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Gunnar Heinsohn: „China überholt alle – und Europa schaut zu“ – Lesetipp

Gunnar Heinsohn über die zukünftigen Perspektiven für Deutschland und Ostasien..

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Gunnar Heinsohn zählt zu den kreativsten Denkern in Deutschland. Die thematische Bandbreite seiner Publikationen ist fast unüberschaubar: ob eine Erklärung des Holocaust („Warum Auschwitz“); der starke Anstieg der Bevölkerung Europas an der Wende der Neuzeit durch die kirchliche Diffamierung von „Kräuterfrauen“, jenen Experten für Geburtenkontrolle, die als „Hexen“ tituliert und ausradiert wurden („Die Vernichtung der weisen Frauen“); oder eine demografische Erklärung für weltweite Konfliktherde („Söhne und Weltmacht“) bis hin zu ökonomischen Themen („Eigentum, Zins und Geld“; zusammen mit Otto Steiger). Man könnte die Reihe noch lange fortsetzen..

Heinsohn ist ein Querdenker – und hebt sich damit vom Mainstream ab. In einem Artikel für die „NZZ“ zeigt Heinsohn das Problem westlicher Länder auf: Bildung. Ostasien gehöre daher die Zukunft:

„Die Schere zwischen kompetenten und inkompetenten Menschen klafft weltweit immer weiter auseinander. In Ostasien werden die Länder insgesamt wettbewerbsfähiger. Im Westen hingegen teilen sich die Staaten zunehmend in Kompetenzfestungen und Einwanderungsländer – mit nachhaltigen Folgen.“

Und Heinsohn über die zukünftigen Perspektiven für Deutschland und Ostasien:

„Angesichts des deutschen Bildungsfiaskos kann niemand die Ostasiaten davon überzeugen, dass Niveauabsenkung ihre Konkurrenzfähigkeit verbessert. Alle zusammen nehmen jährlich nicht einmal 100 Asylbewerber auf. Weil sie spüren, dass tendenziell Unbeschulbare keinen brauchbaren Ersatz für ihre Rentner liefern, setzen sie auf Roboter und stehen mit über 60 Prozent der installierten Kunstmenschen an der Weltspitze.“


Lesen Sie bitte den hoch interessanten Artikel von Heinsohn in der NZZ vollständig hier!


Gunnar Heinsohn
Von Freud – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29218949

11 Kommentare

11 Comments

  1. frank

    19. November 2018 11:23 at 11:23

    Hört hört. Uns wird doch ständig erzählt, dass die muslimischen Einwanderer uns bereichern, unsere Renten bezahlen und unsere Rentner pflegen werden. 140.000 hat Deutschland alleine 2018 aufgenommen. Der UN-MIGRATIONPAKT wird sein übriges zur Bereicherrung beitragen.

    • tm

      19. November 2018 15:44 at 15:44

      „ns wird doch ständig erzählt, dass die muslimischen Einwanderer [..] unsere Renten bezahlen“

      Wer behauptet das? Ich lese das immer nur als unterstellte Behauptung von Gegnern.

      • frank

        19. November 2018 18:23 at 18:23

        Letztlich alle Politiker der alten Parteien behaupten das. Im übrigen werden ja längst Fakten geschaffen. Jetzt sind sie nunmal da und werden auf ewig alimentiert…

  2. Martin Ebner

    19. November 2018 13:13 at 13:13

    Wenn die Ostasiaten alle so superkompetent sind, warum pflastern sie ihre Länder dann mit sinnlosem Beton zu? Warum richten sie irrsinnige Kreditblasen an? Ist es nicht ein bisschen wenig, wenn Intelligenz nur zum Roboterbau genutzt wird? Und warum erdulden die Chinesen so ein primitiv-brutales Regierungssystem?
    Man wird ja mal fragen dürfen…

    (Nein, nix gegen Heinsohn. Besonders hoch rechne ich ihm an, dass er bereit ist, Fehler in naturwissenschaftlichen Datierungsmethoden, also in der Chronologie zur Kenntnis zu nehmen und sogar öffentlich zu diskutieren: http://www.chrono-rekonstruktion.de )

    • frank

      19. November 2018 18:27 at 18:27

      wieso sind Betonbauten sinnlos? 1,4 Mrd. Chinesen wollen irgendwo wohnen und genau für diese werden Häuser und Infrastruktur gebaut. Vllt. empfinden die Chinesen ihre Regierung gar nicht als „primitiv-brutal“ – schon mal daran gedacht? Auch wenn es hier mantraartig wiederholt wird, China gehört die Zukunft und die Irrwege der Europäer werden sie bestimmt nicht mitmachen.

  3. Peter Dauerer

    19. November 2018 13:14 at 13:14

    Dr.D.

    In der NZZ!!

    Bis vor wenigen Jahren konnte man Heinsohn auch in den GEZ-Sendern sehen, beispielsweise im `Philosophischen Quartett` mit Sloterdijk und Safranski. Die beiden sehen wir heute auch nicht mehr dort. Ja, warum wohl?

    Auch Sie, Herr Fugmann, sangen 2015 und 2016 das hohe Lied der Migration als weltoffener Wahlhamburger, und noch vor wenigen Monaten konnte ich bei Ihnen in einem Artikel über Japan das Unverständnis herauslesen, auf Migration verzichten zu wollen. Hat da ein Umdenken stattgefunden?

    Ansonsten möchte ich mich bei Ihnen für Ihre sehr informative Site bedanken.

    • Markus Fugmann

      19. November 2018 13:18 at 13:18

      @Peter, es kommt doch immer darauf an, was für eine Immigration! Wir brauchen fähige Leute, brauchen ein vernünftiges Einwanderungsgesetz, brauchen auch eine geistige Offenheit (in Zeiten der KI umso mehr). Das sage ich seit Jahren – Masseneinwanderung hilft da nicht weiter, weil wir die Eingewanderten dann subventionieren müssen in einer Zeit, in der der Kuchen absehbar auch in Deutschland kleiner wird..

      • Marcus

        19. November 2018 15:56 at 15:56

        Absolut richtig Herr Fugmann, sehe ich ganz genau so ! Fähige Leute und geistige Offenheit gegenüber neuen Dingen, Wegen oder Technologien sind hier in Deutschland leider nur sehr sporadisch verbreitet.

    • tm

      19. November 2018 15:47 at 15:47

      Also Sloterdijk war gestern erst im Deutschlandfunk zu hören:
      https://www.deutschlandfunkkultur.de/peter-sloterdijk-ueber-gleichheit-ausdehnung-der.2162.de.html?dram:article_id=433161

      Aber klar, Merkel ruft vermutlich persönlich beim ZDF an, damit eine Sendung, die ohnehin kaum jemand sieht, eingestellt wird…

      • Schneider

        20. November 2018 00:40 at 00:40

        Merkel selbst ruft sicher nicht selber an, aber die Mainstreammedien unterstehen Programmdoktrinen und diese waren und sind immer noch eine überwiegend positive Berichterstattung der aktuellen Migration. Wer über die tatsächlichen Verhältnisse aufklärt (s. z.B. die sogenannte Hetzjagd in Chemnitz) kann seinen Hut nehmen, selbst ein Hr. Maassen.
        Gelegentlich gibt es aber auch Lücken, in denen wohldosierte Kritik geäussert werden kann, die nicht gleich eine Entlassung o. eine Nazibeschimpfung zur Folge hat.

  4. gnoreikat

    21. November 2018 12:17 at 12:17

    Die These von den „weisen Frauen“ war ein Neuerung und wurde zur Standardliteratur des dt. Feminismus.

    Allerdings ist sie längst widerlegt.
    Was nicht gegen Heinsohn spricht. Behauptung und Widerlegung sind wissenschaftliche Mittel.

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Kommentare zum May-Rücktritt: „Schuld ist das Parlament, hohe Arbeitslosigkeit droht, Gefahren für Deutschland begrenzt“

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Die Wirtschaftsforscher vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und der deutsche Bankenverband äußern sich aktuell zum angekündigten Rücktritt von Theresa May. Auszugsweise wollen wir die Aussagen an dieser Stelle abdrucken. Das IW sieht die Schuld für ihren Rücktritt ganz klar beim britischen Parlament, das sich nicht einigen konnte. Als Problem sieht man nun, dass der Brexit wohl in das eine oder andere Extrem ausschlagen werde (harter Brexit oder neuer Volksentscheid). Für die britische Wirtschaft sei das sehr schlecht. Die Arbeitslosigkeit werde womöglich stark zunehmen, und es drohe sogar im Falle eines harten Brexit eine Rezession in UK. Die Risiken für die deutsche Wirtschaft seien aber begrenzt. Man erwarte zwar bis zu 100.000 Job-Verluste in Deutschland, das könne die Volkswirtschaft aber locker auffangen. Hier das IW in Auszügen im Wortlaut:

Theresa May ist gescheitert. Das ist aber nicht ihre Schuld, sondern liegt vielmehr an dem mangelnden Einigungswillen des britischen Parlaments. Weil die Protagonisten weiter in ihren Gräben verschanzt blieben, konnte sie keinen Kompromiss finden. Jetzt werden Randlösungen immer wahrscheinlicher: Am deutlichsten zeichnet sich ein harter No-Deal-Brexit ab. Allerdings ist auch ein neues Brexit-Referendum denkbar, das den Schaden eines ungeregelten Brexits abwenden könnte.

„Die Schäden, die dem UK durch den harten Brexit drohen, nehmen Johnson & Co. in höchst fahrlässiger Weise in Kauf“, sagt IW-Brexitexperte Jürgen Matthes. Er geht davon aus, dass ein No-Deal-Brexit die britische Wirtschaft kurzfristig in eine Rezession stürzen und die Arbeitslosigkeit deutlich erhöhen könnte – so wie auch schon die Bank of England im November 2018 gewarnt hat. Durch einen ungeregelten Austritt wird die Unsicherheit in der Wirtschaft rapide zunehmen, lange Staus an den Grenzen führen zu Versorgungsengpässen. „Längerfristig schaden neue Zölle, andere Handelsbarrieren und eine stark eingeschränkte Zuwanderung aus der EU dem Vereinigten Königreich“, so Matthes. „Das führt dazu, dass viele britische Unternehmen aus den europäischen Wertschöpfungsketten herausgeschnitten werden.“ Die britische Regierung fürchtet im Fall eines No-Deal-Brexit, dass die Wirtschaftsleistung langfristig zum bis zu zehn Prozent geringer ausfällt.

Für die deutsche Wirtschaft würde es im Fall eines No-Deal-Brexit zweifellos auch unruhiger werden, allerdings würden die ökonomischen Schäden deutlich geringer ausfallen als im UK. „Viele Unternehmen haben ihre Notfallpläne längst in der Schublade“, sagt Jürgen Matthes. Zudem sind deutsche Exporteure findig, neue Absatzmärkte zu finden – Horrorszenarien sind also nicht angebracht. Eine Studie des IWH in Halle fürchtet einen Verlust bis zu 100.000 Stellen bei einem harten Brexit. Das ist für die Betroffenen sicherlich problematisch. Doch entspricht diese Zahl nur 0,25 Prozent der insgesamt rund 45 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland. Im vergangenen Jahr ist gleichzeitig die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 Prozent gestiegen – die deutsche Wirtschaft muss sich also nicht zu sehr vor einem harten Brexit fürchten.

Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des deutschen Bankenverbandes im Wortlaut:

„Der Rücktritt von Theresa May ist die Konsequenz aus der Unfähigkeit von britischer Regierung und Parlament eine gemeinsame Position zum Brexit-Vertrag zu finden“. Es sollte sich in London jetzt niemand täuschen: Die 27 EU-Staaten werden zu Recht nicht bereit sein, erneut von vorne anzufangen. Entweder wird das Problem in London gelöst oder Europa geht mit allen Konsequenzen in einen harten Brexit.“

Theresa May
Theresa May. Foto: HM Government – https://www.gov.uk/government/speeches/pm-press-statement-at-european-council-14-december-2018 OGL 3

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Bank of England mit Hinweis: Zwei enorme Risiken im Finanzsystem!

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Die Bank of England hat vor wenigen Minuten auf mehrere Risiken für das Finanzsystem hingewiesen und deutlich gemacht, dass die Banken und die Regulierer (also vor allem in London?) offenbar nicht wirklich auf diese Probleme vorbereitet sind, wenn diese Risiken zu akuten Problemen in Finanzsystem führen sollten. Ausgesprochen hat diese Risiken der für die Regulierung zuständige Direktor Sam Woods in einer Rede (hier der gesamte Redetext auf 12 Seiten).

Erstens wäre da das Risiko, dass Banken in großem Ausmaß Kredite vergeben würden an Unternehmen, die ohnehin schon stark verschuldet seien. Auf globaler Ebene habe die Kreditvergabe in dieser Kategorie im letzten Jahr um 16% zugenommen. Die Kreditvergabe-Standards hätten gleichzeitig stark abgenommen. Im Klartext: Immer mehr Schrottunternehmen bekommen immer mehr Geld hinterher geschmissen. Die Banken müssen halt ihr Geld auf Teufel komm raus irgendwo unterbringen, bei den Null- und Negativzinsen. Zitat Bank of England:

One such area, in which both the Financial Policy Committee and Prudential Regulation Committee have been taking a keen interest, is leveraged lending – in other words lending to highly-indebted ompanies. We have said a lot about this over the last year so I will confine myself to a brief comment only. That comment is that sometimes horizon-scanning does not require binoculars, because the object of study is already at the front gate. I think it would be very odd if we did not pay close attention to a class of lending which grew globally at a rate of 16% last year, and in which there has been a very significant slide in underwriting standards. Further, much of the lending is being funnelled through banks to a variety of end-investors who may or may not understand what they are getting into.

Und als zweites enormes Risiko für das Finanzsystem sieht die Notenbank speziell die Kreditvergabe von Investmentbanken an Unternehmen. Genauer gesagt geht es darum, dass man von den Kreditnehmern als Sicherheiten Aktienbestände akzeptiere. Da ist die Lage natürlich klar. Was, wenn der Aktienmarkt kräftig einbricht? Dann sind die Sicherheiten schnell nichts mehr oder nur noch sehr wenig wert. Und die Bank als Kreditgeber hat ein echtes Problem, wenn die Kreditraten nicht mehr fließen, und gleichzeitig die Sicherheiten wertlos sind. In einem einzigen Deal hätten Banken in London laut Woods im Jahr 2017 mal schlappe 1 Milliarde Pfund verloren. Zitat Bank of England:

This is much easier said than done for another type of corporate lending, largely carried out by investment banks. This type of lending is secured against equity holdings of the borrower, often in a related entity – so-called “margin loans”. The first observation about this is that it will often create wrong-way risk because the value of the collateral may well be linked to the credit-worthiness of the borrower, which can cause problems in times of stress even though collateral haircuts tend to be 30-50%. Largely due to this, we estimate that banks in London lost more than €1b in a single deal in 2017. But the broader observation is that this type of lending is not well captured by today’s capital framework for banks – in part because it tends to sprawl awkwardly across credit, market and operational risk requirements. I don’t ask you simply to accept this statement at face value – our analysis of the capital held against one such recent exposure by a range of banks illustrates it well: even allowing for differentiation in terms across firms, this level of variation simply cannot be right. In this sense, just as the leveraged lending issue is akin to the UK mortgage risking-up issue, these margin loans have an echo of the problems we’ve been tackling on capitalisation of equity-release mortgages – complexity creates a weakness in the system.

Bank of England sieht Risiken im Finanzsystem
Die Bank of England sieht enorme Risiken im Finanzsystem. Hier die Zentrale in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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China: Keine Gespräche zwischen Xi Jinping und Trump geplant

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Chinas Abgesandter in den USA, Cui Tiankai, hat soeben deutlich gemacht, dass ein Treffen zwischen Xi Jinping und Trump nicht vorgesehen sei (ergo: auch nicht auf dem G20-Gipfel Ende Juni!).

Was derzeit mit Huawei passiere, so Cui Tiankai, sei sehr „ungewöhnlich“, die Anschuldigungen der USA gegen Huawei seien ohne jede Begründung..

Die US-Futures leicht tiefer nach diesen Aussagen, aber die Algos scheinen schlicht Trumps Zweckoptimismus zu glauben anstatt die chinesische Seite auch nur wahrzunehmen! So warnt heute der Chefredakteur der „Global Times“ vor derart naivem Optimismus:

Diese Ignoranz geht an der Wall Street so lange gut, bis es nicht mehr gut geht!

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