Aktien

Guru Bill Gross: 7 Billionen QE´s halfen den Börsenkursen, aber nicht den Arbeiterlöhnen

Von Claudio Kummerfeld

Bill Gross, Anleihe-Guru einst bei PIMCO, jetzt bei Janus Capital, hat heute wieder seinen monatlichen „Investment Outlook“ veröffentlicht.

Fast schon sozialkritisch weist er darauf hin, dass die Anleihekaufprogramme der drei großen Notenbanken (Fed / EZB / Bank of Japan) mit über 7 Billionen Dollar nur den Börsenkursen etwas gebracht haben, aber nichts für das Anspringen der Inflation oder der Arbeiterlöhne. Auch weist er darauf hin, dass in „Corporate America“ die Aktiengesellschaften das jahrelange Nullzins-Umfeld dafür genutzt haben sich quasi umsonst zu verschulden um damit dann eigene Aktien zurückzukaufen. Die Folge waren ständig steigende Aktienkurse. Den eigentlichen Zweck, nämlich mit billigem Geld die Realwirtschaft anzukurbeln, hätten die QE´s der Notenbanken nicht erfüllt, so Gross. Laut Gross liegt die maximal mögliche Summe, für die US-Unternehmen eigene Aktien in 2015 zurückkaufen könnten, bisher bei 1,02 Billionen Dollar in 2015.

Was Gross in seiner Domäne, dem Anleihemarkt besonders aufregt, sind die B und C gerateten Unternehmen (besonders schlechte Bonität), die durch die Geldschwemme der Notenbanken vor allem in den USA in der Lage waren sich spottbillig mit Geld für unter 5% vollzusaugen. Damit habe man Zombie-Unternehmen geschaffen (meint er etwa die Fracking-Industrie? Rhetorische Frage).

„Niedrige Zinssätze sind nicht die Heilung, sondern Teil des Problems“, so Gross.



Hier der Originaltext von Bill Gross.



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1 Kommentar

  1. Well done,Mr.Gross!Qe’s sind bourgeoiser Bullshit!Diejenigen,welche eigentlich die Guillotinen bedienen müssten,haben es noch nicht verstanden,dass nach diesem gigantischen Wirtschaftsstrohfeuer,sie es sind ,die dafür die Zeche bezahlen!Ich möchte,leicht abgewandelt,einen berühmten Deutschen zitieren:Den Sozialismus der EZB in ihrem Lauf,hält weder Ochs noch Esel auf!

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