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HelloFresh ist an der Börse – Euphorie sieht anders aus

FMW-Redaktion

Nein, wir wollen nicht schon wieder „motzen“ über Rocket Internet und seine Beteiligungen. Alles ist soweit erst mal gut bei der heutigen Neuemission an der Frankfurter Börse „HelloFresh“. Die Aktie wurde zum Emissionskurs von 10,25 Euro ausgegeben. Der heute früh erste frei gehandelte Aktienkurs lag bei 10,60 Euro, was gegenüber dem Emissionskurs ein Plus von 3,4% darstellt. Bis heute Mittag stieg die Aktie noch auf 10,89 Euro, um von da an bis jetzt wieder abzurutschen auf 10,50 Euro.

Damit liegt der Kurs nun unter dem Eröffnungskurs von heute früh. Für eine Aktie, die neu an der Börse ist, und wo die Story dahinter doch eigentlich Wachstum verheißt, ist das keine Performance, die Euphorie verheißt. Besonders viel Kaufdruck der Anleger war also nicht vorhanden, die eventuell Aktien kaufen wollten, weil sie während der Zeichnung nicht zum Zuge kamen.

Die harten Fakten zu HellFresh finden Sie hier. Im letzten Halbjahr lag der Umsatz bei 435 Millionen Euro, bei einem Verlust von 57 Millionen Euro. Wie immer gilt: Die Story ist zwar toll (Lieferung von exakten Rezeptzutaten an die Haustür), aber der Anleger muss an die Wachstumsstory glauben, wenn er langfristig investieren will.

Mit 318 Millionen eingesammelten Euros hat die Firma erstmal Kraft um weiter wachsen zu können. Für den Erfolg dieses Börsengangs hatte HelloFresh laut Angaben aus Finanzkreisen schon Zugeständnisse beim Emissionspreis machen müssen. In 15 Monaten will HelloFresh operativ in die Gewinnzone kommen. Ob das so einfach möglich ist? Der US-Konkurrent Blue Apron meldete heute (welch ein Zufall) sein Quartalsergebnis. Dort sieht man, dass der Verlust explodiert, auch die Zahl der Kunden ist rückläufig. Hat HelloFresh ein glücklicheres Händchen? Wie gesagt, wer hier langfristig investieren will, muss an die Story glauben!


Eine HelloFresh-Box. Foto: Marco Verch – Hellofresh Lieferung: Unboxing / Wikipedia (CC BY 2.0)



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1 Kommentar

  1. Was ist das bitte für ein Unternehmen?Boxen mit Rezepten verkaufen und Zutaten?

    Das kann jeder Supermarkt mit einer Internetadresse und einer Stunde Arbeit mit Kochbüchern. Tec Bubble 2.0

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