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Handelskrieg: Die Ignoranz der Volkswirte – „Lernen´s Geschichte“

Wirtschaft ist in aller erster Linie Psychologie! Über die Auswirkungen eines Handelskriegs – und die Irrtümer darüber bei Volkswirten..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky herrschte einst einen Reporter mit den Worten an: „Lernen´s bissl Geschichte“:

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Und genau das möchte man vor allem jenen zurufen, die nicht verstehen, was ein Handelskrieg wirklich bedeutet! So etwa Martin Hüfner, Chefvolkswirt von Assenagon und einst Chefvolkswirt der Hypovereinsbank: er meint, dass die bisherigen Zölle ja nur einen winzigen Bruchteil des globalen BIPs beeinflussen. Das ist natürlich richtig. Aber eben viel zu kurz gedacht. Denn erstens schrauben sich derartige Handelskriege stets nach oben und können sogar von einem Handelskrieg zu einem echten Krieg werden.

Aber jenseits dessen ist, zweitens, die größte Auswirkung eines Handelskriegs eine immense Änderung der wirtschaftlichen Psychologie! Denn es sind ja nicht nur die Zölle, die die Kosten nach oben schrauben, sondern vor allem die Aufsprengung von bestehenden Lieferketten, die unter hohen Kosten neu „gestrickt“ werden müssen. Dazu kommt die starke Wirkung auf die Investitionsbereitschaft – was aber heute an Investitionen wegen des Handelskriegs unterbleibt, ist der Abschwung von morgen!

Und dieser Abschwung führt dann zu Entlassungen von Arbeitnehmern, weil der Arbeitsmarkt dann stets als nachlaufender Indikator mit Verzögerung reagiert. Unternehmen, die die Zukunft mit Sorge und nicht mit Optimismus betrachten, stelllen keine neuen Arbeitnehmer ein – so dreht sich dann die Spirale immer weiter! Genau das hat sich ähnlich in den späten 1920er-Jahren und 1930er-Jahren so abgespielt – damals war der Handelskrieg der Auftakt für den „echten“ Krieg.

Daher macht es eben schlicht keinen Sinn, nur die unmittelbaren Auswirkungen der Zölle mit Zahlen erfassen zu wollen – wichtiger wäre etwa ein Indikator, der die psychologischen Veränderungen bemißt, die in einem solchen Handelskrieg passieren. Denn Wirtschaft ist in aller erster Linie Psychologie!

Daher: Lernen´s Geschichte, Herr Hüfner!

Und abschließend noch eine Rede von Bruno Kreisky zum Nahost-Konflikt aus dem Jahr 1988 – in der beispielhaft wird, was aus der Geschichte lernen bedeuten kann:

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Beobachter

    11. Juli 2018 13:43 at 13:43

    @ FMW, diese Kritik am erfahrenen ??! Hüfner teile ich voll u. ganz.
    Ich dachte mir bem Anhören des Videos, ist der so naiv, oder hat er andere Gründe zu dieser Schönrednerei.Es is doch DUMM alles an diesen Zahlen aufzuhängen.
    Hat er vergessen als man bei der Griechenlandkrise sagte ,das GDP der Griechen sei so winzig klein ,dass die grosse EU die Rettung aus der Portokasse bezahlen könne.
    Ein anderer Schönschwätzer hat gesagt , die Bank Lehmann sei ein regionales US Bankenproblem !!
    Alle die wissen ,dass Globalisierung u. Steuersenkungen die Börsen beflügelt haben, müssten doch jetzt einsehen ,dass Zölle u,Protektionismus diese Faktoren ins Negative drehen.
    Zudem wissen doch alle mit nur primitiven Börsenkenntnissen, dass es nach einer reifen Hausse überhaupt keine Gründe mehr braucht für eine Korrektur, derweil es im Moment Tausend Gründe gäbe, wenn man sie denn einmal sehen möchte.

  2. Avatar

    Kritsch

    11. Juli 2018 13:47 at 13:47

    Sehr geehrter Herr Fugmann!
    Danke, dass sie dieses von mir in einem Kommentar veröffentlichte, legendäre Zitat, als Anlass genommen haben diesen so treffenden Artikel zu verfassen. Vielleicht kann man ja an Mr. Trump einen Tweet absetzen mit dem Text „Learn a little history, mr. President“ und ihm ihren Bericht dazu übersetzen!
    Eine winzige Korrektur zum Zitat sei noch angebracht. Kreisky sagte: „Lernens a bissl Geschichte, Hr. Reporter“! (Nur um dem österreichischen Idiom Recht zu geben)

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      11. Juli 2018 14:17 at 14:17

      @Kritisch, nochmals vielen Dank für das Kreisky-Zitat, das ich zwar kannte, aber durch Sie erst wieder „aktivieren“ konnte..

      • Avatar

        Kritisch

        11. Juli 2018 14:28 at 14:28

        Natürlich kannten sie dieses Zitat, aber trotzdem danke für die Blumen! Und, schicken sie diesen Kommentar an Mr. Trump? Ich fürchte nur, DER ist dermaßen beratungsresistent, dass er das als wilkommenen Anlass sehen würde sie sofort mit einem Einreiseverbot zu belegen.

  3. Avatar

    Starhemberg1683

    11. Juli 2018 16:34 at 16:34

    Oje Kreisky Linxextremist und Schuldenkaiser zugleich! Alle Probleme die Österreich heute hat sind auf diesen Mann zurückzuführen!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      11. Juli 2018 16:39 at 16:39

      @Starhemberg, wahrscheinlich sind Sie auch der Auffassung, dass alle Probleme dieser Welt auf die Juden zurück zu führen sind, nicht wahr?? Mir ist bewußt, dass Kreisky als jüdischer Österreicher stets eine ideale Projektionsfläche für Antisemiten ist..

      • Avatar

        Starhemberg1683

        11. Juli 2018 18:00 at 18:00

        Sehr geehrter Herr Fugmann!
        Als Abonnent und täglichen Seher schätze ich Sie sehr, sehen Sie die Sache ist doch so:
        1) In meiner Stellungnahme ist über Israeliten nichts zu lesen.
        2) Kreisky hat durch seine Schuldenpolitik Österreich nachhaltig zum Schuldenjunkie gemacht.
        3) Justiz und Bildungsunwesen wurden durch seine Parteigänger infiltriert und nachhaltig geschÄdigt
        4) AKW Zwentendorf, AKH, Noricum Affäre, DDR Geld das in die Parteikassen floss usw. usw.
        Wie Sie sehen war die Regierungszeit von Kreisky doch nicht so toll.
        Also abschließend FMW Top, Ihre Analysen Top,Ihr Stellungnahme für mich unverständlich!

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          11. Juli 2018 18:06 at 18:06

          @Starhemberg, wenn ich Ihnen mit meiner Erwiderung Unrecht getan habe, möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen. Ich meinte mich nur zu erinnern, dass Sie schon an anderer Stelle Untertöne zeigten, die in die von mir vermutete Richtung zeigten – aber vielleicht ist das eine Fehlinterpretation meinerseits..in diesem Falle nochmals sorry!

    • Avatar

      leftutti

      11. Juli 2018 16:55 at 16:55

      Ebenso, wie zahlreiche positive Errungenschaften, die Österreich aus dem finsteren Mittelalter hin zu einem modernen und zeitgemäßen Land geführt haben.

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      Michael

      11. Juli 2018 17:44 at 17:44

      Ja, wann da Trottl wenigstens Deitsch kinna dad. Und ab und zua omoi a Komma setzad…

  4. Avatar

    Kritisch

    11. Juli 2018 16:58 at 16:58

    @Starhemberg, da kann ich nur eines dazu sagen: „Lernens a bissl Geschichte, Hr. Starhemberg“ – es hilft, glauben sie es mir! Weltanschauliche Scheuklappen abzulegen und pro und kontra objektiv wie möglich abwiegen zu lernen ist ebenfalls ganz hilfreich. Als „gelernter Österreicher“ ist mir aber völlig bewusst, dass grundsätzlich alles so furchtbar ist und war in unserem Land. Der Kreisky mit seiner Politik, die Ausländer, die EU – alles eine einzige Katastrophe, stimmts? Vorschlag: „Bereisen sie einmal die übrige Welt, abseits der „touristischen Trampelpfade“ und erzählen sie mir dann nocheinmal wie schaurig die Probleme bei uns doch sind!
    Ein kritischer aber nicht blinder Österreicher!

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      Starhemberg1683

      11. Juli 2018 18:17 at 18:17

      Was wollen Sie mir den mitteilen?? Sie sind super und wissen alles?
      Freut mich für Sie. Wenn Sie so alt wären wie ich würden Sie tatsächlich wissen das Kreisky die Gastarbeiterregelung (Nur 5 Jahre Arbeitsaufenthalt) ausgehebelt hat. Darauf kam es bereits in den 70ern zur Massenzuwanderung. Sie schreiben ich solle mir die Welt ansehen, habe ich getan aber nicht als Zivilist. Fehlentwicklungen, politische und wirtschaftliche kann ich daher 10 Jahre vorher riechen. ÖSTERREICH WURDE DURCH SPOVP ZUM ABSTEIGER!

      • Avatar

        leftutti

        11. Juli 2018 20:17 at 20:17

        Sehr geehrter Herr Starhemberg,
        erst einmal möchte ich Ihnen mein Bedauern für die fatale Namensverwandtschaft mit Ernst-Rüdiger aussprechen, einem Mitstreiter Hitlers beim Marsch auf die Feldherrnhalle, einem Bundesführer der österreichischen Heimwehr, einer rechtsstehenden paramilitärischen Organisation, einem Austrofschisten par excellence.
        Vielleicht sind Sie deshalb öfters Opfer antisemitischer Unterstellungen, die vermutlich eher unterbewusst und ohne konkreten Grund geäußert werden. Auch ich bin solchen Fehlinterpretationen gegenüber nicht immun und würde ebenfalls einiges darauf verwetten, von Ihnen schon mal unfreundliche und unangebrachte Äußerungen über „Israeliten“ gelesen zu haben.

        Unabhängig davon: Kreisky war Kanzler von 1970 bis 1983. Glauben Sie wirklich, dass ein Aufbau eines Wohlfahrtsstaates, die Einführung einer Sozialpolitik, die dieses Namens würdig ist, eine längst fällige Hochschulreform, das Recht auf einen dreiwöchigen Urlaub p.a., die Einführung einer 40-Stunden-Woche (statt 43 Stunden) als „linxextrem“ bezeichnet werden kann?
        Zu Zeiten, da ausnahmslos alle westlichen Länder so handelten, da die Gelder erst einmal nur so sprudelten, der Wohlstand weg von etablierten Kreisen in zahlreiche andere Richtungen der Gesellschaft floss, die ganze westliche Welt von einer Welle des Umbruchs, der Gleichberechtigung, des Intellektes geprägt war. Glauben Sie wirklich, dass die Politik der 70er Jahre für die heutigen Schulden Österreichs verantwortlich ist?
        Dass nicht eher bereits das Raab-Olah-Abkommen von 1961 wegen der gewaltigen Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften der 60er Jahre die rechtliche und letztlich faktische Grundlage für die „Massenzuwanderung“ in den 70ern war?

        Dass alle Probleme, die Österreich heute hat, auf diesen Mann aus den 70ern zurückzuführen sind, halte ich angesichts der jüngsten (seit 20 bis 25 Jahren) ;) geschichtlichen, gesellschaftlichen, technischen, globalen Entwicklungen für äußerst fadenscheinig.

        Eines würde mich interessieren, wenn Sie gestatten: Sie haben sich die Welt angesehen, aber nicht als Zivilist.
        Waren Sie in der Fremdenlegion?
        Im österreichischen Heer (das allerdings nicht gerade die Welt bereist)
        Im diplomatischen Dienst? (dafür ist Ihre Sprache und Ausdrucksweise allerdings zu schlecht)

      • Avatar

        Kritisch

        11. Juli 2018 21:05 at 21:05

        Q Starhemberg, oh Gott ich bin weder super noch weiß ich alles aber schon allein ihre Auffassung zu der ach so dramatischen „Massenzuwanderung in den 70-igern“ lässt in mir die Vermutung in eine ganz üble, rechte Ecke erahnen. Was wären wir denn ohne die notwendigerweise zugewanderten Gastarbeiter dieser Zeit („liebevoll“ damals Tschuschen genannt). Ich finde auch nicht alles gut und super was zur Zeit in Europa und auch Österreich geschieht, mit der notwendigen Weitsicht sollte man aber doch erkennen können, dass Österreicher zu sein nicht per se ein Privileg ist, da weder sie noch ich etwas dafür können hier und nicht in Westafrika oder sonst wo geboren worden zu sein. Wenn man österreichische Telefonbücher durchforstet kann man unschwer feststellen, dass „DER ÖSTERREICHER“ zumeist, in sehr vielen Fällen aus allen Ecken zumindest diese Kontinents kommt. Also, mein Appell wäre: Seien wir froh, dass es Menschen gibt die zu uns kommen wollen(selbstverständlich unter Einhaltung gültiger Gesetze) und vergraben wir das unerträgliche nationale, radikale Gedankengut ganz tief. Die waren und sind in hohem Ausmaß für unseren heutigen Wohlstand zumindest mitbeteiligt. Übrigens ist Alter ein ebenso geringes Privileg wie die Nationalität, sagt ein kritischer Mensch der schon in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zu Welt gekommen ist.

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DAX daily: Impfstoff-Meldungen bleiben wirkungslos – ifo-Index im Blick

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Die erneuten Impfstoff-Meldungen verpufften gestern wieder schnell, vielleicht kann der heutige ifo-Index den Dax nachhaltiger beeinflussen. Wie so häufig in den letzten Wochen wurde der Leitindex am Montag zunächst von der Impfstoff-Hoffnung angetrieben. Zum einen hat das Pharma-Unternehmen Astrazeneca Daten ihres Covid-Impfstoffes veröffentlicht (Wirksamkeit 70%). Zusätzlich haben die News von der beantragten Notzulassung in den USA von Pfizer/Biontech und die FDA-Zulassung eines Antikörper-Cocktails von Regeneron die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie geschürt.

Allerdings reichten die Impfstoff-Erfolgsmeldungen nicht aus, den Dax nachhaltig in die Gewinnzone zu hieven. Zwar konnte der Index im frühen Handel die Oberkante der Range bei 13.300 testen, ist dann aber erneut an dem Widerstand gescheitert. Das Tageshoch markierte der deutsche Leitindex bei 13.312 Punkten, bevor er anschließend seine gesamten Gewinne wieder abgeben musste. Schließlich ist der Dax mit einem kleinen Verlust von 10 Punkten bei 13.126 aus dem Handel gegangen. Viel passiert ist also nicht, auffallend war nur die Wiederaufnahme der Rotation von den Corona-Gewinnern hin zu zyklischen Werten. Das ist auch ein Grund dafür, warum sich der Dax so stabil auf dem hohen Niveau hält – hier mehr dazu.

News und fundamentale Daten

Heute stehen sehr interessante Konjunkturdaten aus Deutschland auf der Agenda. Zunächst wurden vor wenigen Minuten die endgültigen Zahlen des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal veröffentlicht. Die BIP-Daten sind mit einem Wachstum von 8,5 % zum Vorquartal etwas besser als erwartet (8,2 %) ausgefallen. Der heutige Höhepunkt ist jedoch die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex um 10 Uhr. Aufgrund der jüngsten Corona-Beschränkungen könnte der ifo-Index die Erwartungen enttäuschen. Die aktuelle Prognose beläuft sich auf 90,1, zuletzt lag der Wert noch bei 92,7. Damit droht ein erneuter Rückgang bei der Einschätzung der konjunkturellen Lage. Je nachdem wie der ifo-Index ausfällt, könnte er für Bewegung im Dax sorgen. Zudem sollten die Anleger auf das vom Conference Board erhobene US-Verbrauchervertrauen um 16 Uhr schauen.

Darüber hinaus veröffentlicht die Deutschen Börse im Tagesverlauf die Ergebnisse ihre Befragung zu umfassenden Reformvorschlägen. Zu den wichtigsten Punkten gehören die Aufstockung der Dax-Titel von 30 auf künftig 40 Unternehmen sowie strengere Qualitätskriterien. Demnach könnten Waffenproduzenten unter bestimmten Umständen aus der Dax-Familie ausgeschlossen werden, dadurch wäre auch der Flugzeugbauer Airbus betroffen. Außerdem denkt man darüber nach den MDax der mittelgroßen Unternehmen von 60 auf 50 Titel zu verkleinern. Bis die Änderungen schließlich in Kraft treten, könnte noch einige Zeit ins Land gehen. Frühestens sollen diese ab März 2021 wirksam werden.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Während der Asien-Rampe konnte der Dax wieder ansteigen und notiert vorbörslich fester. Damit könnte er den  massiven Widerstand bei 13.300 erneut testen, wenn er das Nachthoch bei 13.268 überwindet. Erst ein Ausbruch über 13.340 würde weiteres Anstiegspotenzial freisetzen. Dann wäre es nicht mehr weit zum September-Hoch bei 13.460. Weitere Impfstoff-Meldungen könnten dem Dax sicherlich helfen aus seiner Seitwärtsrange auszubrechen.

Kommt zur Eröffnung jedoch Schwäche in den Markt, dann dürfte sich der Dax auf den Weg machen die Kurslücke bei 13.126 zu schließen. Um 10 Uhr sollten den Anleger einen Blick auf den ifo-Index werfen, eine Enttäuschung könnte den Abwärtsdruck erhöhen. Um das Gap zu schließen, müsste er aber zunächst die Unterstützung bei 13.200 brechen. Darunter befindet sich im Bereich bei 13.140 eine weitere Unterstützung. Ein Bruch des gestrigen Tagestiefs könnte den Dax zur 13.050 führen.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 24.11. - M30-Chart - Impfstoff-Hoffnung und ifo-Index

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.398 – Pivot Punkt R2

13.291 – Pivot Punkt R1

13.207 – Pivot Punkt

13.100 – Pivot Punk.t S1

13.006 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.200 – H1-Chart

13.126 – Tagestief 23.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

12.956 – Punkt 1 Bodenbildung (12.871)

12.871 – außerbörsliches Tief 10.11.

Dax Widerstände (WS):

13.268 – Nachthoch

13.300 – neuralgischer Punkt

13.312 – Tageshoch 23.11.

13.460 – September-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Die Wette, dass teure Aktien noch teurer werden! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute mit dem typischen Montags-Optimismus, der dann jedoch weitgehend verpuffte (Nasdaq drehte sohgar ins Minus). Derzeit sitzen alle im selben Boot: Rekord-Zuflüsse in Aktien, Rekord-Abflüsse aus US-Staatsanleihen und Gold. Jim Bianco hat es so formuliert: die Aktienmärkte wetten darauf, dass extrem teure Aktien noch teurer werden. Und das gilt ja nicht nur für die großen US-Tech-Werte, sondern vor allem auch für Energie-Aktien (KGV von 30, wenn durch Impfstoff hohe Gewinnerwartungen eintreffen) und den Sektor Health Care. Selbst wenn also alles gut geht und mit einem Impfstoff dann Mitte 2012 alle Probleme mit dem Coronavirus erledigt wären, starten die Aktienmärkte von einer historisch extrem hohen Bewertung (in fast allen Bereichen in der obersten Percentile). Das kann funktionieren – muß aber nicht..

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Dax: Hohe Selbstsicherheit, Kaufbereitschaft und Optimismus!

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Das Anlegersentiment gegenüber dem Dax hat die Verunsicherung der Corona-Pandemie mit der Vorstellung des Impfstoffes hinter sich gelassen. Auch die anderen Stimmungsindikatoren zeigen letzte Woche sehr konstruktive Entwicklungen.

“Seitwärtskonsolidierung” nennt man das an der Börse: Nach einem kräftigen Kurssprung infolge der Impfstoffmeldung von vor 14 Tagen war eigentlich zu erwarten, dass der Kurssprung “konsolidiert” wird, also zu einem Teil wieder abgegeben wird. In einer solchen “Verschnaufpause” sind die Kurse meist leicht rückläufig, geben beispielsweise ein Drittel des Kurssprungs wieder ab.

Doch in der abgelaufenen Woche konnte sich der DAX auf dem hohen Niveau, das er durch den Kurssprung erreicht hat, halten. Innerhalb der 30 DAX-Unternehmen gibt es natürlich dann reichlich Bewegung. Die Vorstellung des Impfstoffs hat die Finanzmärkte nachhaltig verändert: Unternehmen, die zuvor noch aussichtsreich aussahen, müssen plötzlich um ihre Zukunft bangen – und umgekehrt: Unternehmen, die zu den Corona-Verlierern zählen, sehen plötzlich ein Licht am Ende des Tunnels.

So gab es in der abgelaufenen Woche nicht nur Gewinner unter den Anlegern, sondern auch einige, die noch in den “falschen” Aktien gefangen sind. Wenngleich das Licht am Ende des Tunnels sichtbar ist, so kann es zwischenzeitlich dennoch zu großen Schmerzen kommen. Entsprechend ist die Anlegerstimmung letzte Woche auf 0,8 (zuvor 3,1) deutlich zurück gekommen. Aber immerhin ist nun ein Weg aus der Krise vorgezeichnet und Anleger wissen, wie sie sich positionieren wollen. Das steigert die Selbstzufriedenheit, die mit einem Wert von 1,0 den höchsten Stand seit Mitte Februar erreicht. Seit dem Coronacrash dominierte Verunsicherung unter den Anlegern. Kein Wunder, solange man mitten in einer Pandemie steckt und ein Ende noch nicht absehbar ist.

Mag sein, dass das Licht noch 6-9 Monate entfernt ist, aber die Aktienbörsen blicken ja gerne mal 6-9 Monate in die Zukunft, wie Sie wissen. So ist die Zukunftserwartung gegenüber dem Dax auf 5,4 gestiegen. Wir messen somit den größten Optimismus des Jahres. Die Investitionsbereitschaft verbleit mit einem Wert von 3,5 auf hohem Niveau und stellt somit eine gute Unterstützung für das aktuell hohe Kursniveau dar. Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -4 eine leichte Absicherungsneigung. Ganz ähnlich sieht es bei den institutionellen Anlegern aus, die sich über die Eurex absichern. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 2,8 angesprungen und zeigt großes Interesse an Put-Absicherungen.

In den USA notiert das Put/Call-Verhältnis weiterhin auf niedrigem Niveau und zeigt weiterhin starkes Interesse an Call-Optionen. Anleger sind dort also überwiegend bullisch positioniert. So auch die US-Fondsmanager, die mit einer Investitionsquote von 106% unterwegs sind: Über Optionen haben sie ihre Spekulationen auf steigende Kurse sogar auf über 100% ihres verfügbaren Kapitals gehobelt. Abenteuerlich, aber nicht selten. US-Privatanleger sind weiterhin bullisch gestimmt, das Bulle/Bär-Verhältnis ist gegenüber der Vorwoche zwar deutlich zurückgekommen, aber mit +18% nach wie vor stark bullisch. So bullisch, wie seit Mitte Februar nicht mehr. Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 65% leichte Gier an, ich würde das aber noch als neutral bezeichnen.

Dax: Interpretation des aktuellen Sentiments

Ja, da ist sehr viel Optimismus im Markt, doch von einer Überhitzung sind wir noch weit entfernt. Wir haben diese Woche gesehen, dass Euphorie infolge der Impfstoffmeldung auch abgebaut werden kann, ohne dass die Aktienmärkte in voller Breite einbrechen. Im Gegenteil, das Anlegersentiment ist auf ein sehr konstruktives Niveau zurückgekommen, ohne dass der Aktienmarkt Federn lassen musste.

Wir befinden uns in einer Phase, in der zwar noch Ungewissheit über den genauen Verlauf der kommenden Wochen und Monate besteht, doch bis Mitte 2021 sollten die größten Probleme, US-Präsidentschaftsübergabe sowie Corona-Pandemie, gelöst sein. Somit sind zwischenzeitliche Rücksetzer an den Aktienmärkten Kaufgelegenheiten.

Da das so klar ist, wird in diesen Tagen bereits der kleinste Rücksetzer gekauft. Einen nennenswerten Rücksetzer gibt es kaum, vor allem nicht beim Dax. Vielmehr nehmen sich Anleger Zeit für die Rotation raus aus den Corona-Gewinnern und rein in die konjunktursensiblen, zyklischen Aktien.

Nun ist die Frage, wer zuerst die Nerven verliert: Diejenigen, die unbedingt zyklische Aktien ins Depot holen müssen und die, denen die Kurse weglaufen? Das könnte zu einer Kaufpanik führen, die den DAX weiter in die Höhe treibt. Oder aber diejenigen, die sich zuvor noch aus ihren Corona-Gewinnern verabschieden müssen, die dazu aber nicht mehr die gewünschten, hohen Kurse bekommen. Wenn diese Positionen auf den Markt geworfen werden, könnte der gesamte Aktienmarkt vorübergehend nochmals in die Knie gehen.

Bis auf weiteres haben wir wohl eine Patt-Situation. Cash, das durch verkaufte Corona-Gewinner im Portfolio landet, dürfte schleunigst wieder in zyklische Aktien eingesetzt werden.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie haben wir eine hohe Selbstsicherheit und Kaufbereitschaft, so dass der Druck derzeit eher für steigende Kurse sorgen dürfte. Dieser leichte Aufwärtstrend, der sich daraus bilden könnte, dürfte stärker ins Gegenteil umschlagen, wenn ein überraschend negatives Ereignis eintreten sollte.

Sprich: Wir haben eine starke Unterstützung und tendenziell leicht steigende Kurse, es gibt jedoch noch genügend Positionen in den Portfolios der Anleger, die panisch auf den Markt geworfen würden, wenn ein überraschend negatives Ereignis eintritt.

 

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Investoren im Dax zeigen eine hohe Selbstsicherheit

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