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“Hart aber Fair“ Thema Coronavirus – warum sorgt NRW-Minister für Beunruhigung ?

Symbolbild für das Coronavirus

Unglaubliche Aussage vom Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen! Gestern lief um 20:15 Uhr die Sendung „Hart aber fair“ in der ARD. Das Thema der Sendung: „Zwischen Hysterie und begründeter Angst: Wie gefährlich ist das Coronavirus?“ Die Gäste der Sendung waren unter anderem:

Prof. Dr. Kekule, Virologe, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Dr. Susanne Johna, Internistin, Krankenhaushygienikerin und Gesundheitsökonomin, Oberärztin für Krankenhaushygiene, Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer, Vorsitzende des Marburger Bundes – Bundesverband

Prof. Borwin Bandelow, Psychiater und Neurologe, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Göttingen, Experte für Angsterkrankungen

und

Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen Herr Karl-Josef Laumann, CDU.

Viele Fragen konnten durch die Kompetenz der ersten drei Gäste gut beantwortet werden. Ein Vorschlag von Herrn Prof. Dr. Kekule machte die Gefahr dieses Coronavirus sehr deutlich und lässt erahnen, dass wir noch am Anfang der Ausbreitung stehen! Er empfiehlt für 14 Tage Kindergärten, Schulen und Großveranstaltungen zu unterbrechen bzw. zu schließen, so wie es die Schweiz in ähnlicher Weise gemacht hat. Von diesem Vorschlag hielt der Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann mal überhaupt nichts und schüttelte nur den Kopf dazu. Er wurde dann von dem Moderator mit einem Film konfrontiert, der einen Arzt zeigte, der zur Zeit nicht mehr praktizieren kann, weil ein Patient mit dem Coronavirus in seine Praxis kam. Nun fällt dieser aus. Jetzt die Frage an Herrn Laumann: Wenn ein Arzt nicht mehr an die Schutzkleidung kommt, kann man diesem dann verübeln, wenn er aus Sicherheitsgründen für sein Personal die Praxis schließt ?

Jetzt die unglaubliche Antwort: „Also es ist so: Wir haben, was jetzt diese Fragen angeht, medizinisches Personal und Isolierung, wenn sie in Kontakt mit einem Coronavirus-Erkrankten waren. Wir halten uns in NRW an die Richtlinien des Robert Koch Instituts, die in diesen Fragen sehr streng sind. Der Arzt, wie wir ihn eben im Film gesehen haben, war ja deshalb in Quarantäne, weil er mit einem Corona-Infizierten Kontakt hatte. Da müssen wir auch, glaube ich, sehr konsequent bleiben. Es gibt natürlich immer mal Fragen wo man es auch nicht regeln kann. Ich habe jetzt ganz konkret einen Fall wo es um eine infizierte Krankenschwester auf einer Frühchenstation geht, die mit so viel anderen Krankenschwestern der Frühchenstation zusammen war. Wenn ich die jetzt von heute auf morgen… innerhalb von zwei Stunden austausche, äh soviel Intensiv-Krankenschwestern kann ich in so kurzer Zeit gar nicht besorgen. Also da muss man auch manchmal sehen, dass Menschenleben vor solchen Entscheidungen geht. Aber im Grunde genommen wollen wir das durchhalten…“

Das ist schon hart für die Eltern, die gerade ihr Frühgeborenes in dieser Klinik haben! Es gibt doch sicher mehr als nur eine Klinik für Frühgeborene in NRW. Es sollte doch möglich sein, dass Kräfte von einem anderen Krankenhaus in solchen Situationen abgezogen werden! Gerade Frühgeborene und ältere Menschen sind doch die Risikogruppen! Wenn wir uns wirklich noch am Anfang dieser Ausbreitung befinden, und können laut dem NRW-Gesundheitsminister diese Situation in der Klinik schon nicht lösen, dann ist das doch ein Armutszeugnis!

Leider ging der Moderator und keiner der Gäste auf die Aussage von Karl-Josef Laumann ein. Auch sonst wirkte der Gesundheitsminister aus NRW in seinen Aussagen nicht gerade kompetent! Bilden Sie sich selbst ein Urteil, in dem Sie sich die Sendung ab Minute 47:30 beim Klick an dieser Stelle anschauen. Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung dazu unter dem Artikel.



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1 Kommentar

  1. Herr Laumann ist der Exponent des jetzt umgebauten Gesundheitswesen nach dem Motto „Geiz ist geil“ , womit Gesundheitskonzerne und Sozialpolitiker in den Aufsichtsräten und „Kommissionen“ ordentlich Kohle machen. Großzügig verteilt Merkel und Co Schutzausrüstung nach China , die in den deutschen Kliniken fehlt – nur ein Beispiel, wie Deutschland durch Inkompetenz und Habgier der sogenannten Sozialpolitiker auf die Krise vorbereitet wurde.

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