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Heuchelei beschlossen: EU verbietet Binäre Optionen, CFD-Handel eingeschränkt, Forex-Hebel 30

Der CFD-Handel wird nicht verboten, aber dafür massiv eingeschränkt. Laut aktueller Veröffentlichung wird man im Forex-Trading den Hebel bei maximal 30 ansetzen. Für Hauptindizes wird der maximale Hebel bei 20 liegen, und im Krypto-Trading bei gerade…

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FMW-Redaktion

Es ist beschlossene Sache. Die EU geht mit ihrer Regulierungsbehörde ESMA umfangreich vor gegen dubiose und angeblich dubiose Finanzprodukte. Wir hatten schon im Februar darüber berichtet. Im Rahmen einer groß angelegten Umfrage votierten 98% der Anleger gegen Restiktionen, vor allem im CFD-Handel. Aber was soll´s. Der Staat muss den Bürger eben vor sich selbst schützen, weil der ja offensichtlich zu dumm ist zu wissen, was gut und was nicht gut ist.

Binäre Optionen

Handel, Betrieb, Vermarktung und Verkauf von Binären Optionen werden in der EU komplett verboten. Also können Anbieter nicht mehr in der EU tätig sein, und ihre Produkte auch nicht an EU-Bürger vertreiben. Wenn sie in Offshore-Paradiesen sitzen, und EU-Bürger dort über ihre Kreditkarte Geld einzahlen und traden, wird das natürlich letztlich nie ganz zu verhindern sein.

Aber das Verbot von Binären Optionen ist das kleinste und harmloseste Übel der aktuellen Veröffentlichung. Kein halbwegs ernsthafter Trader würde jemals sowas handeln. Von daher wird wohl auch kaum jemand die Binären Optionen vermissen, die eh nur eine üble Gelddruckmaschine für die Anbieter waren.

CFD-Handel

Der CFD-Handel wird nicht verboten, aber dafür massiv eingeschränkt. Laut aktueller Veröffentlichung wird man im Forex-Trading den Hebel bei maximal 30 ansetzen. Für Hauptindizes wird der maximale Hebel bei 20 liegen, und im Krypto-Trading bei gerade mal 2. Dazu wird man einen maximalen Trading-Verlust von maximal 50% einbauen, auch wenn im Gesamtkonto noch genug Geld vorhanden ist. Das dürfte im Handelsalltag für viele Trader zum echten Problem werden! Hier die Maßnahmen im Detail. Zitat BaFin/ESMA:

1. Hebel-Obergrenzen (Leverage-Limits) zwischen 30:1 und 2:1 bei Eröffnung einer Position durch Kleinanleger, die von der Volatilität des Basiswerts abhängig sind:

– 30:1 für Hauptwährungspaare;
– 20:1 für andere Währungspaare, Gold und wichtige Indizes;
– 10:1 für Rohstoffe (außer Gold) und andere Aktienindizes;
– 5:1 für Einzelwertpapiere und andere Basiswerte;
– 2:1 für Kryptowährungen;

2. Margin-Glattstellungsvorschrift (Margin-Close-out) auf Einzelkontobasis. Dabei wird der Prozentsatz der Margin, bei dem CFD-Anbieter ein oder mehrere CFD eines Kleinanlegers glattstellen müssen, standardisiert (50 % der erforderlichen Mindest-Margin);

3. Negativsaldoschutz auf Einzelkontobasis. Durch diese Maßnahme wird eine einheitliche Verlustbegrenzung für Kleinanleger gewährleistet;

4. Anreizbeschränkung für CFD-Handel;

5. Standardisierte Risikowarnung, aus der u. a. der Prozentsatz der Kleinanlegerkonten des CFD-Anbieters hervorgeht, in denen Verluste verzeichnet werden

Die möglichen Folgen: Wir hatten wie auch einige Broker davor gewarnt: Erfahrene Trader, die absichtlich einen hohen Hebel suchen, könnten nun gezwungen sein auf Offshore-Broker beispielsweise in der Karibik auszuweichen, wo sie die Freiheit im CFD-Handel finden, die sie haben wollen. Dann steigt natürlich ihr Risiko in Sachen faire Ausführung und sichere Bankeinlagen. Das wäre eine Verdrängung von Anlegern hin zu möglicherweise extrem unseriösen Anbietern – diese Verdrängung wird aber verursacht durch die EU-Regulatoren, die offenbar den Bürger umerziehen wollen!

Ein Kniff zum Umgehen der Beschränkungen?

Im Verbotstext von ESMA und BaFin ist ständig zu lesen, dass das Verbot für „Kleinanleger“ gilt. So kann folgendes passieren, was (man munkelt…) einige Broker schon begonnen haben umzusetzen. Man versucht dann einfach in Zukunft neue Kunden nicht als Privatanleger, sondern bei Kontoeröffnung als Profi-Anleger einzustufen, welche ja nicht vom Verbot betroffen sind. Das könnte zukünftig Streit mit Aufsichtsbehörden bringen. Schummelei oder rechtmäßiges Umgehen von Beschränkungen? Da könnte es wohl auf die Einstufungsmechanismen ankommen, wie man einen Privatanleger in einem Profi-Anleger verwandelt!

Heuchelei

Warum sind diese Verbote und Beschränkungen Heuchelei? Die Behörden möchten doch sicher nur die dummen und ungebildeten armen EU-Bürger vor Verlusten an der Börse schützen? Nein, Freiheitsberaubung ist das zu großen Teilen beim CFD-Handel! Was schreibt die ESMA dazu? Zitat:

Analysen der zuständigen nationalen Behörden zum CFD-Handel in verschiedenen EU-Staaten zeigen, dass in 74 bis 89 % der Kleinanlegerkonten üblicherweise Anlageverluste verzeichnet werden, wobei der durchschnittliche Verlust pro Kunde zwischen 1 600 EUR und 29 000 EUR beträgt. Die Untersuchungen der zuständigen nationalen Behörden zu binären Optionen haben ebenfalls durchgängige Verluste in Kleinanlegerkonten aufgezeigt.

„Ach so“, möchten wir Kleingeister von FMW dazu sagen. Warum analysiert man dann nicht, wie viel Geld Privatanleger mit Optionsscheinen und Zertifikaten verlieren, die massenweise seit Jahrzehnten von BNP Paribas, Deutsche Bank, Commerzbank, HSBC und Co am Fließband emittiert werden? Richtig, dies sind Vollbanken, die über die Bankenlobby Verbote in diesem Bereich verhindern. Nicht mal diskutiert werden diese Produkte bei Aufsichtsbehörden, obwohl die Verluste hier genau so hoch sein dürften, und obwohl die Produkte wohl intransparenter als CFDs sind!

Und was ist mit Pferdewetten und Spielkasinos? Warum wird das nicht verboten, wo die Verluste der Zocker hier wohl fast bei 100% liegen? Ohhhh ja, hier kassiert der Staat nämlich fett ab. Darüber darf nicht geredet werden. Hier muss der Bürger natürlich nicht vor sich selbst geschützt werden!

Zeitlicher Ablauf

Die oben beschriebenen Verbote und Beschränkungen treten nicht sofort in Kraft. Hier der zeitliche Ablauf:

Die ESMA beabsichtigt, diese Maßnahmen in den kommenden Wochen in den EU-Amtssprachen zu erlassen. Anschließend wird die ESMA eine amtliche Mitteilung auf ihrer Website veröffentlichen. Daraufhin werden die Maßnahmen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die Maßnahmen in Bezug auf binäre Optionen treten einen Monat und die Maßnahmen in Bezug auf CFD zwei Monate nach dieser Veröffentlichung in Kraft.

CFD-Handel - Beispielbild für aktiven Börsenhandel
Beispielbild von aktivem Börsenhandel. Foto: Andyhill8/Wikipedia / Gemeinfrei

20 Kommentare

20 Comments

  1. Dedalus

    27. März 2018 14:31 at 14:31

    Und was nun? Hat jemand Vorschläge? Wozu hat man eine Umfrage gemacht, wenn man das Ergebnis doch überhauptnicht berücksichtigt? Wie kann es sein, dass ein paar Leute der Gesamtheit vorschreibt, was man machen darf und nicht. Kennt man noch das Wort Freiheit?

    • No

      28. März 2018 09:12 at 09:12

      Das ganze dient nur dazu Anleger in andere Segmente zu locken und Steuern einzutreiben. Die EU finanziert sich aus Steuern und Zöllen. Zunächst erstmal abwarten, bis die Beschlüsse in trockenen Tüchern stecken. Die Broker werden geeignete Gegenmassnahmen finden. Wer eh schon erfolgreich handelt, kann auf den Future umsteigen. Handelskonten in USA eröffnen fertig ist die Laube. Völlig kontraproduktiv was beschlossen werden soll.

    • Simeoli

      30. März 2018 20:30 at 20:30

      Da helfen wohl nur Sammelklagen.Freiheitsberaubung!!!!!!!Das ist eine absolute Bevormundung Frech Frech

  2. Sven

    27. März 2018 14:45 at 14:45

    Damit sind CFD’s in Europa wohl bald Vergangenheit. Ziel der Bankenlobby erreicht. Ich arbeite mit CFD’s bei einem Broker wo es noch nie in mehreren Jahren Probleme gab. Wovor soll ich jetzt geschützt werden?
    Dann gibt es wohl bald ein paar Europa Hasser mehr – mich eingeschlossen. Danke an die lobbyverseuchte ESMA und Bafin.

  3. Trader0815

    27. März 2018 14:47 at 14:47

    Nunja, letztendlich dürften die Beschlüsse der ESMA wohl kaum Auswirkungen auf seriöse Trader haben, da diese in der Regel nach striktem Moneymanagement handeln.

    Die Margin wäre am Beispiel des DAX eher unproblematisch. Ausgehend von einem Depot mit 10.000€, einem eingegangenen (Depot-)Risiko von 2% pro Trade und einem 20er Hebel würde es bei einem vernünftigen Stop von 20 Punkten folgendermaßen ausgehen:
    – Positionsgröße: 10 Kontrakte
    – Risiko von 200€ (pro Trade)
    – Margin: aktuell 6.000€

    Sollte ein „seriöser“ Trader es nun wirklich schaffen, sein Depot auf 6.000€ zu verkleinern, dann sollte er ohnehin etwas an der Positionsgröße ändern.

    Die Margin-Glattstellungsvorschrift tangiert hier ebenfalls nicht:
    Wenn ein Trader im obigen Beispiel mit einem einzigen Trade 3.000€ verliert, dann wird glattgestellt. Ergo wäre er 30% Risiko pro Trade eingegangen, was kein vernünftiger Trader je machen würde.

    Fazit:
    Eine wirkliche Beschränkung ergibt sich für erfahrene Trader somit nicht.

    Wenn man sich jedoch einige Neuankömmlinge im Tradingbereich ansieht, die mit geringem Kapital exorbitant hohe Positionsgrößen eingehen, dann wird man schnell erkennen, dass sich hierfür diese Regulierung als nützlich erweisen könnte.

    • TraderBS

      27. März 2018 16:27 at 16:27

      Für mich persönlich reicht auf den ersten Blick natürlich aus. Aber:
      – Wieviel Kundschaft verlieren die CFD-Broker? Gibt es denn noch genügend CFD-Broker, welche ihr Angebot fortführen können?
      – Ist die Close-Out-Regelung nun auf Positions- oder auf Kontobasis?

      Im Artikel bzw. bei der BaFin steht, dass diese nach ESMA auf Kontobasis sein soll. Stimmt das? Wenn ja, empfinde ich die Regulierung als positiv. Sollte jedoch der Close-Out auf Positionsbasis sein, muss man mit seinem Broker einen individuellen Hebel aushandeln können, damit man auch weitere Stops umsetzen kann!

      PS: Ich glaube, dass es auch ein wenig darum geht, dass das angesparte Kapital nicht aus Europa verschwindet!

  4. Bernd Scheider

    27. März 2018 14:47 at 14:47

    Meine Omi hat 500 K € . Die ist Profi CFD-Traderin jetzt ?

  5. Christoph

    27. März 2018 14:54 at 14:54

    Denke es geht hier auch um die noch immer geplante europäische transaktionssteuer. Bei cfds kann man die schwer eintreiben, da der Wert der Transaktion ja 0 ist zu Beginn.

  6. Harald Hummen

    27. März 2018 16:09 at 16:09

    Wer wurde denn hier noch nicht von denen betrogen?
    Ich frage mich nur was macht Europol ?

    • Sven

      27. März 2018 16:32 at 16:32

      Ich wurde nicht betrogen – sorry aber was soll diese Unterstellung?

  7. Franz

    27. März 2018 16:36 at 16:36

    Schlussendlich wählen noch mehr die AFD
    Die EU wird so noch schneller untergehen!
    Im Kasino wird weiter abgezockt und faire Dinge werden verboten-dass ist für mich kein Rechtsstaat mehr die EU soll ruhig den Bach runtergehen, wenn Sie es so machen!
    LG

  8. lernt euren job

    27. März 2018 17:23 at 17:23

    Als Nachricht getarnter Kommentar? Anders kann ich mir die wenigen relevanten Infos und die vielen persönlichen Meinungen nicht erklären. Selten ein so offen in eine Richtung berichtenden Artikel gelesen. Hetze

  9. Steven

    27. März 2018 20:29 at 20:29

    Wie sieht es bei Positionen aus, die man schon vor Monaten eingegangen ist (gekauft hat) und noch nicht geschlossen hat! In diesem Fall gelten auch die neuen Bestimmungen?

  10. Trader1234543

    28. März 2018 19:09 at 19:09

    die Banke sehen ihre Einnahmequellen (Zertifikate, Optionsscheine,…) davonschwimmen…

  11. Mara

    31. März 2018 16:30 at 16:30

    Die neuen Regeln dürften dann wohl ab dem Sommer 2018 in Kraft treten. Es ist wirklich ein Jammer mit anzusehen, dass diese Behörden immer vorgeben den Bürger beschützen zu wollen, jedoch in Wahrheit immer gegen die Bürger arbeiten und damit die Freiheit eines Jeden einschränken. Ganz zu Schweigen dass wir alle diese Aufseher mit unserem Geld bezahlen. Und wofür? Damit sie uns kontrollieren und Regeln aufzwingen die wir nicht wollen. Schönes Europa!

  12. No

    12. Dezember 2018 21:42 at 21:42

    So ein Schwachsinn zum guten ist es garantiert nicht weil viele dann zu eventuell unseriösen nicht EU Broker umziehen. Habe allerdings festgestellt das diese ja auch über einen EU Land laufen. Komisch verstehe den Sinn nicht.

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Schwarze Schwäne und wichtige Termine – geliebter Herbst

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Die noch verbleibenden 14 Handelswochen dieses Jahres versprechen Spannung pur. Allein die schon bekannten Termine bergen enormen Sprengstoff. Und dann gibt es ja noch Schwarze Schwäne, die wieder gehäuft auftauchen. Werfen wir also einen Blick voraus bis zum Jahresultimo.

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Schwarze Schwäne lieben den Herbst

Der Herbst ist historisch betrachtet die spannendste Phase an den Märkten. Nicht umsonst fanden 6 der 11 größten Crashs der Börsengeschichte im September und Oktober statt. Dafür gibt es zwei nachvollziehbare Gründe: Erstens kommt der Börsenhandel nach der Sommerpause wieder in Schwung und etliche Marktteilnehmer bilden sich zunächst ein neues Bild von der Gesamtlage und passen ihre Portfolios dem entsprechend an. Zweitens ist der Herbst ökonomisch betrachtet das Gegenstück zur Frühjahrsbelebung. Dieses Phänomen ist in einigen Bereichen signifikant ausgeprägt und gesamtwirtschaftlich spürbar, z. B. beim Tourismus und der Gastronomie, am Bau und im Immobilienmarkt und sogar bei den Automobilverkäufen. Die Konsumenten halten sich generell bis zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts Mitte November etwas zurück. Ausnahmen sind hier die „Back to School Season“ von Ende August bis Anfang September und Kleiderkäufe für die kalte Jahreszeit. In Summe ist die Zeit vom Ende der Sommerferien bis in den November hinein jedoch von saisonaler wirtschaftlicher Schwäche geprägt.

In diesem Jahr gehen viele Volkswirtschaften bereits geschwächt in die Herbstberuhigung und das könnte die Abschwungdynamik in den nächsten Monaten nochmals verstärken. Unvorhersehbare Ereignisse, die zu Marktturbulenzen führen, finden gehäuft in den letzten Wochen des Jahres statt. Man könnte sagen, dass das Immunsystem sowohl der Wirtschaft als auch der Märkte im Herbst angeschlagen ist. Gestern gab es bereits einen Vorgeschmack auf das, was sich jetzt wieder öfter zeigen könnte: Schwarze Schwäne. Das erste Mal seit der Finanzkrise musste die US-Notenbank den Geldmarkt mit bislang 53,15 Mrd. US-Dollar vor dem Kollaps bewahren. Der Auslöser dafür ist erschreckend banal und sollte in seiner Dimension eigentlich für einen Markt mit „gesunder Finanzmarktstabilität“ (O-Ton der Fed) ohne Weiteres verkraftbar sein. Doch mit der Stabilität scheint es nicht weit her zu sein, wenn lange absehbare Zahlungen von Unternehmenssteuern und die Emission von US-Staatsanleihen in Höhe von 78 Mrd. US-Dollar das gesamte System ins Wanken bringen und die Zentralbank zu Notmaßnahmen zwingen.

Auch auf geopolitischer Ebene drohen Überraschungen, so wie die jüngsten Attacken auf saudische Ölanlagen am vergangenen Wochenende im Zuge der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Regionalmächten Iran und Saudi Arabien und ihren Koalitionären (China und Russland vs. USA und Israel). Bereits in der kommenden Woche gibt es zu dieser Entwicklung einen sehr wichtigen Termin anlässlich der UN-Generaldebatte in New York. Ein weiteres politisches Großereignis ist der nach wie vor drohende harte Brexit am 31. Oktober. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte nach seinem ergebnislosen Treffen mit Premier Johnson am Montag: „Das Risiko eines harten Brexit ist nun mit Händen zu greifen“. In Deutschland könnte die SPD zum Jahresende für Turbulenzen sorgen, wenn sich die Genossen für eine neue Führungsspitze entscheiden sollten, die die große Koalition ablehnt.

Kursbeeinflussender Termine voraus

Im Folgenden finden Sie eine Liste, die ausgewählte börsenrelevante Termine in den kommenden Wochen und Monaten zeigt:

Schwarze Schwäne Terminliste

Fazit

Es brodelt gewaltig unter der Oberfläche, wie die massiven Umschichtungen und der Dollar-Liquiditätsstress zuletzt wieder gezeigt haben. Früher hätte schon allein der Kollaps der argentinischen Währungen die Alarmglocken der Marktteilnehmer schrillen lassen und sie zu mehr Risikosensibilität veranlasst. Doch diese Selbstschutzreflexe wurden den Marktteilnehmern durch Notenbank-Puts abtrainiert und auch die Algos wissen es nicht besser. Doch der Verlass auf die Zentralbanken und die Ignoranz gegenüber einer sich aufbauenden historischen Risikokulisse lassen Schwarze Schwäne nicht einfach verschwinden. Eher ist es so, dass man Ereignisse, die sich bereits als realistisches Risikoszenario seit Längerem abzeichnen ignoriert und sie dann bei ihrem Auftreten als unvorhersehbar deklariert. So gesehen sind viele Schwarze Schwäne nur eine Entschuldigung für die mangelnde Prognosequalität überbezahlter Analysten. Das gilt auch für die Kaiser der US-Fed, die sich heute wieder in ihrem Palast in Washington treffen. Sie könnten bald gänzlich ohne Kleider dastehen. Es wäre nicht das erste Mal, dass dies genau im Herbst und für viele Marktteilnehmer völlig überraschend passiert. Die bis Jahresultimo anstehenden wichtigen Ereignisse sind jedenfalls diplomatisch formuliert in Summe „herausfordernd“.

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