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Headlines der PK von Mario Draghi

Die wichtigsten Aussagen von Mario Draghi bei seiner Pressekonferenz..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

– Draghi betritt die Bühne..

– Zinsen werden weiter niedrig bleiben auf absehbare Zeit

– werden weiter Anleihekäufe im Volumen von 80 Milliarden Euro tätigen

– QE wird weiter gehen, bis nachhaltiges Anziehen der Inflation

– Inflationsdruck jenseits Energiepreisen „subdued“ (FMW: sischer dat, Mario!)

– Arbeitslosigkeit ist zurück gegangen, das stärkt den Konsum

– Wachstum niedrig wegen fehlender Reformen und „balance sheets adjustments“

– Risiken haben abgenommen, bleiben aber auf die Unterseite gerichtet

– haben noch keinen belastbaren Beleg für Anstieg der Inflation jenseits von Energie und Nahrungsmittelpreisen (FMW: und was ist mit Mieten, Immobilienpreisen, und und und..?)

– Geldmenge M3 steigt weiter robust

– Kern-Inflation wird Stück für Stück nach oben gehen

Draghi hat fertig, jetzt kommen Fragen

———-

– unsere Geldpolitik war erfolgreich (FMW: Draghi zählt auf warum..das wollen wir Ihnen ersparen, etwa dass die Arbeitslosigkeit gefallen sei wegen der EZB..)

– Deflationsrisiken weitgehend verschwunden, Inflationserwartungen gestiegen

– haben Passus entfernt, der von Dringlichkeit weiterer Maßnahmen handelt („no longer that sense of urgency in takinh further actions“)

– keine weitere Diskussion über weiteren LTRO geführt

– sehen kein Risiko, dass der Euro oder die Eurozone auseinanderbricht

– wir sehen derzeit einen großen Unterschied zwischen der Headline-Inflation und der Kern-Inflation (also ohne Energie und Nahrung)

– wir sehen keine Notwendigkeit für neue Maßnahemn der EZB (FMW: daher der Euro höher!)

Fazit FMW: das ist hawkisher als gedacht, denn die EZB nimmt Abstand von möglichen weiteren Maßnahmen, sieht die Risiken nun eher ausgeglichen als nur abwärts gerichtet. Das heißt: der Hochpunkt der ultralaxen Geldpolitik ist de facto überschritten, jetzt kann es eigentlich nur noch in die andere Richtung gehen. Daher die Renditen deutscher Staatsanleihen (Bunds) höher, auch der Euro stärker. Die EZB ist geradezu optimistisch geworden, redet zwar nach wie vor die Inflation runter, ist sich aber scheinbar nicht mehr ganz so sicher, dass der Anstieg der Inflation nicht nachhaltig ist!


Mario Draghi
Foto: EZB

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Schmidt

    9. März 2017 14:50 at 14:50

    Energie und Nahrungsmittel kann man ja aus Inflation rausrechnen, muss ich ja auch nicht bezahlen.
    Und nächstes Mal rechnen wir dann Mieten und Immobilienpreise raus, weil die eben gerade zu doll steigen, dann aber die Energiepreise mal konstant sind.
    Man kann sich alles zurechtreden und keiner kann was dagegen tun.
    Regierung haben wir ja auch nicht, die hinter einen steht.
    Also das liebe ersparte immer weiter entwerten lassen, oder die letzten Klopse noch in Aktien jagen, bevor der Knall kommt.

  2. Avatar

    KARL MÜLLER

    9. März 2017 14:52 at 14:52

    Wenn man sich die Beschlüsse des EZB-Rates genau durchliest dann wird eines klar: bei einem Zinssatz von bei und um NULL werden diese Quartalsirren eine Inflation bis zu 4% zulassen! Durch die gedankliche Volte mit der durchschnittlichen Inflation über einen gewissen Zeitraum wird klar – wenn man lange 2% unter NULL Inflation lag dann kann man auch lange Zeit 2% über den immer wieder als „angestrebt“ propagierten 2% liegen. Das macht nach Adam Riese …

    Mir wird einfach nur schlecht wenn ich diese Typen und ihr widerliches Gequatsche höre. Eines ist doch fast schon eine Gesetzmäßigkeit: wenn die den Zinsatz künstlich unten halten fehlt jeglicher ökonomische Anreiz für Reformen. Es wird kein Politiker irgendwas reformieren wenn die EZB ihm „Zeit verschaft“ solange die EZB ihm „Zeit verschafft“.

    Karl

  3. Avatar

    leser

    9. März 2017 15:10 at 15:10

    Wenn lt. Draghi kein Risiko besteht, dass Euro oder Eurozone auseinander brechen, weshalb muss dann der Euro mit monatl. 80 Mrd. gerettet werden?

  4. Avatar

    Dieter G.

    9. März 2017 15:16 at 15:16

    Ich liebe es wenn ein Plan aufgeht :-) :-) :-)

    Jetzt entladen sich die Euro-Forexpaare. EURJPY + EURAUD long und dick im plus. Mario, schwadronier ruhig weiter…..

  5. Avatar

    Gerd

    9. März 2017 15:25 at 15:25

    Vielen Dank an FMW,
    für die Berichterstattung und Kommentierung

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Alternativlosigkeit zu Aktien sei zurück, sowie die Angst bei der Rallye Gewinne zu verpassen.

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

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