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Internationale Energie-Agentur: Öl-Produktionswachstum der nächsten Jahre fast nur aus den USA

Claudio Kummerfeld

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Öl-Raffinerie - IEA mit Report zu Trends am Energiemarkt

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat heute ihren „World Energy Outlook“ für 2019 veröffentlicht. Auch widmet man sich Umwelt- und Demografiethemen. Wichtig ist die Erkenntnis, dass laut IEA zwar viel bei Energie auf Erneuerbare umgewälzt wird, dass es ja aber auch ein starkes globales Bevölkerungswachstum in den nächsten Jahrzehnten gibt. Und so sagt die IEA, dass die Dynamik hinter sauberer Energie nicht ausreiche, um die Auswirkungen einer expandierenden Weltwirtschaft und einer wachsenden Bevölkerung auszugleichen. Der Anstieg der Emissionen verlangsame sich zwar – er erreiche aber nicht vor dem Jahr 2040 seinen Höhepunkt.

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In ihrem sogenannten Stated Policies-Szenario hat die Internationale Energie-Agentur heute erwähnt, dass der weltweite Energiebedarf bis 2040 um 1% pro Jahr steige. CO2-arme Quellen, angeführt von Solar, liefern mehr als die Hälfte dieses Wachstums, und Erdgas macht ein weiteres Drittel aus. Die Ölnachfrage flache in den 2030er Jahren ab, und der Kohleverbrauch sinke. Einige Teile des Energiesektors, angeführt von Elektrizität, durchlaufen eine schnelle Transformation. Einige Länder, insbesondere diejenigen mit „Netto-Null“-Ansprüchen, gehen bei der Neugestaltung aller Aspekte ihres Angebots und Verbrauchs weit voraus, so die IEA.

Die Ölförderung durch Fracking in den USA werde längere Zeit auf einem höheren Niveau verbleiben, als man es bisher angenommen habe. Dies werde den globalen Ölmarkt aufwirbeln. Die jährliche US-Produktion verlangsame ihr Wachstum im Vergleich zu den letzten Jahren, aber bis zum Jahr 2030 würde der Zuwachs in den USA immer noch 85% des weltweiten Zuwachs an der Ölproduktion ausmachen, und 30% des Anstiegs in de Gasproduktion (auch durch Fracking). Bis zum Jahr 2025 würden die USA laut IEA Russland bei der gesamten Fracking-Produktion für Öl und Gas überholen. Die Zunahme der US-Produktion dränge den Anteil von OPEC und Russland am weltweiten Ölmarkt zurück von 55% in den 2000er-Jahren auf 47% in 2030, so die aktuelle Aussage der IEA.

Was lernt man daraus als kurzes einfaches Fazit? Dank globalem Bevölkerungswachstum wird die Nachfrage nach fossilen Energien auch noch einige Zeit anhalten. Und die USA werden ihren Anteil am Markt für Öl und Gas weiter ausbauen, vor allem auf Kosten der Golfstaaten, die nun schon seit mehreren Jahren ziemlich verzweifelt versuchen mit weniger Fördermengen den Ölpreis zu pushen.

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Aktienmärkte: Die US-Präsidenten und die Börsenentwicklung

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Derzeit gibt es für viele Analysten und ihre Häuser ein großes Thema: Wie wird der Ausgang der US-Wahlen die Entwicklung der Aktienmärkte beeinflussen, durch veränderte Steuern, durch Stimulusprogramme und Weiteres? Dass dies wieder einmal sehr viel „Noise“ bedeuten wird, der in relativ kurzer Zeit seine Wirksamkeit verlieren wird, zeigen historische Zyklen, mit den unterschiedlichen Präsidentschaftskonstellationen.

Aktienmärkte: Kein Präsident regiert gegen die Interessen der Wall Street

Klar ist der Ausgang der Wahlen momentan von überragendem Interesse für die Finanzwelt. Fleißig werden Biden- oder Trump-Depots vorgestellt mit Aktien, die von dem jeweiligen Gewinner profitieren sollten. Dabei gibt es selbst bei Kenntnis des Siegers viele Unwägbarkeiten:

Welche Konstellation ergibt sich im Kongress? Welche seiner Wahlversprechen kann er überhaupt durchsetzen, gegenüber der eigenen Partei, dem Kongress und vor allem gegenüber der Wall Street? Wie werden die Aktienmärkte und ihre Sektoren nach dem Wahltag überhaupt reagieren? Es wird immer unterschätzt, dass der Markt ein selbstreflexives Gebilde darstellt, welches stets ein Ergebnis zu antizipieren versucht. Dazu noch ein Blick in die jüngere Vergangenheit. Als Barrack Obama gewählt wurde, gab es nicht wenige, die einen großen Einbruch an der Wall Street prognostizierten, eben weil die Ideen des neuen Präsidenten so radikal waren. Was folgte war ein langer Bullenmarkt mit weit über 100 Hochs im S&P 500.

Beim Sieg von Donald Trump sprachen einige sogar von einem möglichen Crash der Aktienmärkte. Bis zum 2. September 2020 gab es jedoch nicht weniger als 130 neue Höchststände beim amerikanischen Leitindex.

Kurzum: Der langfristige Trend der Aktienmärkte ist seit vielen Jahrzehnten positiv, egal bei welchem Präsidenten.

Kürzlich lautete ein sarkastischer Kommentar auf FMW: „Auch Nancy Pelosi sitzt auf einem Berg von Aktien“, ergo werden sie und ihre Parteifreunde sich nicht selbst schädigen. Quod esset demonstrandum!

Der langfristige Aufwärtstrend

Hier eine Übersicht über die Präsidentschaftszyklen seit der großen Wirtschaftskrise. Die große Unterschiede ergeben sich zumeist durch externe Faktoren wie Inflation, Zinsen, Kriege oder Terroranschläge.

Die Zuflüsse in die Aktienmärkte

Interessant ist die Höhe der Aktienkursentwicklung unter Berücksichtigung der politischen Gewichtungen im Kongress:

Nach dem Ende der Weltwirtschaftskrise 1933 bis heute, ergaben sich folgende prozentuale Gewinne für die Aktienmärkte:

Kongress demokratisch – Präsident Republikaner: 4,9 Prozent p.a.
Kongress demokratisch – Präsident Demokrat: 9,3 Prozent p.a.
Kongress republikanisch – Präsident Republikaner: 12,9 Prozent p.a.
Kongress republikanisch- Präsident Demokrat: 13,0 Prozent p.a.
Senat republikanisch – Repräsentantenhaus demokratisch – Präsident Republikaner: 13,4 Prozent p.a.
Senat demokratisch – Abgeordnetenhaus republikanisch – Präsident Demokrat: 13,6 Prozent p.a.

Damit wäre für Börsianer aus historischer Sicht ein Sieg Bidens mit einem republikanischen Regulativ im Abgeordnetenhaus nicht der schlechteste Wahlausgang.

Die Einbrüche in den Zyklen

In jedem Präsidentschaftszyklus seit 1933 gab es natürlich zwischenzeitliche Kurseinbrüche.

Erstaunlicherweise fiel dieser beim schwachen Jimmy Carter in seiner kurzen Amtszeit mit minus 17,1 Prozent am moderatesten aus, gefolgt von Bill Clinton mit minus 19,3 Prozent im 8-Jahreszyklus. Die größten Rückschläge musste Franklin Roosevelt hinnehmen, mit minus 54,5 Prozent, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg und George W. Bush mit 51,9 Prozent, mit zwei gewaltigen Schocks: Dem 11.September 2001 und der Finanzkrise 2007. Der aktuelle Präsident Trump liegt mit dem Corona-Crash von minus 33,9 Prozent an dritter Stelle, wenngleich die derzeitige Situation schon eine sehr besondere darstellt.

Was beeinflusst die Börsenentwicklung?

Natürlich hat ein US-Präsident in einem demokratischen System eine große Machtstellung. Als oberster militärischer Befehlshaber, durch sein Vetorecht, die Befugnis entscheidende Stellen in der Exekutive, aber auch in der Judikative (Oberster Gerichtshof) nach seinem Gusto zu besetzen. Aber um Gesetze voranzubringen, braucht er den Kongress mit den Mehrheiten und er braucht die Wall Street. Woher kommen die vielen Wahlkampfspenden, die Unterstützung der Gouverneure und Senatoren? Wer hatte von Trumps großer Steuerreform besonders profitiert und wer hat die zugrunde liegenden Regelungen konzipiert (Ex-Goldman-Direktor Mnuchin)?

Die Performance der Aktienmärkte in einem Präsidentschaftszyklus hängt auch davon ab, in welchem Stadium sich ein Wirtschaftszyklus befindet. Manch ein Präsident profitierte von einem langen Bullenmarkt wie Reagan oder Clinton. Bei anderen kommen schwere Kriege und Krisen dazwischen (Roosevelt) oder Bush junior, in dessen Amtszeit der 11. September plus die Finanzkrise fiel.

Langfristig sind die Aktienmärkte immer gestiegen, aber was erwartet den alten oder neuen Präsidenten im kommenden Jahr? Ein Jubeljahr wegen des Sieges über Covid-19 – oder noch ein längerer Kampf gegen die Infektionskrankheit und gegen die Arbeitslosigkeit? Und noch viele weitere Unbekannte, Deflation oder Stagflation oder Inflation, who knows?

Fazit

Wenn man sich die Auswertung der Präsidentschafts- und Börsenzyklen betrachtet, könnte man zu der Ansicht gelangen, dass sich die jetzigen und zugleich hitzigen Diskussionen um die Folgen der US-Wahlen als für die Aktienmärkte langfristig relativ nutzlos herausstellen werden. Was wird der künftige Präsident politisch überhaupt umsetzen können, was machen Zinsen und Inflation und wie reagiert die Wall Street auf das Wahlergebnis mit ihrem überragenden System des Lobbyismus. Bis es soweit sein wird, ist die jetzige Diskussion auch schon wieder vergessen – auch das ist systemisch bedingt.

Was nicht bedeutet, dass man in Bälde nicht doch eine heftige Korrektur der Aktienmärkte sehen könnte. Diese dürfte aber an anderen Faktoren liegen, die zumeist nicht unmittelbar mit der Präsidentschaft zusammenhängen. Ein Präsident hat mit seinem Programm anscheinend nicht den ganz großen Einfluss auf die Börse. Wurde der so beliebte Barrack Obama nicht in seiner zweiten Amtsperiode vom Kongress so sehr kaltgestellt? Und warum gab es zwei große Einbrüche in der Ägide Trumps? Wegen eines starken Zinsanstiegs (2018) und eines externen Schocks (Covid-19), beides aber hatte nichts mit ihm zu tun.

Welchen Einfluß haben US-Präsidenten auf die Aktienmärkte?

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Aktien

Echter Wohlstand nur mit Aktien möglich – Werbung

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Lieber Börsianer,

das ist die harte Wahrheit. Im europäischen Vergleich sind wir nicht besonders wohlhabend. Rein rechnerisch entfällt auf jeden erwachsenen Deutschen ein Vermögen von 216.654 US-Dollar. Österreicher verfügen in dieser Statistik über ein Vermögen in Höhe von 274.919 US-Dollar. In der Schweiz „sitzt“ jeder Erwachsene dagegen auf einem gewaltigen Vermögen von 564.653 US-Dollar, wie die Crédit Suisse in ihrem Global Wealth Databook ausgerechnet hat.

Das ist natürlich nur ein statistischer Wert, den man entsprechend lesen muss. So sind in der Schweiz gemessen an der Bevölkerungszahl überdurchschnittlich viel bedeutende Großunternehmen wie etwa Novartis, Nestlé oder ABB angesiedelt. Deren Vermögen geht in diese Statistik ebenfalls ein, ohne dass der Schweizer Privatmann dies auf seinem Konto oder Depot unmittelbar spürt.

Diese statistische Verzerrung gilt allerdings für Deutschland und Österreich in leicht abgeschwächter Form ebenfalls. Auch hier gibt es Großunternehmen. In ihrer Grundaussage lügt diese Statistik also nicht. Deutsche und Österreicher sind relativ arm. Was sind die Ursachen unserer relativen Armut?

Wir waren im vergangenen Jahrhundert schlecht „beraten“, als wir uns an zwei Weltkriegen maßgeblich beteiligt haben und damit unsere Vermögenssubstanz zweimal weitgehend zerstört haben. In der Schweiz hat man unterdessen weiter aufgebaut und sich über Fluchtgelder aus den damaligen Krisenregionen Europas gefreut.

Jeder dritte Schweizer vermehrt sein Geld an der Börse

Aber lassen wir die Geschichte ruhen! Denn es gibt noch eine andere Erklärung für unseren Vermögensrückstand. Schweizer setzen auf die Aktie, während der deutsche Michel lange Jahre das Sparbuch bevorzugte. So investieren derzeit über 20 % der Eidgenossen aktiv und selbstständig an der Börse. Zählt man hierzu noch die betriebliche Altersvorsorge, die für Schweizer Arbeitnehmer ab einem gewissen Einkommen verpflichtend ist, kommt die Schweiz sogar auf eine Aktionärsquote von deutlich über 30 %. So wird man schließlich wohlhabend.

Erst im vergangenen Jahr schoben die eidgenössischen Pensionskassen erneut satte Extra-Renditen ein, weil sie zu über 30 % am boomenden Aktienmarkt investiert waren. Zu Deutsch: Die Vermögensschere zwischen Deutschland und der Schweiz hat sich zuletzt nochmals zu unseren Ungunsten ausgeweitet. Hierzulande investieren rund 15 bis 16 % der…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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