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Handelskrieg aktuell: USA verhängen 25% Zoll auf China-Waren für 50 Milliarden Dollar, China antwortet

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Während sich die meisten Presseorgane auch hierzulande noch mit der Frage auseinandersetzen, ob und wann der Handelskrieg beginnt, so läuft er doch schon seit Monaten. Die USA haben soeben den nächsten Schritt im Handelskrieg verkündet. Für Waren aus China im Wert von 50 Milliarden Dollar verhänge man 25% Importzölle. Am 6. Juli treten sie in Kraft. Dabei gehe es um 1102 Produkte, die im Zusammenhang mit dem „China 2025“-Plan stehen. Das kann man nicht nur als Trumps Krieg gegen das eigene Defizit betrachten, sondern auch als Versuch die technologische Expansion und den Führungsanspruch der Chinesen einzudämmen.

China hat soeben umgehend reagiert. Man wollte zwar keinen Handelskrieg, aber man werde nun Vergeltungsmaßnahmen einleiten. Man werde unverzüglich im selben Umfang Zölle gegen US-Exporte Richtung China verhängen. Diese gesamten Maßnahmen würden letztlich beiden Seiten schaden, so sagen es die Chinesen aktuell.

Das Weiße Haus veröffentlicht aktuell dazu ein Statement. Man wolle zwar gute Beziehungen, aber der Handel Chinas mit den USA sei bisher eben unfair gelaufen, und das ändere man nun. Das ganze Statement lesen Sie hier.

Hier aus der Zoll-Liste der USA im Wortlaut:

SECTION 301 PRODUCT LIST

On April 3, 2018, USTR announced a proposed list of approximately 1,300 tariff lines valued at an estimated $50 billion. The list was published in the Federal Register on April 6, 2018.

To develop the initial proposed list, USTR worked with other agencies to identify products that serve to advance or unfairly benefit from China’s distortive industrial policies.

This proposed list underwent extensive public comment. Interested persons filed approximately 3,200 written submissions. In addition, USTR and the Section 301 Committee convened a three-day public hearing from May 15-17, 2018, during which 121 witnesses provided testimony and responded to questions.

USTR and the interagency Section 301 Committee have carefully reviewed the public comments and the testimony at the three-day public hearing. In addition, and in accordance with the President’s direction, USTR and the Section 301 Committee carefully reviewed the extent to which the tariff subheadings in the April 6, 2018 notice cover products containing industrially significant technology, including technologies and products related to the “Made in China 2025” initiative.

Based on this review process, the list of products announced today:
Removes 515 product lines from the initial proposed list;
Recommends adding 284 product lines to target products that benefit from China’s industrial policies;
Maintains 818 products lines from the initial proposed list unchanged.

The 284 product lines being proposed will now undergo further review in a public notice and comment process, including a hearing. After completion of this process, USTR will issue a final determination on the products that would be subject to the additional duties.

USTR will provide an opportunity for the public to request exclusion of a particular product from the additional 25 percent duty. USTR will publish the details of this product exclusion process in a subsequent Federal Register notice.

Quelle: US Trade Representative, hier und hier.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Marko

    15. Juni 2018 17:55 at 17:55

    Da kann es nur einen Verlierer geben : Die USA !

    So verzwifelt sind „die“ ?

    Warum ? Na wenn die USA wirklich wirschafttlich stark wäre bzw, der USD an sich, dann stünde der EUR/USD garantiert nicht nicht bei 1,16, gerade bei dem Zinsabstand zum EUR !!

    Welcher noch weiter anwachsen wird !?!?

    Ja und wer hört auf mit der 08/15-Nullzinspolitik zum Ende des Jahres ?
    Und das soll eine Überraschung sein ?!? Das hier sage ich nicht gerade seit gestern ( das war seit ungefähr einem Jahr absehbar !), aber nochmal : Der Markt kann es sich nicht mehr erlauben, Lehman leben zu lassen ?

    Der letzte bläst das Licht aus… 😀

  2. Marko

    15. Juni 2018 19:51 at 19:51

    „Der Markt kann es sich nicht mehr erlauben, Lehman leben zu lassen ?“ –

    Und bezüglich dessen, interessiert es den „Markt“ ungefähr so viel, wieviele „Kadetillacs“ durch Frankfurt fahren ?!? 😀

    Mal schaun, ob die Mercedes-Quote in NY fällt, und zwar bedeutend… 😀

    Wer weiß, vielleicht sind die Europäer so blöd und kaufen sich wirklich „spritsaufende“ Amikarren von vor-vor-gestern ?!? So ein fetter AMI-SUV ( z.B. Dodge RAM) , den kaufen wir „zurückgebliebenen“ Europäer garantiert ?!

    Ja aber, wo ist denn eigentlich GM, hier in Europa ? Jetzt ist ja nur noch Ford „da“ ? 😀

    O.k. Fiat-Jeep/Chrysler ham wa noch, viel Spaß ! 😀

    „Häuptling-Schmalzlocke“ at its best !

    Da kann der Donald noch so stolz sein auf seinen supertollen Cadillac…

  3. Marko

    15. Juni 2018 20:10 at 20:10

    Und genau deshalb : “ America first“.

    aber eigentlich heisst es derzeit (bis auf die IT-Branche) : America second ! Und das liegt garantiert nicht an den Zöllen !

    Vielleicht sollten die in den USA mal „aufwachen“, die Chinesen haben es gemerkt.

    Als Beispiel : in der Ostsee gelten ganz andere Regeln als beispielsweise anderswo, die sogenannten Kreuzfahrtschiffe müssen über sogenannte „Scrubber“ (Katalysatoren) verfügen, die fahren im Rest der Welt mit „Schweröl“…

    Im Mittelmeer interessiert das keinen !

    Soviel zum Thema : Diesel-Skandal…

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Erleichtert Mario Draghi Frau Lagarde den Start?

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Christine Lagarde wird aller Wahrscheinlichkeit nach Anfang November neue EZB-Chefin werden. Man geht allgemein davon aus, dass sie die lockere Geldpolitik von Mario Draghi fortsetzen oder sogar noch ausweiten wird. Wäre es da nicht sinnvoller, wenn Mario Draghi ihr einen Teil dieser Arbeit noch schnell abnimmt?

Denn wenn Draghi in seinen letzten Tagen im Amt nochmal neue Anleihekäufe aufnimmt etc, was hätte er zu verlieren? Nichts. Und Christine Lagarde könnte mit einem neuen Kaufprogramm ins Amt starten, welches ja von ihrem Vorgänger stammt. Und genau dieses Szenario scheint Realität zu werden. Laut SPON plant Mario Draghi „bis November“ den Start neuer Anleihekäufe. Also genau bis zu dem Zeitpunkt, wo Lagarde ihr Amt antritt.

Auch soll Mario Draghi noch bis zum Ende seiner Amtszeit planen das offizielle Inflationsziel der EZB zu ändern. Bisher lautet es „2% oder nahe 2%“. In Zukunft solle es nur noch „2%“ lauten. Also eine Aufwärtskorrektur des Ziels, von vielleicht 0,2% oder 0,3%? Es wäre ein ideales Szenario für Christine Lagarde. Sie müsste keine nervigen Fragen ertragen, warum sie die Anleihekäufe denn gestartet habe. Denn das wäre ja ihrem Vorgänger „anzulasten“. Laut Berichten denke Mario Draghi auch darüber nach ein „symmetrisches Inflationsziel“ zu installieren. Somit könne die Inflation auch eine Zeit lang über 2% liegen, damit nach einer schwachen Preisphase andersrum ein nachhaltig starkes Preiswachstum entstehen könne.

Draghi und Lagarde
Mario Draghi und Christine Lagarde im Juni. Foto: EZB

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Zinssenkungen: Es geht los – nach Australien jetzt auch Südkorea

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Ein neuer Zyklus hat begonnen. Die ersten Zinssenkungen wurden umgesetzt. Nachdem Australien am 4. Juni und 3.Juli schon zweimal die Leitzinsen gesenkt hat, von 1,50 auf 1,00 Prozent – Begründung sich abschwächender Arbeitsmarkt und schwache Inflationsdaten -, ist jetzt auch Südkorea gefolgt.

Südkorea mit Zinssenkungen zum ersten Mal seit drei Jahren

Der aufstrebende Industriestandort ist für Deutschland sehr interessant, schließlich verbindet beide Nationen ein gemeinsames Geschäftsmodell, es ist der Export. Deshalb lauschen deutsche Ökonomen bestimmt auch auf die Begründungen, die der Notenbankausschuss bei der ersten Zinssenkung seit 2016 (von 1,75 auf 1,50 Prozent) gegeben hat: Eine Verlangsamung des Wachstumstempos, ein Rückgang der Bauinvestitionen und vor allem ein Nachlassen der Exporttätigkeit bei den wesentlichen Gütern wie Halbleitern, petrochemischen Produkte, Autos, Schiffe, Maschinen, Handys und Flachbildschirme.

Der Start in einen neuen Zinssenkungszyklus?

Nach der Analyse einer US-Großbank könnten im 2. Halbjahr 2019 sage und schreibe 19 Zentralbanken Zinssenkungen durchführen. Derzeit legen die Zinsen in ausgewählten Regionen auf folgendem Niveau:

USA 2,25 – 2,50 Prozent
EU 0 Prozent (gültig für 19 Staaten)
Japan 0 bis – 0,10 Prozent
China 4,35 Prozent
Kanada 1,75 Prozent
Großbritannien 0,75 Prozent
Schweiz – 0,25 bis – 1,25 Prozent
Schweden – 0,50 Prozent
Brasilien 6,50 Prozent
Russland 7,50 Prozent

Der globale Einkaufsmanagerindex (EMI) ist seit Juni 2018 von einem Stand von 53,0 Punkten 12-mal gefallen, auf zuletzt 49,4 Punkten in den rezessiven Bereich. Demzufolge ist das Zinssenkungsszenario von Morgan Stanley durchaus nachvollziehbar.

Welche Sitzungen stehen an?

– EZB-Leitzinsenscheidungen 25. Juli und 12. September – Senkung des Einlagezinssatz für Banken von -0,40 auf -0,50 Prozent oder Reaktivierung des Anleihe-Kaufprogramms?
– Fed-Leitzinsentscheidung am 31. Juli

Aufgrund der großen Dominanz des US-Dollars könnte es natürlich sein, dass die Europäische Zentralbank erst mal abwartet, welchen Schritt Fedchef Powell vorlegt. Dann hätte man auch ein leichteres Begründen der eigenen Entscheidung, speziell in Europa.

Wenn nicht, muss es ganz schön brennen in der Eurozone.

Fazit

Der globale Zyklus für Zinssenkungen hat begonnen. Dies, obwohl bereits vor Kurzem ein Viertel aller Staatsanleihen weltweit (in den großen Industrieländern) „unter Wasser“ lag, also mit einer negativen Rendite aufwartete. Die große Frage ist natürlich, ob dieses billige Geld, welches die Zentralbanken zur Verfügung stellen, zur Ankurbelung der Weltwirtschaft überhaupt noch in der Lage sein wird? Natürlich haben die Bären in ihrer Argumentation Recht, dass es durch die Zombiefizierung (dazu interessantes Interview beim Klick an dieser Stelle) viele Volkswirtschaften zu einer Bereinigung kommen muss, dass kein Wirtschaftszyklus endlos ist.

Aber und selbiges habe ich als mögliches Szenario schon ein paar Mal angesprochen: Chinas Bestreben ein Abgleiten der heimischen Wirtschaft zu verhindern durch allerlei fiskalpolitische Maßnahmen, der massive Wunsch Trumps 2020 wieder gewählt zu werden, mit dem Fokus auf Wirtschaft und Börse und die weltweit konzertierten Aktionen der Notenbanken könnten wiederum dafür sorgen, dass die große Korrektur und das Großreinemachen wieder etwas in die Zukunft verlagert wird.

Kurzfristig ist ein Sommerloch an den Börsen durchaus wahrscheinlich, entweder ausgelöst durch negative Quartalsberichte oder ganz einfach durch den Impuls „Sell on news“, der nach einer großen Gewinnstrecke und einem dünnen Umsatzvolumen in den Sommermonaten nicht ungewöhnlich wäre.

Zumal sich auch Markus Fugmann im Urlaub befindet, historisch betrachtet, eine Chance für die Bären (Scherz).

Fed-Chef Jerome Powell bald auch mit Zinssenkungen?
Fed-Chef Jerome Powell. Bald Zinssenkungen?

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Aktuell: Trump macht den „Mini-Erdogan“ mit Angriff auf die Fed

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Wie war das noch? Der türkische Präsident Erdogan hatte den türkischen Zentralbankchef entlassen, weil der seine Anordnung nicht umgesetzt habe die Zinsen zu senken (Unabhängigkeit der Notenbank, was ist das?). Donald Trump ist schon seit Monaten auf Konfrontation mit „seiner“ Notenbank, der Federal Reserve. Denn auch Trump möchte niedrigere, viel niedrigere Zinsen sehen, damit die Wirtschaft angeheizt werden kann (genau wie Erdogan in der Türkei). Inflation, ungezügelte Preissteigerungen bei zu niedrigen Zinsen und zu stark laufender Wirtschaft? Egal. Die Zinsen sollen, sie müssen sinken!?

Aktuell twittert Donald Trump wieder, und das mit Ausrufezeichen, in Richtung Federal Reserve. Also eine Art Anweisung vom Weißen Haus Richtung Notenbank. Genau wie bei Erdogan? Gefühlt geht es schon in diese Richtung, wenn gleich Trump eine Entlassung nicht „mal eben so“ umsetzen kann wie Erdogan. Mit der Entlassung von Fed-Chef Powell hatte Trump ja auch schon geliebäugelt. Mehr denn je betont Donald Trump aktuell, dass der Leitzins sinken müsse. Wegen eines fehlerhaften Denkprozesses bei der Fed hätten die USA viel höhere Zinsen als andere Länder, die wirtschaftlich nicht mit den USA mithalten könnten. Die Zinskosten in den USA seien viel höher als in anderen Ländern. Die Zinsen sollen also sinken, so sind Trumps Worte unzweideutig  zu verstehen. Und er schließt seinen Tweet ab mit dem Wort „Correct“, also „Korrigieren Sie das“ mit Ausrufezeichen Richtung Fed. Unabhängigkeit der Notenbank? Unantastbarkeit? Gut, hierzulande ist sich CDU-Chefin AKK wohl auch nicht so ganz bewusst, was das bedeutet. So sprach sie jüngst von einer „Überprüfung“ der EZB-Politik (hier nachzulesen).

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