Aktien

Griechenland: Bankaktien crashen

Von Markus Fugmann

In Athen crashen Bankenwerte, die Risikoprämien für griechische Staatsanleihen schiessen nach oben. Auslöser sind Aussagen des neuen Ministerpräsidenten Tsipras, der sein Kabinett auf einen radikalen Politikwechsel eingeschworen hat – und die Sanktionen gegen Russland nicht mittragen will. Hinzu kommt der Stopp von Privatisierungen, so etwa des Hafen von Piräus oder des Energieversorgers Public Power Corporation of Greece.

So ist der heute der Bankenindex FTSE/Athex banks mit 19% im Minus, Piraeus Bank, Eurobank Ergasias, National Bank of Greece und die Alpha Bank fallen mehr als 20% – alles Aktien, die im Stoxx 600 vertreten sind. Damit hat der Bankenindex seit der Neuwahl bereits 39% (!) eingebüßt und verzeichnet heute den historisch größten Tagesverlust. Alle betroffene Aktien fallen unter außerordentlich hohem Volumen. Der Aktienmarkt in Athen insgesamt verzeichnet seit der Wahl damit seine bislang schlechteste Wochen-Entwicklung in der Geschichte.

Und so sieht beispielhaft etwa der Chart der Alpha Bank aus:

alpha

Auch die Risikoprämien für griechische Staatsanleihen schiessen steil nach oben: so steigt die Rendite für eine 3-jährige Anleihe auf 16,5%, die 10-jährige steigt über 10%-Marke.
Es ist schon aufschlußreich, dass die Märkte derartig auf eine Politik reagieren, die sich zumindest vorgenommen hat, die Interessen der Bevölkerung über die Interessen der Finanzmärkte zu stellen..



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