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Headlines der Pressekonferenz von Mario Draghi

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am

Die wichtigsten Aussagen Draghis auf der PK in Frankfurt:

– Draghi beginnt – was hat er im Köcher? Kommt etwas in Sachen Einlagezinsen für Banken?

– Genauere Angaben zu TLTROs erst in den kommenden Sitzungen

– Genauere Angaben, ob EZB Erleichterungen für Banken bei negativem Einlagezins gewähren wird, kommen – wenn überhaupt – auf späteren Sitzungen

– Schwäche vor allem im produzierenden Sektor; das dürfte sich in diesem Jahr weiter fortsetzen

– Risiken auf der Unterseite: geopolitische Unsicherheit und Schwäche in Emerging Markets

– Headline-Inflation dürfte in den nächsten Monaten weiter zurück gehen, aber „underlying inflation“ dürfte wegen steigenden Löhnen zunehmen

– Kreditvergabe hat sich, den ökonomischen Umständen folgend, abgeschwächt

Draghi „hat fertig“ jetzt Fragen

———–

– noch zu früh, genaue Angaben in Sachen TLTRO zu machen

– Frage nach fallenden Inflationserwartungen (5y-5y-Swaps): hatten eine sehr tiefgründige Analyse dazu; schwächeres Wachstum führt zu schwächeren Inflationserwartungen, aber das ist anders als 2016; wir haben noch viele Instrumente im Köcher

– werden zu niedrige Inflation nicht hinnehmen

– Protektionismus von Trump: wir haben gesehen, dass es einen Unterschied von Worten und Taten gibt (FMW: ein eleganter Seitenhieb auf den US-Präsidenten!)

– US-Banken mit 7 Milliarden Euro-Vorteil gegenüber Eurozonen-Banken, weil hier -0,4% Einlagenzins vorherrscht. Draghi dazu: Die Art und Weise wie der Negativzins einzelne Banken in Europa trifft, sei sehr „unterschiedlich“. Die Profitabilität der Banken in der Eurozone sei höher als die von Banken in Japan und auch in UK, so Draghi.

– das aktuelle Meeting war kein „operatives Meeting“, sondern nur eine Besprechung des aktuellen Zustands der Volkswirtschaften (in der Eurozone)

– die EZB würde in der Eurozone gerne viel mehr grenzüberschreitende Kreditvergabe zwischen den Ländern sehen

– würde die EZB die Zinsen noch weiter senken? Darüber habe man bei der EZB nicht gesprochen.

– 2% Inflationsziel: Man toleriere keine zu niedrige Inflation! Sie könne schwanken, solange sie mittelfristig das 2% Ziel erreiche.

– Risiko einer Rezession in der Eurozone: Die Wahrscheinlichkeit dafür sei sehr gering. Aber die EZB seit dennoch bereit stets alles zu tun was notwendig sei (um die Konjunktur zu retten?). Euro fällt 50 Pips nach dieser Aussage… wie lange dauert dieser Absturz an?

– EU-Parlamentswahlen Ende Mai: Die Zentralbank mischt sich nicht in politische Debatten ein.

– Brexit: Er sei hoffnungsvoll, dass es keine schlimmen Auswirkungen (für die Eurozone) geben werde

– Italien-Konjunktur: Priorität in Italien sei es Wachstum herzustellen und Jobs zu schaffen.

– Mögliche Fusion DB und CoBa: Konsolidierung im europäischen Bankensektor sei absolut notwendig! Es gebe große Überkapazitäten im Bankensektor. Wenig Digitalisierung und zu hohe Fixkosten seien wichtigere Probleme für die Banken als der Negativzins der EZB für Bankeinlagen.

– nach 10 Jahren diverser Maßnahmen (Zinsen, QE etc) Inflation immer noch weiter unter 2%: Ergebnisse unserer Aktionen sind sichtbar, 10 Millionen neue Jobs in der Eurozone seit 2012, verbesserte Kreditkonditionen etc. Dass die Inflation noch nicht bei 2% ist, liege an der Konjunktur. Die Maßnahmen der EZB seien erfolgreich gewesen.

– wie sich die EZB-Politik auf die normalen Menschen auswirkt? Antwort: Der Bürger habe günstige Finanzierungskonditionen (Haus, Auto). Auch Unternehmen könnten sich sehr günstig refinanzieren, dadurch würden neue Arbeitsplätze entstehen und Löhne steigen, vor allem in Deutschland (kein Wort zu nicht mehr vorhandenen Sparzinsen).

15:31 Uhr: PK beendet.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Michael

    10. April 2019 15:03 at 15:03

    Draghi „hat fertig“, Draghi sinnlos wie Flasche leer, Draghi beklagen mehr als denken, was erlaube Draghi? 😉

  2. Wolfgang M.

    10. April 2019 15:30 at 15:30

    EZB-Sitzung:
    Mario Draghi setzt seine Zinspolitik fort, ohne Rücksichtsnahme auf Sparer, Vorsorgesysteme, Banken (der nördlichen EU-Staaten) und Weitere! „Whatever it takes“ in weiterer Extension. Die Zinskosten für die EU-Staaten müssen unten bleiben, „to preserve the Euro and the Euro Zone“. Das ist der Auftrag (was er in einem Nebensatz auch erwähnte „it has priority “), auch wenn Draghi ständig vom Inflationsziel spricht. Das hatten wir 2018 schon einmal erreicht, ohne Reaktion.

  3. Michael

    10. April 2019 23:00 at 23:00

    Der Bürger habe günstige Finanzierungskonditionen (Haus, Auto).
    Diese Aussage manifestiert die beschränkte und einseitige Denkweise eines Menschen, dessen Geisteshaltung von zuviel Sonne und Wärme und Goldmännern aus seiner Zeit in Wonderland weichgekocht wurde. Der seine Hoffnungen auf Schulden, Schulden und noch mehr Schulden setzt. Der von großen Teilen Europas keine Ahnung hat. Der historisch mehrfach und dauerhaft gescheiterte italienische Abwertungs- und Hyperinflationsträume im 21. Jahrhundert weiterhin an ganz Europa verkaufen will. Der nicht eingesteht, dass er in seiner Position hinsichtlich des wirtschaftlichen Stimulus vollkommen versagt und hunderte Millionen europäischer Bürger um ihre sichere und planbare Altersvorsorge betrogen hat.

    Ich hoffe, man wird den 31.10. / 01.11. irgendwann zusätzlich als nationalen gesetzlichen Feiertag neben den traditionellen religiösen Motiven einführen. Als den Tag, an dem Europa im Jahre 2019 den Schritt vom Jede-Null-kann-Schulden- zum Wahren-Leistungs-Wirtschaftsraum bereinigt wurde.

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