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Handelskrieg aktuell: China pessimistisch, glaubt nicht mehr an Deal

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Laut der bisher immer sehr zuverlässigen Eunice Yoon (CNBC-Korrespondentin in Peking) hat China die Hoffnung auf einen Deal faktisch aufgegeben. Peking sei entmutigt durch die Weigerung Trumps, bestehende Zölle schrittweise abzubauen, so Eunice Yoon unter Berufung auf Regierungs-Insiderin Peking.

Man wolle nun abwarten, wie das Impeachment-Verfahren weiter gehe – bzw. auf den Ausgang der Wahl 2020 warten:

Gestern hatte – laut Global Times – erneut ein Gespräch zwischen Liu He und Mnuchin/Lighthyzer stattgefunden. Offenkundig wurde Peking durch dieses Gespräch klar, dass die Trump-Administration nicht bereit ist, bestehende Zölle wieder aufzuheben..

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Mario Mayer

    18. November 2019 14:46 at 14:46

    Ja hoffentlich wird wieder Larry Kudlow aus dem Puppenschrank geholt und verbreitet die Frohe Botschaft, dass alles wieder gut wird.

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      berti

      18. November 2019 14:51 at 14:51

      das wird auch ohne den schon, kurz gezuckt und weiter gehts nach oben

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    Roberto

    18. November 2019 15:22 at 15:22

    @Mario Mayer, Deine Bitten werden mit Sicherheit erhört werden. Wenn nicht sogar der GRÖPAZ sogar was twittern wird, das alles in bester Ordnung und der deal eigentlich schon eingetütet ist.

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    Dorinella

    18. November 2019 16:08 at 16:08

    …. wie lange sage ich schon , „ es wird keinen Deal geben „ ?? 😀😳….

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    susiklatt

    18. November 2019 16:24 at 16:24

    erstaunlich, wie verhalten die Märkte reagieren.
    wirklich verkaufen will wohl keiner – alles wird gut-

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      Roberto

      18. November 2019 16:56 at 16:56

      @susiklatt, die Märkte sind seit Monaten darauf konditioniert, das nach einer ngativen Nachricht, sehr bald eine positive folgen wird. Das kann man ja anhand der Charts sehr schön sehen. Immer wenn der Markt durch eine negative news etwas abgegeben hat, kam sehr rasch eine dicke grüne Kerze ( positive news ) hinterher, die dann die nächste Stufe zum steigen eingeläutet hat. Würde mich nicht wundern wenn also heute oder nach spätestns Mitternacht eine super tolle news seitens US kommen würde.

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    sabine

    18. November 2019 16:38 at 16:38

    Ich könnte mir vorstellen, daß China den auch braucht – den Deal.

    – So ganz in Butter ist bei denen nix, die Wirtschaft steht nur auf sehr hölzernen Füßen.
    – Und sie müssen ihre riesen Arbeiterheere zufrieden stellen, dazu der Streit in Hongkong.
    – Und wenn USA auf beleidigt macht, bzw. machen muß, um China zu drücken und um die eigene Führungsrolle in der Welt zu verteidigen, können sie nicht aus allen Rohren schießen.
    Warum werfen sie denn nicht ihre Staatsanleihen (Wert derzeit 1,1 Bill$) einfach auf den Markt und produzieren Chaos in USA?
    Krieg sieht anders aus.

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      Roberto

      18. November 2019 17:04 at 17:04

      @Sabine, weil China dann selbst enorme Verluste auf die Staatsanleihen verbuchen müsste. Und das wollen sie natürlich nicht.

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    Michael

    18. November 2019 17:44 at 17:44

    Die Komödie greift auch bereits auf die Devisenmärkte über.

    Montag
    Der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, will bei der Parlamentswahl am 12. Dezember nun doch nicht in den von Tories beherrschten Wahlkreisen antreten.
    Das Pfund explodiert.

    Samstag
    Der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, wirft Premierminister Boris Johnson „Korruption auf schlimmstem Niveau“ vor. Kandidaten seiner Partei seien Jobs und Adelstitel angeboten worden, wenn sie ihre Kandidatur bei der Wahl am 12. Dezember zurückziehen würden. Ob seine Ankündigung von Montag unter diesen neuen Voraussetzungen noch Bestand haben dürfte, wird angezweifelt.
    Das Pfund explodiert erneut und startet gleich mit einem Aufwärtsgap 🙂

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    Prof. Dr. Donald Marx

    18. November 2019 23:43 at 23:43

    Märkte und Börsen zelebrieren inzwischen in der Tat nicht sehr viel mehr, als eine Farce, inklusive der dieser Form der Komödie eigenen und bewusst beabsichtigten Absurdität und des schnellen Tempos, welches sich im Verlaufe des Stückes mehr und mehr steigert. Die häufigen Wiederholungen, das Fehlen jeglicher Überraschungsmomente, Wendungen und Pointen und die vorhersehbaren, monotonen Dialoge und Handlungsstränge langweilen und enttäuschen jedoch inzwischen das Publikum kurz vor Schluss der Aufführung mit jeder weiteren Wiederkehr und unoriginellen Kopie mehr, als dass sie erheitern und erfreuen.

    Neben den Highlights des kurzen Aktes aus der Berichtssaison, in denen der zahlende Zuschauer erleben durfte, wie sich Enttäuschung und Mittelmaß durch antizipierten Pessimismus in Euphorie und religiös-mythologisch anmutenden Glauben transferieren lassen, konnten letztendlich nur die Hauptdarsteller aus den Notos-Banken überzeugen. Diesseits und jenseits des Atlantiks. (Los Notos: Nach griechischer Mythologie warme, sanfte, regenreiche Winde aus dem Süden, welche die Ernte fördern und Wohlstand über das Land bringen sollen. Nach amerikanischer Mythologie segensreiche Wochen, in denen Verzehr und Winterspeck besonders intensiv beworben werden). Ein sturer, manipulativer, stolzer und transatlantisch gut vernetzter Hengst hier, ein anfangs trotziges, vermeintlich starkes und unabhängiges Muli dort. Beide versinken sie dramaturgisch und inhaltlich jedoch viel zu früh vor Ende der Komödie in Verwirrung, Hilflosigkeit und Unglaubwürdigkeit und werden gleichzeitig zu Lasten schlechter Schauspieler in wirren, wenn auch zugleich originellen, kuriosen und exzentrischen blonden Perücken verdrängt.

    Während der Zuschauer zusehends mit der Chaos- und Strömungsmechanik politischer und wirtschaftlicher Eliten konfrontiert und vor den Kopf gestoßen wird, verlieren die Börsen und Märkte als eigentliche Hauptdarsteller und Protagonisten in der Komödie mehr und mehr an Authentizität und erscheinen im Verlaufe das Stückes nur mehr als ein zusehends abhängiges und langweiliges Spiegelbild machtpolitisch-ökonomischer Willkürlichkeiten.

    Die Farce verliert bereits nach kurzer Zeit an Schwung, an mitreißenden Elementen, wie einem selbsternannten Pöbler aus dem Landtag. Beispielsweise einem Brandner Kasper, der als wahrhaft rechter Vorsitzender des Rechtsausschusses eines Rechtsstaates eingesetzt wurde. Die Ironie, der Zynismus, der Sarkasmus, dass ein Antisemit und Verfechter der Todesstrafe, welcher Menschen mit anderen Ansichten aufrüttelnd und provokativ als „Ergebnis von Sodomie und Inzucht“ bezeichnet, eine derartige Position überhaupt innehaben konnte, fehlt dem faden und langweiligen Börsenklamauk ebenso wie die humoristisch-skurrile Aufbereitung der operativen Ergebnisse des weltgrößten Autobauers, der parallel zum globalen Rekord-Auto-Skandal gleichzeitig Rekordgewinne und Rekordentlassungen verkündet.

    In eigener Sache möchte ich nochmals bescheiden anmerken und beruhigen, dass dies mein einziger durchschnittlich etwa quartalsmäßiger Kommentar bleiben wird, wie es ich vor einigen Monaten den besorgten Lesern versprochen hatte, die in meiner Person respektive meiner Ansichten eine „wirkliche“ und elementare Gefahr für die Allgemeinheit der Leser der Finanzmarktwelt sehen. Was Ihnen zwischendurch unter meinem Namen präsentiert wurde und wahrscheinlich wieder wird, ist der misslungene Versuch trauriger Komödianten, eine verblasste politisch-ökonomische Stimmung zu Lasten anderer auf einem längst verflachten Zenit zu erhalten. Nicht unähnlich der aktuellen Farce an den Märkten und Börsen.

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Handelskrieg: Trumps Kampf gegen China

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Die Deadline läuft im Handelskrieg von Donald Trump gegen China: wird der US-Präsident am 15.Dezember mit den neuen Strafzöllen sämtliche Importe aus China bezollen? Woher stammt seine geradezu obsessive Haltung, dass die USA von China betrogen würde?

Die Antwort lautet, wie meist bei Trump: aus dem Fernsehen! Dabei hatte Trump in den 1980er-Jahren zunächst Japan als Hauptgegener ausgemacht, aber mit der Krise Nippons in den 1990er-Jahren wurde Japan unbedeutender – und China nahm aus der Sicht Trumps dann die Rolle als Hauptkonkurrent der USA ein. Der Handelskrieg ist dabei ein Mittel, diesen Konkurrenten am Aufstieg zu hindern, indem er dessen Wirtschaft schwächt.

In der folgenden US-Dokumentation kommt vor allem Steve Bannon ausführlich zu Wort, der die Sicht Trumps auf China aus Insider-Sicht beschreibt. Dazu zeigt die Doku die Folgen der Strafzölle in den USA – auch und gerade im gespräch mit Betroffenen:

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China: Unternehmen fliehen aus dem Reich der Mitte

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Guangzhou ist eine der Mega-Städte in China

Die Unsicherheiten wegen des Handelskriegs mit den USA sowie billigere Wettbewerber in Südostasien locken Unternehmen aus China weg.

China hat ein Demografie- und Kostenproblem

Der chinesisch-amerikanische Handelskrieg hat bereits viele Handelsketten aufgesprengt und sorgt nachhaltig für Unsicherheit bei Investitionsentscheidungen. Die nachvollziehbare Strategie des Landes, seine Abhängigkeit von dem zunehmend als unzuverlässig geltendem Handelspartner USA zu reduzieren, ist verständlich. Die Entkoppelung der beiden Volkswirtschaften zwingt jedoch viele Unternehmen, die dort aktuell noch für den US-Markt produzieren, ihren Standort zu verlagern. Natürlich gibt es keine Sicherheit, dass in Zukunft nicht auch die neuen Lieblingsdestinationen für Neuinvestitionen wie Vietnam, Kambodscha, Indonesien, die Philippinen oder Indien ebenfalls in den Fokus amerikanischer Strafzölle geraten. Aber es sprechen noch mehr Gründe für diese neuen angesagten Standorte in Südostasien. Vor allem die deutlich niedrigeren Arbeitskosten und die weitaus günstigere Bevölkerungsstruktur geben einem Investment in den 10 ASEAN-Staaten eine interessante Perspektive.

China hatte im Jahr 1979 aus Angst vor einer unkontrollierten Bevölkerungsexplosion die Ein-Kind-Politik eingeführt – mit nachhaltigen Folgen für die Altersstruktur. Noch im Jahr 1960 lag die Reproduktionsrate bei 5,5 Kindern pro Frau. 1975 hatte sie sich bereits auf 3,0 reduziert und fiel in Folge der kommunistischen Familiensteuerung bis Mitte der neunziger Jahre auf unter 2,0 Kinder pro Frau. Gemäß den Daten der Weltbank sank die Geburtenrate im Jahr 2016 auf nur noch 1,6 Prozent. Parallel dazu stieg die Lebenserwartung, bedingt durch den steigenden Wohlstand der Chinesen, von 43,7 Jahren im Jahr 1960 auf 76,25 Jahre im Jahr 2016.

Diese Entwicklung konfrontiert das bevölkerungsreichste Land der Welt früher als geplant mit den Herausforderungen einer Überalterung der Gesellschaft. Der Grund dafür ist die sogenannte Nettoreproduktionsrate, bei der nur weibliche und damit gebärfähige Nachkommen eine Rolle spielen. Da in China aus traditionellen Gründen Jungen gegenüber Mädchen als Nachwuchs präferiert wurden, fällt diese Rate sehr ungünstig aus. Die Anzahl der Töchter je Frau liegt in China bei nur noch 0,726 und damit weit unter der Erhaltungsrate von 1. In Deutschland, das bereits mit den Herausforderungen der auf den Kopf gestellten Alterspyramide konfrontiert ist (z. B. im Rentensystem), gibt es ein Mutter-Tochter-Verhältnis von 0,688. Schaut man sich jedoch die ASEAN-Staaten, wie die Philippinen an dann liegt diese Rate dort bei 1,414 Töchter pro Mutter, in Indonesien bei 1,137 und in Bangladesch bei 1,022.

Im Vergleich mit westlichen Industriestaaten und Japan hat China bei dem Durchschnittsalter seiner Bevölkerung seit Einführung der Ein-Kind-Politik ebenfalls stark aufgeholt: In Deutschland liegt diese im Durchschnitt bei 42,1 Jahren und im „Land der Vergreisung“ in Japan bei knapp 43 Jahren. In China bereits jenseits der 38 Jahre.

Durchschnittsalter in China

Alle damit einhergehenden Probleme, wie Gesundheitsversorgung, Pflege, Rentenfinanzierung und altersgerechter Umbau von Gebäuden und Infrastruktur, stehen China noch bevor. Aber vor allem junge, motivierte Fachkräfte werden, siehe Japan und Deutschland, zur Mangelware im Reich der Mitte. Und das ist ein nachhaltiges Problem für die Industrie. Die Frage, inwieweit China diese Herausforderung durch qualifizierte Migration lösen kann, ist in Anbetracht der stark eingeschränkten Freiheitsrechte und der zunehmenden Totalüberwachung der Bevölkerung in dem diktatorischen Land noch offen. Aber mit ausreichend Geld kann man natürlich versuchen, Fachkräfte zu locken. Manchem ist Geld ja wichtiger als Freiheit.

Die Karawane zieht nun weiter

Der Trend, Produktion zu verlagern, dreht sich nun jedenfalls in eine andere Richtung – weg von China. Neues Hauptziel der Investoren sind die kostenmäßig weitaus günstigeren und mit einer jüngeren Bevölkerung gesegneten ASEAN-Staaten und zunehmend auch Afrika. Die Bevölkerung Indonesiens ist beispielsweise im Schnitt nur 29,7 Jahre alt, die in Bangladesch gar nur 26,4 Jahre.

Die Arbeitskosten liegen in den ASEAN-Staaten nur bei einem Bruchteil der zuletzt in China stark gestiegenen Löhne. Die Betriebskosten in China sind auch deshalb gestiegen, weil das Land versucht, seine Lieferketten von einem exportorientierten zu einem konsumgetriebenen Modell umzugestalten, was hohe Anlaufinvestitionen und später operativ deutlich weniger Effizienz bedeutet (Geringere Produktivität im Dienstleistungssektor als im Industriesektor). Außerdem sind die Löhne in den letzten Jahren vor allem in den Ballungszentren und in den Wirtschaftssonderzonen stark angestiegen.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Florian Homm: Warum die EZB scheitern wird

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Florian Homm ist inzwischen vor allem über seinen YouTube-Channel als kritischer Begleiter der Finanzmärkte bekannt. Auch wenn man nicht immer seiner Meinung sein muss, so sind doch seine Bestandsaufnahmen inhaltlich oft bestechend. In seinem folgenden aktuellen Video bespricht er im Grundsatz, warum seiner Meinung nach die Politik der EZB zum Scheitern verurteilt sein soll. Es geht darum schwache Inflation und Konjunktur mit immer tieferen Zinsen und immer mehr Gelddrucken bekämpfen zu wollen. Florian Homm erwähnt in dem Zusammenhang diverse Faktoren, die so viel stärker sind, und eine Wirksamkeit der EZB-Maßnahmen unmöglich machen. Da wären zum Beispiel die Digitalisierung und der Demografiewandel. Die hieraus entstehenden Veränderung zum Beispiel in Sachen Arbeitsplatzabbau wären so groß, dass die Maßnahmen der EZB verpuffen würden (sinngemäß zusammengefasst). Aber Florian Homm hat noch viel mehr zu bieten. Schauen Sie dazu bitte das folgende Video.

Florian Homm

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