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Griechenland-Insolvenz: Folgen für deutschen Haushalt (Flossbach von Storch Research Institute)

Folgende Analyse stammt von dem in jeder Hinsicht empfehlenswerten Flossbach von Storch Resaerch Institute, zu dem auch der Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, gehört. Die Originalveröffentlichung finden Sie hier.

Unser Interview mit Thomas Mayer unter dem Titel „Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank fordert Systemwechsel“ finden Sie hier..

Folgen für den Bundeshaushalt bei Insolvenz Griechenlands

Von Norbert F. Tofall

– Das deutsche Verlustrisiko beträgt bei einer Insolvenz Griechenlands rund 90 Milliarden Euro. Diese Summe entspricht ca. 30 Prozent des Bundeshaushalts für 2015.

– Direkt haushaltswirksam werden aber höchstwahrscheinlich nur der deutsche Anteil an den Griechen­land-Hilfsprogrammen I und II, deren Fälligkeiten über 37 Jahre gestreckt sind.

– Eine Belastung des Bundeshaushalts würde sich ab 2020 ergeben und bis ins Jahr 2057 reichen. Die niedrigste jährliche Belastung beträgt bei einem Totalausfall 0,199 Milliarden Euro (2020), die höchste 3,051 Milliarden Euro (2054). In den Jahren 2049, 2051 und 2052 fällt sogar überhaupt keine Belastung an.

Nach einer Studie des Münchner ifo-Instituts beträgt das deutsche Verlustrisiko bei einer Insolvenz Griechenlands rund 90 Milliarden Euro. Diese enorme Summe entspricht ca. 30 Prozent des geplanten Bundeshaushalts für 2015, der mit 299,1 Milliarden Euro veran­schlagt ist. Daß unsere Bundestagsabgeordne­ten in Berlin trotz dieses drohenden enormen Verlustes nicht in Panik und Aufruhr verfallen, hat einfache Gründe. Denn zum einen wird nur ein Teil dieses Verlustes überhaupt direkt haushaltswirksam. Und zum anderen sind die Teile, die haushaltswirksam werden könnten, durch die Fälligkeitsstruktur von Tilgung und Zinsen über 37 Jahre zeitlich weit gestreckt und verteilt.

Das deutsche Verlustrisiko setzt sich aus dem deutschen Anteil am Griechenland-Hilfspro­gramm I (Gr I) und II (Gr II), den Forderungen aus dem Zahlungsverkehr (Target) und aus der überdurchschnittlich hohen Ausgabe von Bank­noten in Griechenland, aus EZB-Käufen griechischer Staatsanleihen und dem deutschen Anteil an den IWF-Krediten zusammen.

Den ganzen Text als Gesamtveröffentlichung können Sie hier einsehen (und das PDF downloaden)



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1 Kommentar

  1. Noch ein wenig hin&hergerechnet&es ergibt sich am Ende noch ein fettes Plus!Verabscheuendswert sowas!

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