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Headlines vom FOMC-Protokoll

Redaktion

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FMW-Redaktion

Zur Erinnerung: bei der letzten Sitzung im September war die Fed in ihrem Statement hawkisher als gedacht. Sie hatte in dem Statement angekündigt, ab Oktober die Bilanz zu reduzieren und in den „dot plots“ eine weitere Zinsanhebung in 2017 und drei weitere in 2018 anonciert..

Die Headlines:

– viele Mitglieder besorgt, dass geringe Inflation nicht nur vorübergehend („transitory“); die Mehrheit aber sieht das wohl anders:

„Many participants continued to believe that the cyclical pressures associated with a tightening labor market or an economy operating above its potential were likely to show through to higher inflation over the medium term“ „In addition, many judged that at least part of the softening in inflation this year was the result of idiosyncratic or one-time factors, and, thus, their effects were likely to fade over time.“

– viele sehen weitere Zinsanhebung als erforderlich an in diesem Jahr:

„Consistent with the expectation that a gradual rise in the federal funds rate would be appropriate, many participants thought that another increase in the target range later this year was likely to be warranted if the medium-term outlook remained broadly unchanged“

– die meisten Mitglieder haben noch nicht eine mögliche Steuerreform in ihren Überlegungen berücksichtigt (FMW: das bedeutet, wenn sie denn käme, würde die Fed stärker reagieren müssen..)

– höhere Energiepreise im Gefolge der Hurrikanes dürften Inflation anheizen

– einige Mitglieder sehen Gefahren für die Finanzstabilität, wenn akkomodierende Geldpolitik anhält (FMW: das bedeutet, dann wachsen die Blasen weiter..)

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– alle Mitglieder einig, dass man die hereinkommenden Daten für weitere Entscheidungen berücksichtigen werde (FMW: echt? Mit Daten sind vermutlich die Aktienkurse gemeint

FMW: man kann nicht wirklich sagen, dass das FOMC-Protokoll die Märkte vm Hocker reißen würde bisher – Aktienmärkte praktisch unbewegt, der Dollar ebenso. Einzig der Hinweis, dass scheinbar der Zweifel größer wird, dass die Inflation wirklich nur vorübergehend niedrig ist, sticht heraus..

In Sachen Inflation gibt es zwei Lager:

1. Die Skeptiker und daher dovishen Mitglieder:

„Many participants expressed concern that the low inflation readings this year might reflect not only transitory factors“

2. Die Inflations-Optimisten, daher hwakishe Mitglieder:

„These participants cautioned that an unduly slow pace in removing policy accommodation could result in an overshoot of the Committee’s inflation objective in the medium term that would likely be costly to reverse or could lead to an intensification of financial stability risks or to other imbalances that might prove difficult to unwind“

Summa summarum: Die Botschaft des FOMC-Protokolls lautet im Sinne Beckenbauers: Schau ma mal, dann se ma scho weider..

Die Fed Fund Futures preisen eine leicht gesunkene Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im Dezember ein – von 80% auf nun nur noch 73%..

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    FEDfighter

    11. Oktober 2017 20:20 at 20:20

    ….und wieder mal blablabla vom Orakel aus Washington.

  2. Avatar

    Anfänger

    11. Oktober 2017 20:33 at 20:33

    habe echt auf mehr Volatilität gehofft – Bitcoin wird alles verändern…

  3. Avatar

    m.d

    11. Oktober 2017 20:58 at 20:58

    und wieder grüßt das murmeltier

  4. Avatar

    leftutti

    11. Oktober 2017 21:14 at 21:14

    Siehe EURUSD, siehe USDCAD, siehe XAUUSD oder USDNOK, dann weiß man, wie die Märkte das „hawkishe“ Gesülze einordnen. Zumindest aktuell…

  5. Avatar

    PK

    11. Oktober 2017 21:42 at 21:42

    die Märkte spielen aktuell Powell als neuen Nachfolger und dann ist es nicht mehr so spannend, was die FED Mitflieder aktuell so denken. Der SP500 zuckte ja nicht mal mehr um 1 Punkt. Es interessiert einfach keinen.
    Die Ernennung von Powell könnte allerdings wirklich nochmal einen Spike nach oben auslösen. Seine Gedanken zur Deregulierung der Banken würden sicher gut ankommen. Das Casino darf weiter spielen.

    • Avatar

      Ffff

      11. Oktober 2017 22:30 at 22:30

      Dabei gehört dem casino schon so viel.. Nur echtes Geld nicht.. :)

  6. Avatar

    PK

    12. Oktober 2017 08:08 at 08:08

    Hier kann man übrigens die von den Märkten gespielte Wahrscheinlichkeit für die verschiedenen Zinssätze nachschauen.
    http://www.cmegroup.com/trading/interest-rates/countdown-to-fomc.html

    • Avatar

      Segler

      12. Oktober 2017 08:35 at 08:35

      @PK
      Danke für den Link. Kommt gleich in meine Liste der Tagesroutine

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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