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Hans-Werner Sinn über die aktuelle Krise

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Hans-Werner Sinn war das Gesicht des ifo-Instituts und jahrelang der wohl einflußreichste Ökonom Deutschlands. Er ist bekanntlich ein Kritiker der deutschen Energiewende, die faktisch ineffektiv sei und Deutschland in eine schwierige Situation bringe. All das schade der deutschen Wirtschaft nachhaltig, so Hans-Werner Sinn.

Insgesamt, so Sinn, seien es vor allem politische Entscheidungen, die die Wirtschaft in Schwierigkeiten bringe. Das gelte für die Folgen der Politik von Donald Trump, für den Brexit – aber auch für die Politik der EU, die auf Kosten der Diesel-Technologie die nicht weniger Umwelt-schädliche Elektro-Mobilität priveligiere, indem die faktischen Umwelt-Kosten schön gerechnet würden. Dass Deutschland damit eine seiner Kernkompetenzen – die Diesel-Technologie – aufgebe, sei kaum nachvollziehbar und schädige mit der Automobil-Industrie den Kern der deutschen Wirtschaft nachhaltig. Auch deshalb sei die deutsche Industrie in der Rezession – und wenn sich aber die Industrie nicht erholen würde, dann sei es nur eine Frage der Zeit, bis diese Rezession dann auch auf den Arbeitsmarkt und den Konsum durchschlage.

Hans-Werner Sinn und die EZB

Aber auch zur Politik der EZB und Mario Draghi hat Hans-Werner Sinn eine dezidierte Meinung. Unter Mario Draghi sei aus der Geldpolitik eine reine Rettungspolitik geworden – Rettung für überschuldete Staaten und ihre Gläubiger, meist Banken. Damit würden die Probleme jedoch nur übertüncht – es entstünden durch den Anstieg der Anleihekurse (und dem Sinken der Renditen) rechnerische Gewinne, die faktisch jedoch nur reine Luftnummern seien.

Damit niemand sich der Politik der EZB und ihren Negativzinsen entziehen könne, habe die Notenbank die Hortungskosten für Bargeld erhöht durch das Verbot großer Geldscheine. Dazu habe die Notenbank dann sogar noch gegen ihr Mandat verstoßen, indem sie aus einer Obergrenze für die Inflation einen Zielwert gemacht habe. Insgesamt gehe die immer krassere Verschuldung auf Kosten der jüngeren Generationen, die dafür dann die Zeche zahlen müssten – Generationen, die ohnehin schon zahlenmäßig abnehme und immer mehr Nicht-Arbeitende finanziere müsse!

Die Target2-Salden und der Euro

Anschaulich erklärt Sinn zudem, was es mit den Target2-Salden auf sich hat: faktisch würden reale Werte abgegeben, zum Beispiel Autos, im Tausch gegen virtuelle Buchungen. Das gehe so lange in Ordnung, als das System bestehen bleibe. Aber sollte etwa ein Land wie Italien austreten aus der Eurozone, dann bestehe vor allem für Deutschland die Gefahr, dass diesen realen Werte komplett verloren seien.

Alles aber hat mit dem Euro zu tun, wie Sinn in dem extrem informativen Interview von „Mission Money“ ausführt:

 

Hans-Werner Sinn und seine Einschätzung der Lage

Hans-Werner Sinn. Foto: Hanswernersinn.de

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    Jan

    10. Dezember 2019 20:00 at 20:00

    Guter Titel, Sinn + Krise = ???
    Ist also der Auto- und Öl-Lobbyist nach seiner ganz großen Blamage im April wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Einseitig Fehler und Schwächen zu kritisieren, ohne die der anderen Seite ebenfalls ins Visier zu nehmen oder gar eigene Lösungen zu präsentieren, kann jeder. Das lässt sich täglich überall nachlesen, manchmal in zig-facher Wiederholung.

    Benötigt der alte Knacker eine opulente Zusatzrente, ist ihm einfach langweilig oder will er, wie so viele heute, als Koryphäe in die Geschichte eingehen? Hat er keine Enkel oder Urenkel, die ihn mal im Sommer 2016 bis 2019 bei 38 bis 42°C (Tendenz konstant steigend, wie an den Börsen) für 15 Minuten über die Terrasse seines Eigenheimes gescheucht haben?

    So steht es wirklich um DEINEN Wohlstand, und das vom Captain Ahab auf den Plastik-Ozeanen, in tiefer Sorge und mit freundlicher Unterstützung von http://www.Oil&Diesel.Auto.Engergy.sponsor

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      Jan

      10. Dezember 2019 20:03 at 20:03

      Sorry, der Link war nicht beabsichtigt, ich habe nur geschrieben „Oil&Diesel.Auto.Engergy.sponsor“. Mit Gänsefüßchen sollte es klappen. Nervige KI 4.0 ;)

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      Dreamtimer

      11. Dezember 2019 10:18 at 10:18

      „Hat er keine Enkel oder Urenkel, die ihn mal im Sommer 2016 bis 2019 bei 38 bis 42°C (Tendenz konstant steigend, wie an den Börsen)“

      Nun, HWS lebt in Gauting bei München und hier in München hatten wir in 2019 einen ganz normalen Sommer. Das einzige, was auffiel, wenn man das Stadtzentrum mit seinen Parkanlagen verließ, war die üppige Vegetation. Ende August sahen die Wiesen aus wie im Mai, ganz im Gegensatz zum sehr trockenen Jahr 2018, wo sie zur gleichen Zeit komplett verdorrt waren. In Schwabing und Haidhausen, wo man bevorzugt grün wählt, weiß man nur wenig darüber. Dort ist Natur v.a. ein Diskurs, etwas, von dessen bedrohter Existenz man aus den Medien erfahren hat und das man nun retten möchte. Die Medien wiederum waren in 2019 voll in Greta-Panikmodus. Während sich das Outback Münchens in einen Dschungel verwandelte, verdursteten in den Tageszeitungen gerade die Vögel. Auch die Schwärme, gerade geschlüpfter Libellen, die man schon im April erleben konnte, kümmerten sich wenig um die Befindlichkeiten der Stadtbewohner, die nur 10 km weiter leben und sie alle für tot halten, weil sie nicht auf ihrer Windschutzscheibe aufschlagen.

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      Klaus

      11. Dezember 2019 10:29 at 10:29

      Warum beleidigen Sie wirklich anerkannte Fachleute?
      Der Klimawandel ist Fakt, jedoch gab es den schon immer.
      Nicht umsonst werden Heute Meeresgetier usw. in 30 Meter Höhe und mehr in Stein eingebettet gefunden. Wenn die Sonne hustet, was Sie nun mal darf, ändert sich alles!
      Professor Sinn ist ein hochinteligenter Mensch, im Gegensatz zu anderen selbsternannten selbst überschätzten Menschen und den allermeisten Politikern.

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        Matthias

        11. Dezember 2019 13:20 at 13:20

        @Klaus: Es behauptet ja auch niemand, dass es den Klimawandel erst seit kurzer Zeit gibt! Es geht doch darum, dass der Mensch den Nachbrenner gezündet hat und dadurch alles viel schneller/extremer wird.

        Ist ihnen etwa entgangen, wie seine Aussagen pro Diesel/Benzin hinterher auseinandergenommen wurden? Da hat er sich, warum auch immer, für eine Pro-Diesel/Benzin Analyse hinreißen lassen. Vermutlich wieder so ein „Wer hat die Analyse bezahlt?“ Problem. Entsprechend ist ja auch immer das Ergebnis. Daher kann man leider vielen nicht mehr glauben.

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          leftutti

          11. Dezember 2019 15:42 at 15:42

          @Matthias, es gab immer wieder Klimawandel auf dem Planeten, die sich aber entweder in sehr, sehr langen Zeiträumen (nicht in 35 Jahren, wie aktuell) entwickelten oder nur sehr lokal waren, wenn es mal relativ schnell ging (die gerne angeführte mittelalterliche Klimaanomalie, das Märchen von Grönland als grüne Insel). Lokal bedeutet, dass es in einigen Gegenden wärmer war, global betrachtet gab es jedoch in solch kurzzeitigen Phasen keine Erwärmung. Die Wärmeperioden des Mittelalters waren also zeitlich und regional uneinheitlich, anders als die seit dem 20. Jahrhundert weltweit gleichzeitig voranschreitende Erwärmung. Im 21. Jahrhundert hat sich die Erde weiter erwärmt.

          Folgende zwei Grafiken sprechen Bände, wer einen Zusammenhang weiterhin leugnet, dem ist wirklich nicht zu helfen (die Temperaturen hinken natürlich dem CO2-Ausstoß immer etwas hinterher):

          https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re#/media/Datei:Global_Carbon_Emissions.svg

          https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandel#/media/Datei:WMO_Global_average_temperature_anomaly_1850_2016.png

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          leftutti

          11. Dezember 2019 15:45 at 15:45

          Die Texte werden durch die langen Links immer wieder mal rechts abgeschnitten, deshalb nochmal ohne Links. Diese dann extra darunter.

          @Matthias, es gab immer wieder Klimawandel auf dem Planeten, die sich aber entweder in sehr, sehr langen Zeiträumen (nicht in 35 Jahren, wie aktuell) entwickelten oder nur sehr lokal waren, wenn es mal relativ schnell ging (die gerne angeführte mittelalterliche Klimaanomalie, das Märchen von Grönland als grüne Insel). Lokal bedeutet, dass es in einigen Gegenden wärmer war, global betrachtet gab es jedoch in solch kurzzeitigen Phasen keine Erwärmung. Die Wärmeperioden des Mittelalters waren also zeitlich und regional uneinheitlich, anders als die seit dem 20. Jahrhundert weltweit gleichzeitig voranschreitende Erwärmung. Im 21. Jahrhundert hat sich die Erde weiter erwärmt.

          Folgende zwei Grafiken sprechen Bände, wer einen Zusammenhang weiterhin leugnet, dem ist wirklich nicht zu helfen (die Temperaturen hinken natürlich dem CO2-Ausstoß immer etwas hinterher):

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      Jan

      11. Dezember 2019 12:09 at 12:09

      @Dreamtimer, träumen Sie schön weiter von ganz normalen Sommern, üppiger Vegatation und einem Dschungel rund um München :) Natürlich waren die Wiesen Ende August grün, bedingt durch zwei extreme Starkregenereignisse am 28.07. und 26.08. sowie einige Regentage dazwischen. Rasen und Wiesen erholen sich sehr schnell. Interessanter wäre, wie es im Juni und Juli aussah oder wie der Zustand der Bäume und Sträucher war. Und zwar dort, wo nicht künstlich bewässert wurde.

      Vermutlich lügt auch der DWD und ist ebenfalls den grünen Spinnern zuzuordnen? Oder wie erklären Sie sich sonst die weiter unten folgenden Daten und Auswertungen?

      @Klaus, vorab einmal: Intelligenz schützt vor Dummheit nicht, auch nicht bei selbsternannten Menschen ;) So stellt sich natürlich sofort die Frage, was Fossilien in Sedimentgesteinen mit Klimawandel zu tun haben. Doch eher mit Schwerkraft und Meeressrömungen.

      Der allergrößte Teil der Kalksteine wurde ursprünglich im (Flach-)Meer gebildet und durch tektonische Prozesse über den Meeresspiegel gehoben. Sie sind etwa 150 bis 240 Millionen Jahre alt und wurden in einer Zeit gebildet, als die Erde noch völlig anders aussah (Trias und Jura).
      https://de.wikipedia.org/wiki/Superkontinent#/media/Datei:Pangaea_bis_Gegenwart_Weltkarten.gif

      An der Perm-Trias-Grenze vor rund 252 Millionen Jahren führte eine massive Vulkantätigkeit zu umfangreichen Emissionen von Kohlenstoffdioxid und Chlorwasserstoff, zu einer extremen Versauerung der Ozeane mit Freisetzung von Methan und Schwefelwasserstoff und zu einer daraus resultierenden sehr starken Klimaerwärmung. Dass zudem bei einer völlig anderen Land-Meeres-Verteilung auch ein völlig anderes Klima herrscht, ist wohl klar und hat nichts mit dem rasanten Klimawandel innerhalb weniger Jahrzehnte zu tun, wie er heute zu beobachten ist.

      Der Superkontinent Pangäa bestimmte das Klima auch zu Beginn des Mesozoikums, in der Trias. Aufgrund seiner Größe geht man von ausgedehnten Wüsten im Inneren des Superkontinents aus. Mit tropisch warmem Klima unterschieden sich mittlere, teilweise sogar höhere Breiten kaum von äquatornahen Gebieten. Der Monsun war vermutlich stark ausgeprägt und reichte ebenfalls bis in höhere Breiten. Zum Jura hin teilte sich Pangäa auf und es bildeten sich schmale Ozeane. Die Landflächen erhielten daher mehr Niederschlag, der Meeresspiegel stieg an. Im späten Jura erreichte die Temperatur ein Maximum. Die Kreidezeit wies weiterhin warmes und feuchtes Klima auf. Der Temperaturgradient zwischen Äquator und Pol nahm allerdings zu. Das ganze Mesozoikum blieb von umfassenden Vergletscherungen verschont.

      Immer wieder wurde das überwiegend warme bis heiße Erdklima von deutlich kälteren Eiszeiten unterbrochen. An der Sonne kann dies nicht gelegen haben. Denn die wurde stetig heller. Deshalb haben die Klimaforscher nach irdischen Ursachen für die Eiszeiten gesucht. Und auch gefunden. Eine Eiszeit wird dadurch eingeleitet, dass der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entzogen wird, als die Vulkane wieder nachliefern können. Für einen solchen Kohlendioxid-Entzug gibt es viele natürliche Möglichkeiten. Chemische Verwitterung zum Beispiel.

      Jetzt aber pumpt der Mensch Kohlendioxid in unglaublichen Mengen und unfassbar kurzen Zeiträumen in die Athmosphäre. Und was, außer einem rasanten Klimawandel sollte die Folge davon sein?

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    TM

    11. Dezember 2019 09:38 at 09:38

    “ faktisch würden reale Werte abgegeben, zum Beispiel Autos, im Tausch gegen virtuelle Buchungen. Das gehe so lange in Ordnung, als das System bestehen bleibe. Aber sollte etwa ein Land wie Italien austreten aus der Eurozone, dann bestehe vor allem für Deutschland die Gefahr, dass diesen realen Werte komplett verloren seien.“

    Das gilt aber grundsätzlich bei jedem Leistungsbilanzüberschuss. In der Vergangenheit hat Deutschland sogar viel Geld verloren, weil die durch LB-Überschüsse erwirtschaftete Nettoauslandsposition u.a. durch Aufwertung der DM an Wert verloren hat.

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    barthez72

    11. Dezember 2019 12:14 at 12:14

    @TM,nicht ganz, bei der eigenen DM ist effekt nur marginal und ich habe viel Zeit mit einer Drittpartei zu tauschen.Das Problem löst er im Gespräch ja gerade auf.Es wurden empirisch nachweisbare Fehler gemacht,ich behaupte sogar von gewissen Kreisen absichtlich.Die Fehler sind trivial,naiv,offensichtlich und gravierend.Es geht ja nur um das Schicksal von ca.500 Mio Menschen.Ist doch egal.

    Bis auf CO-Bilanz-Auto(zu komplex),das mal aussen vor. Jedes einzelne Wort stimmt !!! Der Normalo kann froh sein ,dass er veröffentlicht,im übrigen sein Nachfolger C.Fuest ist auch top.

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      TM

      11. Dezember 2019 12:46 at 12:46

      Ne, wieso sollte der Effekt minimal sein?

      Wenn Land A einen LB-Überschuss gegenüber Land B erwirtschaftet, entstehen so Forderungen gegenüber Land B eben in dieser Höhe. Diese Forderungen kumulieren im Zeitablauf, das ist die Nettoauslandsposition. Diese Forderungen gegenüber Land B können jedoch an Wert velieren und wenn die Währung von Land B gegenüber der Währung von land A abwertet, kommt es genau dazu.

      Sie sagen, es gibt viel Zeit mit einer Drittpartei zu tauschen. Theoeretisch ja, aber offenbar wurde das ja nicht gemacht, sonst gäbe es doch keinen dauerhaften LB-Überschuss. Das ist eben genau der Punkt: Bei dauerhaften LB-Überschüssen baue ich immer mehr Forderungen gegenüber den Handelspartnern auf, also Auslandsforderungen.

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    barthez72

    11. Dezember 2019 13:44 at 13:44

    @Jan ,
    sie haben recht mit ihren Erklärungen.Und eigentlich lässt über das Klima garnicht streiten.Ich persönlich glaube auch,dass man nicht ungestraft diese Mengen über Jahrzehnte von fest ins gasförmige umwandeln kann.Ich“persönlich glaube“ dieser Terminus trifft für so gut wie Jeden zu,das ist aber das Problem.Glaube ist nicht Wissen.Zahlen sollen aber „Alle“ sofort und in bar.Der menschliche Fortschritt hat es geschafft in nur ca. 600-700 Jahren aus 500 Mio Menschen 7 Milliarden zu machen und die Lebenserwartung von 28 auf fast 80 Jahre raufzusetzen.Das meinte Lloyd Blankfein mit „Werk Gottes“ behaupte ich jetzt mal so und ganz ehrlich ,ER HAT RECHT. Das Klimaproblem wird mit genau den selben Mitteln gelöst .Und es werden nicht die Politiker sein die das tun.Das eigentliche Problem heisst doch „Social Media“ ohne SM wäre es doch viel sachlicher und nicht so laut.Für SM ist der Mensch doch garnicht gemacht,mit all seinen negativen Folgen und die dann leider auf alle Lebensbereiche ausstrahlen.Die Ernteausfälle sind das grösste Problem und mit der Waffe in der Hand wird man sich die nötige Zeit erzwingen ,um das in den Griff zu kriegen.Hört sich nicht toll an,ich denke so kommts. Und bitte ,das ist alles nicht persönlich gemeint ,ich habs nicht erfunden,sorry.

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      leftutti

      11. Dezember 2019 17:13 at 17:13

      @barthez72, mir fällt auf, dass Sie innerhalb von drei Wochen nun mindestens zum dritten Male schreiben „ich habs nicht erfunden, sorry“. Soll uns das suggerieren, dass Sie nur die reine Wahrheit zitieren, in deren Besitz Sie irgendwie gelangt sind? Sie persönlich glauben, Sie denken, so kommts. Aber Sie haben es nicht erfunden, puuuhh!

  5. Avatar

    barthez72

    11. Dezember 2019 19:58 at 19:58

    @leftutti,das ist rein prophylaktisch,weil ich als Person mit den Ursachen nichts zu tun habe.Sonst lese ich wieder Troll,Rechter,Afd,Leugner,Gelber was weiss ich.

    • Avatar

      leftutti

      11. Dezember 2019 21:28 at 21:28

      @barthez72, aber die objektiv wahren Ursachen kennen Sie, hier besitzen Sie die absolute Wahrheit? Der menschliche Fortschritt ist das Maß aller Dinge, der wird es auch schon wieder richten? Weniger Social Media, mehr Krieg, dann wird es schon wieder werden?

      Schämen oder scheuen Sie sich der Begriffe „Troll,Rechter,Afd,Leugner,Gelber was weiss ich“? Was sollte die Gegenseite dazu sagen, als (ich zitiere) „linksversiffte grüne Nazis, als grüne und linke Dreckspopulisten, als die Endoparasiten in der Kacke mit all dem unerträglich stinkenden Mist, den sie immer absondern. Als linksverblendete Luschen, die wie eine Made im Speck aufwachsen durften, als abgehobene, zufällig von der Realität noch verschonte Vollpfosten?“ u.v.m.

      Da muss man darüber stehen, wer seine Meinungen öffentlich kundtut, muss mit Gegenwind rechnen. Sorry, ich bedauere das, aber ich habs nicht erfunden.

  6. Avatar

    barthez72

    11. Dezember 2019 23:20 at 23:20

    @leftutti,
    ich beleidige niemanden.Entschuldigung ,zitieren sie mich an dieser Stelle??Diese Worte benutze ich garnicht .Das ist weit unter meinem Niveau.Bringt auch in den Sachverhalten garnichts.Leider wurde ich hier im Forum schon mal so angegriffen,deswegen prophylaktisch. Wenn ja haben sie ein Link,ich bin ja auch durchgängig online.Werde gleich mal meinen Nickname hier lupieren.

    • Avatar

      leftutti

      12. Dezember 2019 10:10 at 10:10

      @barthez72, nein, natürlich zitiere ich nicht Sie. Ich wollte damit nur sagen, dass der Rest jenseits von „Rechten, AfD, Gelben und Klimaleugnern“ mit wesentlich schlimmeren Beschimpfungen und Unterstellungen hier auf dem Forum konfrontiert ist. Ich weiß, dass Sie nie beleidigend werden, also nix für ungut.

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Ernst Wolff über das globale Finanzsystem – Geld und Demokratie

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Spätestens die Wirtschaftskrise 2007/2008 ließ an der Seriosität des globalen Finanzsystems zweifeln. Wer seine Zweifel allerdings durch Sachkenntnis untermauern möchte, bekommt schnell ein Problem: Er trifft auf ein Dickicht aus komplizierten und oft widersprüchlichen Informationen, die noch dazu in einer für Laien unverständlichen Fachsprache gehalten sind. Kein Wunder also, dass der Versuch, das Finanzsystem zu verstehen, häufig schon in der Anfangsphase scheitert. Genau hier setzt Ernst Wolff an. Im Folgenden ein Ausschnitt auf der Einleitung meines neuen Buches (hier zu kaufen).

Die zwei großen Fehleinschätzungen unserer Zeit

Es gibt in unserer Gesellschaft zwei Ansichten, die von der überwiegenden Mehrheit der Menschen geteilt und von fast niemandem angezweifelt werden. Sie betreffen zum einen die politischen Strukturen, unter denen wir leben, und zum anderen die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Realität, auf der diese politischen Strukturen basieren. Zusammen bilden beide so etwas wie eine von der breiten Allgemeinheit stillschweigend akzeptierte Übereinkunft. Ansicht Nr. 1 lautet: Bei uns regiert das Volk. Ansicht Nr. 2 lautet: Das Finanzsystem ist nur ein Teilbereich unserer Gesellschaft, den man nicht unbedingt verstehen muss.

Geht man diesen Ansichten auf den Grund, dann stellt man allerdings fest, dass sie nicht etwa auf intellektueller Einsicht oder auf Erfahrungswerten basieren, sondern den Menschen zunächst von Elternhaus, Schulen, Ausbildungsbetrieben und Universitäten mit auf den Weg gegeben und später ein Leben lang von Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eingetrichtert werden – mit dem Ergebnis, dass ihr Wahrheitsgehalt kaum jemals in Frage gestellt wird.

Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass sich hinter diesen Ansichten ganz handfeste Interessen verbergen, deren Durchsetzung nur einem kleinen Teil der Bevölkerung nützt. Im Grunde handelt es sich also um zwei vorsätzlich herbeigeführte Fehleinschätzungen, die weitreichende Konsequenzen haben. Sie tragen nämlich entscheidend dazu bei, die bestehende Ordnung und ihre Machtstrukturen zu festigen und verhindern so, dass die Menschen diese Strukturen durchschauen – mit der Folge, dass sie dadurch unfähig werden, an den bestehenden Verhältnissen etwas zu ändern.

Sehen wir uns beide Fehleinschätzungen deshalb etwas genauer an:

Fehleinschätzung Nr. 1: „Bei uns regiert das Volk“. In einem Obergeschoss des Berliner Hauptbahnhofs hängt ein Schild mit der Aufschrift „400 Meter von hier regiert das Volk“. Der Hinweis gilt dem südlich vom Bahnhof gelegenen Reichstagsgebäude, Sitz des deutschen Parlaments, und soll dem Betrachter ganz offensichtlich eine uns allen bekannte Botschaft vermitteln:

Wir leben in einem Gesellschaftssystem, in dem wir als Volk das Sagen haben. Und da das Volk zu groß ist, um als Ganzes regieren zu können, übergeben wir diese Aufgabe an sogenannte Volksvertreter. Die bestimmen wir, indem wir sie alle vier Jahre wählen. Sollten sie nicht so handeln, wie wir das von ihnen erwarten, dann können wir sie nach dem Ablauf ihrer Amtszeit wieder abwählen und durch andere ersetzen.

Diese Grundsätze der parlamentarischen Demokratie werden uns von Kindesbeinen an mit auf den Weg gegeben und im Verlaufe unseres Lebens durch eine Reihe weiterer Informationen ergänzt und untermauert. So erfahren wir unter anderem: Unsere Wahlen sind frei, gleich, geheim, allgemein und unmittelbar und werden auf der Grundlage einer Verfassung abgehalten, die unsere Würde für unantastbar erklärt und uns körperliche Unversehrtheit garantiert. Wir sind vor dem Gesetz alle gleich und haben das Recht, unsere
Meinung zu äußern und uns mit anderen zum Zwecke gemeinsamer Meinungsäußerung zu versammeln.

Die Formulierungen erwecken in uns den Eindruck, dass es sich bei der parlamentarischen Demokratie um ein zu unser aller Gunsten entwickeltes System handelt, das den Einzelnen schützt, dem Gemeinwohl dient und dessen oberstes Ziel darin besteht, den Willen
der Mehrheit der Bevölkerung in die Tat umzusetzen. Doch ist das tatsächlich so? Wollen wir alle, dass immer weniger Menschen immer größere Vermögen anhäufen, während der Lebensstandard der Masse bestenfalls stagniert, in vielen Fällen sogar sinkt? Dass der Niedriglohnsektor explodiert, dass Arbeits- und Obdachlosigkeit um sich greifen? Dass von Jahr zu Jahr mehr Geld für Rüstung und den Ausbau von Sicherheitsapparaten ausgegeben wird, während am Bildungs- und Gesundheitswesen immer drastischer gespart wird? Sind wir dafür, dass die Umwelt zunehmend zerstört wird? Dass in unserem Namen Kriegseinsätze unterstützt werden? Dass Persönlichkeitsrechte abgebaut und wir alle immer stärker überwacht werden?

Wendet man sich direkt an die Menschen und fragt sie, was sie von dieser Entwicklung halten, dann fällt die Antwort eindeutig aus: Die meisten sind damit nicht einverstanden, viele lehnen sie sogar rundheraus ab. Wie aber kann das sein? Wie kommt es, dass zwischen dem, was die Menschen wollen, und dem, was in ihrem Namen und auf Grund ihrer offensichtlich frei getroffenen Wahlentscheidung umgesetzt wird, ein solch krasses Missverhältnis besteht – in einer Gesellschaft, deren Verfassung doch besagt, dass alle Macht vom Volk ausgeht?

Wir lassen uns täuschen

Die Antwort auf diese Frage lautet: Wir lassen uns täuschen. Wir akzeptieren die wohlklingenden Formulierungen unserer Verfassung, die auf dem Gleichheitsgrundsatz basieren, und schließen daraus, dass wir alle nicht nur gleiche Rechte genießen und gleich behandelt werden, sondern dass wir alle gleich sind. Das aber stimmt nicht. In einer vom Geld beherrschten Gesellschaft wie der unseren können die Menschen auf Grund ihrer Vermögensverhältnisse gar nicht gleich sein. Wer über viel Geld und großen Besitz verfügt, ist nämlich nicht nur wohlhabender, sondern kann sich auf Grund seiner wirtschaftlichen Überlegenheit über diejenigen, die weniger besitzen, erheben, sie von sich abhängig machen und sie im Extremfall sogar vollends beherrschen. Die Vermögensverhältnisse entscheiden also nicht nur darüber, wer reich und wer arm ist, sondern vor allem darüber, wer in welchem Ausmaß Macht ausüben kann und welche gesellschaftlichen Hierarchien sich im Lauf der Zeit bilden.

Diese Aufspaltung der Gesellschaft hat schon lange vor der Einführung des Parlamentarismus und sogar schon lange vor der Einführung des Geldes begonnen. Ihre Anfänge gehen auf die Tauschwirtschaft zurück. Sie ist die Grundlage, auf der sich ein Zustand entwickeln konnte, der die gesamte bisherige Geschichte der Menschheit prägt: die soziale Ungleichheit. Sie hat es den Menschen, die mehr Besitz angehäuft und damit mehr Macht erlangt haben als andere, ermöglicht, Strukturen zu schaffen, die ihren privilegierten Status festigen, die sie einmal erworbene Privilegien auf Dauer beibehalten und diese sogar auf nachfolgende Generationen übertragen lassen.

Im ausgehenden Mittelalter sind die Besitzer großer Vermögen noch einen Schritt weiter gegangen und haben sich das Geldsystem und damit den Blutkreislauf der Gesellschaft unterworfen, indem sie Banken gegründet und sich so das Recht der Geldschöpfung angeeignet haben. Später, nach der Gründung der Nationalstaaten, haben die von ihnen beherrschten Banken sich dieses Recht auf der Grundlage nationaler Währungen mit den Zentralbanken geteilt und damit als „Finanzwesen“ einen ganz eigenen Wirtschaftszweig geschaffen, der mit der Zeit immer einflussreicher wurde. Da dem Rest der Bevölkerung nicht entging, dass auf diese Weise einige Wenige zusehends reicher und mächtiger wurden, hat sich immer stärkerer Widerstand gegen diese Entwicklung gebildet. Als mit der Industrialisierung dann Schulen eingeführt, der Analphabetismus nach und nach überwunden und das allgemeine Bildungsniveau immer weiter angehoben wurde, nahm dieser Widerstand für die Privilegierten zunehmend bedrohlichere Formen an, sodass sie sich gezwungen sahen, Zugeständnisse zu machen.

Ein historisches Zugeständnis

Das historisch wichtigste Zugeständnis – und die zugleich geschickteste Täuschung der Öffentlichkeit – war die Einführung des Parlamentarismus. Indem die Gleichheit der Menschen in einer von Ungleichheit geprägten Welt zum Verfassungsgrundsatz erhoben wurde, entstand mit der parlamentarischen Demokratie eine Fassade, hinter der sich die tatsächlichen Machtstrukturen nicht nur hervorragend verbergen, sondern ungehindert weiter ausbauen ließen. Das Prinzip dieser Täuschung ist im Grunde recht einfach: Man unterschlägt einen fundamental bedeutsamen Mechanismus, der die gesellschaftliche Realität seit Jahrhunderten prägt, und übertüncht ihn mit hochtrabenden Worten. So gibt es bis heute weltweit keine einzige parlamentarische Demokratie, in deren Verfassung die Bedeutung des Geldes für die Entstehung von Machtstrukturen erwähnt oder in der das Prinzip der Geldschöpfung auch nur angesprochen wird. Dafür aber wird in den meisten Verfassungen, verbrämt mit blumigen Formulierungen über die soziale Verpflichtung von Eigentum, der Schutz desselben garantiert – und zwar ohne jede Begrenzung nach oben.

Auf diese Weise ist eine Herrschaftsform entstanden, die sich vordergründig auf den Willen der Mehrheit des Volkes stützt, die aber tatsächlich einer Minderheit nützt und die es darüber hinaus geschafft hat, die soziale Ungleichheit in krassem Widerspruch zum offiziell beteuerten Gleichheitsgrundsatz zu einem akzeptierten und gesetzlich geschützten Dauerzustand werden zu lassen.

Ernst Wolff über das Finanzsystem und die Politik
Der Buchautor Ernst Wolff

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Das sind die Informationsquellen der Profis – Werbung

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Lieber Börsianer,

gelegentlich werde ich als Börsenanalyst oder Vermögensberater gefragt, woher ich meine Informationen beziehe? Oder anders gefragt: Wie recherchiert ein Profi eine Aktie? Zunächst möchte ich mein Berufsbild etwas entmystifizieren. Auch Profis kochen nur mit Wasser und stützen ihre Entscheidungen wesentlich auf öffentlich zugängliche Informationen. Am Anfang steht also immer die Lektüre des Geschäftsberichts und die harte Analyse der Geschäftszahlen.

Dann beginnt die Arbeit des Analysten erst richtig. Aktienanalyse ist People´s Business. Zu Deutsch: Wir müssen mit den handelnden und verantwortlichen Personen des Unternehmens in Kontakt kommen. Als Vermögensverwalter lässt man durchblicken, dass man umfassende Investitionen im Unternehmen beabsichtigt. Damit haben Sie schon einmal das Ohr Ihres Gesprächspartners.

Zunächst werden Sie abgespeist mit professionellem Werbeversprechen. Etwa so: Wir setzen voll auf die Elektro-Mobilität und expandieren derzeit proaktiv im chinesischen Wachstumsmarkt.

Das ist eine absolute Null-Information. Als Analyst haken Sie jetzt konkret nach. Zum Beispiel: Mit welchen Produkten geht das Unternehmen nach China? Wer sind die Konkurrenten? Was ist der Wettbewerbsvorteil des Unternehmens? Warum soll der Kunde ausgerechnet ihre Zylinderdichtung (beispielhaft) kaufen? Wie funktioniert der Vertrieb?

Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Ihr Gesprächspartner bleibt hartnäckig im Ungefähren. Dann sind die Expansionspläne wohl noch nicht weit gediehen. Die Aktie ist also eher kein Kauf. Oder aber: Ihr Gegenüber packt…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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US-Wahl egal für die US-Märkte? Experte Andre Stagge mit ausführlicher Erklärung

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Ande Stagge über die aktuelle Lage im S&P 500 und zur US-Wahl

Ist der Ausgang der US-Wahl letztlich egal für die US-Aktienmärkte? Das denken manche Beobachter. Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht dieses Thema im folgenden aktuellen Video im Detail. Ausführlich geht er auf die einzelnen Standpunkte von Joe Biden und Donald Trump ein. Zum Beispiel seien die Steuerideen von Joe Biden eindeutig schlecht für die Wirtschaft. Natürlich muss man fair sein und erwähnen, dass die US-Unternehmen durch die große Steuersenkung von Donald Trump im Jahr 2017 massiv profitiert hatten. Andre Stagge glaubt an einen Wahlsieg von Joe Biden, und dass dies letztlich nicht gut für die Märkte wäre – auch wegen der Idee von Joe Biden den Mindestlohn in den USA drastisch anzuheben. Wichtig werde auch die Phase direkt nach der Wahl, und ob Donald Trump bei einer möglichen knappen Wahlniederlage Probleme machen wird.



Ist die US Wahl egal by Andre_Stagge on TradingView.com

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