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Handelskrieg aktuell: Deal bis Jahresende unwahrscheinlich – Abverkauf an Aktienmärkten

Markus Fugmann

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am

Laut einem Insider-Bericht ist es unwahrscheinlich, dass im Handelskrieg der Phase1-Deal zwischen den USA und China bis Jahresende abgeschlossen werden kann:

Nur blöd, dass eben dieser Phase1-Deal schon 8375mal eingepreist wurde. Die Aktienmärkte reagieren leicht verschnupft..

12 Kommentare

12 Comments

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    Patrick Vandercar

    20. November 2019 19:24 at 19:24

    Ja aber unser 2.er Schönredner Markus Koch hat doch gesagt bis Jahresende kommt ein Deal. Ist er von der Wallstreet so geblendet? Leben alle nur noch von der Hoffnung? Das kommt mir fast so vor wie die Bitcoinmanie. Für mich nicht zu begreifen was da abgeht.

  2. Avatar

    susiklatt

    20. November 2019 20:12 at 20:12

    na ja, soviel ist jetzt nicht passiert, kleiner Rücksetzer, was solls?
    ist doch eine gesunde Korrektur, beim 8376ten Deal ziehen wir dann beim Dow
    auf 30 K
    ist alles eine Strategie von Trump
    5 schritte vor, 1 schritt zurück
    dann noch die Turbo-Fed, jo so können die Märkte noch lange weiter steigen

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      Michael

      20. November 2019 22:16 at 22:16

      @susiklatt, Sie haben recht, es ist sogar gar nichts passiert, die Märkte stehen höher als letzten Donnerstag, bevor die Welt erstmals wusste, dass der Deal evtl. auf wackligen Beinen stehen könnte. Früher hat man die Darsteller schlechter und langweiliger Komödien geteert und gefedert aus dem Dorf verjagt, um noch etwas Spaß zu haben ;)

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    Roberto

    20. November 2019 20:38 at 20:38

    Ja das sehe ich auch so. Steigt ja schon wieder. Schon allein das man von AUSVERKAUF spricht weil die US Indizes mal 0.5% verlieren ist bezeichnend für die Lage am Markt. Das Zeug steigt schon so lange, das man gar nicht mehr weiß wie ein wirklicher AUSVERKAUF aussieht.

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      Gummibär

      20. November 2019 23:52 at 23:52

      @Roberto, wer außer Ihnen spricht denn eigentlich in diesem Thread vom Ausverkauf, und das auch noch in Großbuchstaben? Und wie genau ist denn die Lage am Markt? Sie stehen seit 14 Tagen an der Seitenlinie in den US-Indizes. Den DAX traden Sie nach letztem Stand seit längerem gar nicht mehr. Warum haben Sie den Schub seit einer Woche nicht genutzt? Sind Sie heute bei ähnlich günstigem Einstiegspunkt dabei? Für einen Daytrader und intuitiven Erspürer perfekter Einstiegspunkte war diese Woche doch ein Traum. Passen Sie sich etwa der allgemein bärischen und vorsichtigen Stimmung an? Wie nennt man das nochmal, irgendwas mit o und Doppel-pp am Anfang. Bär statt Bull in der Christmas-Rally?

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    Roberto

    21. November 2019 09:53 at 09:53

    @Gummibär, sie peilen wohl gar nichts. Schauen sie sich mal die Headline des Artikels an dann wissen sie auch wer von Abverkauf spricht. Sie sind mir ja ein lustiger :-))) Lesen ist wohl nicht ihre Stärke ??? Zu viel Verlust gemacht ??? am besten an die frische Luft gehen und tief durchatmen bevor sie hier mit Steinen werfen und sich vor allen Lesern lächerlich machen, weil sie noch nicht mal die Überschrift des Artikels lesen können.

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      Gummibär

      21. November 2019 11:33 at 11:33

      @Roberto, aber da oben steht doch Abverkauf, nicht Ausverkauf!!! Und da gibt es einen gewaltigen Unterschied. Als Abverkauf wird Aktionsverkauf bezeichnet, bei dem zeitlich, räumlich oder sortimentsbezogen besondere Kaufanreize geboten werden. Unter Ausverkauf versteht man einen totalen Verkauf wegen Aufgabe eines Betriebes. Im übertragenen Sinne: Kleinere oder größere Korrektur im Ggs. zum Crash.

      Sind Sie jetzt bärisch oder bullisch eingestellt? Oder stehen Sie weiterhin etwas ratlos wie viele an der Seitenlinie? Wäre das heute Nacht bei 27.675 ein guter Einstiegspunkt gewesen oder nicht? Und warum?

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        Roberto

        21. November 2019 21:15 at 21:15

        @Gummibär, versuchen sie sich nicht herauszureden. Sie haben es nicht gelesen und einfach aus Frust darauf losgeschrieben. Das hat man in jeder einzelenen Zeile ihres textes lesen können. Und ich werde Ihnen doch nicht sagen wo wie was passiert. Dafür sind sie schon selbst verantwortlich. Und wenn sie wissen wollen wie ich eingestellt bin, dann sollten sie meine Texte GENAU lesen dann sind sie auch informiert.
        Eigentlcih Lachhaft das ich Ihnen überhaupt geantwortet habe. Aber ich hatte Mitleid und konnte nicht anders….ich wünsche noch Gute Besserung.

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          Gummibär

          22. November 2019 10:55 at 10:55

          @Roberto, uups, da ist wohl einem eine Laus über die Leber gelaufen? Ich wusste ja nicht dass Sie so sensibel und leicht entzündlich sind, sonst hätte ich mit Samthandschuhen getippt.

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      Lindo Udenberg

      21. November 2019 19:18 at 19:18

      Ey Roberto, lass dich von den Verpeilten mit Leseschwäche nicht ärgern, auch wenn die mal ganz korrekt gelesen haben. An die frische Luft gehen, durchatmen und nicht mit Steinchen spielen ist voll cool. Zum Trost habe ich ein paar kleine Zeilen für dich verfasst:

      Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug zum Gipfel
      Ich muss mal eben dahin, mal eben zum Gewinn
      Ich muss da was klären, mit eurem Oberindianer
      Ich bin ein Börsentalent, und ich will da spielen, wo’s brennt

      Ich hab’n bisschen Bullenblut mit und bin ein Daytrader
      Das schlürf‘ ich dann ganz oben mit dem POTUS Darth Vader
      Und ich sag: Ey, Donnie, ich trad‘ für wenig Money
      Im Trump-Palast, wenn ihr mich lasst
      All die ganzen Bärenaffen dürfen dann jammern
      Dürfen sich die ganze Zeit an Fugmanns Welt klammern
      Nur der kleine Robi – nur der kleine Robi
      Der darf das nicht – und das verstehn wir nicht

  5. Avatar

    Roberto

    21. November 2019 21:16 at 21:16

    @ Lindo Udenberg…Humor haben Sie , dass ich erfrischend in diesem Laden…und da mache ich mir noch nicht mal Gedanken darum wie es wirklich gemeint ist :-)

    • Avatar

      Lindo Udenberg

      17. Dezember 2019 21:37 at 21:37

      Ey Roberto, wenig zu lesen vom Betongold-Oberindianer.

      Ich weiß genau, ich habe furchtbar viele Freunde
      In der Bärenhöhle und stündlich werden es mehr
      Och, Robi ey was, bist Du denn wirklich so ein sturer Schrat
      Warum lässt Du mich nicht tanzen im Bären- und Skeptiker-Staat?

      Ist das der Sonderzug zum Gipfel?

      Robi, ich glaub‘, Du bist doch eigentlich auch ganz locker
      Ich weiß, tief in dir drin, bist Du eigentlich auch’n Zocker
      Du ziehst dir doch heimlich auch gerne mal das Bärenfell an
      Und schließt Dich ein auf’m Klo und hörst Short-Radio

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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am

Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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