Europa

Großhandelspreise mit größtem Anstieg seit 1974

Lagerhalle

Mal wieder das Thema Inflation, und wie! Heute früh hat das Statistische Bundesamt für den Monat Juli die Großhandelspreise veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 11,3 Prozent. Das ist die größte Steigerung seit Oktober 1974. Damals stiegen die Großhandelspreise wegen der ersten Öl-Krise um 13,2 Prozent.

Wie gesagt, jetzt im Juli 2021 beträgt die Steigerung 11,3 Prozent. Im Juni waren es +10,7 Prozent und im Mai +9,7 Prozent. Die hohen Steigerungsraten begründen sich laut den Statistikern zum Teil durch einen Basiseffekt in Folge des sehr niedrigen Preisniveaus der Vorjahresmonate im Zusammenhang mit der Coronakrise, sowie durch viele aktuell gestiegene Preise für Rohstoffe und Vorprodukte.

Öl hat nicht mehr den größten Einfluss auf die Großhandelspreise

Die Inflation weht von den Rohstoffen. Und das nicht mehr nur vom Öl. Den größten Einfluss auf den Anstieg der Großhandelspreise hatte im Juli 2021 der Preisanstieg bei Erzen, Metallen und Metallhalbzeug mit +59,2 Prozent. Besonders kräftige Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr gab es auch im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen mit +95,6 Prozent, mit Roh- und Schnittholz (+59,9 Prozent) sowie mit Mineralölerzeugnissen (+34,3 Prozent). Erheblich teurer wurden im Vorjahresvergleich auch Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel (+20,7 Prozent). Niedriger als im Juli 2020 waren die Preise im Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software (-2,3 Prozent).

Grafik zeigt Verlauf der Großhandelspreise seit 2017



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1 Kommentar

  1. Irgendwie gruselig. Die Großhandelspreise dürften aus den verschiedensten Gründen weiter ansteigen…offen ist lediglich der Grad der Steigung.

    Corona hat uns länger im Griff als allgemein angenommen: denken wir „nur“ an den Hafen-„Lock-Down“ in China, an die Impf- Misere in z.B. Israel.

    Hinzu kommen unausweichliche Steuererhöhungen, wie CO2, Corona-Finanzierung usw.
    ,
    Gespannt bin ich auf die USA: Immobilienblase, aufgeblähter Dienstleistungssektor. Wie die FED wohl reagieren wird????

    Erschreckend, wie wie unsere Regierung(en) dies nicht reflektieren.

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