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Headlines der Rede von Janet Yellen: Wenn nichts Außergeöhnliches passiert, Zinsanhebung im März

Die wichtigsten Aussagen von Fed-Chefin Yellen bei ihrer Rede in Chicago

Redaktion

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FMW-Redaktion

– Fed-Vize Fischer hat vorhin jede Aussage zur Geldpolitik verweigert, wohl um Yellen die Bühne zu überlassen

– Yellen: Zinsanhebung im März gerechtfertigt, wenn Wirtschaft wie erwartet läuft:

„Indeed, at our meeting later this month, the Committee will evaluate whether employment and inflation are continuing to evolve in line with our expectations, in which case a further adjustment of the federal funds rate would likely be appropriate.“


FMW: eine seltsame Assage, weil vor der Fed-Entscheidung am 15.März nur noch die US-Arbeitsmarktdaten am 10.März kommen – Inflationsdaten sind alle schon gelaufen – also was soll sich ändern? Oder meint sie damit: wenn bis dahin die Aktienmärkte nicht einbrechen??

– Yellen: sind nicht hinter der Kurve

– wenn keine Störfeuer kommen, wird das Zurückdrehen der lockeren Geldpolitik schneller erfolgen als zuvor:

„unless unanticipated developments adversely affect the economic outlook, the process of scaling back accommodation likely will not be as slow as it was during the past couple of years.“

– Yellen: wir erwarten schrittweise Anhebungen auch in 2018 und 2019:

„However, partly because my colleagues and I expect the neutral real federal funds rate to rise somewhat over the longer run, we projected additional gradual rate hikes in 2018 and 2019“

– Yellen: seit Mitte 2016 hat Inflation zugenommen, vorwiegend wegen Energiepreisen:

„inflation moved up during the second half of 2016, mainly because of the diminishing effects of the earlier declines in energy prices and import prices. „

Fazit FMW: Yellen sagt nicht: wir werden die Zinsen im März anheben, sie sagt vielmehr: es müsste schon Außergewöhnliches passieren, damit wir die Zinsen nicht anheben! Die Märkte tun also gut daran, den März jetzt einzubuchen! Daher sowohl Dollar als auch Aktienmärkte weitgehend unverändert, weil keine Überraschung.

Wenn uns also der Himmel nicht auf den Kopf fallen sollte, wird die Fed am 15.März die Zinsanhebung beschliessen..

Den Wortlaut der Rede Yellens finden Sie hier..

Ihnen allen ein schönes Wochenende!

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Uwe Krudwig

    3. März 2017 19:27 at 19:27

    lol

  2. Avatar

    Timo

    3. März 2017 20:22 at 20:22

    Danke für die Einschätzung und ebenfalls ein schönes Wochenende!

  3. Avatar

    vogel

    3. März 2017 21:33 at 21:33

    „Wenn uns also der Himmel nicht auf den Kopf fallen sollte, wird die Fed am 15. März die Zinsanhebung beschliessen..“
    …und paar Monate danach wird uns der Börsenhimmel auf den Kopf fallen:
    Einfach verrückt: Yellen forciert die Zinsanhebung viel zu spät und sie wird diese überziehen – gerade zum Ende eines überreifen Konjunkturzyklus voll in eine beginnende Rezession hinein.
    Das geht nicht lange gut. Bleibt zu hoffen, daß Trump diese unfähigen Leute noch rechtzeitig aus der FED entfernen kann.

  4. Avatar

    Michael

    3. März 2017 21:42 at 21:42

    Und noch einmal lol, was in Amerika derzeit passiert, ist phantastisch ;)

  5. Avatar

    Lars

    3. März 2017 21:57 at 21:57

    Es ist wirklich sensationell an den Börsen ;)
    Die letzten Tage eine neue Trump-Rally, weil der Vollpfosten NICHTS ausgesagt hat.
    Die letzten Tage eine neue FED-Rally, weil das Küken wie immer NICHTS ausgesagt hat.
    EUR/USD schießt dennoch über 100pips nach oben ;)

  6. Avatar

    Bademeister

    4. März 2017 07:19 at 07:19

    Aussergewöhnlich wäre, wenn sich Demokraten und Republikaner Mitte März auf eine Anhebung der Schuldengrenze einigen könnten…die Handlungsunfähigkeit droht. Aussergewöhnlich wäre es auch, wenn in Europa Mitte März keine politischen Verwerfungen initiiert würden.
    Die FED ist mit ihren derzeitigen Aussagen dovish und hawkish zugleich, was sollte sich an der Gemengenlage in den nächsten 2 Wochen noch grossartig ändern? Warum legt sich die Fed nicht jetzt fest, und nimmt damit Duck vom Kessel?
    Gefühlt, seit gestern, nicht mal 50:50 für eine Erhöhung.
    Die FED ahnt bereits seit längerem, dass da mehr auf dem Spiel steht…

    • Avatar

      Wolfgang Koch

      4. März 2017 14:02 at 14:02

      FE$D=Sackgasse!Kein Schreibfehler darin.

  7. Avatar

    Marko

    4. März 2017 15:19 at 15:19

    „Es ist wirklich sensationell an den Börsen ?
    Die letzten Tage eine neue Trump-Rally, weil der Vollpfosten NICHTS ausgesagt hat.
    Die letzten Tage eine neue FED-Rally, weil das Küken wie immer NICHTS ausgesagt hat.
    EUR/USD schießt dennoch über 100pips nach oben“?

    Richtig. Der „Vollpfosten“ ist nicht das Problem… ;)

    Ist doch ne coole Taktik, Dekrete bis zum-geht-nicht-mehr herauszuhauen, und prinzipiell NULL zu machen. :D

    Mauer zu Mexiko, und die da drüben sollen das bezahlen ? – Ja…gehts noch ? Ich geh zu meinem Nachbarn und sage, Du bezahlt „meine Mauer'“, auf meinem Grundstück ? :D

    Aber viel besser fand ich noch die „Vollpfosten“, die massivst Short gegangen sind, vor der Donald-Rede.:D

    Ein anders Thema ist natürlich die FED, hat mit dem Donald nix zu tun…

    VG

    Marko

  8. Avatar

    Marko

    4. März 2017 15:52 at 15:52

    Die FED ist mit ihren derzeitigen Aussagen dovish und hawkish zugleich, was sollte sich an der Gemengenlage in den nächsten 2 Wochen noch grossartig ändern? Warum legt sich die Fed nicht jetzt fest, und nimmt damit Duck vom Kessel?
    Gefühlt, seit gestern, nicht mal 50:50 für eine Erhöhung.

    Die FED hat keine Chance, die Zinserhöhung wird kommen, welcher „Druck auf dem Kessel“ ? :D
    Bedenkt doch bitte mal :
    0,25 %, das ist gar nix. Die Fed darf allerdings eines nicht machen : Eine Zinserhöhng in Höhe von sagen wir mal, 1 Prozent.

    VG

    Marko

  9. Avatar

    Mr. Jones

    6. März 2017 11:47 at 11:47

    Zinsanhebung erst im Juni, hat Larry Fink gesagt, auf der Yahoo Financial Markets Summit im Februar.

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

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