Folgen Sie uns

Aktien

Haben die US Tech-Giganten noch Potenzial nach oben?

Haben die US Tech-Giganten noch Kurspotenzial? Derzeit laufen viele auf Allzeithochs. Wir werfen mal einen Blick auf vier der ganz Großen. Wie wir öfters schon erwähnt haben: Apple bildet gemessen am KGV eine grundsolide…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Haben die US Tech-Giganten noch Kurspotenzial? Derzeit laufen viele auf Allzeithochs. Wir werfen mal einen Blick auf vier der ganz Großen. Wie wir öfters schon erwähnt haben: Apple bildet gemessen am KGV eine grundsolide Ausnahme, ist aber anhand der kaum noch existierenden Wachstumsstory auf den ersten Blick die langweiligste der vier Aktien!

Die Aktie von Facebook stieg gestern auf ein neues Allzeithoch, und heute geht es noch weiter bergauf. Im Chart sieht man die Entwicklung seit dem Börsengang 2012. Hätte man damals direkt nach Handelsstart bei 40 Dollar gekauft, und wenige Wochen später enttäuscht bei 20 wieder verkauft, würde man sich heute ins Knie beißen. Seitdem steigt die Aktie wie mit dem Lineal gezogen konstant nach oben. Ja, wir müssen ja immer was zu Meckern haben, deshalb auch hier unser Hinweis: Was ständig nur steigt, muss irgendwann auch mal einen Einbruch erleben. Aber fundamental ist die Wachstumsstory bei Facebook immer noch erstaunlich robust, und das trotz der enormen Größe bei der Benutzerzahl. Das für 2016 erwartete KGV bei Facebook liegt um die 40, und ist damit für die Firma mit ihrer intakten Story irgendwo noch in Ordnung, wenn auch teuer. Glaubt man den durchschnittlichen Analystenschätzungen, hat die Aktie aktuell noch gut 19% Luft nach oben.

Facebook
Die Facebook-Aktie seit dem Börsengang 2012.

Google oder besser gesagt Alphabet kratzt derzeit an seinem Allzeithoch aus Februar, wovon man nur zwei Dollar entfernt ist. Das KGV wird für das laufende Jahr um die 30 erwartet. Die Analystengemeinde erwartet im Schnitt so um die 20% Kurspotenzial für die Aktie.

Google
Die Alphabet-Aktie seit 2013.

Apple ist wie gesagt eine „seriöse“ Ausnahme. Mit einem KGV von 11 in 2015 und von 13 in 2016 ist die Aktie angekommen bei staubtrockenen Old Economy-Bewertungen, und hat rein fundamental betrachtet deutlich weniger Rückschlagpotenzial als die Tech-Konzerne mit den teuren KGV´s. Kurspotenzial räumen die Analysten hier noch 15% ein. Aufgrund der weggefallenen Wachstumsstory beim iPhone ist der Kursanstieg bei Apple seit gut einem Jahr ausgeblieben – die fundamentale Bewertung aber ist Top!

Apple
Die Apple-Aktie seit 2013.

Amazon steht von den vier Werten am Schlechtesten da. Die Firma lebt vom Wachstums-Mythos des Chefs Jeff Bezos. Mehr, mehr, mehr, immer mehr Wachstum! So läuft auch die Aktie derzeit von Rekord zu Rekord. Das geschätzte KGV für 2016 liegt irgendwo über 130. Aber so schnell wie der Aktienkurs steigt, kann der Gewinn des Unternehmens wohl kaum hinterherlaufen. Also wird das KGV für 2016 wohl möglicherweise höher ausfallen. Kurspotenzial sehen die Anlysten noch gut 10%. Aber im Zuge der Hausse dürften diese Kursziele wohl rasch nach oben korrigiert werden – man kann fast schon riechen, wie die Aufwärts-Korrekturen bei den Kursschätzungen vorbereitet werden!

Amazon
Die Amazon-Aktie seit 2013.

Wie immer gilt: Wir gratulieren allen, die bei den steigenden Kursen dabei sind. Aber gerade bei Amazon ist auch mit Bezug auf die Größe des Unternehmens darauf zu achten, dass bei einer generellen Korrekturphase an der Börse der Aktienkurs ganz besonders stark leiden kann! Natürlich gibt es die Grundidee der „Alternativlosigkeit der Aktie“ aufgrund der Nullzins-Politik der Notenbanken, aber Aktienkurse können nun mal nicht ewig von Rekord zu Rekord eilen!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    8. September 2016 10:44 at 10:44

    Hallo,

    aber diese Aktien sind „das Internet“, schon mal so herum gedacht, abseits von irgendwelchen KGV´s ? Wo kaufe ich meine Waren, bei Amazon / Ebay ?
    Wer ist die absoltue Nr. 1 in Sachen Datenkrake/Marketing ?
    Apple ist da schon (indirekt) die Ausnahme, richtig. Aber : Apple hat uns den Durchbruch verschafft (Smartphone), in Sachen mobiles Internet.
    Welcher Ami-Index laüft eigentlich am besten ? :D
    Diese Aktien sind alternativlos.

    Viele Grüße
    Marko

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage