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Ukraine-Krieg bringt Ölmarkt durcheinander IEA-Monatsbericht: Interessante Aussagen – auch über Russland

Die IEA hat heute ihren Monatsbericht für August veröffentlicht. Darin gibt es auch interessante Aussagen zu Russlands Aktivitäten.

Öl-Förderpumpen im US-Bundesstaat Wyoming

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat heute ihren Monatsbericht für August veröffentlicht. Entnehmen kann man interessante Aussagen zur Nachfrage nach Öl sowie zum Angebot. Auch interessant sind die Aktivitäten Russlands im Ölhandel, die aufgrund des Ukraine-Kriegs große Verschiebungen erleben.

IEA sieht steigende Nachfrage nach Öl

Die weltweite Nachfrage nach Öl soll laut Aussage der IEA ansteigen. Der steigende Ölverbrauch für die Stromerzeugung und die Umstellung von Gas auf Öl kurbeln ihrer Aussage nach die Nachfrage an. Die Agentur erhöht ihre Schätzungen für das globale Nachfragewachstum 2022 um 380.000 Barrel Öl pro tag auf 2,1 Mio. Die weltweite Ölnachfrage werde nun auf 99,7 Million Barrel pro Tag im Jahr 2022 und 101,8 Mio im Jahr 2023 geschätzt.

Angebot an Öl nimmt zu

Das weltweite Ölangebot erreichte laut IEA im Juli mit 100,5 Millionen Barrel pro Tag einen Höchststand nach der Pandemie, als die Wartungsarbeiten in der Nordsee, Kanada und Kasachstan ausliefen. Die OPEC+ habe ihre Gesamtölproduktion um 530.000 Barrel pro Tag im Einklang mit höheren Zielen gesteigert, und die Nicht-OPEC+ stieg um 870.000 Barrel pro Tag. Das weltweite Ölangebot wird laut IEA bis zum Jahresende voraussichtlich um weitere 1 Million Barrel pro Tag steigen.

Russland hat weniger Öl verkauft

Laut IEA gingen die russischen Ölexporte im Juli um 115.000 Barrel pro Tag auf 7,4 Mio zurück, verglichen mit etwa 8 Mio zu Beginn des Jahres. Die Lieferungen von Rohöl und Ölprodukten in die USA, nach Großbritannien, die EU, Japan und Korea sind seit Ausbruch des Krieges um fast 2,2 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen, wovon zwei Drittel auf andere Märkte umgeleitet wurden. Die Umleitung der Ströme nach Indien, China, in die Türkei und andere Länder sowie die saisonal höhere russische Inlandsnachfrage hätten die Verluste im vorgelagerten Bereich abgefedert.

Im Juli lag die russische Ölproduktion laut IEA nur noch 310.000 Barrel pro Tag unter dem Vorkriegsniveau, während die gesamten Ölexporte um nur 580.000 Barrel zurückgingen. Das EU-Embargo für russische Rohöl- und Produktimporte, das im Februar 2023 in vollem Umfang in Kraft tritt, werde voraussichtlich zu weiteren Rückgängen führen, da etwa 1 Million Barrel pro Tag an Produkten und 1,3 Mio an Rohöl eine neue Heimat finden müssten. Die Exporteinnahmen fielen von 21 Mrd. im Juni auf 19 Mrd. Dollar im Juli, was sowohl auf geringere Mengen als auch auf niedrigere Ölpreise zurückzuführen sei.

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1 Kommentar

  1. Der Ölmulti des OPEC+-Mitgliedslandes Königreich Saudi-Arabien Saudi Aramco konnte aktuell ein Rekordergebnis erzielen. Und das ist auch gut so.

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