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HSH Nordbank zahlt Privatkunden Rekordzins für Festgeld – warum wohl…

Die HSH Nordbank ist gerade dabei sich selbst wahrscheinlich an einen Private Equity-Investor zu verkaufen. Gezwungen dazu ist man aufgrund der staatlichen Stützungsmaßnahmen der letzten Jahre, und  durch die daraus erfolgten...

FMW-Redaktion

Die HSH Nordbank ist gerade dabei sich selbst wahrscheinlich an einen Private Equity-Investor zu verkaufen. Gezwungen dazu ist man aufgrund der staatlichen Stützungsmaßnahmen der letzten Jahre, und  durch die daraus erfolgten Vorgaben der EU-Kommission. Entweder wird die Bank bis Februar 2018 verkauft, oder sie muss kontrolliert aufgelöst werden. Für die beiden Eigentümer, die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein, wird die HSH so oder so zu einem gigantischen Milliardengrab, ob mit oder ohne Verkauf – denn man hat für 10 Milliarden Euro an Schrottkrediten gebürgt, und dazu noch für Milliarden Schiffskredite aus der Bank herausgekauft.

Nachdem sich die HSH Nordbank in der Vergangenheit auf institutionelles Geschäft konzentriert hatte, scheint man jetzt auf einen neuen Trichter gekommen zu sein. Wenn man ab nächstem Jahr einen komplett privaten ausländischen Eigentümer hat, fällt man auch aus dem schönen beruhigenden Netz der Sparkassen-Organisation heraus. Dann muss man zusehen, woher man sein Geld bekommt, dass man dann an Firmenkunden zum Beispiel für Solarparks verleihen kann. Und was machen „normale“ Banken? Sie leihen sich Geld bei Privatkunden, über Sparkonten, Festgelder und Anleihen.

Die HSH geht den „innovativen“ Weg über das Fintech-Angebot „Zinspilot.de“. In diesem Vergleichsportal findet man die HSH Nordbank als die deutsche Bank mit dem höchsten Zinssatz für eine 12 Monate laufendes Festgeldanlage, nämlich 0,95%. Das Angebot kann nur die rumänische Alpha Bank toppen. Mensch, ist das nicht toll, 0,95% für 12 Monate von einer deutschen Bank – da sollte man doch gleich mal zuschlagen, oder?

Man erinnere sich bitte. Was hat man aus der Lehman-Krise, aus dem Debakel um hohe Zinsen bei isländischen Banken und vielen anderen Beispielen gelernt (oder auch nicht)?

Der Zins ist immer eine Risikoprämie für den Anleger. Je höher der Zins, desto höher das Ausfallrisiko der Geldanlage – ein einfaches und zeitloses Gesetz am Kapitalmarkt. Der institutionelle Anleger investiert nur in riskante Anlagen, wenn er dafür mit einer höheren Risikoprämie belohnt wird, also einem höheren Zins. Der Privatanleger denkt nicht so, sondern sieht nur den höheren Zins – in der Regel ist er sich nicht bewusst, dass damit auch ein höheres Ausfallrisiko verbunden ist.

Wie gesagt, wenn die HSH nächstes Frühjahr nicht an einen privaten Käufer verkauft werden kann, muss die Bank abgewickelt werden. Aber keine Angst – die Einlagensicherung von 100.000 greift auch bei der HSH – doch hätten sie wirklich Lust es darauf ankommen zu lassen? Wenn ja, dann können Sie ja die Chance wahrnehmen und hier Geld anlegen.



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1 Kommentar

  1. Beim wetten hat man eine höhere Quote .
    Die knapp 1% wird niemanden locken

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