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Höllentag: Ex-Anwalt Michael Cohen beschuldigt Trump wegen Stormy-Cash

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Der Ex-Anwalt von Präsidenten Donald Trump, sein ehemaliger „Fixer“ Michael Cohen, hat sich nach einem Deal mit den Anklägern schuldig bekannt zu insgesamt acht Anklagepunkten.

Für das Schuldbekenntnis dürfte er ein reduziertes Strafausmaß erhalten – aber trotzdem nicht dem Knast entgehen, so Insider. NBC berichtet, dass der Strafrahmen bei drei bis fünf Jahren liegen könnte.

Bei dem Hearing in einem Bundesgerichtsgebäude in Lower Manhattan platzte dann die Bombe: Es wäre Trump gewesen, der ihn angewiesen hätte, Schweigegeld-Zahlungen an zwei mutmaßliche Ex-Mätressen zu arrangieren:  

  • Pornostar Stormy Daniels hatte dabei 130.000 Dollar erhalten,
  • Ex-Playmate Karen McDougal 150.000 Dollar über einen Copyrightdeal der Mutterfirma das Klatschblatts „National Enquirer“.

Cohen gestand explizit Verstöße gegen Wahlkampffinanzierungsgesetze ein: „Ich habe mitgewirkt, um die Wahl zu beeinflussen“, sagte er vor Gericht. Und das alles auf Anweisung von Trump.

Ein Experte am Sender MSNBC: „Der Präsident ist gerichtsanhängig als Komplize in einem Verbrechen – das hat es seit Richard Nixon nicht mehr gegeben“.

Zittern muss Trump auch: Cohen könnte bei weiteren Ermittlungen der US-Behörden als möglicher Kronzeuge den Präsidenten in anderen Belangen beschuldigen.

Kurz: Er könnte singen wie ein Vogel.


Foto: IowaPolitics.com; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

 

Die New York Times berichtet aber, dass es bisher keine Einigung für eine Kooperation mit den Anklägern gäbe.

Cohen bekannte sich schuldig wegen Finanz- und Steuerbetrug (mehr als vier Millionen Dollar), sowie den Verstößen gegen Wahlkampffinanzierungsgesetze.

Cohen hatte sich vor der Gerichtsanhörung Montagnachmittag in einem Bundesgerichtsgebäude in Lower Manhattan Agenten des FBI gestellt. Er befand sich vorübergehend im Gewahrsam der „Feds“, berichtete CNN

Den „Höllentag für Trump“ (Drudge Report) machte ein weiteres Urteil komplett: Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort wurde von Geschworenen in acht Anklagepunkten schuldig gesprochen.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.  



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3 Kommentare

  1. das passiert NIX, die märkte sind komplett INDOLENT

  2. Also, ich halte die Märkte nicht für träge und gleichgültig! Vielmehr kommt es mir so vor wie bei Kontinentalplattenbewegungen. Es baut sich immer mehr Spannung auf bis die Reibungswiderstände zu groß werden und sich die gesamte Spannung mit einem Mal entlädt. Ergebnis ERDBEBEN, TSUNAMI, was im übertragenem Sinne auch als Ereignis an den Börsen durchaus bekannt ist.

  3. Also ich kann keinen Höllentag für Trump erkennen. Es ist ein Sturm im Wasserglas. Das wird Trump in keinster Weise schaden. Im Gegenteil, ihn werden diese Themen eher stärken (Verschwörungstheorien usw.). Die Trump Basher machen sich hier falsche Hoffnungen.

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