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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Das müssen Sie gelesen haben: Warum die HSBC ihre Pfund-Prognose von 1,30 auf 1,37 anhebt

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Die HSBC ist die größte Bank Europas und eine der größten Banken der Welt. Ein absolutes Schwergewicht, mit sehr viel Einfluss, und vor allem mit starkem Geschäft in Asien (wer Näheres erfahren will, bitte hier klicken). Als wir aktuell gesehen haben, wie die HSBC ihre Prognose für das britische Pfund angepasst hat, konnten wir es erstmal kaum glauben.

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Natürlich ist die Denkweise der HSBC inhaltlich nachvollziehbar. Aber was hat das noch mit einer „Prognose“ zu tun? Man nehme drei Szenarien. Die Wahrscheinlichkeit für alle drei gewichte man gleich stark. Für alle drei Szenarien entwickelt man eine Zielmarke, und nimmt als Gesamtprognose dann einfach den Durchschnittswert. Mal ehrlich: Was soll man als Anleger damit anfangen? Sollten Sie damit doch etwas anfangen können, dann sei es Ihnen gegönnt!

Pfund-Prognose vorher und heute

Also, zur Sache! Bisher hatte die HSBC angenommen es gäbe zwei Optionen, den Brexit-Deal mit der EU, was Pfund vs US-Dollar (GBPUSD) auf 1,45 bringen würde im Jahr 2019. Dann gab es als zweite Variante bisher noch den „No Deal“, was das Pfund auf 1,10 hätte bringen sollen. Als grobe Marke sah die HSBC daher das Pfund im Schnitt bei 1,25-1,30 gegen den US-Dollar.

HSBC-Analyst David Bloom sagt heute, dass er nicht erwarte, dass jeder mit seiner Analyse übereinstimme, dass er aktuell drei Szenarien sehe, deren Wahrscheinlichkeiten er auch noch alle gleich groß gewichte. Er sieht die Wahrscheinlichkeit einer kompletten Brexit-Absage aktuell genau so groß wie die Wahrscheinlichkeiten der Brexit-Varianten „Deal“ und „No Deal“. Bei einer Brexit-Absage (also einem Verbleib Großbritanniens in der EU) könne das Pfund gegen den USD auf 1,55 steigen. Bei einem kalten Brexit (No Deal) würde es auf 1,10 fallen. Und bei einem idealen Brexit mit Handelsvertrag würde es bei 1,45 landen.

Tja, und da die HSBC alle drei Szenarien für gleich wahrscheinlich hält, nimmt sie von allen drei Zielwerten einfach den Durchschnitt von 1,37 als Prognose-Marke an, nach bisher 1,25-1,30. Also gibt es eine spürbare Anhebung der Prognose. Und das nur, weil man die Absage des Brexit als drittes Szenario mit in seine Betrachtungsweise aufgenommen hat.

Also, soll, kann oder will man als Anleger auf so einen Durchschnittswert zählen, wo in der Gulaschkanone aus drei völlig unterschiedlichen Szenarien eine Zahl gebastelt wird? Da bilden Sie sich bitte ihre eigene Meinung! Aktuell jedenfalls zeigt das Pfund weiter Schwäche. Anfang des Monats noch über 1,31, so sehen wir heute Kurse von 1,2850. Aktuell steht Theresa May heute mal wieder kurz vor einer Rede im Parlament in London in Sachen Brexit – von daher kann es heute mal wieder plötzliche Schwankungen geben!

Pfund vs USD seit 2016
Pfund vs USD seit 2016.

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Devisen

Zehn Tage Ferien vom Brexit – man hat ja Zeit! Pfund mit Abwärts-Durchbruch?

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Jeder Mensch braucht mal eine Pause, so auch Parlamentarier. Und natürlich dürfen auch die Abgeordneten im House of Commons in London mal Urlaub machen. Und auch der Oster-Urlaub sei ihnen gegönnt, den sie aktuell vom 12. bis 23. April genommen haben. Aber wie oft in 100 Jahren steht schon ein Ereignis wie der Brexit an, die vielleicht wichtigste politische Grundsatzentscheidung seit dem 2. Weltkrieg für Großbritannien?

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Wäre es da nicht angebracht, dass die Politiker dieses eine Mal diese Pause ausfallen lassen, weil man dringend eine Lösung finden muss? Nein, man macht trotzdem Urlaub. Und warum? Weil man ja seit Kurzem „so richtig viel“ Zeit gewonnen hat. Die EU gewährt einen Brexit-Aufschub bis Oktober. Aber eigentlich, das dürfte allen klar sein, läuft der Aufschub nur bis zum 22. Mai. Denn es ist kaum vorstellbar, dass die Briten tatsächlich an der Wahl zum EU-Parlament teilnehmen wollen.

Also bleiben nur noch etwas mehr als vier Wochen. Aber wie so oft schieben die Briten die Dose die Straße runter. Einfach hinauszögern, abwarten. Irgendwas wird schon passieren, irgendwas wird sich schon ändern? Die Parteispitzen von Konservativen und Labour reden zwar weiter, aber ohne Parlament geht eh nichts. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte vor Kurzem nach der Fristverlängerung bis Oktober, die Briten sollten doch bitte keine Zeit verschwenden. Aber genau das tun sie gerade.

Theresa May verabschiedete die Parlamentarier übrigens in ihre Oster-Pause mit dem Kommentar, dass man vor klaren Entscheidungen stünde, und dass der Zeitplan eindeutig sei. Welchen Abgeordneten im House of Commons sollen diese Worte noch beeindrucken, nach mehreren gescheiterten Abstimmungen über May´s Brexit-Deal, und nach dutzenden verschiedenen eigenen Ideen der Parlamentarier, die sie allesamt selbst ablehnten?

Am letzten Freitag berichteten wir darüber, dass das britische Pfund kurz vor einem charttechnischen Ausbruch nach oben stand gegenüber dem US-Dollar. Dem war auch so. Seit dem 4. April gab es vier Hochpunkte bei ca 1,3120. Genau dort machte er halt und fiel bis heute runter auf 1,3010. Jetzt kämpft er gerade mit dieser wichtigen runden Marke (erster Chart seit 4. April).

Auf etwas längere Sicht gesehen (zweiter Chart seit August 2018) stellt sich die Frage, ob endlich mal wieder „richtig“ Bewegung in den Pfund-Kurs kommt. Bricht er unter die 1,30, dann ist Luft nach unten vorhanden. Bei dem Brexit-Chaos wäre dies gut nachvollziehbar. Aber die wochenlange Ruhe im Kurs war schon diverse Male ein Desaster für die Shorties, die gegen das Pfund gewettet hatten.

Pfund Brexit

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Giovanni Cicivelli: Kurze Vorschau auf aktuelle Ideen zu Dax, Forex, Aktien

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An dieser Stelle zeige ich nur eine ganz kurze Vorschau auf mein heutiges Marktvideo. In voller Länge könnt ihr es als registrierte Nutzer sehen. Die Nutzung und Registrierung ist komplett kostenfrei. Melden Sie sich dazu bitte hier an.

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Japans Kampf um den Wirtschaftsaufschwung – kann die Geldpolitik noch Impulse setzen?

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Hat man Töne! Japan, das Land ohne Zinsen – seit 10 Jahren liegt der Leitzins an der Nulllinie – sieht die Konjunkturabschwächung und denkt an die Möglichkeit von Zinssenkungen?! Der kürzlich veröffentliche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist zwar etwas gestiegen, liegt aber mit 49,2 Punkten immer noch unterhalb der Wachstumsschwelle.

Ich habe  in der letzten Woche über das japanische Zinstrauma seit dem Crash nach 1989 geschrieben und auf die Gefahr einer „Japanifikation“ der Eurozone hingewiesen. Jetzt kämpft das Land der aufgehenden Sonne schon wieder etwas mit rezessiven Wirtschaftstendenzen – im Zuge der bisherigen globalen Wirtschaftsabschwächung -, deshalb sind die Maßnahmen der japanischen Regierung und der BoJ schon von Interesse für den europäischen Wirtschaftsraum.

Hier ein paar aktuelle  Aussagen des Governors der Bank of Japan, Jaruhiko Kuroda:

  • Japanˋs economy has slowed„slightly“
  • Production, exports to China weak
  • Moderate wage gains hold back inflation
  • Accomodative policy has worked
  • Still room für more monetary easing
  • Can further reduce interest rates if needed
  • Thereˋs room for reducing interest rates

 

Fazit

Kommt jetzt die Zeit der Minuszinsen? Bis jetzt sind das noch Gedankenspiele, weil Kuroda auch an ein Wiederanspringen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte glaubt.

Aber sie sind ein Vorgeschmack auf das, was der EU-Zone blühen könnte, sollte die europäische Konjunktur in eine Rezession rutschen.

Irgendwie klingen manche Sätze auch nach Mario Draghi, aber vielleicht ist das das übliche „wording“ von Notenbankern.

 

By 663highland – Own work, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8349591

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