob nix wäre.

    Genau aus dem grund wurde auch zipras gewählt damit alles so wie immer weiter geht.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage