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Großbritanniens durch den Staat gerettete Horrorbank: Nach 9 Jahren nur Verlust heute: 7 Milliarden Pfund Verlust für 2016

Die Royal Bank of Scotland, die sich bis zur Finanzkrise 2008 durch Zukäufe und kräftiges Aufpumpen nach Marktwert zur fünftgrößten Bank der Welt hochgepusht hatte, wurde mit gigantischen Summen durch…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Royal Bank of Scotland, die sich bis zur Finanzkrise 2008 durch Zukäufe und kräftiges Aufpumpen nach Marktwert zur fünftgrößten Bank der Welt hochgepusht hatte, wurde mit gigantischen Summen durch den britischen Staat gerettet. Heute stecken immer noch 44 Milliarden Pfund Steuergeld in der RBS, gut die Hälfte aller Rettungsgelder für den Bankensektor. 73% der Bank ist heute immer noch im Staatsbesitz. Nun, 9 Jahre nach der Finanzkrise hat man nicht ein einziges Geschäftsjahr im Gewinn abgeschlossen. Ein Desaster. Heute vermeldet man: Wir haben in 2016 einen Nettoverlust von 6,95 Milliarden Pfund gemacht. Herzlichen Dank, darf man da sagen?

Der operative Verlust vor Steuern lag auch noch bei 4 Milliarden Pfund. Mit hinzu kommen (wie üblich bei Banken heutzutage?) Sonderkosten für Rechtsstreitigkeiten und Kostensenkungen. Die lagen jetzt bei 2,1 Milliarden Pfund, in 2015 bei 2,9 Milliarden Pfund. Und so soll es auch weitergehen. Der Bankchef selbst sagt dazu heute es sei schwer so einen Verlust zu präsentieren, insbesondere einen in diesem Ausmaß. In 2017 sollen weitere Mitarbeiter entlassen und weiter Kosten in Höhe von 750 Millionen Pfund gesenkt werden. Auch lege man für 2017 weiter Geld bei Seite für Rechtsstreitigkeiten in den USA. 2017 werde man erneut einen Verlust erwirtschaften.

Folgenden Text hat der Bankchef Howard Davies als üblichen Wohlfühltext für die Aktionäre geschrieben:

„2016 was another difficult year for RBS shareholders, even though there is good progress to report on our strategy to rebuild a strong bank focused primarily on retail and commercial customers in the UK and Ireland. The core bank performed strongly, and adjusted operating profits were up by around 4%, in a year of political and economic uncertainty. That progress reflects growth in our market share in the
mortgage market and a resumption of growth in business lending, after many years of decline. It shows, too, that the strong focus on reducing costs is beginning to pay off.“

Lustigerweise schreibt er darunter in der Original-Veröffentlichung die dann folgenden negativen Infos in einem nur halb so großen Textformat. Lustig oder eher peinlich?

Nonetheless the attributable loss, at around £7 billion, was more than three times as large as in 2015. It is hard to present that as a positive outcome for shareholders, though in fact it does reflect the impact of stronger efforts to resolve the bank’s legacy problems. We settled a number of regulatory and legal actions and made a large provision for future costs, we retired the Dividend Access Share and made a large number of disposals of legacy assets. Restructuring costs were also large in the year. As a result, the bank is better placed than it was a year ago, though there are still some sizeable legacy problems to resolve. The Board and I are determined to press ahead with resolution of those issues and to continue with the strategy Ross McEwan first outlined in 2014. We are confident that we have the right management team in place to deliver effectively in both areas.

Die Aktie der RBS verliert heute 4%. Sie hatte sich seit der Finanzkrise schon so richtig zerlegt (Chart ganz unten im Artikel). Fairerweise muss man sagen, dass RBS mit seinem ewigen Verlust-Desaster die große negative Ausnahme ist im Vergleich zu den anderen großen drei britischen Banken Barclays, Lloyds und HSBC.


Der Aktienkurs der RBS seit dem Jahr 2000.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Steven

    25. Februar 2017 15:19 at 15:19

    Vermutlich als badbank von England konzipiert!?

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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