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Aktien

Heute Erholung bei Tech-Werten? Ohne FANG geht nichts..

Es waren vor allem die großen Tech-Aktien, die FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix, Google) die die Märkte mit nach oben gezogen hatten. Aber die Party ist zumindest unterbrochen. Die Vergangenheit zeigt, dass Schwäche im Tech-Sektor vom breiten Markt nicht kompensiert werden kann..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es waren vor allem die großen Tech-Aktien, die FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix, Google) die die Märkte mit nach oben gezogen hatten. Aber die Party ist zumindest unterbrochen, vor allem Netflix (Sorgen um Streaming-Dienste von Fox) und Facebook (Kooperation mit Kongreß wegen Russland-Ads im Wahlkampf) kamen schwer unter die Räder.

Was gestern auffiel: alle FANGs waren gestern unter Druck, zuvor waren es meist einzelne FANG-Aktien gewesen, die zwischenzeitlich schwächelten, selten aber alle FANGs gleichzeitig. Dazu noch Apple, das seit der Präsentation seiner neuen Produktlinie 50 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren hat.

An sich sind die Nachrichten, die die einzelnen Aktien so unter Druck gebracht haben, eigentlich gar nicht dramatisch. Aber die Investoren zogen die Reißleine nach den satten Gewinnen, die sie zuvor verbuchen konnten.

In den USA heißt es nun: wir erleben die ersten Auswirkungen der Ankündigung der Fed, die Bilanzsumme zu reduzieren. Seit die Fed ihr QE angekündigt hatte, also faktisch den Märkten Liquidität zuführte, stiegen diese Aktien, jetzt passiert mit der Bilanzreduzierung eben das Gegenteil.

So oder so: die Vergangenheit zeigt, dass Schwäche im Tech-Sektor vom breiten Markt nicht kompensiert werden kann. Der maßgebliche ETF, der den US-Tech-Sektor abbildet, der Technology Select Sector SPDR Fund (XLK), ist dabei der Vergleichsmaßstab. In 17 von 18 Fällen, in denen der Technology Select Sector SPDR Fund (XLK) 5% fiel, fiel dann auch der S&P500. Der Tech-Sektor (91%) hat mit den Industriewerten (94%) und diskretionären Konsumwerten (93%) die höchste Korrelation mit dem S&P500 aller Sektoren.

Die Performance der Tech-Werte seit einem Jahr ist immer noch gigantisch, trotz der gestrigen Verluste: Netflix +44%, Facebook +42%, Amazon +25%, Alphabet +18%. Gewinnmitnahmen sind da alles andere als erstaunlich – oder ist es doch ein Trendwechsel?

Aber nun sollten die Tech-Werte besser wieder Gas geben, sonst droht Ungemach für den Gesamtmarkt, zumal die Gewichtungen der FANG-Aktien in den Indizes nicht gerade klein ist (bis auf Netflix..)


Schild am Headquarter von Facebook, auf den Kopf gestellt..
Foto: LPS.1, CC0

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Masud79

    26. September 2017 16:06 at 16:06

    Sorry aber was da steht ist nicht korrekt. Sei der Ankündigung der bilanzreduzierung passiert nicht das Gegenteil. Es passiert genau nichts. Und es ist zu erwarten dass es dennoch bald weiter aufwärts geht

  2. Avatar

    PK

    26. September 2017 16:30 at 16:30

    ich würde sagen, daß ab Mitte des Jahres jedem klar war, daß die FED reduzieren wird. Wurde verbal ausreichend kommuniziert.
    z.B. hier der Text bei der FED Sitzung Juli:
    „expects to begin implementing its balance sheet normalization program relatively soon, provided that the economy evolves broadly as anticipated.“
    Ich setze trotz der heutigen Erholung aktuell weiter auf eine Schwäche der US Tech Werte gegenüber den anderen Indizes, sehe die Gründe aber nicht bei der FED.

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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