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Griechenland-Wachstum schwächelt – „offensichtlich keine Erfolgsgeschichte“

Das Wirtschaftswachstum in Grichenland schwächelt, und liegt kurz vor der Null-Linie. Im zweiten Quartal hat man im Quartalsvergleich nur noch einen Zuwachs von 0,2% erzielt nach +0,9% im Vorquartal. Auf Jahresbasis sieht es etwas besser aus. Denn im Vergleich von 2. Quartal 2017 zum 2. Quartal 2018 war es ein Plus von 1,8%.

Der bis 2009 zurückreichende Chart illustriert gut, dass die letzten sechs Quartale nacheinander im Plus waren. Aber es bleibt halt nur bei einem Mini-Wachstum. Zuvor sieht man eine ganze Zeit lang mal ein Schrumpfen, und dann mal wieder ein kleines Plus im BIP. Die bis 2014 entstandenen großen Rückgänge konnte man bis jetzt noch längst nicht kompensieren.

„Griechenland zu viel zugemutet“

Der ehemalige Chef der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem sagte am Wochenende in einem TV-Interview in den Niederlanden, dass die Eurogruppe zu viel von den Griechen verlangt habe. Man habe der griechischen Bevölkerung in der schwierigen Wirtschaftslage zu viel zugemutet, so kann man seine Worte sinngemäß zusammenfassen. Schon komisch, dass er zu der Erkenntnis kommt kurz nachdem er sein Amt in der Eurogruppe nicht mehr inne hat!

Auch sagte Dijsselbloem, dass Reformen schon schwer genug umzusetzen seien in einem Land mit einer funktionierenden Regierung. Und dies sei ja (eine Zeit lang) nicht der Fall gewesen in Griechenland. Das Land sei ganz offensichtlich keine Erfolgsgeschichte, So Dijsselbloem. Es sei eine schwerwiegende Krise gewesen, nach der man die aktuelle Entwicklung (FMW: Mini-Aufschwung nach vorigem kräftigen Abschwung) nicht als Erfolg verkaufen könne.

Unser Meinung: Wie wahr! Nur hat Dijsselbloem zusammen mit Wolfgang Schäuble in den Jahren 2013-2018 die extremen Sparmaßnahmen in Griechenland maßgeblich mit geprägt. Was soll sich ein Grieche jetzt von diesen Worten kaufen, zumal sie von demjenigen kommen, der dafür als zentrale Figur mit verantwortlich ist? Das Problem in Griechenland dürfte neben anderen Problemen auch das rigide „Kaputtsparen“ gewesen sein. Wie soll die Wirtschaft nach dem großen Absturz wieder kräftig wachsen, wenn die Nachfrager kein Geld zum Konsumieren haben? (massiv gekürzte Renten, Gehälter etc).

Griechenland



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