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Handelskrieg Trump gegen alle – noch klarer als hier sieht man es nicht!

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Trump gegen alle, Trump ist alles egal. So lautet das Fazit des G7-Treffens am Wochenende in Kanada. Der Handelskrieg läuft. Donald Trump reiste vor dem offiziellen Ende der Tagung ab, und verweigerte die Zustimmung der USA zu einer gemeinsam Erklärung aller Teilnehmer. Das begründete Trump damit, dass der Gastgeber Kanada mit Gegenzöllen antwortet auf die Zölle, welche die USA gerade erst gegen Kanada, Mexiko und die EU eingeführt hatten. Kanadas Premier Trudeau habe die USA sogar „verraten“, so Trumps Berater Kudlow.

Wie steht Donald Trump zum Rest der Welt? Dieses Foto sagt mehr als tausend Worte. Trump sitzt mit verschränkten Armen quasi ablehnend vor seinen „Freunden der G7“. Merkel und Co versuchen mit ihm ins Gespräch zu kommen und ihn zu Kompromissen zu drängen, doch Trump lehnt ab. An seiner Seite stehen Trumps neuer Chefideologe (Nationaler Sicherheitsberater) John Bolton sowie Japans Ministerpräsident Abe, der ihm vor allem in Sachen Nordkorea zur Seite steht.

Der Rest der G7 steht quasi verzweifelt, fragend und bittend vor dem Tisch, und hofft auf Trumps Reaktion. Spätestens nach diesem Gipfel sollte dem Rest der globalen Handelsgemeinde klar sein, dass es ein Kampf „Trump gegen uns alle“ ist. Denn er hat ja mehr als klar verkündet, dass nur Amerika für ihn zähle. Das ist auch sein gutes Recht. Dann müssen EU, Kanada, Mexiko, China und Co eben deutlich enger zusammenrücken, und mit einer gemeinsamen Sprache Trump gegenübertreten.

Denn die wirtschaftliche Allmacht der USA basiert vor allem darauf, dass alle anderen Ländern stets fest daran glauben hilflos zu sein. Natürlich will sich nie jemand ernsthaft mit den USA wirtschaftlich anlegen, weil die 320 Millionen Amerikaner konsumieren wie die Wahnsinnigen. Welcher Hersteller von Luxusautos oder Fernsehern will sich diesen Markt schon entgehen lassen? Aber im ganz großen Bild muss sich die globale Staatengemeinschaft schon fragen lassen, wie weit man sich von Donald Trump noch am Ring durch die Manege führen lassen will.

Eigentlich könnte man sagen, dass das G7-Treffen Zeitverschwendung war. Aber nur eigentlich! Denn eines hat das Treffen doch gezeigt – dass nämlich der Handelskrieg in vollem Gange ist, und dass Donald Trump sich in keinster Weise für Absprachen oder Verhandlungen interessiert. Die EU hat letzte Woche angekündigt ab 1. Juli genau wie Kanada Gegenzölle Richtung USA verhängen zu wollen – eine Alternative dazu gäbe es nur, wenn die EU einfach auf Zölle verzichtet – dann würde sie aber ihr Gesicht verlieren. Nach den Gegenzöllen werden die USA wohl Zölle auf Autos aus Europa verhängen. Der Handelskrieg läuft bereits!

Handelskrieg? Die G7-Tagung war eigentlich Zeitverschwendung
Die G7-Runde letztes Wochenende in Kanada. Foto: Shealah Craighead / Gemeinfrei

14 Kommentare

14 Comments

  1. Pit M.

    11. Juni 2018 11:16 at 11:16

    Soll man doch erstmal die Zölle angleichen – da hat Trump aus meiner Sicht absolut recht. Da besteht teilweise eine recht große Benachteiligung beim Handel.

    • tm

      11. Juni 2018 13:01 at 13:01

      Wo denn? Die EU verlangt durchschnittlich 5,2% Zoll von den USA, die USA umgekehrt 3,5% – wobei das Zahlen von 2016 sind. Je nachdem was in welchen Mengen importiert wird, kann das Verhältnis 1017 auch anders gewesen sein. Letztlich ist der Unterschied also eher marginal und natürlich könnte man über einen weiteren Abbau sprechen – das will Trump aber offenbar nicht.

      • Pit M.

        11. Juni 2018 14:40 at 14:40

        Achso wenn das so marginal ist, dann kann man die Durchschnittszölle doch auch in umgekehrter Ausführung festsetzen. Bei den erwähnten Zahlen wären es dann eben für die USA 1.7 % höhere Einfuhrzölle als in der EU.
        Aber das würde die EU niemals mitmachen – weil die sich dann ungerecht behandelt fühlen würde. Aber wenn es wie Sie meinen so marginal ist, ergibt sich eben die frage warum es nicht schnell geklärt wäre? Antwort: es ist nicht marginal (besonders in einigen Bereichen wie in der automobilbranche).

        • tm

          11. Juni 2018 14:49 at 14:49

          äh wie in umgekehrter Richtung? Die EU erhebt auf Pkw-Importe einen Zoll von 10% – die USA von 2,5% auf Pkw, aber von 25% auf Pick-Ups.

          Die bis vor kurzem gültigen Zölle wurden in langen Verhandlungen vereinbart – die einen möchten Zölle auf diese und jede Produkte, die anderen auf andere Produkte. Und je nachdem, wieviel die USA und die EU an entsprechenden Gütern importieren, schwankt der Durchschnittszoll. 2016 lag die Differenz bei lächerlichen 1,7 Prozentpunkten. Wenn das nicht marginal ist, was denn dann?

          Also ich wäre ohnehin dafür, alle Zölle abzuschaffen, aber das wollen weder die EU noch die USA. Daher lassen sich solche Dinge auch nicht mal eben schnell klären – Durchschnittswerte helfen wenig weiter.

  2. Dieter G.

    11. Juni 2018 11:22 at 11:22

    Genau so führt man ein Land. In dem man die Interessen eindeutig und unmißverständlich äußert und umsetzt. Wenn die anderen Teilnehmer zu blöd sind, dafür kann Trump nix.

    Und Trump löst jedes Wahlversprechen ein, was er gegeben hat. Etwas, was die EU-Blindlinge in keinster Weise kennen. Getreu dem Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

    Achtung !!! Dies ist ein Kommentar mit subjektiver Brille, der die Mehrheit der vermeintlichen Leser vermutlich nicht treffen wird. Soll es auch nicht.

    Alles Gute

    Dieter

    • Pit M.

      11. Juni 2018 12:59 at 12:59

      Nein – ich bin auch genau deiner Meinung. Viele begreifen nicht, dass er Arbeitnehmer der USA ist und in deren Interesse zu handeln hat.

      • tm

        11. Juni 2018 13:11 at 13:11

        Aber genau das macht er ja nicht:

        Defizit im Bundeshaushalt bei Amtsübernahme: 3,1% des BIPs
        Defizit im Bundeshaushalt März 2018: 3,7% des BIPs

        Neu geschaffene Stellen je Monat Trump: 182 Tsd.
        Neu geschaffene Stellen Obamas 2. Amtszeit: 217 Tsd.

        Leistungsbilanzdefizit bei Amtsübernahme: 2,4% des BIPs
        Leistungsbilanzdefiizt Q4 2017: 2,4% des BIPs

        • SanBau

          11. Juni 2018 15:59 at 15:59

          Sehr Aussagekräftig eine Statistik vorzulegen die maßgeblich vom „Establishment“ dominiert wird. Eben jenen denen Trump gegenüber steht. Zum „Establishment“ gehören halt auch Macron, Merkel und der Sauhaufen in Brüssel. Logisch das man diese auf Konfrontation schickt, irgendwie will man den Mann wieder loswerden und weis nicht wie.
          Er ist nun mal unbestechlich. Der einzige der Trump wirklich lohnenswert Geld bringt ist der US-Präsident.

    • tm

      11. Juni 2018 13:05 at 13:05

      „Und Trump löst jedes Wahlversprechen ein, was er gegeben hat“

      Sie meinen das Establishment bekämpfen,indem er es ins Kabinett holt? Oder eher Obamacare durch etwas besseres ersetzen, indem er Teile von Obamacare ohne Ersatz abschafft? Oder meinen Sie den Kampf für die Mittelschicht durch Entlastung der Top 1%?

      Trump versagt bisher auf ganzer Linie. Er brüskiert Verbündete und hofiert dafür Autokraten. Das Defizit im Bundeshaushalt ist höher als bei Amtsübernahme, es wurden pro Monat deutlich weniger neue Stellen geschaffen als in Obamas zweiter Amtszeit, die Arbeitslosenquote sinkt nur noch wenig, das Leistungsbilanzdefizit ist unverändert.

      • Pit M.

        11. Juni 2018 14:31 at 14:31

        Haha Trump geht massiv geendet e illegale Einwanderung vor und bekämpft damit die Schwarzarbeit – Amerikaner aus dem Niedriglohnsektor (zB Gastronomietätigkeiten) …
        Obama wurde an allen Ecken und Enden gelobt und hat mit seinen Militäreinsätzen als Drohnen-Barack für derart viele leid gesorgt – auch diese Kriegstreiber gegenüber RUS durfte nicht fehlen……für sie ist man wohl nur ein anständiger Bilderbuchpräsident wenn man auch ordentlich für Krieg sorgt dafür aber eine gute Presse bekommt und überall gelobt wird wir Friedensnobelpreisträger Obama?
        Hat Obama in irgendeiner Form für eine Befriedung in Korea gesorgt?
        Nein – das hat ihn auch garnicht interessiert..
        Und es ist auch absolut gelogen wenn man sagt von der Steuerreform haben nur Reichen profitiert. …..
        http://www.bento.de/politik/krieg-barack-obama-ist-der-us-praesident-mit-den-meisten-kriegstagen-567071/

        https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article171941708/USA-Trumps-Steuerreform-Vorbild-fuer-Deutschland.html

        • tm

          11. Juni 2018 14:44 at 14:44

          Trump übertrifft Obama was die Drohneneisätze angeht bereits jetzt:
          https://deutsch.rt.com/international/47549-drohnen-konig-trump-obama-jemen-saudi-arabien/

          Und während unter Obama die Militärausgaben deutlich gesenkt wurden, eine Annäherung an Kuba erwirkt und das Atomabkommen mit dem Iran durchgesetzt wurde, macht Trump genau das Gegenteil – ein sehr friedfertiger Präsident.

          Ich sagte nicht, dass „nur“ die Reichen profitieren – aber hauptsächlich. Der Löwenantei lder Entlasung kommt den obersten 1% zugute, während die Mittelschicht teils mehr bezahlt, weil nun die Bundesstaatssteuern nicht mehr absetzbar sind bei den Bundessteuern. Sie unterstellen mir also völlig zu Unrecht eine Lüge.

          https://www.marketwatch.com/story/in-one-chart-heres-how-much-you-can-expect-to-gain-from-trumps-tax-plan-2017-09-29

          Und wo Trump nun für Frieden in Korea sorgt, werden wir noch sehen – bislang gab es da auch unter Obama und den anderen Präsidenten davor keinen Krieg.

          • Bernd

            11. Juni 2018 17:09 at 17:09

            @ tm. Ihr Arrangement beim Aufklären der kommentierenden Leserschaft ist beeindruckend. Mann könnte fast meinen Sie halten die letzte Stellung gegen einen sich neu aufbäumenden Zeitgeist. Ihre ideologische Standhaftigkeit ist dabei vorbildlich und amüsant zugleich; ersparen sie mir ellenlange Erläuterungen zu dieser kurz geäußerten Kritik.

  3. Steffen

    14. Juni 2018 00:16 at 00:16

    Oh mein Gott TM, wo hast Du nur Deine Zahlen her?
    Obomba, in seiner Amtszeit hat allein die Hälfte aller Schulden Amerikas angehäuft, hat 7 Länder bombardiert über eine Millionen Tote auf dem Gewissen,unterstützt von Marionetten aus der ganzen Welt, bekommt für diese Leistung den Friedennobelpreis ! Er hat das Land in Schutt und Asche gefahren die Binnenwirtschaft ruiniert und du redest hier alles schön? Sag mal liest du vllt. jeden Tag die Blöd?
    Deine sogenannten Wirtschaftswunder von Obomba bis Merkel werden in Guantanamo schmoren, da kannst du dich drauf verlassen, wenn die Welt alles erfahren hat, was dieses System Rotschild/Rockefeller/Sorros/und und und angerichtet und vor allem so getrieben hat !Die Offenbahrung dessen wird die Welt ins Unglück/Schockstarre stürzen, was diese Kreise für Verbrecher sind ! Trump wird diesen Sumpf trocken legen, verlass dich drauf !

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Handelskrieg – nach dreizehn Verhandlungsrunden zurück bei „Phase 1“

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Containerschiffe - Symbole im Handelskrieg

Die hochrangigen Gespräche in Washington endeten gestern Abend mit Absichtserklärungen und weiteren Zeitplänen. Einen Deal gab es im Handelskrieg noch nicht. Alle etablierten Zölle und Sanktionen bleiben vorerst in Kraft. Zentrale Fragen sind weiterhin offen.

Handelskrieg – keine weitere Eskalation

Eine gute Nachricht vorweg: Die für kommenden Dienstag geplante Zollanhebung von 25 auf 30 Prozent auf Importe aus China im Gesamtwert von 250 Mrd. US-Dollar wird ausgesetzt.

Zudem sprachen beide Seiten von „substanziellen Fortschritten“ in den Verhandlungen. Wobei Donald Trump erneut rhetorisch über das Ziel hinausschoss und von einer „substanziellen Einigung“ sprach, die es aber laut chinesischer Nachrichtenagentur Xinhua nicht gab, ebenso wenig wie einen Deal oder einen Teil-Deal. Lediglich den Ankauf von US-Agrarprodukten hat die chinesische Seite verbindlich zugesagt. Eine schriftliche Zusammenfassung der erreichten Verhandlungsergebnisse gab es ebenfalls nicht. Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin, der zusammen mit Robert Lighthizer die Verhandlungen für die US-Seite führte, äußerte sich daher auch zurückhaltend und sprach davon, dass es noch viel Arbeit zu tun gäbe, auf dem Weg zu einer Teilübereinkunft. Das liegt auch daran, dass bei den wichtigsten Kernthemen keine Kompromisse erzielt werden konnte. Das gilt insbesondere für die Huawei-Sanktionen, den Schutz geistigen Eigentums und für die staatlichen Subventionen an chinesische Unternehmen.

Nach dem Besuch des chinesischen Verhandlungsführers Liu He im Weißen Haus musste der US-Präsident dann auch eingestehen, dass man sich nach 18 Verhandlungsmonaten, sieben Zoll-Eskalationsstufen und diversen Sanktionen gegen Bürger, Unternehmen und Organisationen nun wieder in „Phase 1“ der Verhandlungen im Handelskrieg befinde.

Chronologie der Zoll-Eskalation zwischen den USA und China:

Handelskrieg USA China Verlauf

Zeitpläne und Fortschritte

Die USA halten sich weiter die geplante Zollanhebung für Mitte Dezember offen. So will man den Druck auf die chinesische Seite aufrecht erhalten. Wie glaubhaft diese Androhung neuer Zölle noch ist, steht auf einem anderen Blatt. Dem Präsidenten nahe stehende und mit den Verhandlungen vertraute Mitarbeiter hatten laut Reuters bereits im Vorfeld von dem Wunsch Donald Trumps berichtet, weitere Zollanhebungen nach Möglichkeit zu verhindern. Positive Signale vonseiten der chinesischen Verhandlungsdelegation könnten dafür schon ausreichen. Genau so kam es dann auch. Vermutlich scheut der Präsident mittlerweile eine erneute Eskalation im Handelskrieg mit weiteren Belastungen für die US-Wirtschaft und die Wall Street. Durch den innenpolitischen Druck in der Syrienfrage und das drohende Amtsenthebungsverfahren ist seine Autorität auch im Handelskrieg angeschlagen. Das weiß auch die chinesische Seite. Die kommunistische Führung Chinas ist jedoch ebenfalls mit innenpolitischen Problemen, v. a. in Hongkong, und wirtschaftlicher Eintrübung konfrontiert. Beide Entwicklungen könnten im Reich der Mitte zur Ausbreitung sozialer Unzufriedenheit bis hin zu offenem Protest und Unruhen führen. So scheint es, dass beide Seiten diesmal tatsächlich dazu bereit sind, zumindest eine Teilübereinkunft zu erzielen, die weitere Belastungen für China und Amerika abwendet. Für beide Seiten steht mittlerweile zu viel auf dem Spiel. Damit besteht erstmals seit Anfang Mai die berechtigte Hoffnung, dass zumindest auf Ebene der Zölle keine weitere Eskalation stattfindet. Das schließt gleichwohl Zölle gegen andere Handelspartner der USA und Provokationen auf Ebene von Sanktionen und verbaler Provokation durch den US-Präsidenten nicht aus.

In Anbetracht der noch zu findenden Kompromisse ist der weitere Zeitplan ambitioniert. In den nächsten drei Wochen sollen weitere konkrete Vereinbarungen schriftlich fixiert und finalisiert werden. Bereits in vier Wochen möchte sich Donald Trump nach eigenem Bekunden anlässlich des Asien-Pazifik-Gipfels mit Präsident Xi Jinping in Chile treffen, um ein Teilabkommen zu unterzeichnen.

Bedeutung für Weltwirtschaft und Märkte

Bereits im Mai hatte China einen von den USA ausformulierten Handelsvertrag zusammengestrichen, woraufhin der Handelskrieg weiter eskalierte. Seitdem sind die wirtschaftlichen Belastungen für China, die USA und die gesamte Weltwirtschaft angestiegen und bereits deutlich spürbar. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert den möglichen Schaden auf 700 Mrd. US-Dollar. Fast alle Regionen der Welt seien mittlerweile negativ betroffen, so die Direktorin des IWF Kristalina Georgiewa.

Der Welthandel leidet unter dem generellen Trend zum Protektionismus, der sich in weiteren Handelskonflikten zeigt. Von ökonomisch besonderer Bedeutung ist dabei der zuletzt eskalierte Konflikt zwischen Japan und Südkorea sowie den USA und Europa. Aber auch zwischen den USA und Indien gibt es noch offene Streitpunkte. Ob die deutsche Automobilindustrie erneut in den Fokus von Präsident Trump gerät, hängt auch davon ob, ob es für ihn von wahltaktischem Nutzen ist.

Fazit und Ausblick

Die jüngsten Verhandlungen in Washington zeigen eines ganz deutlich: Beide Seiten zeigen im Handelskrieg Ermüdungserscheinungen und sind auf ein Herunterkühlen des Konflikts bedacht. Ein Ende des Kampfes um die globale Dominanz auf verschiedenen Ebenen ist damit aber nicht eingeleitet. Sollte Trump tatsächlich wiedergewählt werden oder seine demokratische Kontrahentin Elisabeth Ann Warren sein Amt übernehmen, sind neue Spannungen zwischen den beiden führenden Machtblöcken vorprogrammiert.

Kurzfristig bedeutet die Deeskalation zumindest eine psychologische Entlastung für die Märkte. Auch der für die Gesamtwirtschaft in den USA so wichtige Konsument kann nun voller Hoffnung in die bevorstehende Weihnachtssaison starten. Was bleibt, ist das Nachrichtenrisiko oder besser gesagt das Twitter-Nachrichtenrisiko, welches man bei Donald Trump auch weiterhin nicht unterschätzen sollte.

Der grundsätzliche Konflikt um den Machtanspruch in der Welt, den Peking bis 2050 realisieren möchte und die USA auf keinen Fall aufgeben wollen, bleibt bestehen. Ebenso wie die grundsätzlichen ökonomischen Herausforderungen. Die Weltwirtschaft befindet sich in einem sehr reifen übergeordneten Verschuldungszyklus, der die weitere Entwicklung geldpolitisch, geopolitisch und ökonomisch dominiert. Diese Erkenntnis steht den Märkten noch bevor, die in Anbetracht der Fortschritte in den Verhandlungen kurzfristig in Verzückung geraten sind. Umso ernüchterter wird man feststellen, dass gar nichts gelöst ist und die eigentliche Krise des künstlich am Leben erhaltenen Finanzkapitalismus noch bevorsteht.

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Aktuell: USA-China-Gespräche im Weißen Haus – Update 22:06 Uhr mit Trump-Aussage

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Vor wenigen Minuten hat die chinesische Delegation das Weiße Haus betreten zu Gesprächen über eine Lösung im Handelskrieg zwischen China und den USA. Hier die wichtigsten Infos in Kurzform. Bitte aktualisieren Sie diesen Artikel für neue Infos.

Angeblich Teil-Deal für „Waffenstillstand“ im Handelskrieg, damit Donald Trump und Xi Jinping später im in diesem Jahr echten Deal vereinbaren können.

Kleiner Deal für Waffenstillstand könne dafür sorgen, dass geplante Zollanhebungen erstmal nicht in Kraft treten.

Update 21:05 Uhr:

Gleich ist es soweit. Presse soll wohl gleich ins Oval Office kommen.

Update 21:38 Uhr:

WH lässt Reporter zappeln. Vermutung: Man wartet bis 22 Uhr deutscher Zeit, bis die US-Aktienmärkte geschlossen haben?

Update 21:41 Uhr:

Trump: Erster Schritt eines Deals mit China, Abschluss Mitte November. Solange dauert es den Deal schriftlich zu fixieren. Deal beinhaltet:

– Geistiges Eigentum
– Finanzdienstleistungen
– Große Käufe von Agrargütern
– Devisenkurse

„Sell on good news“? Dow fällt in letzten 10 Minuten um 120 Punkte.

Update 21:53 Uhr:

Finanzminister Mnuchin: Zölle gegen China werden nächste Woche nicht erhöht.

Update 21.58 Uhr:

US-Handelsbeauftrager Lighthizer: Wir werden einen aufwändigen Konsultationsprozess zur Durchsetzung der Vereinbarungen haben, und sind auf die letzten Details angewiesen, was passiert, wenn es keine Lösung gibt. FMW: Also noch jede Menge offene Fragen und Probleme, und jede Menge Raum für Trump um böse Tweets abzusetzen? Fällt der Dow deshalb vom Top von vorhin aktuell um 150 Punkte?

Trump: Er denkt nicht, dass das Abkommen in den nächsten Wochen bröckeln wird, obwohl das passieren könnte.

Aktuelle Zollanhebungen entfallen, aber für Dezember noch keine Entscheidung (FMW: Na, das kann ja ein heiteres Chaos geben in den nächsten Wochen).

Huawai noch nicht Teil der heutigen Vereinbarung.

Update 22:06 Uhr:

Kurz-Fazit in Frageform: USA tauschen kurzfristig im Oktober Sojabohnen gegen Zollaussetzung? Und dann für November und Dezember bleibt man noch schön unverbindlich? Jede Menge offene Fragen. Dow hat in den letzten 30 Minuten 200 Punkte verloren.

Trump: Ab Mitte November soll dann Phase 2 des Deals mit China folgen usw. Es sei besser so einen Deal in einzelnen Abschnitten umzusetzen. Im Klartext: Man konnte sich einfach in vielen Punkten nicht einigen, und verschiebt die Probleme in die Zukunft?

Weißes Haus in Washington DC

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Aktien

Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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