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Handelskrieg, Gewinnwarnungen, Rezession – was tun die Märkte?

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Der Handelskrieg kommt mit dem G20-Gipfel am Wochenende in Osaka in eine entscheidende Phase – wird es wieder die altbekannten optimistischen Aussagen geben, denen dann aber keine konkreten Taten folgen? Steve Mnuchin hat heute vormittag in einem Interview mit dem US-Finanzsender CNBC wieder Hoffnungen geschürt: der Deal zwischen den USA und China sei zu 90% fertig.

Neben dem Handelskrieg weiter im Fokus ist derzeit auch die Fed: gestern sorgte James Bullard, eigentlich ein ultradovishes FOMC-Mitglied für etwas Ernüchterung bei den Zinssenkungs-euphorischen Märkten, als er eine 0,5%-Zinssenkung für Juli ausschloß. Jochen Stanzl weist in folgendem Interview zurecht darauf hin, dass die Fed gut daran tut, ihr Pulver nicht zu früh zu verschiessen mit zu schnellen Zinssenkungen – dann nämlich würden die Aktienmärkte wahrscheinlich weiter nach oben ausbrechen, während gleichzeitig die Ertragslage der Unternehmen aufgrund der Abschwächung der Wirtschaft immer schlechter wird. Ergo, so Stanzl, wäre die Fallhöhe für die Aktienmärkte dann besonders hoch.

Nun beginnt auch die Berichtssaison für das 2.Quartal – und einige Unternehmen wie die Lufthansa haben schon Gewinnwarnungen ausgesprochen. Das könnte also ein heißer Tanz werden für die Aktienmärkte:

Der Dax ist stark beeinflußt vom Handelskrieg

Foto. Deutsche Börse AG

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Jerome Powell: Headlines seiner PK – keine Zinsanhebung, wenn Inflation nicht deutlich steigt

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Die zentralen Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell in Schlagzeilen:

– Powell startet – mit einigen Worten über den gestern verstorbenen Paul Volcker

– Ausblick bleibt gut, trotz aller Risiken

– Arbeitsmarkt und Konsum stark, aber Industrie und Export eher schwach

– Inflation bleibt niedrig (FMW: Powell bezieht sich wieder nur auf die PCE-Daten,, nicht aber auf die stärker gestiegenen CPI-Daten)

– Änderung unseres Kurses der Geldpolitik von Zinsanhebungen zu Zinssenkungen hat Wirtschaft geholfen

– Repo-Operationen „rein technisch“, um möglichen Liquiditäts-Druck zum Jahresende zu begegnen

Powell jetzt fertig mit seinem Statement, jetzt Fragen


– Powell deutet an, die Zinsen nur dann anzuheben, wenn die Inflation deutlich stegen würde! das schwächt den Dollar, ebenso wie seine Aussage, wenn nötig nicht nur Bills zu kaufen, sondern auch Coupons – das läßt die Anleiherenditen sinken

– Frage nach den Zuständen am Repo-Markt von einem Bloomberg-Reporter: Powell: das hat keine makroökonomischen Konsequenzen: Liquidität, die eigentlich vorhanden war, floss aber nicht in den Repo-Markt, die Frage ist nur warum das so war: ein Faktor dürften Regularien gewesen sein

Hier der Live-Feed zur PK:

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Fed: Zinsentscheid und zentrale Aussagen

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Die US-Notenbank Fed hat erwartungsgemäß die Zinsen unverändert belassen. Hier die wichtgisten Aussagen des Statements der Fed:

– Dot Plots (Zinserwartugnen der FOMC-Mitglieder) signalisieren keine Zinsänderung für das Jahr 2020:

– Fed streicht Passage „Unsicherheiten für den Ausblick“

FMW: keine Überraschung, die Fed hatte vorher signalisiert, dass sie nichts ändern wird längere Zeit. Sie wird aber auf die Entwicklungen im Handelskrieg reagieren – stellt sich die Frage, ob Trump auf die Fed reagiert und sie mit neuen Zöllen zum Handeln zwingen will! Der Dollar jedenfalls schwächer, Euro-Dollar über der 1,11er-Marke. Nachher wichtig bei der PK von Powell dann die Frage nach dem Repo-Markt und den dortigen Turbulenzen!

– Der Vergleich zum letzten Statement:

Das Statement der Fed im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in October indicates that the labor market remains strong and that economic activity has been rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although household spending has been rising at a strong pace, business fixed investment and exports remain weak. On a 12‑month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation remain low; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1‑1/2 to 1-3/4 percent. The Committee judges that the current stance of monetary policy is appropriate to support sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective. The Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook, including global developments and muted inflation pressures, as it assesses the appropriate path of the target range for the federal funds rate.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; James Bullard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren.

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Aktienmärkte: Wann erlöst uns Trump? Marktgeflüster (Video)

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Die Hängepartie geht weiter: die Aktienmärkte warten auf die Entscheidung von Donald Trump in Sachen Strafzölle gegen China. Davor, das gilt zumindest für die Wall Street, will sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen, schließlich dürfte es eine stärkere Bewegung geben nach der Entscheidung des US-Präsidenten. Der Dax dagegen nach dem gestrigen Anfall von Volatilität heute frohgemut – man geht offenkundig davon aus, dass Trump die Zölle verschieben wird. Peking hat klargemacht, dass – sollten die Zölle am Wochenende kommen – die Gespräche abgebrochen werden würden. Was ist größer: das Aufwärtspotential der Aktienmärkte, wenn Trump die Zölle verschiebt (eingepreist?), oder das Abwärtspotential, wenn die Zölle doch kommen (nicht eingepreist)? Heute Abend im Fokus die Fed..

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