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IEA-Monatsbericht: Ölmarkt nahe an Ausbalancierung, das Problem bleibt

Darin zeigt man sich optimistisch, dass man jetzt sehr nahe an einer Ausbalancierung der globalen Öl-Nachfrage zum Angebot sei. Illustriert ist dies gut im Chart, wo die…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die OECD-Einrichtung „Internationale Energie-Agentur“ (IEA) hat heute ihren aktuellen Monatsbericht veröffentlicht. Darin zeigt man sich optimistisch, dass man jetzt sehr nahe an einer Ausbalancierung der globalen Öl-Nachfrage zum Angebot sei. Illustriert ist dies gut im Chart, wo die Balken jeweils ein Quartal darstellen. Aktuell sieht man, wie die Nachfrage nach Öl (rosa) das Angebot (blau) überflügelt.

Obwohl die Fördermengenkürzung auch laut IEA nun fast vollständig umgesetzt sei, erwähnt man auch die immer noch hohen Lagerbestände. Die seien im 1. Quartal 2017 trotz Kürzung weiter gestiegen, weil die Teilnehmer der Kürzung im 4. Quartal 2016 ihre Fördermengen noch ausgeweitet hätten. Folglich wirkt dieser Effekt noch nach, und die Teilnehmer müssten (so verstehen wir es) die Kürzung noch länger durchhalten, bis ein spürbarer Effekt für die Lager erzielt werden kann.

Obwohl man aktuell von einer Ausbalancierung spricht, erwähnt die IEA auch, dass die weltweite Öl-Nachfrage das zweite Jahr nacheinander ein geringeres Wachstum aufweisen soll. Man reduziert die Wachstumserwartung auf 1,3 Millionen Barrels pro Tag. Und man warnt, dass auch diese Zuwachsprognose zu optimistisch sein könnte. Problematisch sieht man bei der IEA trotz Kürzungen wie es zu erwarten war das Fördermengenwachstum außerhalb der OPEC, vor allem in den USA. Dort stieg die Produktion nämlich von 8,6 Millionen Barrels pro Tag im Herbst 2016 auf zuletzt 9 Millionen. Im Verlauf des Jahres soll sie um 680.000 Barrels pro Tag anziehen.

Das Problem bleibt das selbe, wie wir es schon mehrfach beschrieben haben. Die Fracker arbeiten mit steigenden Fördermengen gegen die Kürzungen an, und der Terminmarkt scheint hin und her gerissen zu sein, ob es nun ausreicht für nachhaltig steigende Preise in 2017. Hier auszugsweise im Originalwortlaut von der IEA:


Prices have stabilised again recently after falling by about ten percent in early March, with recent unplanned outages and rising political tension in the Middle East playing a role. For OPEC countries, compliance has been impressive from the start while non-OPEC participants are gradually increasing their compliance rate, although in their case it is harder for analysts to verify the data.

Even at this mid-way point, we can consider what comes next. It is of course OPEC’s business to decide on its output levels, but a consequence of (hypothetically) extending their output cuts beyond the six-month mark would be bigger implied stock draws. This would provide further support to prices, which in turn would offer further encouragement to the US shale oil sector and other producers.

Indeed, although the oil market will likely tighten throughout the year, overall non-OPEC production, not just in the US, will soon be on the rise again. Even after taking into account production cut pledges from the eleven non-OPEC countries, unplanned outages in Canada as well as in the North Sea, we expect production will grow again on a year-on-year basis by May. For the full year, we see growth of 485 kb/d, compared to a decline of 790 kb/d in 2016. The main impetus comes from the US where monthly data shows that output reached 9.0 mb/d in March, up from a trough of 8.6 mb/d in September 2016. We now expect that US production will be 680 kb/d higher at the end of the year than it was at the end of 2016, an upgrade to our previous forecast.

Another factor that could influence the market balance is revised demand growth. We have cut our growth number for 1Q17 by 0.2 mb/d to 1.1 mb/d. New data shows weaker-than-expected growth in a number of countries including Russia, India, several Middle Eastern countries, Korea and the US, where demand has stalled in recent months. After upgrading demand estimates for 2Q17 and cutting it for the second half of the year, we are left with growth for 2017 at 1.3 mb/d rather than the 1.4 mb/d previously forecast.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leo

    16. April 2017 12:36 at 12:36

    Die US Fracker bekommen bei steigenden Zinsen und einer Baisse Riesenprobleme, weil den Frackern dann kein Geld mehr geliehen wird.
    Abgesehen davon ist der Export von Us öl schwierig. Politisch wird mit
    Öl US Politik gemacht und es will keiner das sich Us öl fracker die Taschen voll
    machen.Ein höherer Öl Preis ist politisch gewollt,es trifft die EU und nicht
    die USA wirtschaftlich.

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Dank Notenbanken immun: Vermögen wachsen trotz Krisen immer weiter

Claudio Kummerfeld

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Vermögen in Form vieler US-Dollars

Die Gelddruck-Orgien der Notenbanken haben die weltweiten Vermögen immunisiert gegen Verluste, egal wie schlimm die Krise in 2019 auch war, und jetzt in 2020 dank Corona noch geworden ist. Zu diesem Schluss kommt der ganz frisch veröffentlichte „Allianz Global Wealth Report“, in dem das Wort „Immunisiert“ sogar explizit so genannt wird.

Vermögen steigen weiter an

Die Headline-Aussage der Allianz besagt, dass die Vermögen in den letzten zehn Jahren noch nie eine so große Zunahme des Wohlstands verzeichnen konnten. Weltweit sei das Brutto-Geldvermögen im Jahr 2019 um 9,7 Prozent gewachsen, und habe damit das stärkste Wachstum seit 2005 hingelegt. Angesichts der Tatsache, dass das Jahr 2019 von sozialen Unruhen, eskalierenden Handelskonflikten und einer industriellen Rezession geprägt war, sei diese Leistung mehr als erstaunlich, so die Allianz. Doch als die Zentralbanken einen Kursschwenk hin zu einer breit angelegten geldpolitischen Lockerung vollzogen, habe dies zu einem kräftigen Plus von 25 Prozent an den Aktienmärkten geführt, losgelöst von den Fundamentaldaten. Dadurch seien auch die Geldvermögen kräftig angehoben worden. Allein die Anlageklasse der Wertpapiere nahm 2019 um satte 13,7 Prozent zu – nie war das Wachstum im 21. Jahrhundert stärker, so die Headline-Aussage. Versicherungen und Pensionen erreichten laut Allianz ein Plus von 8,1 Prozent, was hauptsächlich auf den Anstieg der zugrundeliegenden Vermögenswerte zurückzuführen sei – die Bankeinlagen stiegen um 6,4 Prozent.

Vermögen auch in 2020 immunisiert gegen Verluste

Und was wird 2020 unterm Strich passieren? Es geht wohl nach dem Motto „Je schlimmer die Krise, desto mehr drucken die Notenbanken, und helfen damit Aktien und Immobilien nach oben“. So sagt der Report nämlich, dass „die selbe Geschichte sich im Jahr 2020 wiederholen“ dürfte, nur ins Extrem gewendet. Denn als die Coronakrise die Weltwirtschaft in die tiefste Rezession seit 100 Jahren stürzte, legten Zentralbanken und Finanzbehörden auf der ganzen Welt beispiellose geld- und fiskalpolitische Hilfspakete auf und schirmten so die Haushalte und ihr Geldvermögen vor den Folgen einer Welt in Unordnung ab, so die Allianz. Man gehe davon aus, dass die privaten Haushalte ihre Verluste aus dem ersten Quartal wettmachen konnten und bis zum Ende des zweiten Quartals 2020 einen leichten Anstieg des globalen Geldvermögens um 1,5 Prozent verzeichneten. Hauptreiber der Entwicklung seien die Bankeinlagen, die dank großzügiger öffentliche Unterstützungsprogramme und vorsorglicher Ersparnisbildung um kräftige 7,0 Prozent zunahmen. Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass das Geldvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2020 im Plus enden werde.

Die Allianz merkt kritisch an, dass die Geldpolitik im Moment zwar die Vermögen gegen Corona quasi immunisiert habe. Aber man solle sich nichts vormachen. Null- und Negativzinsen seien ein süßes Gift. Sie würden die Vermögensbildung untergraben, und verschärfen die soziale Ungleichheit, da Vermögenseigentümer satte Mitnahmegewinne einstreichen können. Das sei nicht nachhaltig. Auch noch interessant: Das Wohlstandsgefälle zwischen reichen und armen Ländern habe sich wieder vergrößert. Im Jahr 2000 sei das Netto-Geldvermögen pro Kopf in den Industrieländern im Durchschnitt 87-mal höher gewesen als in den Schwellenländern. Bis 2016 war dieses Verhältnis auf 19 gesunken. Seither ist es wieder auf 22 (2019) angestiegen, so die Allianz.

Was lernen wir daraus?

Nun, die Allianz steht wohl kaum im Verdacht gegen den Kapitalismus zu hetzen, oder Notenbanken arg kritisch gegenüber zu stehen. Von daher ist es schon interessant, dass sie so klipp und klar ausspricht, was viele andere Kommentatoren (wie auch wir bei FMW) seit geraumer Zeit sagen. Nämlich dass die obszöne Geldschwemme von EZB, Fed und Co Assetpreise wie Immobilien oder Aktien kräftig antreibt, losgelöst von der Realwirtschaft. Dies ist also kein Mythos und keine Verschwörungstheorie, wenn man die Allianz als seriöse Informationsquelle für diese Information zählt.

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Fed: US-Bürger ignorieren die mächtigste Notenbank der Welt

Dass die Kommunikation der Fed mit den US-Bürgern kaum Auswirkungen hat, zeigt jedoch eine Studie von vier Ökonomen der Notenbankstelle in Cleveland

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Für die Finanzmärkte ist die US-Notenbank Fed das Maß aller Dinge – aber auch für die US-Bürger, also die „normalen Leute“, die Main Street?

Wer sich die Mühe macht, die Statements der US-Notenbank Fed nach ihren Sitzungen zu lesen und die Pressekonferenzen zu verfolgen, die Jerome Powell jedes Mal „zelebriert“, so könnte man auf zwei Schlussfolgerungen kommen: Erstens, dass er sich mit seiner unglaublich gehäuften Darlegung des gesetzlichen Auftrags der Fed „Prize Stability and Maximum Employment“ eine kleine Entschuldigung für seine Geldpolitik sucht, die dem Open Market Committee keine andere Wahl lasse. Dass dies – zweitens – aber einen Versuch darstellt, die Öffentlichkeit zu informieren und den Bürger zu einem gewünschten Verhalten innerhalb der finanziellen Repression zu veranlassen. Dass Letzteres nicht gelingt, beweist eine Umfrage aus dem Wissenschaftsumfeld der Fed unter US-Bürgern.

Fed: Das flexible Inflationsziel

Ende August hatte Fed-Chef Powell in einer Rede ausgesprochen, was man schon längere Zeit vermutet hatte. Man würde zinspolitisch die „Füße stillhalten“, auch wenn die Inflationszahl für längere Zeit über der bisherigen Zielmarke (Inflation target) von zwei Prozent liegt. Klingt erst einmal unsinnig, denn schließlich sollte sich die Teuerung in den nächsten Jahren nicht einmal richtig der Zielzone nähern. Eindeutig dürfte dahinter sich die Absicht der Notenbank verbergen, dass man die finanzielle Repression dauerhaft fortsetzen wird: Zinsen für längere Zeit unterhalb der Teuerungsmarke, bei gleichzeitigem BIP-Wachstum, ergibt eine prozentuale Absenkung des Verschuldungsniveaus. Das ist ein Verfahren, welches die USA und Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg für viele Jahre praktiziert hatten. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: die Fed könnte durch eine höhere Inflationserwartung Konsumenten und Unternehmen zu höheren Ausgaben veranlassen. Dass die Kommunikation der Fed mit den US-Bürgern kaum Auswirkungen hat, zeigt jedoch eine Studie von vier Ökonomen der Notenbankstelle in Cleveland.

US-Bürger haben wenig Ahnung von der Fed-Politik

Targeting and Household Expectations heißt die Arbeit der Ökonomen, die sich mittels Befragung unter Bürgern mit der Frage beschäftigt haben, wie der kleine Mann den Wechsel in der Notenbankpolitik aufnimmt. Das Ergebnis dürfte recht erschütternd sein für den Chef der US-Notenbank: Nur eine kleine Minderheit gab an, überhaupt von einer neuen Strategie der Fed gehört zu haben. Und die, die davon gehört hatten, gaben auch noch falsche Ziele wieder. Man glaubt allgemein, dass das Ziel der Notenbank ein starker Dollar sei und niedrige Zinsen, damit sich der Staat seine Verschuldung leisten kann.

 

Fazit

Auch wenn das zigfache Wiederholen des gesetzlichen Auftrags der Fed (Maximum Employment und Prize Stability) durch Jerome Powell in den Pressekonferenzen schon fast nervig wird: beim Bürger kommt anscheinend nicht viel davon an, was die Damen und Herren im Elfenbeinturm des Geldes in Washington D.C. vorhaben.

So könnte seine letzte Strategie mit der Aufforderung beim Bürger mehr zu investieren auf taube oder gar keine Ohren gestoßen sein. Höhere Inflationserwartungen sollten zum Vorziehen von Konsumausgaben führen. Wobei man sich schon fragen muss, wie es sein kann, dass man das Volk mit den vielen (überzogenen) Kreditkarten überhaupt zum Geldausgeben animieren muss..

Die Fed dringt mit ihren Aussagen nicht wirklich zu den Bürgern durch

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Battery Day und Tesla: Live-Kommentar zum Event

Markus Fugmann

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Elon Musk hatte den „Battery Day“ im Vorfeld als „einer der aufregendsten Tage der Tesla-Geschichte“ bezeichnet, gestern jedoch die Erwartungen in einem Tweet deutlich gedämpft – die Tesla-Aktie daher heute mit 5% im Minus.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, kommentiert den Battery Day live ab 22.15Uhr

:

Live-Kommentar zum lange erwarteten Battery Day von Tesla

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