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Hongkong – Megastadt vor wirtschaftlichem Kollaps

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Nach fünf Monaten eskalierender Proteste und Gewalt, droht die 7,5 Millionen Einwohner zählende Metropole Hongkong zu kollabieren. Die Polizei warnt vor einem Abrutschen in Anarchie und bürgerkriegsähnliche Zustände.

Hongkong befindet sich im Ausnahmezustand

Die am 9. Juni begonnene Protestbewegung ist die größte Chinas seit dem Aufstand der Demokratiebewegung in Peking, die am 4. Juni 1989 mit dem blutigen Massaker auf dem Tian’anmen-Platz niedergeschlagen wurde. Fast auf den Tag genau 30 Jahre später beginnt sich der Albtraum des Regimes in Peking zu wiederholen. Millionen von Menschen protestieren seit dem 9. Juni gegen die autokratische Regierung und deren Marionettenpolitiker in Hongkong. Sie wehren sich gegen den Versuch, ihre Freiheitsrechte weiter einzuschränken und das Rechtssystem der Handelsmetropole Hongkong mit dem Festlandchinas gleichzuschalten.

Die zunächst friedlichen Proteste, bei denen lediglich Regenschirme symbolhaft zum Einsatz kamen, sind in bürgerkriegsähnliche Zustände ausgeartet. Straßen werden aufgerissen, Pflastersteine als Wurfgeschosse benutzt, Bankfilialen zerstört, Barrikaden errichtet, Geschäfte geplündert, Menschen von der Polizei angeschossen und Andersdenkende auf offener Straße angezündet. Der Polizeisprecher Kong Wing-cheung sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz: „Die Rechtsstaatlichkeit Hongkongs steht kurz vor dem Zusammenbruch“ und machte „Randalierer“ und „Chaoten“ dafür verantwortlich.

Der Auslöser

Auslöser der sich zuspitzenden Proteste ist ein bereits im September wieder zurückgezogener Gesetzentwurf der Marionetten-Regierung Hongkongs zur Auslieferung von Straftätern und Dissidenten an das chinesische Festland. Die Bürger der ehemaligen Kronkolonie fürchten seitdem um die Unabhängigkeit ihrer Justiz. Bis 1997 wurde Hongkong von Großbritannien regiert und anschließend mit der Garantie wirtschaftlicher und juristischer Sonderrechte an die Volksrepublik China unter der Vereinbarung „Ein Land, zwei Systeme“ übergeben.

Der Rückzieher in Sachen Auslieferungsgesetz der mittlerweile selbst in Peking stark umstrittenen Regierungschefin Carrie Lam Cheng Yuet-ngor kam viel zu spät. Die Proteste haben mittlerweile eine völlig neue Dimension erreicht und werden durch die angedrohte und bereits reale Gewalt der Polizei weiter radikalisiert. Die Bürger Hongkongs fordern jetzt mit überwältigender Mehrheit volle Demokratie und eine Untersuchung der Polizeigewalt. Vor allem, weil die Beamten gezielt mit scharfer Munition auf Demonstranten und Aktivisten feuern.

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Markus Koch LIVE vor Handelsstart in New York – Handelskrieg Deadline im Fokus

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Start an der Wall Street. Am Sonntag gibt es eine wichtige Deadline zum Handelskrieg, was von ihm besprochen wird.

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Aktuell: Vermeintliche Entspannung im Handelskrieg, Aktienkurse steigen!

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Und mal wieder wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Die ab 15. Dezember möglicherweise in Kraft tretenden neuen Zölle sollen womöglich verschoben werden. Laut WSJ sollen Vertreter von USA und China an einer Verschiebung der neuen Zölle arbeiten. Ob da was dran ist? Wie auch immer, der Dow steigt in den letzten Minuten um 140 Punkte, der Dax um 90 Punkte.

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Dax: Warum fällt er heute so stark?

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Der Dax kommt heute unter Druck und fällt auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen – und das ohne jegliche Nachrichten, die als Bergündung für fallende Kurse herhalten könnte! Aber es passiert nun scheinbar das, was eigentlich zu erwarten war: die Märkte werden nervöser vor dem Termin 15.Dezember, an dem Trump die neuen Strafzölle gegen China erheben könnte – womit dann nicht nur sämtliche Importe der USA aus China bezollt würden, sondern vor allem auch Konsumgüter betroffen wären (was der Durchschhnittsamerikaner dann deutlich spüren würde).

Die Märkte wollen nun Klarheit – eingepreist ist mindestens eine Verschiebung der Zölle, wenn nicht gar deren Absage durch Trump. Je länger aber der US-Präsident sich in Schweigen hüllt und ansonsten, wie gestern einmal mehr, nur die Plattitüde „die Gespräche laufen gut“ wiederholt, werden die Aktienmärkte sich nicht beruhigen. Man quengelt gewissermaßen im Vorfeld, um den US-Präsidenten unter Druck zu setzen, nach dem Motto: „mach das nicht!“

 

Eines scheint klar: einen Deal wird es bis zum 15.Dezember nicht geben, aber Trump könnte es eben einmal mehr schaffen, mit weichgespülten Botschaften die Märkte zu beruhigen. Tenor: man brauche noch etwas Zeit, aber sei sich schon fast einig. Fast.

Wie die Dinge stimmungsmäßig stehen zwischen China und den USA zeigt folgende Aussage des chinesischen Aussenministeriums: die USA seien ein großer Lügner und Verbreiter von Lügen – wohl unter Anspielung der Haltung der Amerikaner in Sachen Uiguren:

 

Charttechnisch ist der Dax an relevanten Widerstandszonen gescheitert – und könnte nun bis in den Bereich 12450 Punkte korrigieren, mithin also die untere Begrenzung des Trendkanals testen:

 

Offenkundig werden nun die euphorischen Privatanleger aus dem Markt gekegelt, die mit der Jahresendrally fest gerechnet hatten. Saisonal ist die Handelswoche vor Mitte Dezember in der Regel eher ungünstig, bevor dann häufig die Jahresendrallly einsetzt (das Vorjahr war da eine ziemlich signifikante Ausnahme, ausgelöst durch die Kommunikation der Fed mit dem Begriff „Autopilot bei der Bilanzreduzierung).

Mit den besser als erwarteten ZEW-Daten kann sich der Dax wieder etwas erholen – aber die entscheidende Frage auch für den deutschen Leitindex lautet: eskaliert der Handelskrieg weiter? Gerade für Deutschland als Export-fixiertes Land wäre das der worst case..

Der Dax ist heute unter Druck

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