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IEA-Ölmarktbericht für Mai: Ausbalancierung voraus?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die heute veröffentlichten Daten vom monatlichen Ölmarktbericht der Internationalen Energie-Agentur (IEA) zeigen: Das globale Ölangebot stieg im April netto um 250.000 Barrels pro Tag auf 96,2 Mio Barrels. Rückläufige Produktion in Nicht OPEC-Ländern (z.B. USA) wurde übertroffen durch steigende Produktion in OPEC-Ländern wie z.B. dem Iran, was unterm Strich zu diesem Plus führt. Auch der Irak und die VAE´s förderten bedeutend mehr.

Wie der Chart zeigt, soll laut IEA die weltweite Ölnachfrage Ende 2016 bei 96,8 Millionen Barrels pro Tag ankommen, von aktuell 95,3 Millionen Barrels. Folgt man also den IEA-Angaben, sollte gegen Ende des Jahres womöglich eine Ausbalancierung zwischen Angebot und Nachfrage zustande kommen. Für die Angebotsseite lässt die IEA exakte Prognosen für die nächsten beiden Quartale offen, so dass man nicht genau vergleichen kann, aber es läuft doch schon auf eine Ausbalancierung hinaus.

Dem könnte nur im Wege stehen, dass vor allem die Saudis nicht zusehen werden, wie bei steigenden Ölpreisen die Fracker in Nordamerika wieder anfangen ab Preisen von 45 oder 50 Dollar ihre Fördermenge kräftig hochzufahren. Die Saudis haben es immer wieder gesagt, und auch der Wechsel des saudischen Ölministers lässt es vermuten: Die Saudis werden wohl versuchen mit mehr Ölangebot ihre Marktanteile zu verteidigen.
Ölmarktbericht

Diese Grafik zeigt es deutlicher: Ende 2016 werden Angebot (grün) und Nachfrage (gelb) basierend auf den heute bekannten Daten und Prognosen aufeinandertreffen. Das bedeutet steigende Ölpreise. Aber wie gesagt, man vergesse da nicht die Saudis und ihren Machtanspruch auf ihre Marktanteile. Am 2. Juni findet das zwei Mal im Jahr angesetzte turnusmäßige OPEC-Treffen statt. Da gibt´s dann entweder interessante Infos, oder erneut einen Non-Event.

Öl Angebot Nachfrage
Grafik: IEA

Hier die IEA zur Angebotsseite im Original:


The supply side of the oil market balance always throws up surprises and in this report there are two main ones: first, wildfires in Canada have caused the shut-in of 1.2 mb/d of production capacity; and second, Iran’s oil production and exports increased slightly faster than expected following the lifting of sanctions. In the case of Canada, at the time of writing we do not know how long oil production will be impacted by wild fires. For Iran, oil production in April was close to 3.6 mb/d, a level last achieved in November 2011. Even more important for global markets, oil exports reached 2 mb/d, a dramatic increase from the 1.4 mb/d seen in March. Elsewhere in OPEC, offsetting Iran’s rise, there are concerns about falling production in Libya, Nigeria, where, on May 10th Shell declared force majeure on Bonny Light production, and the ability of Venezuela’s oil industry to maintain operations in the face of power cuts and other shortages. The proposed economic changes in Saudi Arabia have seen the appointment of a new minister to replace the long serving Ali al-Naimi. At the forthcoming OPEC meeting on June 2nd we will see if there are any major policy changes from the Saudis with respect to supply to the oil market.

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Finanznews

Aktien: Generation Z und die Spekulation! Marktgeflüster (Video)

Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht wieder Schlagzeilen und pusht auch heute wieder bestimme Aktien nach oben. Das böse Ende aber wird kommen..

Markus Fugmann

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Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht auch heute wieder Schlagzeilen und pusht wieder Aktien wie Gamestop oder Beyond Meat nach oben. Diese Generation Z wird nicht nur den Klimawandel ausbaden müssen, sondern ahnt auch, dass sie seit langer Zeit die erste Generation sein wird, für die der Kuchen nicht größer, sondern vermutlich kleiner sein wird. Und diese Generation Z wähnt sich nun durch die Fed und andere Notenbanken in einem Casino, in dem man ohne Risiko zocken könne – weil Aktien angeblich immer steigen. Aber an der Börse hat die Mehrheit schon immer verloren, und das wird diesmal nicht anders sein..

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Devisen

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Rüdiger Born

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Aktien

Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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