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Griechenland: NRW gibt 10.000 Bank-Datensätze – 5,7 Mrd Hilfe für zwei Banken

FMW-Redaktion

Nordrhein-Westfalen hat heute offiziell bestätigt, dass man mehr als 10.000 Datensätze von Schweizer Bankkonten an griechische Behörden weitergereicht hat. NRW hatte immer wieder CD´s mit Bankdaten aus der Schweiz aufgekauft um Steuerhinterziehung zu verfolgen. Darin enthalten sind laut heutiger Meldung Daten von griechischen Privatpersonen und Unternehmen mit einem Wert von knapp 4 Milliarden Schweizer Franken. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans dazu:

„Das ist ein wichtiger Schritt der griechischen Regierung, mehr Steuerehrlichkeit im Land herzustellen. Dabei unterstützen wir in NRW die Behörden nach Kräften. Dank der erfolgreichen Arbeit unserer Steuerfahnder sind wir dazu auch in der Lage“.

Das griechische Finanzministerium betonte umgehend das sei eine große Chance für das griechische Gemeinwesen – man werde die Daten sorgfältig auswerten.

Auch wurde heute bekannt, dass der griechische Finanzstabilisierungsfonds (Hellenic Financial Stability Fund) zwei griechische Banken mit 5,7 Milliarden Euro unterstützen wird um die notwendige Rekapitalisierung durchzuführen. Da andere Banken alle Auflagen erfüllt haben, bleiben laut „EKatimerini“ nur die „National Bank“ und die „Piraeus Bank“ übrig, die hiermit gemeint sein können.

Mit 5,7 Milliarden Euro, die aus dem 86 Milliarden Euro-Rettungspaket fließen werden, fährt man deutlich günstiger als geschätzt, denn noch im Oktober war die EZB von einem Bedarf von insg. 14,4 Milliarden Euro ausgegangen – sonstige Schätzungen schwankten zwischen 10-20 Milliarden. Die geringere Hilfssumme wird möglich, weil die anderen beiden Banken, die rekapitalisiert werden mussten, Geld von Privatinvestoren anlocken konnten.



Quellen:
Finanzverwaltung NRW ©2015
Ekathimerini



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3 Kommentare

  1. Der Erpresser liefert dem Erpressten Mittel die geforderte Summe/Leistung zu „erbringen“.

    beste Grüße

    1. Danke für den Hinweis. Im Artikel stand richtigerweise 10.000, nur im Titel hatte sich der Fehler eingeschlichen!

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