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Heuschrecken zeigen dem Staat wie Business geht – der Steuerzahler muss noch „ein wenig durchhalten“

Wie refinanzieren Private Equity-Investoren (die „Heuschrecken“) oft ihre Investitionen? Wenn Sie beispielsweise in Deutschland mittelstĂ€ndige Unternehmen aufkaufen, tauschen sie das Management der Firmen aus. Diese Firmen werden dann gezwungen hohe…

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FMW-Redaktion

Wie refinanzieren Private Equity-Investoren (die „Heuschrecken“) oft ihre Investitionen? Wenn Sie beispielsweise in Deutschland mittelstĂ€ndige Unternehmen aufkaufen, tauschen sie das Management der Firmen aus. Diese Firmen werden dann gezwungen hohe Schulden aufzunehmen. Diese Gelder mĂŒssen sie dann zwangsweise als Sonderdividende oder Kredite an die eigene Muttergesellschaft (also die Heuschrecken) abfĂŒhren. Und dieser Betrag entspricht oft dem vorher gezahlten Kaufpreis.

So hat die Muttergesellschaft kein Verlustrisiko mehr bei ihrer Investition. Das Risiko liegt von da an alleine bei der nun mit Schulden ĂŒberladenen Tochtergesellschaft. Gelingt es die Tochter brutal zu restrukturieren, kann die Private Equity-Firma den Laden Jahre spĂ€ter weiter verkaufen, und gut Gewinn machen. Gelingt es nicht und die Tochter geht den Bach runter, hat der Investor wenigstens kein Geld verloren. So einfach ist das.

Und so scheint es auch bei der HSH Nordbank zu laufen. Wie stolz waren die LĂ€nder Hamburg und Schleswig-Holstein, als man verkĂŒndete fĂŒr die tolle Summe von 1 Milliarde Euro die HSH Nordbank verkauft zu haben an Private Equity-Investoren aus den USA (Cerberus etc). 1 Milliarden Euro, das ist doch was! Wir hatten gemutmaßt, dass die Investoren demnach genug Potenzial im vorhandenen Schiffsportfolio sehen, so dass man mehr als 1 Milliarde Erlös heraus ziehen kann.

Aber wie wir alle erst jetzt lernen können, lĂ€uft die Sache vermutlich (!) anders. Nach ĂŒbereinstimmenden Medienberichten haben die LĂ€nder nicht nur dem Verkauf der Bank zugestimmt, sondern parallel dazu auch einem sogenannten „PortfolioĂŒbertragungsvertrag“ namens „Carve-out-Portfolio“. Die HSH Nordbank verkauft demnach ein Kreditpaket von 3,5 Milliarden Euro an die neuen EigentĂŒmer mit einem Rabatt von 1 Milliarde Euro.

AuffĂ€llig ist: Der Kaufpreis fĂŒr die HSH Nordbank liegt auch bei 1 Milliarde Euro. Wenn die EigentĂŒmer nun also dieses Portfolio fĂŒr 3,5 Milliarden Euro einfach weiter verkaufen an andere Investoren, haben sie ihren Kaufpreis fĂŒr die HSH Nordbank auf einen Schlag wieder rausgeholt, denn sie haben dieses Paket ja fĂŒr 2,5 Milliarden Euro gekauft, und das von der eigenen Tochter. Demnach wĂ€re dieser Bankkauf ein risikoloses GeschĂ€ft fĂŒr die Investoren.

Die BundeslĂ€nder wĂ€ren nicht die Verlierer. In diesem Fall verliert wie bei allen anderen solcher Ausschlachtungen immer die Tochtergesellschaft, also hier die HSH Nordbank selbst. Da die Bank als Konstrukt wenig Mitleid erregt, wĂ€ren die Mitarbeiter der Bank die großen Verlierer, wenn der Laden den Bach runtergeht. Denn durch diese Transaktion fehlt der Bank nun offensichtlich ein Vermögenswert von 1 Milliarde Euro – denn sie musste Forderungen weit unter Wert verkaufen. Somit startet die eigentlich sanierte HSH ihr neues Dasein als Bank im Privatbesitz mit einem dicken Loch in der Kasse – vermutlich jedenfalls!

HSH Nordbank-Brandherde schwelen weiter vor sich hin

Bevor die LĂ€nder Hamburg und Schleswig-Holstein die HSH Nordbank verkaufen konnten, hatten sie die Bank aufgehĂŒbscht, in dem sie den grĂ¶ĂŸten Schrott aus der Bank herauslösten, und direkt „ins eigene Buch“ nahmen. DafĂŒr grĂŒndeten die beiden BundeslĂ€nder 2015 eine Zweckgesellschaft namens „hsh portfoliomanagement“. Sie kaufte der HSH Nordbank fĂŒr den offiziellen Wert von 4,1 Milliarden Euro Schrott ab, wofĂŒr man nur 2,4 Milliarden Euro zahlte. FĂŒr diese Summe mussten die BundeslĂ€nder Schulden aufnehmen.

Aber schon bald musste die Zweckgesellschaft den Wert des Schrotts runter korrigieren auf 2 Milliarden Euro. Derzeit ist man dabei die Halde an Krediten und Schiffen immer weiter abzubauen. Die aktuellsten GeschĂ€ftsdaten haben wir weiter unten im Wortlaut abgedruckt, aber vorher noch zwei Details. Da wĂ€re erstens der erstaunliche Umstand, dass diese eigentlich winzige Zweckgesellschaft inzwischen 60 Mitarbeiter hat, was den Steuerzahler letztes Jahr 5,9 Millionen Euro Gehalt gekostet hat. Bei nur noch 214 zu betreuenden Schiffen wĂŒrde das bedeuten, dass rein rechnerisch jeder Mitarbeiter sich um 3,5 Schiffskredite kĂŒmmert.

Was gibt es da den ganzen Tag zu tun? Es wirkt eher wie eine ProduktionsstĂ€tte fĂŒr gut bezahlte Posten im Staatsdienst (immerhin im Schnitt ein Jahresgehalt von 98.300 Euro pro Mitarbeiter). Und was ist uns noch aufgefallen? Noch kann fĂŒr die Steuerzahler von Hamburg und Schleswig-Holstein das Restportfolio der Zweckgesellschaft weiter Verluste produzieren und die Staatsschulden erhöhen. Was sagt der Vorstand der Gesellschaft Ulrike Helfer dazu? In großen Lettern ist von ihr auf der Webseite der Gesellschaft zu lesen Zitat:

„Der Schifffahrtsmarkt hat sich in der Vergangenheit immer wieder erholt – und das wird er auch diesmal tun. Wir mĂŒssen jetzt alle zusammen noch ein wenig durchhalten“.

Zitat Ende. Amen! Also gilt das Prinzip Hoffnung. Vielleicht wĂ€re es ratsam der Öffentlichkeit zu sagen, dass hier weitere massive Verluste im Schrotthaufen schlummern? Aber nein, der Schiffsmarkt hat sich ja stets immer wieder erholt. Lasst uns alle gemeinsam an den HĂ€nden halten, die Augen schließen und das Beste hoffen – wir mĂŒssen nur noch ein klein wenig durchhalten… Hier die aktuellsten Daten zum GeschĂ€ftsabschluss der Zweckgesellschaft fĂŒr 2017 im Wortlaut:

Der Aufbau der Abwicklungsanstalt der LĂ€nder Schleswig-Holstein und Hamburg konnte in 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach dem uneingeschrĂ€nkten Testat der WirtschaftsprĂŒfer, hat der Verwaltungsrat der hsh portfoliomanagement AöR den Jahresabschluss 2017 heute festgestellt und genehmigt. Forderungen in Höhe von 193 Mio. Euro wurden zurĂŒckgefĂŒhrt, 39 Schiffssicherheiten haben das Portfolio seit Übernahme verlassen, davon 37 in 2017. Dabei liegt der Erlös oberhalb der Buchwerte.

Die Verwaltungsaufwendungen der hsh portfoliomanagement sind im Berichtsjahr auf 28,4 Mio. Euro (Vorjahr: 27,9 Mio. Euro) gestiegen. Diese hohen Aufwendungen entfielen im Wesentlichen auf den weiteren Aufbau der GeschĂ€ftsorganisation. Der gestiegene Personalaufwand von 5,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro) ist auf den weiteren planmĂ€ĂŸigen Personalaufbau von 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zurĂŒckzufĂŒhren.

Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag von 44,4 Mio. Euro ausgewiesen, der jedoch dank der wesentlich geringer ausgefallenen Risikovorsorge auf das KreditgeschĂ€ft in Höhe von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 470,1 Mio. Euro) deutlich (Vorjahr: 505,3 Mio. Euro) reduziert werden konnte. Ulrike Helfer, Vorstandsmitglied der hsh portfoliomanagement AöR, kommentiert: „Wir haben fĂŒr das Jahr 2017 keine nachhaltige Verbesserung der SchifffahrtsmĂ€rkte erwartet. Auch wenn sich im abgelaufenen Jahr an den SchifffahrtsmĂ€rkten leichte Aufhellungen zeigten, gingen wir in unserer Planung noch davon aus, dass sich die angespannte wirtschaftliche Lage der Kreditnehmer insgesamt nicht maßgeblich Ă€ndern wird. Diese Annahmen haben sich bestĂ€tigt.“

Der Abbau des ausstehenden Kreditbetrages des notleidenden Schiffsfinanzierungsportfolios um nahezu 14 Prozent auf 3.856 Mio. Euro und der Abbau der Forderungen an Kunden um annĂ€hernd 20 Prozent auf 1.643 Mio. Euro ist auf sehr unterschiedliche Effekte zurĂŒckzufĂŒhren. Der grĂ¶ĂŸte Teil dieser VerĂ€nderung ist im Wesentlichen der schwĂ€cheren Dollarkursentwicklung (RĂŒckgang um ca. zwölf Prozent) zuzuschreiben.

Heuschrecken Containerschiffe
Hinter all den Buchungen stehen immer die großen Containerschiffe. Beispielbild von Containerschiffen. Gemeinfreies Foto

5 Kommentare

5 Comments

  1. frank

    25. April 2018 12:13 at 12:13

    Bei aller Kritik an den sog. Heuschrecken muss man bedenken, dass die hier beschriebene Praxis nur funktioniert wenn man Übernahmegesellschaft aufwertet. Am Ende des Prozesses steht ein Verkauf an, daraus erzielt die Heuschrecke dann ihren Profit. Jedoch muss man einen KĂ€ufer finden und dieser muss bereit sein einen höheren Preis zu zahlen als die Heuschrecke bezahlt hat. Der neue KĂ€ufer wird nur kaufen wenn er sich wiederum einen Profit verspricht. Die Heuschrecke muss das GeschĂ€ft der Gesellschaft also verbessern und effizienter machen. Deshalb ist die Pauschalkritik mMn unberechtigt. Man könnte es auch so sehen dass die Heuschrecken fĂŒr effizientere Unternehmen u. MĂ€rkte sorgen was betriebs- u. volkswirtschaftlich begrĂŒĂŸenswert ist.

  2. asisi1

    25. April 2018 14:19 at 14:19

    diese Heuschrecken werden immer dumme finden, da es immer und ewig Politiker geben wird!
    die grĂ¶ĂŸte Verbrecher -und betrĂŒgerbank war die „Treuhand“! schlimmer las die kann man kein Volk betrĂŒgen!

  3. Alius

    25. April 2018 19:14 at 19:14

    Ja, da hat Frank völlig recht:
    Man könnte es auch so sehen, dass das Wirken der ‚Heuschrecken‘ betriebs- und volkswirtschaftlich begrĂŒĂŸenswert ist.

    Zum Beispiel um das Jahr 2000, als die europĂ€ischen MĂ€rkte im Zuge der ‚Globalisierung‘ zwangsgeöffnet wurden, die Heuschrecken ungehindert nach Europa einfielen und die hiesigen – bis dahin in der Summe immer noch profitablen – Mischkonzerne filetierten.

    Das brachte binnen kurzer Zeit mehr als 3 Millionen neue Arbeitslose alleine in Deutschland mit sich (primĂ€r im geringqualifizierten Arbeitnehmerbereich), weil die ‚WerkbĂ€nke‘ ins seinerzeit noch billige Osteuropa verlagert wurden.

    Diese belasteten die Sozialkassen gar sehr, so sehr, dass Schröder & Co. Hartz IV auf den Weg brachten, um diese vormals in Lohn und Brot stehenden ‚arbeitsscheuen Sozialschmarotzer‘ davon abzuhalten, die Sozialkassen weiter auszurenten.

    Das brachte fĂŒr die Binnenwirtschaft einen jĂ€hrlichen Kaufkraftverlust von (umgerechnet) rund 2,5 Millarden Euro mit sich – von der fortwĂ€hrenden Belastung der Sozialkassen mal abgesehen. Das ist volkswirtschaftlich gesehen natĂŒrlich ausgesprochen begrĂŒĂŸenswert.

    Manchmal habe ich den Eindruck, die Frage, ob manche MitbĂŒrger noch alle Tassen im Schrank haben stelle sich gar nicht. Eher neige ich zu der Vermutung, dass manche niemals einen Schrank besessen haben. 😉

  4. Pingback: *** Woran kann man erkennen, dass ein System fertig ist? *** Sozialstaat, Krise, AfD, Syrien, Immobilien, Derivate, Sier, BĂ€ume, Schlaf! | das-bewegt-die-welt.de

  5. Torben L.

    30. April 2018 09:21 at 09:21

    Oh, Ihr Artikel wirkt ziemlich gut recherchiert – gar nicht wie die ĂŒbliche Stimmungsmache gegen die HSH Nordbank AG. Hatten Sie also Gelegenheit mit den Akteuren direkt zu sprechen wie es journalistischen Gepflogenheiten entspricht um eine möglichst differenzierte Berichterstattung zu gewĂ€hrleisten? Andernfalls dĂŒrften Sie sich wohl kaum Redaktion nennen, oder? Verantwortung beginnt bei einem selbst – und nicht beim Fingerzeigen auf andere. Wer sich davon beeindrucken lĂ€sst, möchte die ZusammenhĂ€nge offenbar nicht richtig verstehen.

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Höchststrafe fĂŒr EU und Bundesregierung: Deutsche Staatsunternehmen beenden Iran-GeschĂ€fte

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am

Wie war das nochmal? Nach KĂŒndigung des Iran-Atomabkommens durch die USA und vor allem nach AnkĂŒndigung von US-Sanktionen gegen den Iran verkĂŒndete die EU-Kommission großspurig, dass man (die EU) weiter GeschĂ€fte mit dem Iran machen werde. Man ermuntere europĂ€ische Unternehmen dazu im Iran auch weiterhin aktiv zu sein – dazu hatte man jĂŒngst auch weiterfĂŒhrende Maßnahmen erlassen. So will man beispielsweise MittelstĂ€ndler mit Krediten von EU-Förderbanken unterstĂŒtzen usw.

In die selbe Richtung geht die Haltung der deutschen Bundesregierung. Man will, dass deutsche Unternehmen weiter mit dem Iran GeschĂ€fte machen. Die Marschroute ist klar, vor allem in Richtung Donald Trump – wir lassen uns von dir nicht diktieren, mit wem wir Handel betreiben. Erst vor wenigen Tagen bekrĂ€ftigte das Bundeswirtschaftsministerium, dass man Exportgarantien sowie Investitionsgarantien auch weiterhin anbiete.

Und wie sieht die RealitĂ€t aus? Große Konzerne aus Europa ziehen sich reihenweise aus dem Iran zurĂŒck (Daimler uvm). Und das trotz der Drohung aus BrĂŒssel, dass die EU europĂ€ische Unternehmen bestrafen könne, die sich nach den US-Sanktionen richten (was fĂŒr eine dĂ€mliche Drohung der EU-BĂŒrokraten). Aber es kommt noch viel besser. Aktuell erfolgt die Höchststrafe fĂŒr BrĂŒssel und Berlin. Die Deutsche Telekom, an der der deutsche Staat mit 30% beteiligt ist, hat ihre (wenn auch kleinen) BeratungsgeschĂ€fte mit Teheran schon eingestellt. Offensichtlich will die Telekom nicht Gefahr laufen, dass die US-Behörden die große Fusion zwischen T-Mobile USA und Sprint stoppen.

Aber es geht noch besser. Die Deutsche Bahn, ein 100% im Staatsbesitz befindliches Unternehmen, stellt jetzt ihre AktivitĂ€ten im Iran ein. Bisher war man dort beratend tĂ€tig fĂŒr die staatliche Eisenbahngesellschaft, und hatte vor ein weiteres Unternehmen zu beraten. Davon nimmt man jetzt Abstand. Wenn der deutsche Staat Unternehmen aktiv dazu auffordert weiter dort GeschĂ€fte zu tĂ€tigen, und wenn gleichzeitig deutsche Staatsunternehmen sich aus dem Iran verabschieden… dann ist das die Höchststrafe fĂŒr BrĂŒssel und Berlin.

Das bedeutet: Die europÀische Politik einer eigenstÀndigen wirtschaftlichen AktivitÀt mit dem Iran ist brutal gescheitert. Die USA haben sich mit ihrer Macht als gigantischer Konsummarkt durchgesetzt, auf den de facto kein europÀisches Unternehmen verzichten kann oder will. Das wÀre nÀmlich passiert, wenn man weiter mit den Iran GeschÀfte gemacht hÀtte. Donald Trump hat sich mit seiner knallharten Drohung durchgesetzt.

Die Folge dĂŒrfte sein, dass Teheran wie angekĂŒndigt sein Atomprogramm wieder aufnimmt. Das hatte man bereits angedroht, wenn abseits der USA auch die anderen LĂ€nder sich nicht mehr an die Bedingungen des Abkommens halten. Und durch die Abkehr quasi der gesamten europĂ€ischen Wirtschaft sind die Inhalte des Atomabkommens (keine Uran-Anreicherung gegen freien Handel) pulverisiert. Trump wird wohl bekommen, was die Hardliner um ihn herum wollen – eine wirtschaftliche Isolation des Iran durch den Westen, und eine Art Eskalation der politischen Gemengelage mit den Mullahs in Teheran.

Iran Atomabkommen
Im Jahr 2015 wurde das Atomabkommen unterzeichnet auch von den USA.

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Wie ungerecht ist Deutschland wirklich?

Wie ungerecht ist Deutschland wirklich? Laut Clemens Fuest und seinem VorgÀnger Hans-Werner Sinn vom ifo Institut gebe es in keinem anderen Land der G7-Staaten weniger Ungleichheit als in Deutschland. Aber andere Untersuchungen kommen zu einem ganz anderen Ergebnis..

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Wie ungerecht ist Deutschland wirklich? Laut Clemens Fuest und seinem VorgĂ€nger Hans-Werner Sinn vom ifo Institut gebe es in keinem anderen Land der G7-Staaten weniger Ungleichheit als in Deutschland. Aber andere Untersuchungen kommen zu einem ganz anderen Ergebnis in folgendem Video von „Mission Money“ – in dem es auch um die Frage geht, wie wahrscheinlich ene Zerschlagung von Amazon ist. Und was von Elon Musk und seinen Twitter-Kommentaren zu halten ist in Sachen Privatisierung von Tesla:

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Die neuen ESMA-Vorschriften und der CFD-Handel

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Ein Gastbeitrag von Ivan Gowan, CEO von capital.com

 

CFDs: Auswahl der richtigen Investitionsplattform

Das Jahr 2018 ist durch einige wichtige neue Regelungen gekennzeichnet, denn sowohl die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als auch die EuropĂ€ische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) bedeuten einen tiefen Einschnitt fĂŒr CFD-Plattformen. Dies könnte dazu fĂŒhren, dass sich einige Marktteilnehmer, die CFDs anbieten, zurĂŒckziehen mĂŒssen, da sie der neuen Gesetzgebung nicht entsprechen können. Dies kann unterschiedliche GrĂŒnde haben. So könnten etwa die organisatorischen FĂ€higkeiten oder die Kapitalisierung des Anbieters nicht ausreichen. Andererseits zeigt eine Analyse von Capital.com, ein Anbieter einer Trading-Plattform, der die Richtlinien der ESMA schon vor dem offiziellen Inkrafttreten auf seiner Plattform einfĂŒhrte, wie Nutzer von den Regulierungen profitieren können.

 

Auf SeriositÀt achten

Wer neu in den Handel mit CFDs einsteigen möchte, kommt nicht umhin, auf einen starken und seriösen Partner zu setzen – dies alleine schon aus Selbstschutz und um das eigene Risiko zu vermindern. Der Markt tritt hier in einen Reinigungsprozess ein und Trader sollten in diesem Zusammenhang auf einige SchlĂŒsselelemente achten.

 

ESMA-Regeln verÀndern Markt

ZunĂ€chst sollte auf das Auftreten einer Handelsplattform geachtet werden. Die neue ESMA-Verordnung untersagt aggressive Werbung, die den Handel eines Traders beeinflusst, indem sie ihm einen Bonus anbietet. Sicher kann man in die Vergangenheit blicken und die Marktteilnehmer identifizieren, die auf diese Weise vorgegangen sind – hier ist besondere Vorsicht angebracht. Daher ist es verstĂ€ndlich, dass Facebook und Google angekĂŒndigt haben, die Werbung fĂŒr CFDs in den geografischen Gebieten einzuschrĂ€nken, in denen sie nicht registriert sind. Dies dient dem Schutz der Verbraucher.

Auch bei Betrachtung der Einhaltung der ESMA-Regeln kann Spreu von Weizen unterschieden werden. So muss eine seriöse Plattform fĂŒr die vollstĂ€ndige und vor allem sofortige Einhaltung der bevorstehenden Änderungen der ESMA-Vorschriften sorgen. Diese umfassen einen Negativ-Saldo-Schutz, der verhindert, dass HĂ€ndler mehr Geld verlieren, als sie investiert haben. Ebenso fĂŒhrt eine individuelle Close-out-Regel dazu, dass HĂ€ndler immer ihr maximales Verlustpotenzial kennen. Hinzu kommen maximale Limits der Hebelwirkung, die die VolatilitĂ€t jeder Anlageklasse widerspiegeln. Die Analyse eines Anbieters fĂŒr den Handel mit CFDs, der die Richtlinien der ESMA bereits vor dem offiziellen Inkrafttreten auf seiner Plattform einfĂŒhrte, zeigt, wie seine Kunden von den Richtlinien profitieren. Insbesondere unerfahrene Trader werden zu Beginn ihrer Marktteilnahme hĂ€ufiger mit einem Margenausgleich konfrontiert, bei dem sich ein Differenzkontrakt so entwickelt, dass das Geld des Nutzers nicht ausreicht, um zu verhindern, dass eine Position zwangsaufgelöst wird. Die Ergebnisse der Analyse von Capital.com legte offen, dass der Anteil der Trader, die innerhalb der ersten 15 Handelstage mit einem Margenausgleich konfrontiert waren, von rund 30 Prozent in den Monaten vor EinfĂŒhrung der ESMA-Limits auf nur noch fĂŒnf Prozent im Juni sank. Der durchschnittliche Verlust fiel um ĂŒber 80 Prozent.

 

Lizenz und GeschÀftsmodell wichtig

Ferner ist fĂŒr den Trader wichtig, auf welchen MĂ€rkten die Plattform ĂŒber eine Lizenz verfĂŒgt. FĂŒr europĂ€ische HĂ€ndler scheiden alle nicht in der EuropĂ€ischen Union zugelassenen Plattformen aus. Zu einem seriösen Anbieter gehört ein abgesichertes GeschĂ€ftsmodell, das sowohl die Interessen des Anbieters als auch die des HĂ€ndlers in Einklang bringt. Nicht zuletzt sollte der Plattformbetreiber eine Hotline anbieten, die Trader bei ihren Fragen unterstĂŒtzt.

 

Information ist Trumpf

Trader – gerade diejenigen, die sich neu mit dem Thema beschĂ€ftigen – sollten natĂŒrlich auch selbst fĂŒr die Qualifizierung sorgen, die fĂŒr den Handel unerlĂ€sslich ist. Neben der Marktbeobachtung und frei verfĂŒgbaren Tutorials bieten kundenzentrierte Plattformbetreiber entsprechende Informationen und Schulungsmaterial. So informieren sie ĂŒber die Funktionsweise der FinanzmĂ€rkte, wie man die eigene Handelsperformance verbessern sowie aus den Fehlern der Vergangenheit lernen kann. QualitĂ€tsanbieter verfĂŒgen ĂŒber auf KĂŒnstlicher Intelligenz basierende Apps, die das bisherige Verhalten analysieren, Handlungsverzerrungen erkennen und Tradern entsprechende Hinweise schicken.

Der Konkurrenzdruck zwischen den Plattformen wird kĂŒnftig immer stĂ€rker. Alleine in Großbritannien sind 23 125k-lizensierte CFD-Unternehmen tĂ€tig. Durch die neuen Regeln – sowohl die der ESMA als auch die Datenschutzgrundverordnung – wird ein betrĂ€chtlicher Teil dieser Anbieter aus dem Markt scheiden. FĂŒr Trader ist dies Grund genug, jetzt einen kritischen Blick auf ihre bisher genutzte oder potentielle Handelsplattform zu werfen.

 

 

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