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Heute der „game changer“ an den Märkten? Kurzeinschätzung..

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

Eines hat der heutige Tag gezeigt: die US-Berichtssaison ist eine Sache, die natürlich extrem wichtig ist, aber es ist eben nicht das Einzige: die Rally basierte auf den Gewinnerwartungen der US-Unternehmen in einer gewissermaßen idealen Trump-Welt: Deregulierung (Banken etc.), Senkung der Unternehmenssteuer (alle US-Unternehmen), Infrastruktur (US-Transportwerte) usw.

Nun aber ist das Vertrauen, dass Trump das alles umsetzen kann und wird, zumindest stark angekrazt. Das heißt die Gewinnerwartungen der US-Unternehmen, die in den Aktienkursen seit der Trump-Wahl eingepreist sind, hängen jetzt in der Luft.

Nasdaq schwächster Tag seit 11 Monaten, S&P schwächster Tag seit September, Nebenwerte-Index Russell 2000 heute -2,7% (vorwiegend kleiner US-Banken und Transportunternehmen). Der Trump-Rally-Gewinner Nummer 1, Goldman Sachs, über -5%!

Jetzt poppt auch die Frage auf: hat das Auswirkungen auf die US-Realwirtschaft? Die weichen US-Daten (Verbrauchervertrauen etc.) werden sich wahrscheinlich den in den letzten Monaten schwachen harten Daten anpassen.

Dazu die Frage, ob das Auswirkungen auf die Fed hat (daher der Abverkauf des Dollars; der wichtigste Konjunkturindikator für die Fed ist bekanntlich der S&P500) etc etc.

Meine Vermutung: bis zur Anhörung Comeys nächsten Mittwoch wird es sehr schwierig, die Aktienmärkte tendentiell und vielleicht sogar impulsiv weiter nach unten; dann, mit der Anhörung nächsten Mittwoch, könnte eine saftige Rally folgen!

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Sabine

    17. Mai 2017 22:53 at 22:53

    Danke für die Nachtschicht !

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      17. Mai 2017 22:58 at 22:58

      @Sabine, aber gerne, ist ja eben auch Leidenschaft..

      Ob all das seine Berechtigung hat mit Trump, ist eine andere Frage; Trump hat es sich mit sehr vielen Leuten verscherzt, und wenn man vielen in die Eier tritt (wie Comey, den Medien etc. etc.), treten die eben irgendwann zurück. Daran zeigt sich der Polit-Dilettantismus Trumps: ein erfahrener Polit-Profi hätte gewusst, dass ihn das killen kann! Aber Trump ist eben Trump; der hatte die Vorstellung eines naiven amerikanischen Jünglings vom Land, dass er kommt, und sich seine Welt so zaubern kann wie er sie haben will, wenn er mal Präsident ist…

      • Avatar

        Flachwitz

        18. Mai 2017 04:52 at 04:52

        Wahre Worte! Herr Trump hätte mal ein paar Folgen mehr von „House of Cards“ sehen sollen! Dann hätte er auch die Macht der Medien nicht unterschätzt!

  2. Avatar

    masud79

    17. Mai 2017 23:11 at 23:11

    Warum Rallye? Sie gehen also davon aus das trump sauber ist ?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      17. Mai 2017 23:16 at 23:16

      @masud, Trump hat sehr wahrscheinlich Comey wirklich darum gebeten, Mike Flynn in Ruhe zu lassen; ob das aber justiziabel ist, ist eine andere Frage, ich vermute eher nicht – also dass das nicht genug Stoff ist für ein Amtsenthebungsverfahren; und wenn es kein Amtsenthebungsverfahren gibt, wäre eben das ein Rally-Grund nach vorherigem Abverkauf..

      • Avatar

        Lars

        17. Mai 2017 23:34 at 23:34

        Das gescheiterte Amtsenthebungsverfahren würde zwar an den Tatsachen rein gar nichts ändern und nur rudimentär kaschieren können, dass Trump ein unzumutbarer Dilettant ist. Und dass jedes Volk den Führer hat, den es verdient.
        Ich befürchte allerdings auch, dass die Börsen nach einem weiteren blauen Auge weitermachen, wie bisher. Ignoranz ist ein sehr weit verbreitetes Gut, Vernunft und Verstand hingegen seltener als reinste Diamanten.

  3. Avatar

    masud79

    17. Mai 2017 23:23 at 23:23

    Hm das sehe ich anders. Das Vertrauen in trump ist unwiderruflich zerstört egal was am Mittwoch rauskommt. Damit gibt es einfach keine Basis für eine erneute Rallye

  4. Avatar

    Robert Schönborn

    17. Mai 2017 23:39 at 23:39

    Danke fűr die Nachschicht

  5. Avatar

    m.d

    18. Mai 2017 00:15 at 00:15

    danke für die überstunden.
    ich finde der trump macht seine arbeit bis dato gut. ich verstehe nur nicht warum die medien ihn unbedingt abschaffen wollen mit allen mitteln die sie zur verfügung haben. wer steckt hinter diesen medien ? welche länder könnten ein interesse an trumps abwahl haben ?
    immerhin ist er einer mit deutschen wurzeln.
    wäre eine hillary, wenn sie 1 zu 1 das gleiche programm wie trump hätte genau so unbeliebt ? alles fragen die mich interessieren, da ich mir meine meinung selbst bilden möchte und nicht von cnn oder den papageien von n-tv eingeimpft bekommen will.

  6. Avatar

    scala

    18. Mai 2017 06:28 at 06:28

    „You can’t teach an old dog new tricks“. Wer immer geglaubt hat, das Amt werde den neuen US Präsidenten schon formen, sieht sich getäuscht. Das Weiße Haus ist eben keine Großbaustelle, auf der man je nach Belieben und/oder Tagesform schalten und walten kann, wie man gerade will. Die ganze Trickserei, der lasche Umgang mit der Wahrheit, das Nichttrennen von Amt und persönlichem Vorteil musste doch früher oder später zum Eklat führen. Der Selbstreinigungsprozess der amerikanischen Demokratie hat bereits eingesetzt – nur blöd, dass Melania sich gerade erst entschieden hat, den Wohnsitz zu wechseln.

  7. Avatar

    Roland

    18. Mai 2017 09:07 at 09:07

    3 Dinge sind unendlich, das Universum, die menschliche Dummheit und die menschliche Gier….die Rally wird kommen :-)

    • Avatar

      Quintus

      18. Mai 2017 09:49 at 09:49

      ……wobei ich mir bei ersterem nicht sicher bin?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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Aktien

Beschlossen: Dax mit 40 Aktien und neue Qualitätskriterien – hier die Details

Claudio Kummerfeld

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Der Wirecard-Skandal hat die deutsche Börsenlandschaft erschüttert. Ein Dax-Wert geht pleite und löst sich sang und klanglos als Luftnummer in Rauch auf. Die Vorstände sind in Haft oder auf der Flucht. Was für ein Debakel für die Deutsche Börse. Die Aufnahme- und Qualitätskriterien für die Indizes wie dem Dax waren wohl mangelhaft. Nach der Konsultation von Marktteilnehmern hat die Deutsche Börse jetzt Änderungen beschlossen. Hier alle Details, im Wortlaut von der Deutschen Börse:

Ab September 2021 wird der Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Werte erweitert. Damit wird er die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch umfassender abbilden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX-Index auf 50 statt bisher 60 Werte.

Ab Dezember 2020 müssen alle künftigen DAX-Kandidaten vor Aufnahme ein positives EBITDA in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen.

Ab März 2021 wird es Bestandteil der Indexmethodologie, dass zukünftig alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes testierte Geschäftsberichte und vierteljährlich Quartalsmitteilungen veröffentlichen müssen. Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss.

Infolge dessen entfällt für alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes die Pflicht zur Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Notierung im Regulierten Markt ist künftig ausreichend. Diese neue Regel wird eingeführt, um dem Indexanbieter zu ermöglichen, im Falle einer Regelverletzung unabhängig und schneller reagieren zu können.

Zusätzlich müssen ab März 2021 alle Neuzugänge zur DAX-Familie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich eines Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat entsprechen. Für bestehende Mitglieder gilt eine Übergangsfrist, um Kontinuität in der DAX-Familie zu bewahren; sie müssen die Vorgabe ab September 2022 erfüllen.

Ab 2021 gibt es bei den DAX-Indizes zweimal im Jahr eine planmäßige Hauptüberprüfung (März und September). Zurzeit gibt es eine derartige Überprüfung nur im September.

Um die Regeln zu vereinfachen, ohne jedoch auf Investierbarkeit zu verzichten, werden ab der Überprüfung im September 2021 Indexmitglieder nur noch nach Marktkapitalisierung bestimmt. Der Börsenumsatz wird bei der Rangliste nicht mehr berücksichtigt; stattdessen müssen Indexmitglieder eine Mindestliquidität aufweisen.

Nicht übernommen wird der Vorschlag zum Ausschluss von Unternehmen mit Beteiligung an kontroversen Waffen. Stephan Flägel: „Wir haben ein sehr heterogenes Meinungsbild zu den Themen Nachhaltigkeit und ESG außerhalb der Vorschläge, die wir zur Governance gemacht haben, bekommen. Es wird von vielen Seiten die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob diese Kriterien bei der Auswahl der DAX-Mitglieder eine Rolle spielen sollten. Deshalb werden wir den Austausch mit den Marktteilnehmern fortführen. Nachhaltiges Investieren ist und bleibt einer der wichtigsten Trends an den Finanzmärkten und wird das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das Thema ESG hat für Qontigo sehr hohe Priorität. Im März haben wir bereits den DAX 50 ESG Index gestartet und wir verfügen seit Längerem über eine breite Palette an ESG-Indizes, die wir auch künftig weiter ausbauen werden.“

Dax und MDax werden von der Deutschen Börse ermittelt
Foto: Deutsche Börse AG

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