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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Aktien

Headlines der PK von Mario Draghi: Draghi gibt keine Entwarnung!

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am

FMW-Redaktion

– Draghi scheint sich etwas zu verspäten…

– nicht Warten auf Godot, sondern Warten auf Draghi..vielleicht ist der Aufzug stehen geblieben..

– da ist er, Draghi beginnt

– Risiken sind ausbalanciert

– Risiken auf der Abwärtsseite bestehen nach wie vor

– Inflation wird auf gegenwärtigem Niveau bleiben in den nächsten Monaten mit Blick auf den Ölpreis

– Kerninflation dürfte langsam steigen

– Headline-Inflation durch Energiepreise gedämpft

Draghi beendet Statement, jetzt folgt die Fragerunde.

Draghi:

Wir waren alle einig, dass wir zunächst keine neuen Maßnahmen ergreifen werden!

Das „repricing“ der Währung (Euro) hat einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Wir werden im Herbst eine Entscheidung treffen!

Das letzte, was wir wollen, ist eine unerwünschte Straffung der Finanzierungsbedingungen.

Wenn der Ausblick sich eintrübt, werden wir handeln (Draghi liest hier das Statement vor und versucht damit, die hawkishe Aussage, wonach im Herbst eine Entscheidung getroffen werde, abzumildern.

Erstes Fazit FMW:
Draghi nicht wirklich dovish, alles klingt nach Tapering, was man dann auf der September-Sitzung oder zuvor in Jackson Hole verkünden wird. Das bringt den Euro wieder nach oben, und wenn Draghi nun nichts extrem dovishes mehr sagt, dürfte der Euro weiter sehr gut unterstützt bleiben.

Draghi: wichtig ist nicht der Zeitpunkt, wir wollen in Ruhe überlegen und setzen uns nicht unter Druck (FMW: nächster Versuch, den Euro etwas zu drücken durch Draghi).

Draghi: im September haben wir mehr Informationen durch die Projektionen der EZB-Mitarbeiter (FMW: Draghi will erst einmal Zeit gewinnen und vermittelt den Eindruck, dass diese Juli-Sitzung ohnehin nicht wirklich wichtig gewesen ist).


Der Maestro in Aktion: Mario Draghi
Foto: EZB

5 Kommentare

5 Comments

  1. leser

    20. Juli 2017 15:11 at 15:11

    Taten sind wichtiger als Worte. Es bleibt bei 0,0 und -0,4. Und das ist nicht nur dovish sondern auch doof-ish.

  2. Wolfgang M.

    20. Juli 2017 15:15 at 15:15

    Meiner Meinung nach lautet die Strategie hinter Draghis NB-Politik eindeutig: Zeitgewinn
    a) Als ehemaliger italienischer Notenbankchef kennt er die italienischen Verhältnisse wie kaum ein anderer und er hofft auf Reformen, weil Italien mit höheren Zinsen ohne substanzielles Wachstum crashen würde.
    b) Als EZB-Präsident will er einen Italexit und damit ein Auseinanderbrechen der Eurozone verhindern, mit ultralaxer Geldpolitik – „what ever it takes and believe me it will be enough“.
    c) Als EZB-Notenbanker will er die relativen Staatsschulden der Eurozone senken, mittels finanzieller Repression, als milder aber nachhaltiger Enteignung des Sparers durch Minizinsen und spürbarer Inflation. Dieses Instrument ist nach dem 2.Weltkrieg schon mal geglückt mit US-Staatsschulden von über 100%.
    Ich glaube, Draghi würde seine Zinspolitik erst ändern bei stark anziehender Inflation oder einem deutlichen Wachstumszeichen der Südländer. Ansonsten wird er seine Amtsperiode ausreizen wollen, mit allerlei Argumentationswirrwarr. Die Frage ist nur, ob die internationalen Märkte dies zulassen? Meine schon seit Monaten geäußerte Einschätzung. Gruß

  3. Dolamar

    20. Juli 2017 15:19 at 15:19

    Derzeit steigen beide: EUR-USD und DAX:
    Sollten es nicht sich konträr bewegen ???!!

    • Columbo

      20. Juli 2017 16:03 at 16:03

      Nein muß es nicht, denk ich. Der Euro um 1,15 herum macht niemandem Probleme, am wenigsten der deutschen Wirtschaft. Auch Draghi kümmerts nicht besonders. War wieder mal ein Non-Event heute.

  4. leo

    20. Juli 2017 17:03 at 17:03

    Das ist das Gegenteil einer Win-Win Situation in der sich Draghi befindet.
    Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben. Draghi wird seiner Verantwortung
    gegenüber den Nationalstaaten in der Eurozone nicht gerecht, wer nicht für Ordnung sorgt wird eben getrieben. Draghi agiert nicht sondern reagiert . Er schwächt die Freiheit und verlagert noch mehr Verantwortung in die Hände der
    Regierungen.

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Aktien

easyjet: Umsatz +7%, Verlust verfierfacht, Aussichten mau, Aktie steigt

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am

Bei dieser Logik kommen wir nicht ganz mit. Aber was verstehen wir Kleingeistigen schon von Börse. Der britische Billigflieger easyjet hat heute seine Halbjahreszahlen veröffentlicht für den Zeitraum von Oktober 2018 bis März 2019. Erstmal zu den Fakten.

Der Umsatz steigt um 7% auf 2,34 Milliarden Pfund (Vorjahr 2,18).

Der Verlust verfierfacht sich (!) und liegt bei 272 Millionen Pfund (Vorjahr -68).

Die Zahl der Passagiere legt um 13,3% zu von 36,8 auf 41,6 Millionen.

Explodierende Verluste bei steigendem Umsatz. Das sollte für jeden Unternehmer ein Alarmsignal sein. Zumal es sich hier um kein Startup mit hohen Anfangskosten handelt, sondern um eine längst im Markt etablierte Airline! Schuld an den heutigen Zahlen seien laut easyjet gestiegene Kosten für Treibstoff sowie niedrigere Ticketpreise. Die Billigflieger fressen sich selbst auf? Welche eine Ironie der Geschichte wäre das.

Und was sagt easyjet zu den Zahlen? Man habe im Rahmen der Erwartungen performt. “easyJet has performed in line with expectations in the first half.“ Und die bisherigen Erwartungen für die Headline-Zahl beim Gewinn für das Fiskaljahr 2019 bleibe unverändert, so easyjet.

Und was macht die Aktie? Die hat heute zu keinem Zeitpunkt unter dem Niveau von gestern notiert. Sie liegt aktuell mit 3,29% im Plus. Wie kann das sein? Sind die Zukunftsaussichten vielleicht so toll, dass man die aktuellen Grusel-Zahlen ignorieren kann? Abgesehen davon, dass man die Gewinn-Erwartungen halten will, sagt man folgendes. Es gäbe es große Unsicherheiten wegen dem Brexit – sie würden nicht dabei helfen höhere Ticketpreise durchzusetzen. Auch die schwächere Konjunktur in Europa sei nicht hilfreich.

Aber die Aktie steigt. Na dann ist ja alles in Ordnung.

easyjet Halbjahreszahlen

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Aktien

Markus Koch aktuell LIVE von der Wall Street: China, Pinterest, Baidu, Deere

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Markus Koch berichtet ganz aktuell LIVE von der Wall Street. Es geht um den Handelskrieg zwischen China und den USA, sowie um Einzelaktien.

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Pinterest: Verlust deutlich höher als erwartet, Aktie -15%

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Das halbwegs als soziales Netzwerk zu bezeichnende Unternehmen Pinterest (Foto-Pinnwand nach Themen aufgeteilt) ging vor genau vier Wochen an die New Yorker Börse. Heute Nacht hat man zum ersten Mal als börsennotiertes Unternehmen seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

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Der Umsatz liegt bei 201,9 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 131/erwartet 200).

Der Verlust (Non GAAP) liegt bei 40 Millionen Dollar (Vorjahresquartal -48).

Der Verlust pro Aktie lag mit 32 Cents dramatisch höher als erwartet (-11 Cents).

Die EBITDA-Marge „verbessert“ sich im Jahresvergleich von -35% auf -19%.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer steigt im Jahresvergleich von 239 auf 291 Millionen.

Nachbörslich hat die Aktie 15% verloren auf nur noch 26,10 Dollar!

Am 18. April startete die Aktie mit einem ersten Börsenkurs von 23,75 Dollar. Kurz zuvor wurden die Aktien an Erstzeichner zu 19 Dollar ausgegeben. Also liegen diese Anleger der ersten Börsenstunde auch jetzt noch im Plus. Zwischenzeitlich konnte die Aktie in den Tagen nach dem IPO sogar über 34 Dollar steigen, und sich die letzten Wochen immer so um die 30 Dollar halten.

Pinterest im Wortlaut:

„The IPO was a significant milestone, but our focus at Pinterest hasn’t changed. We want to help people discover inspiring ideas for every aspect of their lives, from fashion and home decor to travel and fitness,“ said Ben Silbermann, Co-Founder, President and CEO of Pinterest. „Our success can be seen in our Q1 results, and we’re excited to continue to grow our reach and impact in the years to come.“

„Pinterest executed well in Q1. Revenue grew 54% year-over-year to $202 million, surpassing $200 million for the second consecutive quarter,“ said Todd Morgenfeld, CFO. „We were particularly encouraged by the strength we saw in U.S. revenue and international user growth. Our strong revenue performance allowed us to expand net margin by 20 percentage points year-over-year, reflecting our continued prioritization and disciplined execution across our strategic priorities.“

Full year 2019 outlook

Total revenue is expected to be between $1,055 million and $1,080 million.
Adjusted EBITDA is expected to be between $(70) million and $(45) million.

Pinterest Zahlen

Pinterest
Foto: Pinterest

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