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Hat die Deutsche Bank ein 150 Milliarden Dollar Geldwäsche-Problem?

Redaktion

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Rollt da ein gewaltiges Problem auf die Deutsche Bank zu? Eigentlich (!) waren doch alle Skandale abgearbeitet, so dachte man. Aber nach dem Skandal ist vor dem Skandal? Es geht um den Zeitraum von 2007 bis 2015. Die größte dänische Bank „Danske Bank“ wollte wohl unbedingt neues Geschäft im Baltikum und in Russland mitnehmen, und drückte wohl alle drei Augen zu.

Gigantische Geldbeträge wurden jahrelang aus Russland und angrenzenden ehemaligen Sowjetrepubliken auf die Dankse-Filiale in Estland eingezahlt. Estland ist ein winziges Land, und daher sollte eigentlich auch das Geschäftsvolumen in Estland bei Danske winzig sein? Aber nein. Ein Volumen von 234 Milliarden Dollar, welches dort durchgeschleust wurde, stammte nach Ermittlungen in Dänemark offenbar größtenteils aus dubiosen Quellen aus Russland. Es soll um Geldwäsche gehen.

Offensichtlich ging es darum dubiose Rubel zu waschen, und sie in sauberen Anlagen in Euroland und im Dollar-System unterzubringen. Die Danske Bank bediente sich beim Weiterleiten der Gelder nicht nur beim US-Giganten JP Morgan, der diesen Kontakt schon 2013 abbrach. Wie Berichte jetzt zeigen, soll die Deutsche Bank offenbar der Hauptabwickler dieser Aktivitäten gewesen sein, um die Gelder von der Danske weiterzuleiten in die große weite Welt.

Schlimmer wird es noch dadurch, dass wohl die Deutsche Bank-Tochter in den USA der Abwickler für Danske gewesen sein soll, wobei es das Volumen 150 Milliarden Dollar erreicht habe. Damit wäre die US-Justiz für diesen Fall wohl „mal wieder“ zuständig? Was kommt da noch auf die Deutsche Bank zu? Wieder Milliarden-Bußgelder? Wir wissen es nicht, dazu steht dieser Skandal zumindest in Sachen Deutsche Bank noch ganz am Anfang. Der Danske-Skandal an sich ist in Dänemark schon seit Monaten ein riesiges Politikum!

Puhhhhhh, da steht womöglich wieder was ins Haus für die Deutsche Bank. Was genau, wie schlimm es wird, das weiß noch niemand. Daher versuchen wir gar nicht erst zu mutmaßen. Ob das der Aktie gut tun wird? Da können Sie sich ja ihre eigenen Gedanken machen! Die Deutsche Bank-Aktie fällt heute insgesamt um 0,65%. Seitdem diese Nachricht vorhin raus kam, ist die Aktie nur um 5 Cents gefallen auf jetzt 8,55 Euro. Also, alles halb so wild? Kein echtes neues Problem? Wir haben da so unsere Zweifel.

Deutsche Bank
Die Deutsche Bank-Türme in Frankfurt. Foto: Nordenfan / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Hans

    19. November 2018 18:00 at 18:00

    Die Danske Bank hat die Geschäfte mit der GUS Kundschaft wohl 2015 aufgegeben. Die eigentliche Geldwäsche Masche soll über Kredite gelaufen sein. Zum Schein haben GUS Unternehmen z.B. in Estland ein Fremdwährungskredit vor allem in US Dollar aufgenommen. Die Kredite wurden nicht für Waren die in die GUS Länder eingeführt verwendet, sondern die Fremdwährungskredite wurden in der EU oder USA in Immobilien angelegt oder sind fürs Luxusleben drauf gegangen. Danske Bank hatte kein Zugang zum US Finanzsystem und hat wohl daher mit der Deutschen Bank bei dem Dollar Handel zusammen gearbeitet.

    Nächsten Montag dürfte die 2 Stufer der im August deutlich verschärften US Russland Sanktionen in Kraft treten. Da ist u.a. jegliche Kreditvergabe nach Russland verboten.

  2. Avatar

    Angsthase

    20. November 2018 17:15 at 17:15

    Tja,… irgendwann stehn die Automaten still. Dann heist es rien ne va plus…
    Dann seh ich mir die Gesichter an die standhaft behaupteten das wird niemals geschehen.
    Es kann und es wird, das ist eine mathematische Gewissheit…nur wann ist noch offen.

  3. Avatar

    joah

    26. November 2018 20:09 at 20:09

    Die Deutsche Bank hat nur zwei Probleme: sich selbst und den Namen, welchen sie durch den Dreck zieht.

  4. Avatar

    Fair

    21. Dezember 2018 18:42 at 18:42

    Mich interessiert es nicht mehr was mit der Deutschen Bank ist. Was ich in den letzten Wochen erlebt habe mit denen, das reicht. Ich habe heute nach 12 Jahren DB ein neues Konto bei einer anderen Bank errichtet. Im nächstn Monat erhalten sie meine Kontokündigungen. So können die Herrschaften in Frankfurt noch ein paar Tage länger mit meinem! Geld arbeiten, sie scheinen ja jeden Cent zu benötigen von und Peanuts. Mir jedenfalls reicht es. Wenn die DB zerschlagen wird, dann ist das halt so, denn ehrliche Banker sind da nicht vorhanden. Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen. Die DB hat ein Problem mit sich selbst und mit dem Namen den sie durch den Dreck und in den Dreck zieht.

  5. Avatar

    Paul

    21. Dezember 2018 19:12 at 19:12

    Ja ja…die DB wird uns 2019 noch viel „Freude“ bereiten.
    Wenn Die ueber den Jordan geht…
    Aber der verpflichtende Michl stemmt das locker und somit „to big to fail“!
    Merkelchen regiert ja noch 3 Jahre!

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Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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