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Griechenlands Regierung schockt die Konsumenten!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Das ist ein herber Schlag für Griechenlands Konsumenten: die griechische Regierung hat mit seinen Gläubigern eine Steuer auf jeden Internet-Anschluß sowie auf Pay-TV vereinbart. Demnach wird jeder Internet-Anschluß mit einer Steuer von 5% belegt, Pay-TV-Abonnenten mit einer Steuer von 10%. Für viele Griechen, die sich im Alltag finanziell gerade so über Wasser halten können, ist das die nächste schlimme Hiobsbotschaft – und dürfte zudem fatale Folgewirkungen für die Verbreitung von Informationstechnologien in Griechenland haben. Diese Vereinbarung zwischen der Tsipras-Regierung und den Gläubigern in Sachen Besteuerung der Kommuniktionsmedien kommt völlig überraschend – und ist der Versuch, Geld zu generieren auch auf Kosten des Wachstums, statt wachstumsfreundliche Maßnahmen einzuführen!

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Kaum Chancen auf politisches Überleben nach den beschlossenen Reformen: Alexis Tsipras
Foto: FrangiscoDer / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Einher geht die neue Steuer auf Internet und Pay-TV mit massiven Verschlechterungen der Pensionen sowie Erhöhungen der Pensionszahlungen. Diese dürften durschnittlich auf 20% der Einkommen der Griechen steigen, während gleichzeitig ca. 400.000 Rentner aufgrund der Pensionskürzungen zwischen 20 Euro und 200 Euro weniger monatlich bekommen werden. Hinzu kommt, dass die Zusatzzahlungen der Regierung für Rentner mit sehr geringer Rente schrittweise bis zum Jahr 2019 auslaufen werden – und das wiederum dürfte zu einem Verlust bei dieser Gruppe von 35% der derzeitigen Rente führen.

Für zukünftige Rentner dürfte die am Sonntag gesetzlich in Kraft getretenen Maßnahmen eine Reduzierung der Rente zwischen 10% und 30% bedeuten. Noch härter trifft es die Schwächsten der Gesellschaft: so werden die neuen Pensionsregularien für Behinderte, Niedriglöhner oder Langzeitarbeitslose eine Reduzierung ihrer Rente bis zu 40% bedeuten im Vergleich zu den alten Regularien. Die ohnehin schon grassierende humanitäre Katastrophe wird sich damit noch verschlimmern.

Für die Tsipras-Regierung dürften diese Maßnahmen den politischen Tod bedeuten. Die Griechen hatten Tsipras einst gewählt, um ein entschiedenes Contra gegen die Forderungen der Gläubiger zu setzen. Nun haben diese zweifelsfrei das Recht auf die Rückzahlung der Kredite – doch sorgen die beschlossenen Maßnahmen eher dafür, dass die griechische Wirtschaft noch weiter einbrechen, damit die Rückzahlung der Schulden noch unwahrscheinlicher wird. Man hat den Eindruck, als würden die Gläubiger alles unternehmen, um Griechenland jede realistische Chance zu nehmen!

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    10. Mai 2016 11:28 at 11:28

    Die Griechen&Die griechische Wirtschaft(was ist das überhauptß)hatten&haben im €uro keine Überlebenschance PunktSelbst die seit mehreren Jahren optimale Politsituation(Draghi,Juncker,Schulz,Merkel)hat sie nicht gerettet.Und wenn selbst optimale Bedingungen nicht helfen,was soll dann in normalen Zeiten gelingen?Die Griechen,Portugiesen,Spanier,Franzosen sind der Wundbrand des €uro Auch Punkt!

  2. Avatar

    leser

    10. Mai 2016 11:28 at 11:28

    Wie für jeden bankrotten Schuldner gab und gibt es auch für Griechenland einen einfachen Ausweg aus dem endlosen Siechtum: Man erklärt sich für zahlungsunfähig und insolvent. Dann kehrt man zur Drachme zurück und in ein paar Jahren geht es wieder aufwärts.

  3. Avatar

    SecurityScout

    10. Mai 2016 11:41 at 11:41

    Griechenland wird aus der EU ausgestoßen werden.
    Dann wird es keinen Vertrag mit der Türkei über Flüchtlinge geben.
    Daraufhin wird die Türkei Griechenland mit Flüchtlingen fluten.

    Diese werden aufgehalten an der EU Grenze zu Griechenland.
    Damit kommt es noch schlimmer für Griechenland.

    Warum das ganze?

    Es soll gezeigt werden was einem Land passiert, wenn es die EU verläßt,
    sozusagen als „abschreckendes Beispiel“ für andere Staaten.

  4. Avatar

    Gerd

    10. Mai 2016 12:19 at 12:19

    „Die Griechen hatten Tsipras einst gewählt, um ein entschiedenes Contra gegen die Forderungen der Gläubiger zu setzen. “
    Mag sein, dass es so war. Nach außen sah es für mich anders aus:

    Tsipras hatte vor einem Jahr per Volksabstimmung die Weisung bekommen, die Gläubigerforderungen abzulehnen. Zwei Wochen später akzeptiert er aber genau diese Forderungen – entgegen der Mehrheit beim Volksentscheid.
    Das hätte eigentlich schon den politischen Tod bedeuten müssen – glaubte ioch damals.

    Kurz danach setzt er trotz dieses Affronts gegen den Volkswillen aber sogar ausdrücklich ojh mal Neuwahlen an. Zwei „ehrliche“ Minister seiner Regierung scheren aus und treten mit einer eigenen Partei bei diesen Wahlen an.

    Und weil das Volk ja nicht total bescheuert ist und sich derart verar… lässt, erhielt die Partei der „ehrlichen“ die absolute Mehrheit und Tsipras ging bei der Wahl sang-und klanglos unter.
    Wir alle wissen, dass es so eben nicht war.

    Und seitdem habe ich mit solchen….- mir fällt grad kein höfliches Wort ein – kein Mitleid mehr. Traurig nur, dass jetzt auch sehr viele aufrechte konsequente Griechen, die bettelarm sind, mit ins Elend gestürzt werden.

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