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Handelskrieg: Warum BMW und Tesla in China die Preise erhöhen müssen

Der Handelskrieg hat volle Fahrt aufgenommen. Vor allem läuft er auf Hochtouren zwischen den USA und China. Die weitere Aufwärtsspirale steht bevor, nachdem China letzte Woche sofort mit Gegenzöllen auf US-Zölle reagiert hatte. Das wird nun zum Problem für chinesische Konsumenten, die einen Tesla oder bestimmte BMW-Modelle kaufen wollen.

Denn BMW produziert in den USA auch Fahrzeuge für den chinesischen Markt. Das wird jetzt zu einem großen Problem. Denn obwohl BMW ein deutsches Unternehmen ist, zählt für den Importzoll immer der Produktionsort des Autos. China geht ganz klar auf Konfrontation gegen die USA, und auf Kuschelkurs mit der EU. So hat China seinen Importzoll für US-Autos auf 40% angehoben, und für den Rest der Welt auf 15% gesenkt mit Wirkung zum 1. Juli.

BMW verkündet heute, dass man plane die Preise für in den USA hergestellte Autos in China anzuheben. Man werde nicht in der Lage sein die Zollerhöhungen für importierte Autos aus den USA komplett zu absorbieren, so BMW. Man ist aber schon dabei dieses Problem teilweise zu lösen. Denn bislang produziert BMW die Modelle X3 und X6 in den USA, welche nach China verschifft werden. Seit zwei Monaten produziert BMW in einem neuen Werk in China auch den X3 – von daher braucht man dieses Modell nicht mehr aus den USA importieren, und hier wohl auch keine Preise anheben.

Tesla

Laut „Electrek“ ist Tesla der erste US-Autohersteller, der jetzt dank der ganz frischen China-Zölle gegen die USA seine Verkaufspreise für chinesische Kunden angehoben hat. Die Preise für die Modelle X und S seien kräftig gestiegen. Den Verkaufszahlen von Tesla dürfte das wohl kaum gut tun. Gerade dieser gigantische Markt China wird für Tesla nun zur Bremse – wo man doch dringend das Wachstum in China benötigt!

Tesla will das neue Hoffnungsträger-Modell 3 auch in China produzieren, und plant derzeit einen eigenen Standort vor Ort. Man ist aber noch mitten im Genehmigungsprozess. Bis die Fabrik gebaut, Arbeiter angelernt, und erste Autos aus dem Werk kommen, dürfte es also noch eine ganz schöne Weile dauern. Bis es soweit ist, werden Tesla-Autos in China drastisch teurer angeboten. Das ist einmal mehr ein drohendes Finanz-Desaster für Tesla. Augen auf, was bei den nächsten Quartalszahlen verkündet wird!

Auch übrigens: Wenn man schon über Elektroautos und Probleme für Tesla spricht. BMW verkündet aktuell die Kooperation mit dem chinesischen Batteriekonzern Catl. Der hat zugesagt eine Zellfabrik in Erfurt hochzuziehen. BMW hat versprochen in den nächsten Jahren Batteriezellen im Wert von vier Milliarden Euro beziehen. Der Kampf um E-Autos hat volle Fahrt aufgenommen.



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