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Handelsstreit: Warum es bisher keinen Deal gab

Die Wall Street ist das Korrektiv für den Präsidenten – und wenn er zu hoch pokert, wird man ihn fallen lassen!

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Nach wie vor gibt es keine Einigung im Handelsstreit – aber warum gelingt diese Einigung bisher nicht?

Seit Monaten hat man das Gefühl, dass an den Märkten irrationale Dinge passieren: Algorithmen kaufen und verkaufen, sich an seltsamen Tweets orientierend. Denn in den USA gibt es einen großen Einflussfaktor – und das ist  (leider) der US-Präsident. Donald Trump aber steckt in einem Dilemma fest.

Handelsstreit: Wunsch und Wirklichkeit

Die Ur-Absicht des US-Präsidenten – bereits in den späten 1980-er Jahren geäußert – ist es, das Handelsbilanzdefizit mit anderen Staaten abzubauen. Mit China aber haben die USA das mit Abstand größte Handelsbilanzdefizit. Deshalb versucht Trump seit dem 22. Januar 2018, die Regierung in Peking mit Zöllen, Drohungen, schwarzen Listen und weiteren Zöllen zu dem von ihm gewünschten Verhalten zu zwingen.

Dies ist jedoch nicht so ohne Weiteres umsetzbar! Ginge Peking auf die Forderungen der USA ein, würde das nicht nur das gesamte chinesische Wirtschaftsmodell in Frage stellen, sondern auch zu einem „Gesichtsverlust“ der Machthaber in China führen!

Die Chinesen wollen nicht über das Thema geistiges Eigentum verhandeln, nicht über größere Marktöffnung und erst recht nicht über die Verlagerung von Industrien in die USA. Trotz mittlerweile über 15 Verhandlungsrunden kommt man nicht weiter. Zölle führen zu Gegenzöllen, die Spirale schaukelte sich immer weiter nach oben, bis der gesamte chinesische Export mit über 500 Milliarden Dollar mit Abgaben belegt ist.

Die Weltwirtschaft und insbesondere die Exportländer leiden unter der Störung der Handelsketten, in vielen Staaten existiert bereits eine Rezession im Industriesektor. Die Notenbanken halten dagegen, mit über 100 Zinssenkungen weltweit, um eine Rezession zu verhindern. Trotzdem gibt es keine Lösung im Handelssstreit, nicht einmal ein kleiner Landwirtschaftsdeal kommt zustande. Warum?

Die unerschütterliche Wall Street

Donald Trump hat ein großes Ziel: er möchte 2020 wiedergewählt werden, dies hat er schon in den Tagen nach seiner Wahl 2016 erkennen lassen, als er sich so früh wie kein Präsident vor ihm ins Wahlregister für die nächste Wahl hat eintragen lassen. Nur „eine“ Wahlperiode wäre für den „best President ever“ eine schwere psychologische Niederlage. Für dieses Ziel braucht er eine starke Wirtschaft, hohe Aktienkurse – vorwiegend gemessen am Dow Jones – und ein Abkommen mit den Chinesen, die vor allem der US-Landwirtschaft und den alten Industrien Vorteile und Arbeitsplätze bringen. Denn in diesen Bereichen ist seine Stammwählerschaft, vor der er sich als Sieger präsentieren will. Deshalb wird auch das kleinste Abkommen in diesen Bereichen als „größter Deal“ von Trump hochstilisiert.

Da beginnt das Dilemma, welches einem echten Deal entgegensteht. Die Chinesen sind nicht bereit den Forderungen der Amerikaner Folge zu leisten – und Trump fühlt sich angesichts einer für ihn noch starken Wirtschaft und den Rekorden am Aktienmarkt in der stärkeren Verhandlungsposition. „Ich entscheide, ob und wann ein Deal zustande kommt!“

Wann lenkt Trump im Handelsstreit ein?

US-Präsident Trump wird meines Erachtens im Handelsstreit erst einlenken, wenn:

  • die US-Wirtschaft erkennbar einbricht
  • der Arbeitsmarkt Stellenverluste präsentiert und vor allem, wenn
  • die Wall Street korrigiert.

Solange diese Faktoren nicht eintreten, wird er auf Zeit spielen. Dann braucht er keinem faulen Kompromiss zuzustimmen, den die US-Demokraten und seine Wählerschaft als Schwäche auslegen könnten.

Die Chinesen hingegen bestehen auf einem Zurückrollen der Zölle – aber genau diese sind das Trumpˋsche Druckmittel! Um dieses Druckmittel aus der Hand zu geben, bräuchte er ein Abkommen, welches er als großen Deal und als großen Sieg für die USA verkaufen kann.

Sehr empfindlich reagiert der Präsident auf die Entwicklung an den Börsen, in Gestalt des Dow Jones, den er selbst als Messlatte für seine Erfolge in der Wirtschaftspolitik implementiert hat.

Erkennbar war dies bereits des Öfteren, wenn der Aktienmarkt zur Schwäche geneigt hat. Nach jedem größeren Einbruch kam entweder ein Tweet von Trump, „the Deal is so close“. Oder ein Schönredner wie Larry Kudlow gab im Fernsehen zuversichtliche Statements ab. Noch deutlicher war es, wenn sich die Leitindizes der Aufwärtstrendlinie (200-day-average) genähert haben. In solchen Fällen wurde man in den USA besonders aktiv mit Telefonaten mit China und der Planung von Verhandlungen.

Was aber die Sache gerade in den letzten beiden Monaten sehr verkompliziert hat, ist das Verhalten der US-Notenbank. Diese steht dem Präsidenten nicht nur mit Zinssenkungen zur Seite und mit Geldzufuhr in die Kapitalmärkte (Bilanzausweitung), sondern man hat den Märkten auch signalisiert, dass der Fed-Put reaktiviert ist und man im Falle von weiteren Turbulenzen in der Weltwirtschaft unterstützend zur Hilfe stehen wird. Ergebnis:

Die Märkte erreichten ein Rekordhoch nach dem anderen. Sie reagierten kaum mehr auf das Headline-Chaos um den Phase 1-Deal – und Donald Trump bekam die Unterstützung für seine ständigen Pokerrunden mit der Demonstration von Stärke und Verfahrenshoheit. Seine ständige Kommentierung lautet daher sinngemäß so: „Seht her, meine Zollpolitik wirkt. Wir bekommen viele Milliarden Dollar von den Chinesen, unsere Wirtschaft ist viel stärker als ihre, sie sind es, die einen Deal brauchen und die Aktienmärkte feiern einen Rekord nach den anderen.“

Das ist das Dilemma, welches US-Zugeständnisse im Handelsstreit bisher verhindert hat. Die Aktienmärkte glauben an keine weiteren Eskalationen mehr. Aber jetzt steht mit der Entscheidung um den 15. Dezember herum ein wichtiges Datum an, welches in seinen realwirtschaftlichen (US-Konsum) und marktpsychologischen (der Krieg geht weiter) Auswirkungen von den Märkten nicht mehr weggesteckt würde.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen

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16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    Quintus

    5. Dezember 2019 09:50 at 09:50

    Der weltweite Handel legt den Rückwärtsgang ein und sie machen sich Sorgen um die Umwelt?
    Erst wenn die meisten bemerken werden, daß das Exportmodell Deutschlands sich gerade unwiederbringlich in Luft auflöst, wird die Klimafrage wieder ihren richtigen Stellenwert bekommen.
    Aber halt, ich vergaß, Uschi wird uns mit ihrem 3 Billionen Klimapaket in einen grünen Dienstleistungspark überführen. Hosianna…..jetzt kann nichts mehr schiefgehen…

    • Avatar

      Dorinella

      5. Dezember 2019 10:17 at 10:17

      @Quintus…das ist ziemlich egoistisch gedacht, finden Sie nicht ? Es geht beim Klima nicht nur um UNSERE Generation !!
      Die “ Umwelt“ kann mit einem Schlag Europa einen solchen Denkzettel verpassen, dass niemand mehr an Handel denkt, sondern nur noch daran, wo es noch was zu essen gibt !! Und zwar nicht aus irgendeinem Ausland importiert, sondern von unseren eigenen Feldern !

      Was wäre, wenn alle Staatenlenker weltweit sooooo egoistisch und unverantwortlich handeln würde wie gerade Bolsonaro ? Dem es scheinbar egal ist, dass der Regenwald abbrennt ? Schafft mehr Platz für Sojabohnenfelder…
      Was sollen denn andere Staaten machen ? Einfach das Gleiche ? Dann überleben wir wahrscheinlich die nächsten 10 Jahre nicht mal mehr.
      Uschi macht das genau richtig. Obwohl es mich auch ärgert, dass Europa wieder den Egoismus von einem Trump oder Bolsonaro kompensieren muss. Aber gibt es eine Alternative Ihrer Meinung nach ??

      • Avatar

        Jan

        5. Dezember 2019 10:39 at 10:39

        @Dorinella, mit einem Klimawandelleugner über das Klima zu diskutieren, macht keinen Sinn. Der hängt lieber seinen antiquierten Exportmodellen nach, durch die sich Deutschland vollkommen abhängig macht von vertrauenerweckenden Ländern wie USA, China oder Italien. Und wie soll jemand, der an Modellen aus der Steinzeit hängt und in der Gegenwart bestenfalls noch den eigenen Kontostand im Blick hat, an künftige Generationen denken?

        Ich empfinde übrigens ebenso wie @Columbo Ihre Kommentare sehr erfrischend und als eine Bereicherung in diesem Forum.

        • Avatar

          Dorinella

          5. Dezember 2019 11:00 at 11:00

          @Jan….oh, vielen Dank !

        • Avatar

          Quintus

          5. Dezember 2019 11:22 at 11:22

          Jawoll, die Welt sie ist soo einfach. Die bösen alten Männern haben auch KINDER, manchmal sogar noch drei an der Zahl. Selbstverständlich habe ich als Vater nur eines im Blick: meinen Kontostand.
          Da ich ein gieriger Kapitalist bin und nur von dem existieren kann was ich selbst erwirtschafte, zerstöre ich voller Freude und wissentlich die Zukunft meiner 3 Kinder.
          Denken sie mal darüber nach, falls sie außerhalb ihrer verbeamteten Lebensblase etwas tiefsinniger in die Probleme eindringen müssen.
          Leider verdiene ich weder durch Geschrei noch Denunzation mein Geld, sondern durch reale und mitunter körperliche Tätigkeit in der knallharten Marktwirtschaft.

          • Avatar

            Dorinella

            5. Dezember 2019 11:57 at 11:57

            @quintus
            Glauben Sie ernsthaft, dass Sie mit Sarkasmus hier einen von dem Stuhl reissen ? Also mich nicht, ich finde solche Kommentare eher peinlich. Sorry !

          • Avatar

            Jan

            5. Dezember 2019 14:32 at 14:32

            @Dorinella, reiben Sie sich an solchen Kommentaren nicht auf. Nach einiger Zeit werden Sie bemerken, dass die „Argumente“ der zwei, drei Spezialisten hier immer die gleichen sind. Umwelt- und Klimaschützer sind verbeamtete, wohlstandsgepamperte Faulenzer in abgehobenen Lebensblasen, die hart arbeitende Realisten ständig denunzieren 😉 Am besten einfach ignorieren, sonst schlafen Sie irgendwann aus Langeweile wegen ständiger Wiederholungen und mangelnder Kreativität ein.

  2. Avatar

    Dorinella

    5. Dezember 2019 10:09 at 10:09

    Ich finde den Artikel absolut auf den Punkt gebracht ! Ich befürchte nur, dass der wichtigste Grund zum Einknicken ( Korrektur an der Wallstreet ) einfach nicht eintreten wird. Denn Trump manipuliert die Algos !! Oder irgendwelche Mittelsmänner. Man darf auch nicht vergessen, dass sein Finanzminister vorher 17 Jahre lang bei Goldmann Sachs in leitender Position tätig war. Und dass Wilbur Ross ( Handelsbeauftragter ) seit ewigen Zeiten mit Rockefellers befreundet ist. Da werden die Algos schon in guten Händen sein, im Sinne von Trump…..meine Überzeugung.
    Und dann gibt es noch die Bybacks…dessen sich die Milliardäre pro Trump sicher sofort bedienen, wenn der Dow absackt. Ich denke, aus der grossen Korrektur 2018 am 24.12. und 26.12., hat Trump gelernt. Das wird ihm nicht noch mal passieren. Und es konnte wahrscheinlich auch nur passieren, weil Weihnachten war und viele im Off-Modus….

    Einzig allein, wenn die Fed die Zinsen jetzt wieder anheben würde, gäbe es eine grössere Korraktur, denke ich. Die dann wie oben beschrieben aber wieder aufgefangen würde.

    Der Arbeitsmarkt hat gestern stark korrigiert. IN DER WEIHNACHTSZEIT werden so wenig Jobs wie Jahre lang nicht, geschaffen. Wie kann das sein ? Hat es was am DOW gross geändert?…Nein.

    Der Dow wird solange es die Algos und Bybacks gibt, oben bleiben. Dank Manipulation. Ich frage mich auch langsam, warum die Börsenaufsicht hier nicht eingreift. Sind wahrscheinlich aber auch gekauft ?? America entwickelt sich meiner Meinung nach immer mehr zur Korruption hin. Sollte Trump mit seiner korrupten Erpressung des ukrainischen Präsidenten tatsächlich durchkommen….wird er sein korruptes Verhalten verdoppeln.

    Jetzt mal Science-Fiction: Ich glaube mittlerweile, dass es einen Handelsdeal nur geben wird, wenn SÄMTLICHE Handelspartner Americas geschlossen sagen: Solange dieser Mann im weissen Haus sitzt, wird Amerika vom Welthandel ausgeschlossen und isoliert.

  3. Avatar

    Quintus

    5. Dezember 2019 10:32 at 10:32

    Liebe Dorinella
    Sie lassen sich leider, geleitet von ihren Emotionen zu Aussagen hinreißen, welche unsinnig sind. Um der Umwelt effektiv helfen zu können, brauchen sie technischen Fortschritt und Innovationen!
    Egal ob bei der Abgasreinigung großer Kohlekraftwerke oder der Erhöhung des Wirkungsgrades der dort betriebenen Dampfturbinen. Dazu muß erst einmal Umsatz UND ein Gewinn erwirtschaftet werden!

    Wenn sie ihr Geschäftsmodell zerstören, aber noch keinen gleichwertigen Ersatz anbieten können wird diese
    Politik im Desaster enden.

    • Avatar

      Dorinella

      5. Dezember 2019 11:22 at 11:22

      lieber Quintus !
      Ich sage Ihnen, was unsinnig ist:
      1. dass Sie sich herausnehmen zu behaupten, meine Antworten entstammen Emmotionen !
      2. es gibt keine effiziente Abgasreinigung grosser Kohlekraftwerke !
      3. woher wollen Sie wissen, ob das Massnahmenpaket zur Umwelt nicht
      innovativ ist und auch Gelder für hier für technischen Fortschritt eingeplant sind ?

      4. Ihr Zitat: „Wenn sie ihr Geschäftsmodell zerstören, aber noch keinen gleichwertigen Ersatz anbieten können wird diese
      Politik im Desaster enden.“

      Genau !! Unser schönes “ Geschäftsmodell“ ERDE …wird so langsam aber sicher zerstört ! Und JA…jede Politik dieser Welt wird gleichlautend mit der Zerstörung der Erde im Desaster enden !!

      Ich nehme an, Sie haben das jetzt verstanden, lieber Quintus ?? Oder hindern Ihre Emotionen Sie daran ?

    • Avatar

      Columbo

      5. Dezember 2019 11:46 at 11:46

      Den Leuten muß es gut oder sehr gut gehen, bevor sie sich für die Klimaproblematik interessieren. Nur wenn sie genug haben, sind sie bereit, etwas abzugeben oder etwas zu tun. Ländern, Staaten, Menschen, die am Existenzminimum dahinkrebsen, ist der Klimawandel egal. „Zuerst das Fressen, dann die Moral“.
      Ist zwar eine Binsenwahrheit, wird aber in meinen Augen in der Klimadiskussion zu wenig beachtet.

      • Avatar

        leftutti

        5. Dezember 2019 12:43 at 12:43

        @Columbo, oder die unmittelbaren Schäden betreffen die Leute direkt dort, wo es ihnen am meisten weh tut: Bei ihrer Gesundheit oder im Geldbeutel. Nach den letzten zwei Sommern mutieren plötzlich Land- und Forstwirte zu nachhaltigen Klimaschützern, utopische Versicherungsschäden und somit steigende Beiträge wegen Sturm, Überschwemmungen, Erdrutschen usw. machen so manchen Hauseigentümer nachdenklich.

        • Avatar

          Columbo

          5. Dezember 2019 13:27 at 13:27

          @Leftutti
          Klar werden ein paar Berufszweige nachdenklich. Aber der Masse ist das schnurzegal, die haben andere Sorgen. Die stottern gerade ihre Miniwohnung ab und den Kredit für das SUV. Wenn sie dann irgendwann ernsthaft erkranken, kommen sie nie auf die Idee, daß es die schlechte Luft war.
          Ich habe noch keinen Arzt gehört, der seinem an Lungenkrebs erkrankten Patienten sagt, es tue ihm leid, aber die Luft, die Autos und Heizungen bringen Sie um.
          Klimaschutz geht nur im Wohlstand, in Wirtschaftskrisen und Armut spielt sich da nichts ab. Da wird dann zwar weniger konsumiert, dafür aber mehr verdreckt.

          • Avatar

            leftutti

            5. Dezember 2019 22:53 at 22:53

            @Columbo, ein paar Berufszweige? Land- und Forstwirtschaft, Versicherungen gehören doch eher zum Stamm als zu den Zweigen.

            Diese teuerste Katastrophe aller Zeiten sei endgültig der „Weckruf“ für die Branche gewesen, so Allianz-Vorstand Clement Booth bei der Vorstellung des Schadensberichts für 2005. Booth:“ Der Klimawandel ist eines der größten Risiken für uns überhaupt.“

            Auch sein Vorstandskollege Gerhard Berz von der Münchner Rück warnt, dass „heute die Wetterkatastrophen eines Jahres im Durchschnitt soviel kosten wie alle Wetterkatastrophen zwischen 1960 und 1970 zusammen.“ Am Freitag stellte die Münchner Rück fest: „Der Klimawandel ist eine Tatsache“. Der Versicherer plädierte für eine Verringerung des Kohlendioxid- und Treibhausgasausstoßes … Eine Schneise der Verwüstung von Schottland bis in die Schweiz, von Frankreich bis nach Polen, 62 Millionen umgeknickte Bäume, fünf bis sieben Milliarden Euro Versicherungsschaden – zum ersten Mal nahm ein europäischer Sturm es locker mit seinen Kollegen in den USA auf.
            https://www.spiegel.de/wirtschaft/klimawandel-in-der-versicherungswirtschaft-mit-den-temperaturen-steigen-die-praemien-a-464060.html
            https://www.gdv.de/de/themen/news/klimawandel-versicherung-29086
            https://www.scinexx.de/news/geowissen/klimawandel-trifft-deutschland-schon-jetzt/

  4. Avatar

    barthez72

    5. Dezember 2019 13:12 at 13:12

    @columbo: völlig korrekt !
    Es gibt in der EU nur noch eine Kasse die man plündern kann! Welche? Ganz einfach,die deutsche Pensionskasse samt vorgezogenen Zinszahlungen. Und liebe Dorinella ,die wird man sich holen das steht fest.Und wenn dafür der „Klimanotstand“ nötig ist ,dann bitte schön.Here we are.Die Briten als ZWEITGRÖSSTE Vw sind ja raus aus der Nummer. Sie brauchen doch expo. immer mehr Geld um die Vola unten zu halten. Seit 2008 ist doch der Haftungsgrundsatz aufgehoben,diese Aufarbeitung steht noch aus.Die Summen werden so lange höher bis sie auf externes Kapital angewiesen sind(das werden sie auch nicht mit der Notenpresse zurückzahlen können)und dann,ja dann ist der grosse Moment da,an dem kein Politiker mehr labern kann.Irreversibel hat man der Uschi auf den Zettel geschrieben und genau das wird es sein !!!

  5. Avatar

    barthez72

    5. Dezember 2019 13:25 at 13:25

    Dann wird der Markt den Zins steigen lassen und da wette ich jede Summe ,der Markt hat am Ende immer Recht.Auch wenn manche Gruppen das nicht wahrhaben wollen,man kann es nicht ändern.Güter sind morgen immer billiger als heute !!!! Thats it.

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Finanznews

Dax: immer das gleiche Spiel! Marktgeflüster (Video)

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Es ist immer das gleiche Spiel: wenn die US-Aktienmärkte geschlossen sind, geht beim Dax so gut wie gar nichts! So auch heute – gleichwohl ist der Dax heute der einzige der großen europäischen Indizes, die im Plus sind. Damit ist der deutsche Leiitndex nur noch einen Wimpernschlag von seinem Allzeithoch aus Anfang 2018 entfernt. Ab morgen beginnt die US-Berichtssaison mit voller Fahrt (nachdem die US-Finanzwerte berichtet haben) – kann die Wall Street dann ihren Siegslauf fortsetzen? Oder sind die Zahlen völlig egal, solange die Fed Liquidität ins System pumpt? Morgen meldet Netflix seine Zahlen – ein typischer Vertreter der Niedrigzinsenphase mit negativem Cashflow und hoher Verschuldung..

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Aktienmärkte: Wird die Zukunft zu pessimistisch gesehen?

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Die Aktienmärkte notieren auf Allzeithochs und steigen weiter, während gleichzeitig die Konjunktur Schwächen zeigt. Und trotz der mit der Konjunkturentwicklung nicht im Einklang stehenden Allzeithochs geht die US-Großbank JPMorgan davon aus, dass Analysten zu pessimistisch in die Zukunft schauen. Die Gewinnerwartungen für 2020 seien zu niedrig. Was ist dran an JP Morgans Einschätzung?

Wenn Analysten die Zukunft zu negativ einschätzen, hat das in der Regel zwei Auswirkungen:

1) Die Aktienkurse in der Gegenwart sind niedriger, als sie bei korrekter Antizipierung der künftigen Gewinne sein könnten und
2) Die Aktienkurse werden nach Bekanntgabe der besser als erwartet ausfallenden Ergebnisse rasch steigen.

Denn für viele Anleger ist der Consensus der Analysteneinschätzungen, also deren durchschnittliche Gewinnerwartung, eine Richtschnur bei Anlageentscheidungen. JP Morgan berichtet nun, dass die Analystenerwartungen für die kommenden beiden Berichtsquartale unterhalb der Ergebnisse liegen würden, die in den vergangenen beiden Quartalen gemeldet wurden. Die kommenden beiden Berichtsquartale sind übrigens das 4. Quartal 2019 und das 1. Quartal 2020, da für das 4. Quartal 2019 noch keine bzw. kaum Unternehmensergebnisse veröffentlicht wurden.

Normalerweise sehen Bankanalysten die Zukunft zu positiv, jetzt jedoch angeblich zu negativ

Da das Weihnachtsquartal für viele Unternehmen das stärkste Quartal des Jahres ist, sei die Erwartung nicht stichhaltig, die Ergebnisse der beiden kommenden Berichtsquartale würden unterhalb der beiden vorhergehenden Quartale liegen. Normalerweise schätzen Analysten die Zukunft als zu positiv ein und korrigieren ihre zu positiven Annahmen im Jahresverlauf nach unten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Analysten im Dienste von Banken stehen, die erstens Vermögensverwaltung für ihre Kunden betreiben und daher ein Interesse an steigenden Kursen haben, zweitens Fonds vertreiben, deren Verkauf bei steigenden Kursen besser läuft und die drittens als Investmentbanken Kapitalerhöhungen und Börsengänge begleiten, die bei steigenden Kursen bedeutend einfacher oder überhaupt erst durchzuführen sind. Darum nennt man diese Analysten auch „Sell Side Analysts“, da ihre Arbeitgeber Aktien verkaufen und nicht kaufen wollen.

Die Citigroup ergänzt JPMorgans Aussagen dahingehend, dass seit April in jeder einzelnen Woche die Zahl der negativeren Einschätzungen die Zahl der positiveren Ausblicke überwog. Mehr Analysten stutzten also ihre Erwartungen zurück als umgekehrt. Dass zeitgleich eine Aktien-Hausse startet, verwundert. Ich verwies in den vergangenen Wochen bereits mehrfach darauf, dass die Anleger irrational handeln und belegte das am Beispiel von Apple. Seitdem Apple eine Umsatz- und Gewinnwarnung Anfang Januar 2019 herausgab, hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt. Es ergibt jedoch keinen Sinn, einem Unternehmen einen mehr als doppelt so hohen Wert beizumessen, nachdem es bekanntgab, künftig weniger Geld zu verdienen. Und trotzdem geschah genau das – und zwar nicht nur bei Apple, sondern bei tausenden Aktiengesellschaften.

Sollten wir nun auf JP Morgans Einschätzung hören? Zumindest im vergangenen Jahr lag die Bank mit der Einschätzung genau richtig. Damals prognostizierte sie, dass die Aktienmärkte in den USA besser abschneiden würden als die Aktien der anderen Industrienationen und genau das trat ein.

Erste Ergebnisse sind positiv, doch die Aktienmärkte preisten das vielleicht schon ein!

Bislang haben etwa 6% der Unternehmen im S&P 500 bereits die Zahlen für das vierte Quartal veröffentlicht und konnten im Schnitt 3% Ergebniswachstum präsentieren. Setzt sich der Trend fort, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Analystenerwartungen von der Mehrheit der Unternehmen übertroffen werden können. Was folgt, wären bessere Analystenerwartungen für die kommenden Quartale, die in der Regel mit steigenden Kursen einhergehen.

JPMorgan wird aber noch konkreter. Die Bank erwartet, dass vor allem Rohstoff-, Luxus-, und Halbleiterunternehmen im 4. Quartal bessere Ergebnisse präsentieren könnten, als Analysten erwarten. Ich berichtete bereits in den vergangenen Wochen vom Boom bei Luxus-Aktien und von der Tatsache, dass in China die Rohstoffbranche eine der wenigen sei, die noch Geld verdienen kann. Insofern bestätigt die neue JPMorgan-Analyse meine eigenen Beobachtungen.

Zweifel hege ich jedoch an der Einschätzung, dass die Aktienmärkte die Möglichkeit übertroffener Analysten-Erwartungen noch nicht eingepreist haben könnten. Die stark gestiegenen Aktienkurse der vergangenen Monate deuten meiner Ansicht nach darauf hin, dass die Anleger die Zukunft bereits deutlich positiver sehen als die Bankanalysten. Denkbar ist also, dass eine weitere Boomphase ausbleibt, selbst wenn die Erwartungen jetzt übertroffen werden können.

Aktienmärkte haussieren - Tim Cook und Donald Trump
Die Apple-Aktie lief letztes Jahr extrem gut. Apple-Chef Tim Cook mit Donald Trump im November 2019 auf Fabrik-Besichtigung.

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Aktienmärkte 2020: Warum (noch) kein Crash kommt

In den Medien werden Prognosen und Vergleiche mit dem Supercrash der Aktienmärkte von 1929 gezogen. Wie realistisch ist das?

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Verfolgt man die mediale Berichterstattung, so erhält man den Eindruck, als stehen wir wieder einmal vor dem Ende der Welt: Vergleiche mit dem Supercrash der Aktienmärkte von 1929 werden gezogen, wobei sich dieser Börsencrash in der heutigen Darstellung eher bescheiden ausnimmt. Übrigens ein Aspekt, den ich indes auch teile! In der heutigen Betrachtung werde ich wieder versuchen etwas Licht ins Dunkel, in das Wirrwarr der Nachrichten zu bringen.

Dabei werde ich ausnahmsweise einmal auf eine völlig andere als die von mir sonst angewandte Elliott-WellenCharttechnik zurückgreifen: die Markttechnik.

In meinen Langzeitanalysen der vergangenen Jahre hatte ich immer wieder, natürlich mit Hilfe der Charttechnik, versucht aufzuzeigen, daß sich die Aktienmärkte in der finalen Phase eines sehr langen nunmehr über elf Jahre währenden Aufwärtstrend bewegen. Allerdings hatte ich in meinen Betrachtungen auch immer wieder darauf verwiesen, daß die Aufwärtstrends noch ausnahmslos intakt sind und lediglich durch, in temporärer Hinsicht, größere Korrekturen unterbrochen wurden oder aktuell noch werden.

Als ich in meinen Analysen vom 03.10.2016 und 18.09.2017 für den Dow Jones Punktestände von 26.900 bzw. 29.690 Punkten prognostiziert hatte, hielten sich die damaligen Fangemeinden in äußerst überschaubaren Grenzen. Derzeit liegt, mit einem Punktestand von über 29.000 Punkten im Dow Jones, das größere Ziel bereits in greifbarer Nähe. Und wie aus Zauberhand schießen einige Prognosen schon wieder in astronomische Höhen.

Die Aktienmärkte sind noch nicht völlig heiß gelaufen - hier der Dow Jones

(Meine Prognose für den Dow Jones aus dem Jahr 2016)

Auch wenn zum Teil größere regionale Unterschiede zu konstatieren sind, kann der MSCI-Index durchaus als exemplarisch für die Aktienmärkte angesehen werden. Denn im Wesentlichen bewegt sich die Mehrzahl der relevanten internationalen Aktienmärkte nicht völlig konträr gegeneinander; hat die Globalisierung auch hier ihre unübersehbaren Spuren hinterlassen. Das Beispiel des MSCI-World-Index zeigt diesen Aspekt im Vergleich zum Dow Jones auf.

Aber ist die aktuelle Situation wirklich mit der von 1929 vergleichbar? Stehen wir tatsächlich vor dem größten Crash der dokumentierten Geschichte, wie es nicht selten zu lesen ist. Um ein Urteil hierüber zu fällen, lohnt der tiefere Blick in die Abläufe einer ausgereiften Börsenpanik, wie man einen Crash besser nennen sollte.

Welcher Elemente bedarf es überhaupt, damit sich eine Kurslawine lösen, damit eine scheinbar unkontrollierbare Panik ausbrechen kann. An zwei Beispielen kann man die immer wiederkehrenden Abläufe sehr schön ablesen: Der Tulpenwahn von Leyden aus den Jahren 1633 – 1637, und natürlich die Schwarzen Tage von 1929, der wohl pregnantesten Börsenpanik der jüngeren Geschichte.

 

Aktienmärkte: Euphorie als Vorraussetzung für den Crash

Gehen wir zunächst zurück in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts und damit zurück in die Mitte des Dreißigjährigen Krieges. Fast ganz Mitteleuropa war in dieser Zeit geprägt von Armut; Zerstörung und ausgeprägter Sittenverrohrung. Somit wuchs in den Köpfen der Menschen der Wunsch, der Traum nach einem besseren Leben. Der freigegebene Handel mit Tulpenzwiebeln war da eine willkommene Angelegenheit, ja für viele sogar die Erlösung. Denn an dem neu geschaffenen Markt konnte man relativ einfach große Summen verdienen, ohne dabei körperlich tätig zu werden. Und so verwundert es nicht, daß die Preise von 1634 bis 1637  explodierten und um satte 5900 % stiegen.

Dieser Aspekt veranschaulicht, daß der Markt völlig abgehoben war, daß der Markt absolut nichts mehr dem eigentlichen Handelsgut, einer einfachen Tulpenzwiebel, zu schaffen hatte. Nun kann man sagen: Das ist Jahrhunderte her, Gleiches würde uns heute nicht mehr passieren. Doch zeigen die verhängnisvollen Vorgänge in den Zwanzigern des 20. Jahrhunderts ganz ähnliche Muster auf.

 

Der Crash im Jahr 1929

Auch wenn die Arbeitslosigkeit in den USA ein niedriges Niveau aufwies, haben sich die Lebensverhältnisse für den überwiegenden Teil der Bevölkerung nicht wirklich verbessert. Und so blieb für fast 80 Prozent der Bevölkerung nur der Traum vom besseren Leben, wie es die bunten Plakate doch so schön propagierten, zu träumen.

Und so verwundert es auch diesmal nicht, daß die Erlösung aus diesem Dilemma in der wundersamen Geldvermehrung gesucht wurde. Als das geeignetste Mittel hierfür diente natürlich die Börse, diente der Aktienmarkt. Denn nur dort, so der Glauben der ahnungslosen Masse, konnte sich Geld allein nur durch Geld vermehren.
Ganz ähnlich den astronomischen Kursteigerungen und letztendlich auch Summen, welche ca. 300 Jahre zuvor für harmlose, leider nicht verzehrbare, Tulpenzwiebeln gezahlt wurden. Und so trieb die verblendete Masse die Kurse zu immer absurderen Höchstständen.

Kritische Stimmen, sowie auftretende unübersehbare Warnzeichen in Form von Kurskorrekturen, wurden selbstverständlich ignoriert; wer wollte denn schon außerhalb der breiten Masse stehen. Schließlich heißt es ja auch: The trend ist your friend! Die Spekulationsblase nimmt ein gigantisches Ausmaß an. Spekulieren ist Volkssport! Der wuchernde Kreditapparat ist mit 17–20 % Zinsen völlig überzogen, doch gelten 20 % Zinsen als normal. Die Masse hebt mal wieder völlig ab.

Am 03.09.1929 erreichte der Dow Jones dann ein Niveau von 381,17 Punkten. Die Anleger mussten sich 25 Jahre gedulden, denn erst am 23.11.1954 ist es dem Index gelungen, dieses Terrain wieder zu erobern. Das gehandelte Tief aus dem Jahr 1930 lag übrigens bei 41,22 Punkten, und damit 89 Prozent unter dem Hoch! Die Folgen sind bekannt!
Beide Börsenpaniken wurden durch die gleichen Elemente ausgelöst. Im Folgenden habe ich die wichtigsten Zutaten aufgelistet, deren Auftreten mir erforderlich erscheint, damit eine explosive Stimmung entstehen kann:

  • Fantasie der Masse auf überdimensionale Gewinne, meistens hervorgerufen durch neue Technologien oder neue Absatz-Märkte.
  • Keine gute wirtschaftliche Lage für einen großen Teil der Bevölkerung.
  • Hohe Kreditrate bringt Liquidität, bewirkt aber im Abwärtstrend Zwangsverkäufe.
  • Steuerung durch Medien mit permanent positiver Berichterstattung.
  • Eine Manie in der breiten Masse lässt die Kurse steigen, bis keine Käufer mehr zu finden sind.
  • Immer stärker auftretende warnende Stimmen werden ignoriert oder der Lächerlichkeit preisgegeben.
  • Falsche Propheten, genießen in der Öffentlichkeit ein hohes Ansehen, wirken beruhigend.
  • Abenteuerliche Prognosen übertreffen sich selbst.
  • Erste massive Anzeichen auf einen Trendwechsel werden „schöngeredet“.
  • Profis und institutionelle Anleger steigen aus und lassen und verstärken dadurch die negative Dynamik.

 

Meiner Einschätzung nach fehlen aktuell einige wichtige Zutaten, damit sich eine Korrektur epochaler Dimension einstellen kann. Da wäre als Erstes die fehlende Begeisterung der breiten Masse zu nennen. Denn der seit über zehn Jahren währende faszinierende Aufschwung an den Finanzmärkten fand im Wesentlichen ohne den Kleinanleger, ohne die breite Masse statt.

Die Masse träumt eben noch nicht den schönen Traum vom monetären Perpetuum mobile; vom berühmten Dukatenesel. Der Traum vom Geld, welches sich allein durch sich selbst verdient schläft momentan noch. Die soziale Situation in den meisten Haushalten ist momentan noch als stabil zu bewerten. Noch ist kein flächendeckendes Prekariat entstanden. Auch kann ich noch keine Anzeichen auf eine mediale Schlacht, wie diese in der Vergangenheit immer wieder geführt wurde, erkennen; ich denke Sie sind im Bild.
Dennoch besteht absolut kein Grund, um in blinde Sorglosigkeit zu verfallen. Für die zweite Hälfte des Jahres 2020 erwarte ich eine etwas größere Korrektur, deren temporärer Rahmen zudem etwas größer ausfallen wird. In meinen demnächst erscheinenden Langzeitausgaben für den Dow Jones; S&P 500 sowie Dax 30, werde ich wie immer genauer darauf eingehen.

Erst nach dieser Phase sollten sich die Zutaten für einen Crash in einem Topf wiederfinden und geraume Zeit später für eine erneute Börsenpanik sorgen. Denn erst dann wird die Masse erneut auf den fahrenden Zug aufspringen. Aktuell ist dieses Verhalten der Marktteilnehmer noch nicht zu konstatieren, sodaß mir gegenwärtig eine wahre Panik unrealistisch erscheint.

Bis dahin gelten die bekannten Regeln, welche mit Sicherheit schon seit Anbeginn der Menschheit ihren Platz in den Köpfen der Menschen eingenommen und welche die Menschheit immer wieder, mehr oder weniger stark, in ihrer Entwicklung zurückgeworfen haben.

 

Wahrscheinlich werden diese Spielregeln nie aus der Mode kommen:

  • Nach dem Crash ist vor dem Crash.
  • Wieder wird man über die Vergangenheit lachen, denken das diesmal alles anders ist
  • Wieder werden wirtschaftlich schlechte Zeiten eintreten.
  • Neue Märkte, Technologien, werden immer wieder die Fantasie anregen.
  • Die Menschen werden wieder und wieder in Goldgräberstimmung verfallen und im Irgendwo neue surreale, diesmal natürlich „unerschöpfliche“ Geldquellen erkennen.
  • Wieder wird die Gier jedes Maß der Vernunft sprengen.
  • Wieder werden die gleichen Abläufe zur Steuerung der Massen auftreten.
  • Stellen sich große Kurs-Korrekturen tatsächlich völlig unvorhersehbar ein? Sind resultierend daraus drastische Verluste absolut unvermeidbar? Mit Sicherheit nicht!
  • Ein sogenannter und heraufbeschworener Crash der Aktienmärkte ist charttechnisch als auch markttechnisch sehr gut prognostizierbar.
  • Für jeden einzelnen Anlagenhorizont ist ein spezielles Ausstiegssignal generierbar.
  • Die anstehende Korrektur ist nicht für alle Zeitebenen bzw. Anleger von Relevanz.
  • Korrekturen bieten neue Einstiegsmöglichkeiten.

 

Fazit:

Die wichtigsten Aktienmärkte werden im Verlauf der ersten Jahreshälfte weiter steigen und fast ausnahmslos neue Höchststände erzielen. Erst tief in der zweiten Jahreshälfte wird sich eine angespannte Situation einstellen. Diese wird sich schlussendlich in eine schmerzhafte Korrektur entladen. Eine crashartige Entwicklung kann ich indes nicht erkennen, dazu ist die Zeit noch nicht reif. Im Wesentlichen wird sich das Jahr 2020 als ein positives Aktienjahr präsentieren.

Die Aktienmärkte dürften sich im Jahr 2020 weiter positiv entwickeln

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