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Huawei durch den US-Bann in existenziellen Nöten?

Wolfgang Müller

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Als im Frühjahr US-Präsident Trump das chinesische High-Tech-Unternehmen Huawei auf eine schwarze Liste setzte, heimischen Unternehmen die Geschäfte mit dem vermeintlichen Spionageunternehmen untersagte, sprachen viele schon von einer existenziellen Bedrohung des asiatischen Highflyers. War wohl etwas zu früh, wie die letzten Halbjahreszahlen belegen.

 

Das Wachstum von Huawei geht weiter

Der chinesische Technologie-Konzern Huawei hält bisher dem Druck aus den USA Stand. Wie das Unternehmen mitteilte, ist der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um fast ein Viertel auf 51,4 Milliarden Euro gestiegen.

Huawei-Verwaltungsratschef Liang Hua sprach davon, dass die schwarze Liste Konsequenzen gehabt habe, aber die Auswirkungen kontrollierbar waren. „Weder die Produktion noch die Auslieferungen wurden auch nur einen einzigen Tag unterbrochen.“ Tatsächlich dürfte das Wachstum ohne den Bann der US-Regierung aber deutlich höher ausgefallen sein.

Seit Mai musste Huawei seine Lieferkette anpassen, weil viele US-Unternehmen, darunter Konzerne wie Qualcomm und Intel, nicht mehr in der Lage waren, den chinesischen Konzern mit Komponenten zu versorgen.

 

Und was macht die Handysparte von Huawei?

Die Frage, ob die neuen Smartphones auch in Zukunft das Betriebssystem Android nutzen können, hat zweifelsohne Spuren in den Verkaufszahlen hinterlassen. Das eigene Betriebssystem Hongmeng ist noch nicht einsatzfähig, zudem war es ursprünglich für den industriellen Einsatz konzipiert (Internet of Things). Außerhalb Chinas sind die Käufe auf ein Niveau von 80 Prozent gesunken, bezogen auf die Periode vor dem Bann. Aber die heimischen Käufe konnten dies mehr als ausgleichen. Die Analysefirma Canalys meldete, dass Huawei in China bereits einen Marktanteil von mehr als 38 Prozent erreicht hat. Die Firma konnte im jüngsten Quartal um mehr als 30 Prozent zulegen und dies in einem schrumpfenden Markt.

Insgesamt hat das Unternehmen aber den Zahlen zufolge weltweit 118 Millionen Geräte der Marken Huawei und Honor verkauft, ein Wachstum von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

 

Und der Netzaufbau 5G?

Auch auf die Geschäfte mit der nächsten und damit fünften Mobilfunkgeneration 5G habe der Druck der USA bislang keine großen Auswirkungen gehabt, sagte Verwaltungsratschef Liang Hua. Seit Mitte Mai habe der Konzern elf neue Verträge für die Ausrüstung von 5-G-Netzen sichern können. Huawei konnte damit aktuell 50 kommerzielle 5-G-Verträge präsentieren. Bislang habe man mehr als 150.000 Basisstationen ausliefern können.

 

Fazit

Die Zahlen zeigen, dass es auch der US-Regierung bisher nicht gelungen ist, Huawei wirklich zu stoppen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen mit gut 23 Prozent sein Umsatzwachstum sogar noch vergrößern. Im ersten Halbjahr 2018 legte Huawei nur um 15 Prozent zu.

US-Präsident Trump werden diese Zahlen nicht schmecken, aber er hatte selbst mit seinem dreimonatigen Aufschub der Unterstützung Huaweis durch Google-Dienste für eine Entspannung im Huawei-Bann gesorgt – zum Schutz heimischer Zulieferer.

Der Kampf um die technologische Vorherrschaft wird weitergehen, besonders im Hinblick auf Huawei. Wann Donald Trump wieder die handelspolitischen Daumenschrauben anziehen wird, hängt sicher von konjunkturellen und wahltaktischen Überlegungen ab. Wann dies sein wird, kann man beim US-Präsidenten nie wissen. Nicht einmal die Tageszeit.

 

Trotz der Sanktionen macht Huawei weiter gute Geschäfte

By Kārlis Dambrāns – https://www.flickr.com/photos/janitors/16103980883/in/album-72157650786478488/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41126674

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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