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Griechenlands Innenminister: werden Rate an IWF nicht zahlen, wenn..

Von Markus Fugmann

Der griechische Innenminister Nikos Voutzis hat gegenüber dem „Spiegel“ angedroht, die am 08.April fällige Rate an den IWF nicht zu bedienen, sollte Griechenland bis dahin keine neuen Gelder erhalten:

„Wenn bis 9. April kein Geld fließt, werden wir zuerst die Gehälter, Renten und Pensionen hier in Griechenland zahlen und bitten dann unsere Partner im Ausland um Einvernehmen und Verständnis, dass wir die 450 Millionen Euro an den IWF nicht pünktlich zahlen werden“, sagte Voutzis. Die Verschiebung solle „im Einverständnis geschehen, damit kein Zahlungsausfall eintritt.“

Und der griechische Innenminster weiter:

„Wir haben seit August keinen Euro mehr bekommen, es gibt kein anderes Land auf der Welt, das seine Schulden nur aus eigenen Mitteln begleicht, ohne Kredite aufzunehmen“.

Das Geld reiche noch bis Mitte April. Vouzis forderte gegenüber dem Spiegel:

„Wir möchten weiter die 1,2 Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF zurück, die wir versehentlich überwiesen haben (..). Wir möchten die 1,9 Milliarden Euro aus dem Bankenrettungsfonds, die seit Monaten zurückgehalten werden“. Denn dann hätte „Griechenland gern wenigstens eine minimale Teilhabe an den Geldern aus dem QE-Programm von Mario Draghi.“

Sollte die rate nicht bedient werden – der Iwf sieht grundsätzlich keine Verschiebung von ratenzahlungen vor – dann träte ein sogenanntes „Kreditereignis“ ein, das wohl die Staatspleite Griechenlands nach sich ziehen würde.

Bezugnehmend auf den am 08.April stattfinden Besuch von Tsipras in Moskau sagte Voutzis:

„Wir wollen, dass auch Russland uns beim Neuaufbau der griechischen Wirtschaft hilft. Sowohl durch Handelsabkommen als auch durch den Kauf von Staatsanleihen im primären Obligationsmarkt.“



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