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Hennes und Mauritz: Ist diese Aktie noch zu retten?

Hennes und Mauritz (H&M) ist eigentlich eine große Nummer, gleich an zweiter Stelle hinter Inditex aus Spanien (Zara etc). Klamottenmäßig war H&M so ähnlich wie Nokia in den 90er-Jahren. Total angesagt, die breite Masse…

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Von Claudio Kummerfeld

Hennes und Mauritz (H&M) ist eigentlich eine große Nummer, gleich an zweiter Stelle hinter Inditex aus Spanien (Zara etc). Klamottenmäßig war H&M so ähnlich wie Nokia in den 90er-Jahren. Total angesagt, die breite Masse kaufte dort ein. Und momentan? Es geht nur noch abwärts.

Weil die Lager voll sind, und die Ware offensichtlich nicht mehr die Gunst der Käufer/innen trifft, müssen große Rabatte gewährt werden. Und dann feuern die Probleme von allen Seiten. Neue hippe junge moderne Anbieter (Hauptsache das Image stimmt) wie Primark sind deutlich günstiger. Zalando, Otto und Co graben parallel dazu online massiv an den Umsätzen.

H&M hat den Onlinehandel irgendwie verpasst. Die große Zahl an Filialen in teuren Innenstadtlagen scheint zunehmend ein Problem zu werden. Schon im Januar berichteten wir über Filialschließungen. Dazu kam noch der „legendäre“ Skandal mit einem farbigen Kind, das als Werbeträger für H&M mit einem T-Shirt posierte mit der Aufschrift „der coolste Affe im Dschungel“.

Hennes und Mauritz mit rückläufigem Geschäft

Da fragt man sich, ob die Marketingleute der Firma noch bei Trost sind. Die Aktie sackte in den letzten Jahren immer weiter ab, so auch im Januar. Und heute nun der nächste Nackenschlag. Der Umsatz geht im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahesquartal um 1,7% zurück. Und das im so wichtigen Weihnachtsquartal, das bei H&M von Dezember bis Februar läuft. Der Gewinn bricht um 62% ein. Gut, zwar macht man noch Gewinn. Aber auch schon vorher war das Geschäft rückläufig.

Es wirkt so, als sei man auf dem besten Weg in eine Abwärtsspirale, aus der es kein Entkommen gibt. Am Anfang sieht es noch harmlos aus, weil man ja „noch“ etwas Gewinn macht. Weniger Kunden, volle Lager. Daher hohe Rabatte, dadurch weniger Umsatz und weniger Gewinn. Dadurch bleibt weniger Geld für Investitionen, die Kosten drücken. Und so geht es immer weiter. Man steht vor ähnlichen Problem wie es Karstadt seit Jahren erlebt.

Ist die Aktie ein Kauf?

Irgendwie hängt man im Loch zwischen Billiganbietern, hochpreisigen Anbietern und dem Onlinehandel. Dazwischen scheint der Markt immer enger zu werden. Schon im Januar hatten wir die Frage aufgeworfen: Ist die Aktie von Hennes und Mauritz ein Verkauf, oder ein günstiger Einkauf auf tiefem Niveau? Nun, zweites gilt wohl nur, wenn man daran glaubt, dass sich die Firma neu aufstellen kann und die Wende hinbekommt. Nicht dass man so ende wie Karstadt (halb-tot) oder Nokia (ganz tot). Heute verliert die Aktie 6%.


Die Zahlen von Hennes und Mauritz in Millionen Schwedischen Kronen.

Hennes und Mauritz
Die Aktie von Hennes und Mauritz seit 2007.

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Markus Koch berichtet im folgenden Video LIVE zum Handelsstart an der Wall Street. Neben dem Coronavirus als Grund für die fallenden Kurse nennt er auch Bernie Sanders und die viel zu große Euphorie, die in den Kursen vorhanden war.

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Korrektur voraus: Nehmen Sie kurzfristig den Fuß vom Gas! – Werbung

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Lieber Börsianer,

es liegt eine Korrektur in der Luft. Die konjunkturelle Entwicklung lässt allgemein nach. Zwar sind die wichtigen Aktienmärkte historisch betrachtet immer noch nicht übermäßig teuer. Gleichwohl sehe ich allerdings in vielen Marktnischen teils erhebliche Überbewertungen. Vor allem anerkannte Qualitätsaktien aus den Standard-Indizes wie etwa McDonald´s, Apple oder etwa Nestlé werden mittlerweile quasi pauschal und zu jeder Bewertung gekauft. Hier wirken automatische Kaufprogramme (Sparpläne) und die zunehmende Verbreitung der ETFs ungünstig. Viele Investoren differenzieren nicht mehr, sondern kaufen fast wahllos. Im Segment der Wachstums- und Techaktien erleben wir daneben gegenwärtig einen kleinen Kaufexzess. Titel wie Tesla oder Ballard Power verdoppelten sich zuletzt binnen weniger Monate. Hier überschätzen viele Anleger die kurzfristige Nachfrage nach den neuen Antrieben der Mobilität.

Im Hintergrund wühlt auch immer noch das Coronavirus. So wurden zuletzt erstmals auch Todesfälle aus Europa (Italien) gemeldet. Inzwischen wurden in Norditalien 130 Menschen positiv auf den Virus getestet. Vor diesem Hintergrund wurden nun auch die alljährlichen Karnevalsfeierlichkeiten in Venedig deutlich eingeschränkt bzw. verkürzt. Für sich allein genommen wäre die Pandemie wahrscheinlich ziemlich unbedenklich. Das Virus kann allerdings genau die Zutat sein, die uns am Ende den Börsen-Cocktail erst einmal richtig sauer macht. Mit diesem Beitrag möchte ich sowohl die Leser des RENDITE TELEGRAMM wie auch der Premium-Chancen auf ein etwas vorsichtigeres Vorgehen am Aktienmarkt einstimmen. In den nächsten Wochen werden wir nur noch…..

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