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Hohe Dividendenrenditen Vorboten für schlechte Zeiten? 57 Milliarden Euro Ausschüttung – Tendenz abwärts

Claudio Kummerfeld

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Laut der „Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz“ (DSW) werden die deutschen Aktiengesellschaften (Aktien im Prime-, General-Standard sowie Freiverkehr) für letztes Jahr 57 Milliarden Euro an Dividenden ausschütten. Damit ist dies ein Rekordjahr für Dividendenerträge bei deutschen Aktien!

2014 waren es gerade mal 37 Milliarden Euro, und im Hoch 2008 unmittelbar vor dem Durchschlagen der Finanzkrise auf die Gewinne der Konzerne waren es 38 Milliarden Euro. Von daher gab es in den letzten Jahren eine enorme Steigerung auf diesen aktuellen Rekord. Die DSW führt als Gründe an: Der moderate Dollar-Kurs sowie der Ölpreis, der „zwar nicht mehr ganz auf dem niedrigen Niveau von 2015 oder 2016 lag, aber immer noch klar unter den Höchstpreisen aus den Jahren 2011 bis 2013“. Auch hätten die niedrigen Zinsen und der geringe Inflationsdruck geholfen.

Aber laut DSW wird das Geschäftsjahr 2019 und somit die Dividenden-Ausschüttungen im Frühjahr 2020 wahrscheinlich nicht mehr dieses aktuelle Niveau erreichen. Denn schon jetzt würden einige Unternehmen deutlich auf die Euphoriebremse treten. So habe es auch bereits etliche Gewinnwarnungen gegeben. Außerdem verlagere sich der Fokus bei vielen Gesellschaften wieder verstärkt weg vom Umsatzwachstum, und hin zu Kostenersparnissen. Auch sinke die Ausschüttungsquote bei den Gewinnen bereits. Nach vorher 42% würden jetzt noch 40% der Gewinne über Dividenden ausgeschüttet (schon jetzt Geld einbehalten für schlechte Tage). Die DSW wünscht sich übrigens eine Quote von 50%. Es sei laut DSW zu befürchten, dass die aktuellen Ausschüttungen vorerst das letzte Dividenden-Rekordjahr gewesen seien.

Interessant ist folgende grundsätzliche Anmerkung der DSW zum Thema Dividendenrendite. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Besonders ärgerlich ist aber, dass der Eindruck erweckt wird, die Dividendenrendite sei eine feste Größe, ein Art Festzins auf die Aktienanlage. Dabei ist sie nur eine Momentaufnahme auf Basis des aktuellen Kurses und eines erwarteten Dividendenwertes. Steigende Dividendenrenditen können – etwas holzschnittartig formuliert – schließlich zwei Gründe haben: Eine Erhöhung des erwarteten Gewinns oder fallende Aktienkurse. Insofern sollten hohe Dividendenrenditen von Anlegern immer kritisch hinterfragt werden. Oft genug sind sie nur die Vorboten für schlechte Zeiten. Viel entscheidender als die Dividendenrenditen sind daher Dividendenkontinuität sowie Pay-Out-Ratio. Oder – einfacher formuliert – kontinuierlich steigende Gewinnausschüttungen bei gleichzeitig zumindest proportional wachsenden Gewinnen.

Die ausführliche „Dividendenstudie 2019“ können Sie auf 33 Seiten hier einsehen.

Frankfurter Börse - Dividenden
Börsengebäude in Frankfurt. Foto: Mylius GFDL 1.2

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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