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Hanjin-Pleite: Der Bear Stearns-Moment für den Crash der Globalisierung!

Die Pleite von Hanjin ist der erste sichtbare GAU der Globalisierung – was das für uns bedeutet..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Im Jahr 2007 schien die Welt noch in Ordnung: die Aktienmärkte haussierten, scheinbar war alles in bester Ordnung. Aber eben nur scheinbar. Denn schon im Jahr 2006 waren die Immobilienpreise in den USA gefallen – und damit die Voraussetzung geschaffen, dass die von der Politik genährte Immobilien-Blase (jeder Amerikaner soll sich ein Haus leisten können, so das Mantra der US-Demokraten) einstürtzen würde. Und so kam es dann auch, die Gründe dafür sind ja hinreichend bekannt.

Das erste klare Anzeichen, dass etwas faul war, war die Pleite von drei Hedgefonds der Investmentbank Bear Stearns im Juli 2007. Die Hedgefonds hatten wohlklingende Namen: High Grade Structured Credit Strategies Enhanced Fund, High Grade Structured Credit Strategies Fund und Asset-Backed Securities Fund. Sie kauften stark gehebelt CDOs (collateralized debt obligations), also hypothekenbesicherte Anleihen, und kamen schließlich in Schwierigkeiten, weil sich Zahlungsausfälle der amerikanischen Hauskäufer immer stärker häuften – und die drei Hedgefonds sich nicht dagegen ausreichend mit Credit Default Swaps abgesichert, also gehedged, hatten.

Die Pleite der drei Hedgefonds war der Anfang vom Ende von Bear Stearns – die Bank wurde schließlich im März 2008 für kleines Geld von JPMorgan Chase übernommen, wobei die Fed faktisch sämtliche Verlust-Risiken von Bear Stearns übernahm. Weil ein solcher Deal bei Lehman Brothers später nicht zustande kam, begann mit der Lehman-Pleite eine Kettenreaktion an den Märkten, die wir als „Finanzkrise kennen.

Aber selbst mit dem Kollaps von Lehman dauerte es noch, bis diese Kettenreaktion Dynamik aufnahm – und das gilt noch vielmehr für die Pleiten der Hedgefonds von Bear Stearns. Der amerikanische Immobilienmarkt implodierte, Banken gerieten in Schieflage, das Gesamtsystem stand phasenweise vor dem totalen Zusammenbruch – bis die Aktionen der Notenbanken und der Politik den Stecker wieder in die Steckdose steckten.

Heutzutage dagegen geht es um etwas anderes, was zu Zeiten der Finanzkrise noch gar nicht in Frage stand: die Globalisierung! Denn dass das Gesamtsystem damals während der Finanzkrise nicht kollabierte, lag vornehmlich daran, dass die Globalisierungs-Story intakt war: China würde wachsen, Asien insgesamt, und überhaupt war die Perspektive doch eigentlich gut, weil global immer mehr Player in Erscheinung traten, die zuvor kaum eine Rolle gespielt hatten. Das versprach Wachstum, also war doch alles schick!

Nun aber steht die Globalisierung selbst in Frage – und die gestrige Pleite von Hanjin, einem globalen Top-10 Container Reeder, ist dafür das erste klare Anzeichen. Es ist der Bear Stearns-Moment einer großen Krise der Globalisierung selbst!

Containerschiff2
Foto: Sparklemotion / Wikipedia (CC BY-SA 2.0 de)

Denn der Trend geht klar zur Automatisierung: wir stehen am Beginn einer Entwicklung, die das Rad der Globalisierung gewissermaßen zurück drehen wird! Durch die Automatisierung werden mehr und mehr Dinge wieder im Westen produziert, die zuvor in Billiglohn-Länder verlagert worden waren. Wenn Maschinen den Kostenvorteil egalisieren, den billige Arbeit in Afrika oder ärmeren asiatischen Ländern hat, dann wird es für die betroffenen Länder noch schwerer. Für die Produzenten aber entfallen die Transportkosten, zudem sind die Produkte damit viel schneller am (westlichen) Kunden, als wenn man etwa in Kambodscha, Bangladesh oder Äthopien fertigen lassen würde (siehe dazu unseren Artikel „Der Welthandel schmiert ab“).

Mit anderen Worten: die Automatisierung „killt“ das Geschäftsmodell der Globalisierung, das auf der billigen Arbeit in jenen Ländern basierte, die nun endlich auch mitspielen wollten im Konzert des Wohlstands. Nun wird der überwiegende Teil des Welthandels über die Schifffahrt abgewickelt, faktisch also durch den Transport von Containern, die die billig produzierten Erzeugnisse zu uns bringen, damit wir diese auch schön billig einkaufen können. Auf den Punkt bringt diese Entwicklung zum Beispiel adidas, das sein Schuhe verstärkt wieder in Deutschland produzieren will – durch Roboter!

All das passiert nicht schnell, ist ein langwieriger Prozeß – aber es ist ein Mega-Trend, der zu einer Art Rückabwicklung der Globalisierung führen wird (für die Menschen in den betroffenen Billiglohn-Ländern ist das eine schlechte Nachricht!). Weniger durch reale Menschen in von uns fernen Ländern produzierte Güter heißt – weniger Container. Nicht zufällig sind daher die Hafenbetreiber in der Defensive – sie verlieren Stück für Stück ein lange gut funktionierendes Geschäftsmodell.

Und dieser Trend zur wirtschaftlichen Rückabwicklung der Globalisierung geht einher mit einer geistigen Veränderung, mit dem, was ich als „Tribalisierung“ bezeichnet habe (siehe dazu „Tribalisierung statt Globalisierung: Eine Generation geht verloren“)

„Wir erleben derzeit in praktisch jeder Hinsicht einen Rückschlag der Globalisierung: das gilt geistig-ideologisch mit dem verstärkten Trend der „Tribalisierung“ (von englisch „tribe“ = der Stamm) in Gestalt neokonservativer Bewegungen, die eine Rückkehr zur Nation, „Volk“ oder Nationalstaat wollen.“

Die Pleite von Hanjin ist so der erste sichtbare GAU der Globalisierung: Systeme fangen da an zu brechen, wo die Belastbarkeit angesichts des Dauerdrucks am geringsten ist. Das war und ist offenkundig Hanjin, aber Hanjin wird nicht das Ende, sondern der Anfang einer Pleitewelle sein in dem Sektor – und das kann dann andere Bereiche mit runterreißen. Der erste Dominostein ist gefallen!

Die Finanzkrise begann mit Bear Stearns, die große Krise der Globalisierung begann sichtbar gestern mit der Pleite von Hanjin. Und anders als 2007 haben wir nun nichts mehr, worauf wir wiklich hoffen könnten – wie damals eben die Hoffung auf Wachstum durch Globalisierung. Zumal die Notenbanken ihr Pulver auch schon weitgehend verschossen haben..

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    leser

    1. September 2016 13:56 at 13:56

    Das ist ja schon fast Stoff für ein Buch.
    Wenn Sie recht haben und Hanjin der Bear Stearns Moment der Globalisierung ist, dann ist ja in Kürze noch einiges zu erwarten.
    Das Internet als wichtigstes Schmiermittel der Globalisierung wird Bestand haben. Der Wettbewerb um die besten Köpfe, Ideen und Problemlösungen wird weiter global geführt werden.
    Und auch die bei Rückverlagerung der Produktion werden Rohstoffe gebraucht.

  2. Avatar

    V

    1. September 2016 14:05 at 14:05

    Hallo Herr Fugmann,

    Sie übetreiben hier (mal wieder) ziemlich.

    „Es ist der Bear Stearns-Moment einer großen Krise der Globalisierung selbst!“

    Das sehe ich nicht so – die Pleite einer Reederei für Containerschiffe hier ist definitiv kein black swan event.

    Klar ist, dass die Emerging Markets unter Druck sind und die Investitionen wegen Risiken in den Schwellenländern zurückgefahren werden. Auch hier und da mal die Produktion von Waren zurückgeholt wird.

    Aber Wirtschaft sind nicht nur physische Waren, sondern auch Dienstleistungen, Software, etc.! Dinge die nicht verschifft werden müssen. Das hat mit Containerschiffen nichts zu tun.

    Und von super-Automatisisierungen in den Industrieländern sehe ich auch noch nicht viel, das als Argument der De-Globalisierung herangezogen wird.

    Also alles in allem finde ich Ihre Thesen und die projezierten Effekte eines in Kürze einstürzenden Systems diesbezüglich ziemlich wild… Wachstum wird in Preisen gemessen und nicht nur in Mengen (die über die Weltmeere geschifft werden). Bezüglich der Inflationsschaffung haben die Zentralbanken ihr Pulver noch lange nicht verschossen, denn wenn ich massiv Geld drucke wird die Inflation irgendwann kommen…und Zentralbanken können prinzipiell unbegrenzt drucken!

    VG, V

  3. Avatar

    isntit

    1. September 2016 14:31 at 14:31

    „… dass die von der Politik genährte Immobilien-Blase (jeder Amerikaner soll sich ein Haus leisten können, so das Mantra der US-Demokraten) einstürzen würde …“
    Mantra der US-Demokraten??? Unter Clinton hat die Entwicklung zwar ihren Anfang genommen.
    Von 2001 bis 2009 waren aber (leider) George W. Bush und die Republikaner an der Regierung! Zitat George W. Bush 2002: „Wir wollen, dass jeder in Amerika sein eigenes Haus besitzt“.

  4. Avatar

    hans

    1. September 2016 14:44 at 14:44

    An der Regierung ist da schon lange niemand, ausser vielleicht die Goldmänner, Black Rock usw.

    Überigens unterstützen die die WallstreetClinton.

    Vielleicht wäre ein total verblödeter Thrump doch die bessere Wahl?

    Wie dem auch sei, lange kann! das nicht mehr gut gehen. Ich meine damit das Ende der Casinobörse kommt, vielleicht früher als so mancher Bulle denkt.

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    m.d

    1. September 2016 15:38 at 15:38

    ich finde den Bericht mehr als wahr. Die Schwellenländer haben in den letzten Jahren gut aufgeholt und damit den Wohlstand im eigenen Land vorangetrieben. Somit ist auch das pro-Kopfeinkommen gestiegen und damit auch die Produktionskosten. Das führt dazu, daß die Firmen wieder vor Ort in Ihrem eigenen Land produzieren könnten. Zumal man mit der EZB einen günstigen Kreditgeber hätte.
    Oder liege ich da falsch mit meiner Meinung.
    VG M.D

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    RM

    1. September 2016 16:58 at 16:58

    Die Frage ist auch, ob die abstürzenden Frachtraten nicht eher etwas mit einer Überkapazität im Containerschiffbereich zu tun haben als mit einem reinen Rückgang der Transportmengen. Hierzu auch der Hinweis, dass grade auch durch deutsche Abschreibungsmodelle auf Schiffe, eine Riesenflotte an (unnötigen) Containerschiffen aufgebaut wurde. Ich las da mal etwas von einer Verdopplung…
    Daher könnte so eine Insolvenz eher ein Gesundschrumpfen bedeuten, auch wenn ich jetzt keine Statistiken dazu vorliegen habe.

    • Avatar

      RM

      1. September 2016 17:04 at 17:04

      P.S.: dann wäre das mal wieder (siehe Immo Finanzkrise) ein Bsp dafür, dass es eben wieder staatliche/politische Eingriffe sind, die in die Katastrophe führen und eben nicht die (Zitat Gabriel) „wildgewordenen Finanzmärkte“.
      Wir haben nicht zuviel Markt, sondern viel zu wenig.

      Und ebenso viel zu wenig Ausbildung des Nachwuchses in Sachen Finanzen.

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      Hinterfrager

      1. September 2016 17:47 at 17:47

      Womöglich beides. Fakt ist, dass das Volumen des Welthandels nun erstmals geschrumpft ist:

      http://www.t-online.de/wirtschaft/id_78790818/wirtschaft-volumen-des-welthandels-geschrumpft.html

      • Avatar

        V

        1. September 2016 18:39 at 18:39

        und wieviel trägt der massiv gesunkene Ölpreis zum Sinken des Volumens des Welthandels bei? Ich könnte mir vorstellen, dass er der Hauptverantwortliche für diesen Rückgang ist. Deflation eben…

  7. Avatar

    Reinhard Fürst

    1. September 2016 18:30 at 18:30

    Hallo!

    Ich finde DIESE Globalisierung muss chrashen, mit all ihren Problemen die sie verursacht hat – tut sie es nämlich nicht, endet der ganze Scherz wohl in einem Finanz- Feudalismus.
    Allerdings werden die positiven Aspekte, von denen es ja auch genug gibt, überdauern.
    Der Weg dorthin wird allerdings, sagen wir mal, holprig.

    LG
    RF

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    Z0P0

    1. September 2016 19:26 at 19:26

    Ich denke Herr Fugmann liegt hier nicht weit daneben…

    z.B. China’s Wachstum ist zwar (offiziel) immer noch größer 6% aber der Export geht stetig zurück und das liegt nicht am Öl. http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-03/china-wirtschaft-februar-export-einbruch das gleiche gilt für Japan, Korea, Taiwan,…

  9. Avatar

    Ulich Manz

    1. September 2016 20:57 at 20:57

    Vielen Dank für den Artikel. In der Tat, die Globalisierung, so wie wir sie kennen, wird sich verändern. Maßgebliche Treiber sind: Die angesprochene Digitalisierung in Verbindung mir Industrie 4.0. Ein bislang unterschätzter Treiber dürfte der 3D-Drucker sein. Er hat das Zeugs die realen Handelsströme signifikant zu senken. Er wird die Kosten von Realprodukten erheblich, aktuell um bis zu 90% senken, die Logistik wird schrumpfen (stärker als wir aktuell denken), Verkaufspreise werden sinken und damit auch die Löhne. Eine neue Welt, die die VWL auf den Kopf stellt. Nach aktuellen Studien ist das Wachstum des 3D-Druckers in den nächsten Jahren signifikant – wir haben also noch Zeit uns über diese Veränderungen Gedanken zu machen – allerdings nicht mehr allzu viel. Wenn sich dann auch noch die Blockchain-Technologie etablieren sollte, dann interessiert sich niemand mehr für die Globalisierung, weil die dann eh nicht mehr relevant ist. Wir brauchen viel mehr Artikel, wie den, den ich gerade kommentiere….

  10. Avatar

    Hans Kolpak

    2. September 2016 20:45 at 20:45

    Prinzipiell findet ja alles gleichzeitig auf der Erde statt, weil die über 7,4 Milliarden Menschen eine große Bandbreite an Vorstellungen pflegen. Trotzdem gibt es Entwicklungen, die von vielen Menschen verfolgt und vertreten werden, bis es zu viele sind.

    2006 bis 2008 zeigte sich, dass in den USA zu viele Menschen Immobilien auf Kredit erworben hatten, die sich das gar nicht leisten können. Die von diesem Trend abhängige Finanzwirtschaft entwickelte sich zurück.

    In den letzten Jahren wurden immer weniger Containerschiffe benötigt, um Artikel zu transportieren, die aufgrund niedriger Löhne in fernen Ländern hergestellt worden waren. Computer, Roboter und 3D-Drucker erlauben inzwischen auch in Ländern mit hohen Löhnen eine industrielle Produktion, die ausreichende Gewinne erwirtschaftet.

    Nur Deutschland mit seinen hohen Strompreisen sorgt dafür, dass immer mehr neue Industriebetriebe im benachbarten Ausland gebaut werden, während in die bestehenden Fabriken nicht mehr investiert wird.

    Doch die Ausrüstung für die neuen Betriebe werden in Deutschland entwickelt und hergestellt, um ein paar hundert Kilometer weiter eingebaut zu werden. Das täuscht für Deutschland einen vorübergehenden Aufschwung vor, der anschließend von einem Zusammenbruch mit wahnsinniger Arbeitslosigkeit abgelöst wird.

    Es wundert auch nicht weiter, wenn Chinesen auf Einkaufstour gehen, um ihre lästigen US-Dollar loszuwerden und gleichzeitig Synergien zwischen ihren Produktionsstätten im Reich der Mitte und den europäischen Vertriebsgesellschaften herzustellen. Die „Neue Seidenstraße“ ist kein Phantasieprodukt, sondern ein ernsthaftes Ziel, das die „City of London“ und Berlin, Moskau und Peking verbindet.

    Die dummen Auswüchse von Mischkulturen und Umverteilungsstaaten geraten ebenfalls an ihre Grenzen. Der gesellschaftliche und finanzielle Zusammenbruch findet bereits statt. Interessanterweise begreifen die instrumentalisierten Funktionseliten überhaupt nicht, dass sie nur Mittel zum Zweck sind, um Platz für etwas Besseres zu schaffen. Es gibt ein grausames Erwachen und eine maßlose Enttäuschung ohnegleichen.

    Muss es Hoffnung geben? Wohl kaum! Wenige Menschen, die sich auf Kosten vieler bereichert haben, werden die Konsequenzen ihrer Lügen und Betrügereien tragen müssen. Für die überlebene Masse wird es eine wohltuende Befreiung und Entspannung sein – weg von der maßlosen Ausbeuterei, die zu Stress, Überlastung und Überschuldung geführt hat.

    Ein tiefes Durchatmen und Aufatmen wird durch die Völker gehen. Man wird in weniger Arbeitsstunden mehr Lohn erhalten und für sich verwenden dürfen. Eine Staatsquote von 50 bis 80 Prozent wird dann nur noch eine albtraumhafte Erinnerung an finstere Zeiten sein, die vergangen sind. Einkommensteuerfreiheit ist keine Utopie, sondern ein bereits praktiziertes Erfolgsmodell. Dann wird auch niemand mehr da sein, der den Inhalt von Geschichtsbüchern vorgibt, wie es seit 1918 der Fall war.

    http://www.dzig.de/Kollabiert-der-weltweite-Handel

  11. Avatar

    Ulich Manz

    4. September 2016 10:30 at 10:30

    Ihr Beitrag wird nun sogar in den heutigen DWN zitiert, ist doch schön…

    „Am Mittwoch wurde darüber hinaus bekannt, dass die weltweit siebtgrößte Container-Reederei Hanjin aus Südkorea Insolvenz anmelden muss. Hanjin ist damit das erste prominente Opfer des Abschwungs im internationalen Seehandel. Der Finanzblog Finanzmarktwelt bezeichnet den Bankrott der Reederei als erstes sichtbares Zeichen einer neuen Weltwirtschaftskrise.“

  12. Avatar

    Ulich Manz

    5. September 2016 08:34 at 08:34

  13. Avatar

    Jan

    5. September 2016 10:42 at 10:42

    Den Anfang machte m.E. der ehemalige Weltmarktführer Nokia mit seiner Auslagerung der Produktion Rumänien. Fehlende Infrastruktur und fehlende qualifizierte Mitarbeiter führten zu dem bekannten Ende.
    Ich denke, dass zukünftig wieder mehr im eigenen Land produziert wird. Dank Schröder und Co. sind wir selbst zum Billiglohnland verkommen, so dass sich die Produktion in Asien oder sonst wo nicht mehr rentiert.

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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am

Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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