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Headlines zum FOMC-Protokoll: eigentlich hawkish..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

– einige Teilnehmer sehen Notwendigkeit für baldige Zinsanhebung

– einige Teilnehmer wollen anziehende Inflation als Bestätigung, um Zinsen anzuheben

– einige stimmberechtigte Mitglieder verweisen auf die Unsicherheit durch den Brexit

– viele („many“) wollen weitere Daten abwarten

– die meisten sehen Wachstum im 2.Halbjahr über Trend

– einige Teilnehmer besorgt über die Jagd nach Renditen an den Märkten

– einige besorgt, dass anziehende Inflation dann schnelle Zinsanhebungen nötig machen würden

– einige sehen Risiken als „ausbalanciert“

Fazit von FMW: Uneinigkeit der Mitglieder, einige befürworteten schon im Juli eine Zinsanhebung, andere plädieren für weiteres Abwarten. In der Summe aber ziemlich hawkish, weil eine Zinsanhebung schon im Juli von einigen befürwortet wurde. Die Fed Fund Futures preisen eine Anhebung schon im September jetzt mit 28% ein (zuvor 22%). Aber die Aktienmärkte steigen trotzdem, der Dollar verliert weiter..

Noch aber will die Mehrheit abwarten, wie folgender Satz nahelegt:

„before taking another step in removing monetary accommodation, it was prudent to accumulate more data in order to gauge the underlying momentum in the labor market and economic activity.“

Aber: einige finden die Aktienmärkte offenkundig schon ein bißchen teuer:

„Several Participants Pointed Out The Elevated Level Of Equity Values Relative To Expected Earnings“

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    KarlM

    17. August 2016 20:09 at 20:09

    Blinde stochern mit der Stange im Nebel.

    Viele entscheidungsschwache in Firmen fordern auch immer mehr und mehr und noch mehr Informationen an … als Rechtfertigung und Kaschierung ihrer Entscheidungsschwäche, Die FEd ist ein Witz – kann man wirklich nichts mehr drauf geben.

    Und gleich morgen wird der Markt wieder hochgekauft. Nein – heute schon *kopfschüttel*

    Aber Danke dass ihr so spät noch fur die User unterwegs seid!

    VG Karl

  2. Avatar

    KarlM

    17. August 2016 20:12 at 20:12

    HrHrHr … das war es dann wohl esrt mal für USDJPY long. Da wird in Tokio heute sicher eitel Sonnenschein herrschen ;-)

    VG Karl

  3. Avatar

    Lossless

    17. August 2016 20:13 at 20:13

    „einige Teilnehmer besorgt über die Jagd nach Renditen an den Märkten“ Haha… wozu sind denn die Märkte da?

  4. Avatar

    sascha

    17. August 2016 20:14 at 20:14

    Uneinigkeit ist auch eine Einigkeit.
    Es lebe die FED

  5. Avatar

    Leser

    17. August 2016 20:33 at 20:33

    Die warten schon seit Ende der Zinssenkungen „auf weitere Daten“ – bei jedem FOMC-Protokoll… :-)

    Fazit: Die müssen den Laden nur noch so lange irgendwie durch ihr Geschwätz, das ständig hin und her wechselt, aufhalten, bis deren Auftraggeber das ok für den Systemcrash geben. Daher geben sich die Funktions“eliten“ auch kaum noch Mühe, ihre Entscheidungen mit logischen oder vernünftigen Gründen zu untermauern. An Recht und Gesetz hält sich sowieso keiner mehr von denen.

    • Avatar

      Molti

      18. August 2016 05:17 at 05:17

      Interessant! Wer sind denn die Auftragsgeber? Meinen Sie etwa die Gardeteilnehmer Rockefeller Rothschild …wer noch ?

  6. Avatar

    daulini

    17. August 2016 22:00 at 22:00

    Klasse Beitrag KarlM. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Angesichts der massiven Marktmanipulationen fragt man sich über den Sinn des Engagements an den Märkten. Das Gehirn sollte man dabei schon lange an der Garderobe abgegeben haben.

  7. Avatar

    daulini

    17. August 2016 22:13 at 22:13

    Leser Und für dieses Geschwätz erhalten diese Fed-Mitglieder sicherlich üppige Saläre. Und dennoch wird jedes Komma, Semikolon, Punkt von so vielen Marktteilnehmern überinterpretiert. Für die in den letzten Jahen eingetretene irrwitzige Situation, dass ein paar warme sich ständig widersprechende Worte von einer Handvoll Notenbankern anstelle harter Wirtschaftsfakten (man schaue sich nur den massiven Gewinneinbruch bei Maersk aufgrund der weltweit so drastisch gesunkenen Frachtraten an) versiegt einem langsam der Glaube an den logischen Verstand. Aber wie sagte so treffend vor kurzem ein amerikanischer Broker: „Wollen Sie reich werden? Oder wollen Sie recht haben?“

  8. Avatar

    LookOut

    17. August 2016 23:18 at 23:18

    Wenn ich Sie zitieren darf „Die Fed Fund Futures preisen eine Anhebung schon im September jetzt mit 28% ein (zuvor 22%). “

    Laut FED Watch Tool CME Group habe ich für September nur noch 18% und es ist kurzzeitig sogar auf 12% gefallen, jetzt wieder auf 18%. Ich persönlich gebe dem ganzen eine Wahrscheinlichkeit von 0% :-)

    Liebe Grüße
    Stefan

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktien

Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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Aktien

Beschlossen: Dax mit 40 Aktien und neue Qualitätskriterien – hier die Details

Claudio Kummerfeld

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Der Wirecard-Skandal hat die deutsche Börsenlandschaft erschüttert. Ein Dax-Wert geht pleite und löst sich sang und klanglos als Luftnummer in Rauch auf. Die Vorstände sind in Haft oder auf der Flucht. Was für ein Debakel für die Deutsche Börse. Die Aufnahme- und Qualitätskriterien für die Indizes wie dem Dax waren wohl mangelhaft. Nach der Konsultation von Marktteilnehmern hat die Deutsche Börse jetzt Änderungen beschlossen. Hier alle Details, im Wortlaut von der Deutschen Börse:

Ab September 2021 wird der Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Werte erweitert. Damit wird er die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch umfassender abbilden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX-Index auf 50 statt bisher 60 Werte.

Ab Dezember 2020 müssen alle künftigen DAX-Kandidaten vor Aufnahme ein positives EBITDA in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen.

Ab März 2021 wird es Bestandteil der Indexmethodologie, dass zukünftig alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes testierte Geschäftsberichte und vierteljährlich Quartalsmitteilungen veröffentlichen müssen. Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss.

Infolge dessen entfällt für alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes die Pflicht zur Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Notierung im Regulierten Markt ist künftig ausreichend. Diese neue Regel wird eingeführt, um dem Indexanbieter zu ermöglichen, im Falle einer Regelverletzung unabhängig und schneller reagieren zu können.

Zusätzlich müssen ab März 2021 alle Neuzugänge zur DAX-Familie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich eines Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat entsprechen. Für bestehende Mitglieder gilt eine Übergangsfrist, um Kontinuität in der DAX-Familie zu bewahren; sie müssen die Vorgabe ab September 2022 erfüllen.

Ab 2021 gibt es bei den DAX-Indizes zweimal im Jahr eine planmäßige Hauptüberprüfung (März und September). Zurzeit gibt es eine derartige Überprüfung nur im September.

Um die Regeln zu vereinfachen, ohne jedoch auf Investierbarkeit zu verzichten, werden ab der Überprüfung im September 2021 Indexmitglieder nur noch nach Marktkapitalisierung bestimmt. Der Börsenumsatz wird bei der Rangliste nicht mehr berücksichtigt; stattdessen müssen Indexmitglieder eine Mindestliquidität aufweisen.

Nicht übernommen wird der Vorschlag zum Ausschluss von Unternehmen mit Beteiligung an kontroversen Waffen. Stephan Flägel: „Wir haben ein sehr heterogenes Meinungsbild zu den Themen Nachhaltigkeit und ESG außerhalb der Vorschläge, die wir zur Governance gemacht haben, bekommen. Es wird von vielen Seiten die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob diese Kriterien bei der Auswahl der DAX-Mitglieder eine Rolle spielen sollten. Deshalb werden wir den Austausch mit den Marktteilnehmern fortführen. Nachhaltiges Investieren ist und bleibt einer der wichtigsten Trends an den Finanzmärkten und wird das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das Thema ESG hat für Qontigo sehr hohe Priorität. Im März haben wir bereits den DAX 50 ESG Index gestartet und wir verfügen seit Längerem über eine breite Palette an ESG-Indizes, die wir auch künftig weiter ausbauen werden.“

Dax und MDax werden von der Deutschen Börse ermittelt
Foto: Deutsche Börse AG

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