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Griechenland: Wird es den Deal geben „Flüchtlinge gegen Geld“ ?

FMW-Redaktion

„Flüchtlinge gegen Geld“, unter dem Motto könnte eine aktuelle Verhandlung zwischen Deutschland und Griechenland laufen. Trotz des Beginns der kälteren Jahreszeit nimmt der Flüchtlingsstrom immer weiter zu, in erster Linie durch Griechenland als Transitland.

Durch die jüngsten offenen Widerstände in ihrer eigenen Partei ist Angela Merkel enorm unter Druck. Da muss man dem deutschen Wahlvolk zeigen, dass man die „Flüchtlingslawine“ irgendwie abbremst. „Unsere höchste Priorität ist derzeit, dass mehr Flüchtlinge in Griechenland bleiben“ so heißt es aktuell aus Kreisen der Bundesregierung laut „Wirtschaftswoche“. Eine Aussage, die so wohl öffentlich niemand aus der Regierung machen würde, aber darauf läuft es wohl hinaus – Auffangzentren in Griechenland.

Warum sollte Griechenland das machen? Genau wie die Türkei will auch Griechenland, siehe da, natürlich Geld für seine besondere Dienstleistung erhalten, die Flüchtlinge bei sich zu behalten. Wie das konkret aussehen könnte, ist natürlich schwer vorstellbar. Auf jeden Fall geht sowas nur mit einem massiven Polizeieinsatz, Massen von Menschen daran zu hindern durch Büsche und Wälder gen Norden zu gehen. Nach unserer Meinung gibt es da zwei elegante Varianten, wie Deutschland bzw. die EU Griechenland ohne großes Aufsehen für diesen „Service“ belohnen könnte:

Variante 1:
Die EU-Kontrolleure, die als Aufpasser beim „50 Milliarden Euro“-Privatisierungsfonds in Athen anwesend sind, werden zukünftig einfach nicht mehr so genau hinschauen, ob wirklich ernsthaft privatisiert wird. Dazu bedarf es seitens EU-Offizieller nur ein paar Worte Richtung der Kontrolleure.

Variante 2:
Bei den aktuellen Überlegungen Griechenland bei der Höhe von Zinszahlungen und Laufzeitverlängerungen von Anleihen entgegenzukommen, könnten Angela Merkel oder Wolfgang Schäuble ein gutes Wort einlegen und so deutlich größere Erleichterungen für Griechenland erzielen als bisher angedacht. Auch das würde die Öffentlichkeit nicht großartig wahrnehmen.



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1 Kommentar

  1. Ja, was soll man hierzu sagen?
    Gadafi war wesentlich billiger. Aber ist ja egal, der deutsdche Michel wird schlafenderweise zahlen.
    By the way: Bin seit 30 Jahren finanztechnisch und geopolitisch interessiert. Diese Seite hier ist das mit Abstand beste, was ich in dieser langen Zeit gesehen habe. Weiter s!. Natürlich sollt ihr Geld werdienen, aber bleibt auf dem Teppisch. Ich habe viele kommen und gehen sehen…
    Beste Grüße

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