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Aktien

Hongkong überholt Japan

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Der Aktienmarkt in Hongkong dürfte zeitnah den japanischen Aktienmarkt als Nummer drei der Welt ablösen. Nach dem fulminanten Anstieg des Aktienmarktes in Hongkong in den letzten Tagen beträgt die Marktkapitalisierung in Honkong 4,9 Billionen Dollar, die Aktien in Tokyo bringen derzeit 5 Billionen Dollar auf die Waage – und das trotz der Rally auch bei japanischen Aktien, die den Nikkei an der 20.000er-Marke kratzen läßt (höchster Stand seit 15 Jahren). Die Nummer eins ist nach wie vor mit weitem Abstand die USA mit 24,7 Billionen Dollar, gefolgt von Festland-China mit 6,9 Billionen Dollar.

Die Umsätze waren in Hongkong in den letzten Tagen bereits höher als am japanischen Aktienmarkt. Festlands-Chinesen nutzen derzeit die Verlinkung der Börsen in Hongkong und Shanghai, um die deutlich günstigeren Aktien in Hongkong zu kaufen (viele Aktien sind an beiden Börsen gelistet, in Hongkong jedoch fast ein Drittel günstiger). Dabei ist der Aktienmarkt in Hongkong noch nicht wirklich teuer: der HangSeng hat aktuell ein KGV von 12,9, der Topix in Japan 15,5, während der amerikanische S&P ein KGV von 17,7 aufweist.

Besonders profitiert der Betreiber der Börse in Hongkong von der Hausse, die Hong Kong Exchanges & Clearing Ltd.: das Unternehmen hat nun die seit Jahrzehnten führende CME Group in Chicago nach Marktkapitalisierung überholt. Politisch ist die Rally ohnehin gewollt: die Regulierungsbehörde erlaubte Ende März auch chinesischen Fonds, am Aktienmarkt in Hongkong zu investieren. Der Chef der Hong Kong Exchanges & Clearing, Charles Li, stellt heute Nacht in Aussicht, dass das bisherige Tages-Limit, das über die Verlinkung der Börsen Hongkong und Shanghai abgeewickelt werden kann (derzeit 10,5 Milliarden Yuan), bald erhöht werden könnte:

“There will definitely be an expansion. The expansion won’t simply be 20 percent to 30 percent. If there’s an expansion, it must be of a certain magnitude“. (zitiert nach Bloomberg)

Also keine zaghafte Anhebung, sondern gleich ein großer Wurf bei der Erweiterung des täglich möglichen Trading-Volumens soll es sein. Davon profitieren dürften dann vor allem Broker-Firmen: so stieg heute die als IPO an den Markt von Hongkong gebrachte Aktie des Brokers GF Securities Co. gleich um 40%. Mit dem IPO hat das aus Guandong stammende Unternehmen satte 28 Milliarden Hongkong-Dollar eingenommen. Es scheint derzeit, als gebe es für die Aktienmärkte im Reich der Mitte kein Halten mehr. Während die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen aber bereits stark gestiegen waren, ist nun offenkundig Hongkong an der Reihe. Der politische Wille und die meist jungen Zocker machen es möglich. Wirtschaftlich fundiert allerdings ist die Rally nicht: folgende Grafik zeigt, dass die Gewinne der an der Börse Shanghai gelisteten Unternehmen fallen, während die Kurse weiter steigen.

ShanghaiEbitda

Das ist auf Dauer nie gut gegangen, aber diesmal ist sicher alles anders..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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